x8-Steckbrief

Kuratierte Recherche-Datenbank als Produkt: bis zu 5.000 € im Monat mit geordneten öffentlichen Daten

bis 5.000 € Umsatz im Monat nach einem Jahr Eab 50 € Startkapital1 bis 3 Monate bis zum ersten Euro6 bis 10 Std. pro Woche99 $ Gumtrends-Zugang, einmalig

Buchstaben hinter Zahlen zeigen die Herkunft: A amtlich · S Selbstauskunft · E meine Einschätzung. Alle Kennzeichen erklärt.

Lesezeit 11 MinutenVon Simon Hubert, Gründer von x8Stand

Mittwochmittag in einem Coworking-Space in Graz: Eine Gründerin hat drei Browserfenster mit Listen voller Startup-Verzeichnisse offen und merkt, dass die Hälfte der Links nicht mehr funktioniert.

Hier setzt dieses Geschäftsmodell an: Du sammelst verstreute, öffentlich zugängliche Informationen, prüfst sie und verkaufst den Zugang zu einer sauberen, filterbaren Datenbank. Der Zugang zur Gumroad-Datenbank Gumtrends kostet zum Beispiel einmalig 99 US-Dollar. S

Überraschend ist das Tempo: Gumtrends brauchte nach Angabe des Gründers eine Woche von der Idee bis zum Start und drei Tage bis 1.000 US-Dollar Umsatz. S Warum das trotzdem kein Selbstläufer ist und wo die rechtlichen Grenzen liegen, liest du hier.

Kurz gesagt: Bei dem Geschäftsmodell kuratierte Recherche-Datenbank als Produkt sammelst du öffentlich zugängliche Informationen zu einem Thema, etwa Marktplatzprodukte, Förderwettbewerbe oder Verzeichnisse für den Start eines Produkts, und bereitest sie filterbar auf. Verdienen kannst du mit einem einmaligen Zugangspreis, mit Aktualisierungen gegen Aufpreis und mit Zusatzdiensten wie dem Eintragen für Kunden.

Was ist eine kuratierte Recherche-Datenbank als Produkt und wie funktioniert das Geschäftsmodell?

Eine kuratierte Recherche-Datenbank ist eine geprüfte und geordnete Sammlung von Einträgen zu einem Thema, die Käufer filtern und durchsuchen können. Kuratiert heißt: Du wählst aus, prüfst und ergänzt, statt nur Rohdaten zu kopieren.

Du verkaufst gesparte Recherchezeit. Gumtrends ordnet heute über 250.000 Gumroad-Produkte und schätzt Verkäufe und Umsätze. S Technisch reichen oft eine Tabelle in Airtable oder Notion, eine Verkaufsseite und ein Zahlungsanbieter.

Lohnende Themen sind oft klein und lästig zu recherchieren. E Denkbar sind alle Wochenmärkte einer Region mit Standgebühren für Markthändler, alle Kunsthandwerkermärkte mit Bewerbungsfristen für Kunsthandwerker und alle Startup-Wettbewerbe mit Preisgeldern für Gründerinnen. Die ersten beiden sind Hypernischen mit jährlich wiederkehrendem Bedarf.

Ablauf: Verstreute öffentliche Informationen kommen in deiner Datenbank an. Du lieferst Auswahl und Prüfung, Filter und Kategorien sowie regelmäßige Aktualisierung. Ergebnis ist ein einmaliger Zugang, ein Update-Paket oder ein Service, bei dem du für den Kunden einträgst oder recherchierst. So läuft eine Recherche-Datenbank 🔎 📄 Verstreute Infos Deine Datenbank Auswahl, Prüfung Filter, Kategorien Aktualisierung Zugang einmalig Update-Paket Service für Kunden Daten gibt es überall, geprüfte Ordnung kaum.
Bezahlt wird die Stunde Recherche, die der Käufer spart.

Welchen Umsatz kannst du mit einer kuratierten Recherche-Datenbank als Produkt realistisch erreichen?

Pro Zugang liegen die Preise meist zwischen 40 und 100 Euro einmalig. E Mehr bringt ein Zusatzdienst: Für 399 US-Dollar trug UserBooster Startups in 80 Verzeichnisse ein. S

Als Ziel nach dem ersten Jahr rechne ich mit 1.000 bis 5.000 Euro Umsatz im Monat E, wenn das Thema Suchanfragen hat und du die Daten pflegst. Die Preise im Markt, Dollar zum EZB-Kurs vom 30.10.2026 umgerechnet:

Preisskala: Gumtrends startete mit 49 US-Dollar, rund 44 Euro; heute kostet der lebenslange Zugang 99 US-Dollar, rund 89 Euro. Der Eintragsservice von UserBooster kostete 399 US-Dollar, rund 357 Euro. North Data kostet im Tarif Basic 490 Euro im Jahr. Preise für Datenbank-Zugänge 0 € 138 € 275 € 412 € 550 € Gumtrends 202349 $ · ≈ 44 € Gumtrends heute99 $ · ≈ 89 € Eintragsservice399 $ · ≈ 357 € North Data Basic490 € im Jahr Dein Ziel: Zugang plus Service Quellen: eBiz Facts, gumtrends.com, AI & No-Code Exits, northdata.de
Einmalzugänge sind günstig, Dienste und Abos bringen mehr.

Wie viel eine kleine Datenbank tragen kann, zeigt Spreadtheworld: Die Liste mit über 400 Orten, an denen man ein Startup bekannt machen kann, brachte laut Starter Story etwa 2.000 US-Dollar im Monat. S Das sind rund 1.790 Euro. E

Eigene Berechnung von Simon Hubert: 60 Zugänge zu 49 Euro ergeben 2.940 Euro Umsatz. Die Verkaufsplattform behält bei 10 Prozent plus rund 0,45 Euro je Verkauf etwa 320 Euro. Werkzeuge für Datenbank, Website und Datenpflege kosten rund 80 Euro. Es bleiben etwa 2.540 Euro vor Steuern. Rechenweg pro Monat bei 60 Zugängen 2.940 € Umsatz minus 320 € Plattformgebühren minus 80 € Tools, Datenpflege ≈ 2.540 € bleiben vor Steuern Eigene Berechnung (Simon Hubert), Annahme 49 € je Zugang
Deine eigene Zeit für die Pflege steckt noch im Rest.

Das heißt für dich: Eine Recherche-Datenbank verkauft sich, solange sie aktueller und besser geordnet ist als alles, was Käufer kostenlos finden.

Welche Fähigkeiten solltest du initial lernen, um erfolgreich eine kuratierte Recherche-Datenbank als Produkt anbieten zu können?

Am wichtigsten ist ein Gespür dafür, welche Information eine Zielgruppe mühsam sucht. Datenbank-Werkzeuge, Verkaufsseite und einfache Automatisierung lernst du schnell, vieles erledigt die KI.

Balken = so wichtig ist die Fähigkeit für den Erfolgbraucht Erfahrungschnell lernbar
Bedarf einer Zielgruppe erkennen100 %
Welche Recherche nervt wen, und was wäre sie wert (KI wertet Forenbeiträge aus, entscheiden musst du). Lernzeit: Monate
Sorgfältig recherchieren und prüfen90 %
Quellen finden, Einträge prüfen, Dubletten löschen (KI sortiert vor, du prüfst Stichproben). Lernzeit: wenige Wochen
Airtable oder Notion70 %
Felder, Filter, geteilte Ansichten (KI schlägt Struktur vor). Lernzeit: wenige Tage
Datenrecht verstehen60 %
Datenbankschutz, Data Mining, Datenschutz (KI erklärt Grundlagen, bei Zweifeln Anwalt). Lernzeit: wenige Tage
Verkaufsseite und Texte (das macht die KI)40 %
Landingpage, Vorschau-Screenshots, Beiträge (KI entwirft, du passt an). Lernzeit: wenige Tage

Meine Einschätzung E: 100 % hieße, ohne diese Fähigkeit geht es nicht.

Welche Eckdaten hat eine kuratierte Recherche-Datenbank als Produkt?

Datenbox
Klasse und ModelltypK2 Digitales Produkt · Digitale Produkte und Vorlagen
ThemenfeldMarketing, Vertrieb und Sichtbarkeit
Startkapitalbis 500 Euro E
Zeit bis zum ersten Eurounter 1 Monat bis 3 Monate E
Wochenstunden6 bis 10, zum Start mehr E
ZulassungshürdeAnzeigepflicht (Gewerbe), siehe Abschnitt Recht
Reichweite nötig3 von 5: Communities und Suchmaschinen nötig
Passiv-Grad3 von 5: Datenpflege bleibt Daueraufgabe
Umsatzklasse1.000 bis 5.000 Euro im Monat nach einem Jahr E
Wettbewerbmittel
KI-Hebel4 von 5
Sinn-Faktor3 von 5
Passt zu den GründertypenVielbegabter Synthesizer
Wirtschaftszweig (WZ 2025)63.92 Erbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen; als reines Verlagsprodukt 58.19 Sonstiges Verlagswesen, ohne Software. E WZ 2025 ist die amtliche Klassifikation der Wirtschaftszweige (Destatis), nach der dein Gewerbe eingeordnet wird.

Datenlücke: Wie viele solcher Datenbank-Produkte es im deutschsprachigen Raum gibt und was sie umsetzen, habe ich nicht gefunden. Auch eine Statistik zur Nachfrage nach kuratierten Listen gibt es nicht.

Was kostet der Start und wie viel Zeit brauchst du?

Der Start kostet meist unter 500 Euro, weil Tabellenwerkzeuge und Verkaufsplattformen ohne Grundgebühr starten. Rechne mit 6 bis 10 Wochenstunden.

BausteinWas es kostet
Gewerbeanmeldung in Deutschland10 bis 65 Euro, je nach Gemeinde (gewerbeanmeldung.de, 08.06.2026) S
Verkauf über Gumroadkeine Grundgebühr, 10 Prozent plus 0,50 US-Dollar je Direktverkauf (gumroad.com, gelesen am 01.11.2026) S
Website bei ALL-INKLTarif Privat 4,95 Euro im Monat (all-inkl.com, gelesen am 29.10.2026) S
Landingpage bei Carrd (Beispiel Spreadtheworld)Premium-Tarif unter 50 US-Dollar im Jahr (Starter Story, 19.05.2021) S

Wie startest du eine kuratierte Recherche-Datenbank als Produkt Schritt für Schritt?

Du startest mit einer Liste, die du selbst schon einmal mühsam zusammengesucht hast. Der erste Schritt: zehn Menschen aus der Zielgruppe fragen, ob sie dafür bezahlen würden.

  1. Thema festlegen. Eine Recherche, die viele regelmäßig machen müssen, etwa Märkte, Wettbewerbe oder Verzeichnisse.
  2. Zahlungsbereitschaft prüfen. Mit potenziellen Käufern sprechen, bevor du Hunderte Einträge sammelst.
  3. Erste Version begrenzen. 100 geprüfte Einträge mit klaren Feldern statt 10.000 ungeprüfte.
  4. Rechtliches vorbereiten. Die vier Punkte aus dem Abschnitt Recht: Gewerbe, fremde Datenbanken, Data Mining, personenbezogene Daten.
  5. Verkaufsseite bauen. Vorschau mit einigen kostenlosen Einträgen, Preis und Zahlung über eine Plattform.
  6. Öffentlich starten. In Communities wie Reddit, Indie Hackers oder Facebook-Gruppen der Zielgruppe zeigen.
  7. Service ergänzen. Für Käufer ohne Zeit das Eintragen oder Recherchieren als Dienstleistung anbieten.

Wie findest du die ersten Kunden für deine kuratierte Recherche-Datenbank?

Am schnellsten in den Communities, in denen deine Zielgruppe die Recherche gerade selbst macht. Wer dort eine Vorschau mit zehn guten Einträgen teilt, zeigt den Schmerz und die Lösung zugleich.

Laut KfW-Gründungsmonitor 2025 gab es in Deutschland im Jahr 2024 rund 382.000 Gründungen im Nebenerwerb, fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt wurden 585.000 Existenzgründungen gezählt. 382.000 Gründungen im Nebenerwerb in Deutschland 2024. Plus 5 Prozent zum Vorjahr. Gründungen gesamt: 585.000. KfW-Gründungsmonitor 2025, Juni 2025
Datenbanken passen gut zu Gründungen neben dem Job.

Bei Spreadtheworld kamen über 30 Prozent der Verkäufe von Twitter, weitere aus Indie Hackers, Hacker News, Reddit und gesponserten Newslettern; bezahlte Werbung brachte kaum etwas (Starter Story, 19.05.2021). S Langfristig hilft SEO, also Sichtbarkeit in Suchmaschinen, mit Artikeln zu den Suchbegriffen deiner Liste.

Welche Tools und KI-Werkzeuge helfen bei einer kuratierten Recherche-Datenbank als Produkt?

Unverzichtbar sind ein Tabellenwerkzeug mit geteilten Ansichten und eine Zahlungsabwicklung mit automatischem Zugang. Ziel ist es, das Vorsortieren mit KI zu beschleunigen.

DatenbankAirtable oder Notion mit geteilten, filterbaren Ansichten
VerkaufGumroad oder Stripe mit Zugangslink nach dem Kauf
KI-AssistentClaude oder ähnliche Modelle zum Vorsortieren, Zusammenfassen und Kategorisieren
WebsiteWordPress bei ALL-INKL oder eine einfache Landingpage

Welche Risiken hat eine kuratierte Recherche-Datenbank als Produkt?

Das größte Risiko: Deine Daten veralten, und Käufer merken es an toten Links. Dagegen hilft ein fester Pflegerhythmus, den du im Preis mitrechnest.

Veraltete Einträge

Ein Leser meldete im Kommentar zum UserBooster-Interview defekte Kauflinks und eine nicht erreichbare E-Mail-Adresse (AI & No-Code Exits, 05.11.2024). S
Gegenmittel: Linkprüfung jeden Monat und sichtbares Aktualisierungsdatum.

Datenbankschutz Dritter

Wer wesentliche Teile einer fremden Datenbank übernimmt, verletzt das Recht des Herstellers (§ 87b UrhG). A
Gegenmittel: eigene Recherche aus vielen Quellen statt Kopie einer Liste.

Kostenlose Konkurrenz

Behörden und Verbände veröffentlichen eigene Datenbanken, etwa die Förderdatenbank des Bundeswirtschaftsministeriums (foerderdatenbank.de, gelesen am 01.11.2026).
Gegenmittel: Bewertung, Filter und Zusatzwissen, das dort fehlt.

Einmalverkauf

Gumtrends verkauft lebenslangen Zugang ohne Abo S; neue Käufer müssen also ständig nachkommen. E
Gegenmittel: Update-Paket oder Service als wiederkehrender Umsatz.
Ergebnisstreuung3 von 5: kleine, stabile Erträge sind häufiger als große
Regulatorik3 von 5
Inhaberabhängigkeit2 von 5, die Datenbank lässt sich verkaufen
Wiederkehrender Umsatzunter 20 Prozent ohne Abo, mit Update-Paket mehr (meine Einschätzung)
KI-Expositionminus 1: KI-Suche ersetzt einfache Listen
Kanalabhängigkeit3 von 4

Fortbestand: Von Gründungen mit Startkapital bis zu 5.000 Euro sind nach fünf Jahren 54 Prozent aktiv (KfW-Gründungsmonitor 2025). S 2025 gab es 69 Unternehmensinsolvenzen je 10.000 Unternehmen (Destatis, 13.03.2026). A

Praxisbeispiel: Wie Xavier Coiffard aus einer eigenen Linkliste ein verkauftes Produkt machte

Im Newsletter AI & No-Code Exits und bei Starter Story erzählt der französische Gründer Xavier Coiffard, wie er eine kuratierte Liste von Orten aufbaute, an denen Startups sich bekannt machen können. Laut Starter Story brachte seine Datenbank Spreadtheworld 2021 etwa 2.000 US-Dollar im Monat S; das spätere Produkt UserBooster kam auf über 400 Verkäufe und wurde für einen niedrigen fünfstelligen Betrag verkauft. S

So kam er auf die Geschäftsidee
Coiffard war über 15 Jahre in der Tech-Branche, zuletzt verantwortlich für das Marketing eines Startups. Er fand keine klare Übersicht über Websites, auf denen man ein Startup vorstellen kann, und stellte selbst eine zusammen. Es war das erste Projekt seiner Herausforderung, sechs Projekte in sechs Monaten zu bauen.
So fing es an
Ursprünglich wollte er Einträge automatisch an alle Plattformen schicken. Tester mochten das nicht, also wurde daraus im Oktober 2020 eine kuratierte Datenbank mit über 400 Orten.
So gewinnt er Kunden
Über 30 Prozent der Verkäufe kamen von Twitter, wo er öffentlich über den Aufbau schrieb. S Weitere Käufer kamen aus Indie Hackers, Hacker News, Reddit und gesponserten Newslettern. Später half SEO mit ausführlicheren Artikeln als die bestplatzierten Seiten, bei rund 500 Besuchern im Monat. S
Das ging schief
Bezahlte Werbung brachte keinen nennenswerten Erfolg. Seine SEO-Arbeit nennt er selbst anfangs chaotisch, eher Lernen durch Ausprobieren.
Diese Werkzeuge nutzt er
Carrd für die Website, Airtable für die Liste, Notion für das Playbook, Gumroad oder Stripe für Zahlungen, Mailchimp oder Substack für E-Mails, Zapier zum Verbinden und Plausible für Statistiken.
Seine Preise
Bei UserBooster kostete das Playbook 49 US-Dollar, Playbook plus Liste mit 500 Websites 99 US-Dollar und der Service, ein Startup in 80 Verzeichnisse einzutragen, 399 US-Dollar. S 30 der über 400 Verkäufe entfielen auf diesen Service.
So endete es
Weil er sich auf seine Agentur für Kundengewinnung konzentrierte, verkaufte er UserBooster über die Plattform Acquire an eine Einzelperson, die mit einem günstigen Produkt Erfahrung im Firmenkauf sammeln wollte.
Sein Rat
Erst mit möglichen Kunden sprechen und prüfen, ob sie zahlen würden, die erste Version zeitlich begrenzen und schnell veröffentlichen. Die wichtigste Funktion eines Produkts sei, überhaupt draußen zu sein.
Was du daraus mitnimmst
Für den deutschsprachigen Raum heißt das: Eine gut gepflegte Liste plus ein Dienst zum höheren Preis kann ein kleines, verkaufbares Geschäft werden. E Achte auf aktuelle Links, denn veraltete Daten schaden schnell. Alle Zahlen sind Selbstauskünfte.

Zur Quellenlage: Die Zahlen sind uneinheitlich: Starter Story beschreibt 2021 die Datenbank Spreadtheworld mit Wohnort Martinique und meldet sie 2023 als eingestellt; AI & No-Code Exits beschreibt 2024 das Produkt UserBooster und nennt Angers als Wohnort. Ob es dasselbe Produkt unter neuem Namen ist, geht aus den Quellen nicht hervor. Einen Gesamtumsatz nennt keine der beiden Quellen.

Quellen: AI & No-Code Exits: How Xavier built, monetized, grew and sold his info product, 01.11.2024, gelesen am 01.11.2026. nocodeexits.substack.com; Starter Story: How I Created A 2K/Month Startup Marketing Database Using No-Code Tools, 19.05.2021, gelesen am 01.11.2026. starterstory.com

Welche Beispiele für eine kuratierte Recherche-Datenbank als Produkt gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz?

Das stärkste DACH-Beispiel für das Prinzip ist North Data: Die Plattform bereitet Daten aus Handelsregister und Bundesanzeiger auf und verkauft den Zugang ab 49 Euro im Monat (northdata.de, gelesen am 01.11.2026). S Das Ausmaß ist größer, das Muster gleich.

Weitere Fälle; Xavier Coiffard steht im Praxisbeispiel oben:

  • Zimpel ist eine Mediendatenbank mit PR-Software der news aktuell GmbH, einer Tochter der dpa (zimpel-online.de, gelesen am 01.11.2026). S
  • Startbase der Startbase GmbH führt Datenbanken zu Startups, Investoren und Acceleratoren der deutschen Szene, mit kostenloser Registrierung (startbase.de, gelesen am 01.11.2026). S
  • Gumtrends von Alberto Fortin startete 2023 mit über 39.000 Gumroad-Produkten für 49 US-Dollar (eBiz Facts, 05.10.2023) und zählt heute über 250.000 Produkte. S

Was musst du rechtlich bei einer kuratierten Recherche-Datenbank als Produkt beachten?

Eine Zulassung brauchst du nicht, du meldest ein Gewerbe an. Heikel ist, woher die Daten kommen: fremde Datenbanken, automatisiertes Auslesen und Namen von Personen haben eigene Regeln.

  • Gewerbe anmelden, sobald du regelmäßig verkaufst.
  • Keine fremde Datenbank kopieren: wesentliche Teile gehören dem Hersteller.
  • Automatisches Auslesen prüfen: Data Mining ist erlaubt, außer der Anbieter widerspricht maschinenlesbar.
  • Personendaten sparsam: Namen und Kontakte nur mit Rechtsgrundlage und Information der Betroffenen.
Die Details mit Paragrafen und Fristen

Gewerbe: Wer ein stehendes Gewerbe beginnt, zeigt es gleichzeitig der zuständigen Behörde an (§ 14 Abs. 1 GewO). A

Datenbankschutz: Eine Datenbank ist geschützt, wenn ihr Aufbau eine wesentliche Investition erforderte (§ 87a UrhG); ihr Hersteller entscheidet allein über die Nutzung wesentlicher Teile (§ 87b UrhG). A Umgekehrt kann auch deine eigene Datenbank so geschützt sein.

Text und Data Mining: Automatisierte Auswertung frei zugänglicher Werke ist erlaubt, außer der Rechteinhaber hat das maschinenlesbar ausgeschlossen; die Kopien sind danach zu löschen (§ 44b UrhG). A Was das für deinen Fall heißt, musst du gegebenenfalls anwaltlich abklären.

Datenschutz: Sammelst du Namen oder Kontakte, die nicht von den Betroffenen selbst kommen, musst du sie spätestens nach einem Monat informieren (Art. 14 DSGVO). A In Österreich gilt die DSGVO ebenso, in der Schweiz das Datenschutzgesetz; den genauen Stand musst du gegebenenfalls zum Start abklären.

Keine Rechtsberatung: Lass Verträge und Pflichten einmal fachlich prüfen.

Für wen passt eine kuratierte Recherche-Datenbank als Produkt und für wen nicht?

Sie passt zum vielbegabten Synthesizer, der Informationen aus vielen Quellen verbindet, und zum visionären Architekten, der Ordnung in Daten bringt.

Lass es, wenn

  • dich monatliches Prüfen von Links und Einträgen langweilt,
  • du Daten von großen Plattformen gegen deren Regeln auslesen willst,
  • du sofort wiederkehrende Abo-Einnahmen brauchst.

Welche Fragen stellen Menschen am häufigsten zur kuratierten Recherche-Datenbank als Produkt?

Darf ich öffentlich zugängliche Daten sammeln und verkaufen?

Fakten selbst sind meist frei, aber fremde Datenbanken sind geschützt (§ 87b UrhG), und für personenbezogene Daten gilt die DSGVO. A Ob dein Vorhaben erlaubt ist, musst du gegebenenfalls anwaltlich abklären.

Einmalpreis oder Abo, was ist besser?

Gumtrends verkauft einen lebenslangen Zugang für 99 US-Dollar S, North Data ein Abo ab 49 Euro im Monat. S Für kleine Listen ist ein Einmalpreis oft leichter zu verkaufen, ein Abo lohnt bei häufigen Änderungen. E

Welche Geschäftsideen ähneln der kuratierten Recherche-Datenbank als Produkt?

Simon Hubert, Gründer von x8
Über den Autor

Simon Hubert

Gründer von x8, Agenturgründer seit 2011

Simon Hubert hat 2011 seine erste Digitalagentur gegründet und betreut seitdem Websites, Sichtbarkeit und Abläufe für kleine und mittlere Betriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er hält einen Master in Business Informatics der Universität Mannheim und ist seit über 20 Jahren in Digitalisierung und IT unterwegs, mehrere Jahre davon in Großkonzernen. Mit x8 prüft er Geschäftsideen so, wie er es für sich selbst tun würde: mit belastbaren Zahlen, nachvollziehbaren Quellen und einer Rechnung, die du Schritt für Schritt selbst nachprüfen kannst.

Woher stammen die Zahlen auf dieser Seite?

Jede Zahl trägt ein Kennzeichen. Fährst du mit der Maus darüber, steht die Herkunft im Klartext. Was ich selbst gerechnet oder eingeschätzt habe, ist immer mit E markiert und im Text begründet.

A amtlich: Destatis, KfW-Register, Gesetzestexte, Gerichtsentscheidungen T Transaktionsdaten: Verkaufsplattformen wie Flippa, Empire Flippers oder Acquire.com, Zahlungsanbieter wie Stripe oder Steady S Selbstauskunft oder Befragung: Angaben von Anbietern, Interviews, Presse über Finanzierungen, KfW- und DIHK-Befragungen M Schätzung Dritter: Modellrechnungen und Prognosen von Instituten, etwa das IfM Bonn zur Nachfolge D Messung Dritter: Werkzeuge wie Ahrefs, Similarweb oder Profound E eigene Berechnung oder Einschätzung von Simon Hubert, Rechenweg und Annahmen stehen im Text
Quellen und Prüfstand: alle Angaben geprüft am 1. November 2026
  1. AI & No-Code Exits: How Xavier built, monetized, grew and sold his info product (UserBooster), 01.11.2024, gelesen am 01.11.2026. nocodeexits.substack.com
  2. Starter Story: How I Created A 2K/Month Startup Marketing Database Using No-Code Tools (Spreadtheworld), 19.05.2021, gelesen am 01.11.2026. starterstory.com
  3. eBiz Facts: Alberto Fortin, Gumtrends, 1000 in 10 Days From Public Data, 05.10.2023, gelesen am 01.11.2026. ebizfacts.com
  4. Alberto Fortin auf X: Beitrag zum Start von Gumtrends (verlinkt von eBiz Facts). x.com
  5. Gumtrends: Startseite und Preise, gelesen am 01.11.2026. gumtrends.com
  6. North Data: Premium-Tarife, gelesen am 01.11.2026. northdata.de
  7. Zimpel: PR-Software und Mediendatenbank (news aktuell GmbH), gelesen am 01.11.2026. zimpel-online.de
  8. Startbase: Startseite, gelesen am 01.11.2026. startbase.de
  9. Förderdatenbank des Bundes: Startseite, gelesen am 01.11.2026. foerderdatenbank.de
  10. Gumroad: Pricing, gelesen am 01.11.2026. gumroad.com
  11. Europäische Zentralbank: Euro-Referenzkurse, Stand 30.10.2026, gelesen am 01.11.2026. ecb.europa.eu
  12. KfW Research: KfW-Gründungsmonitor 2025, Juni 2025, gelesen am 01.11.2026. kfw.de
  13. gewerbeanmeldung.de: Gewerbe anmelden, welche Kosten fallen an?, 08.06.2026, gelesen am 01.11.2026. gewerbeanmeldung.de
  14. Gesetzestext: § 87a Urheberrechtsgesetz, gelesen am 01.11.2026. gesetze-im-internet.de
  15. Gesetzestext: § 87b Urheberrechtsgesetz, gelesen am 01.11.2026. gesetze-im-internet.de
  16. Gesetzestext: § 44b Urheberrechtsgesetz, gelesen am 01.11.2026. gesetze-im-internet.de
  17. Art. 14 DSGVO auf dsgvo-gesetz.de, gelesen am 01.11.2026. dsgvo-gesetz.de
  18. Gesetzestext: § 14 Gewerbeordnung, gelesen am 01.11.2026. gesetze-im-internet.de
  19. ALL-INKL: Tarife Privat, Privat+ und Premium, gelesen am 29.10.2026. all-inkl.com
  20. Destatis: Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2025. destatis.de

Änderungsprotokoll: 1. November 2026 Erstfassung.