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Unternehmen kaufen · Säule ÜbernehmenUnternehmen kaufen: Betriebe finden, die einen Nachfolger suchen
Buchstaben hinter Zahlen zeigen die Herkunft: A amtlich · S Selbstauskunft · E meine Einschätzung. Alle Kennzeichen erklärt.
Jedes Jahr suchen in Deutschland Zehntausende Inhaber einen Menschen, der ihren Betrieb weiterführt. Viele finden keinen und schließen, obwohl Kunden, Umsatz und Mitarbeitende da sind.
Für dich kann genau das die Chance sein: Statt bei null zu gründen, kaufst du ein Unternehmen, das schon läuft. Auf dieser Seite zeige ich dir, wo du solche Betriebe findest, wie ein Kauf abläuft, was er kostet und worauf du achten musst, bevor du unterschreibst.
Kurz gesagt: Ein Unternehmen zu kaufen heißt, Kunden, Umsatz und Struktur ab dem ersten Tag zu übernehmen. Rund 109.000 Mittelständler wollen bis Ende 2029 jedes Jahr ihre Nachfolge regeln S. Du findest sie über Unternehmensbörsen, Kammern und Berater, prüfst die Zahlen gründlich und finanzierst den Kaufpreis meist aus Eigenkapital, Bankkredit, Förderung und Verkäuferdarlehen.
Warum es sich lohnt, ein Unternehmen zu kaufen
Die KfW zählt in ihrem Nachfolge-Monitoring rund 109.000 mittelständische Unternehmen, die bis Ende 2029 jedes Jahr eine Nachfolge anstreben. Rund 114.000 weitere planen pro Jahr, ohne Nachfolger zu schließen S. Das heißt: Es gibt mehr Betriebe, die einen neuen Inhaber brauchen, als Menschen, die einen suchen.
Der Vorteil gegenüber einer Gründung liegt auf der Hand. Du übernimmst Kunden, die schon bezahlen, Mitarbeitende, die wissen, wie es geht, und Zahlen aus mehreren Jahren, die du prüfen kannst. Das Risiko verschiebt sich: weg von der Frage, ob es einen Markt gibt, hin zu der Frage, ob du den richtigen Betrieb zum richtigen Preis kaufst.
Drei Wege: Betrieb, Website oder Franchise
Unternehmen kaufen kann sehr Verschiedenes heißen. Bei x8 unterscheide ich drei Wege, jeder mit eigener Seite und eigenen geprüften Ideen.
Wo du Unternehmen zum Kauf findest
Die meisten Betriebe, die einen Nachfolger suchen, stehen nirgends öffentlich. Inserate sind trotzdem ein guter Anfang, weil du dort ein Gefühl für Branchen, Preise und Größen bekommst.
- nexxt-change: die größte Unternehmensbörse in Deutschland, getragen von Bundeswirtschaftsministerium, KfW, Kammern sowie den Verbänden der Sparkassen und Volksbanken. Das Inserieren ist kostenlos, betreut wird über regionale Partner S.
- Deutsche Unternehmerbörse (DUB): eine große private Börse mit Angeboten aus allen Branchen.
- Kammern: IHK und Handwerkskammer haben Nachfolgeberater, die Inhaber kennen, bevor sie inserieren. Das Gespräch dort kostet nichts.
- Branchenbörsen: Für Praxen, Steuerkanzleien, Apotheken oder Buchhandlungen gibt es eigene Börsen der Verbände.
- Steuerberater und Banken: Sie wissen oft als Erste, wer abgeben will.
- Online-Geschäfte: Websites, Shops und kleine Software-Produkte findest du auf eigenen Marktplätzen. Mehr dazu unter Website kaufen.
So läuft ein Unternehmenskauf ab
Vom ersten Gespräch bis zur Übergabe vergehen oft viele Monate. Die Schritte sind fast immer dieselben.
- Suchprofil: Branche, Region, Größe und Kaufpreisrahmen festlegen.
- Erstkontakt und Vertraulichkeit: Der Verkäufer gibt Details erst nach einer Vertraulichkeitserklärung heraus.
- Unterlagen sichten: Jahresabschlüsse der letzten drei Jahre, aktuelle Auswertungen, Kunden- und Personalstruktur.
- Absichtserklärung: Preisrahmen, Zeitplan und Bedingungen werden schriftlich festgehalten, meist noch unverbindlich.
- Prüfung (Due Diligence): Finanzen, Steuern, Verträge, Personal und Technik werden mit Fachleuten geprüft.
- Finanzierung: Bank, Förderung und gegebenenfalls Verkäuferdarlehen werden fest zugesagt.
- Kaufvertrag: als Asset Deal oder Share Deal, bei einer GmbH mit Notar.
- Übergabe: Am besten mit einer Einarbeitungszeit, in der der bisherige Inhaber dich bei Kunden und Mitarbeitenden einführt.
Was kostet es, ein Unternehmen zu kaufen?
Der Kaufpreis richtet sich vor allem danach, was der Betrieb in Zukunft verdienen kann. In der Praxis wird er oft als Vielfaches des bereinigten Jahresgewinns ausgedrückt. Bereinigt heißt: Vom Gewinn wird ein angemessenes Gehalt für die Geschäftsführung abgezogen, das du dir als neuer Inhaber zahlen musst, und einmalige Sondereffekte werden herausgerechnet. Dazu kommt die Substanz, also Maschinen, Fahrzeuge und Lager.
Ein Rechenbeispiel: Ein Betrieb weist 120.000 Euro Gewinn aus. Ziehst du 70.000 Euro für dein eigenes Gehalt ab, bleiben 50.000 Euro bereinigter Gewinn. Beim dreifachen davon läge der Preis bei 150.000 Euro E. Wer den Inhaberlohn vergisst, zahlt schnell das Doppelte von dem, was der Betrieb wert ist.
Die Preisvorstellungen der Verkäufer sind in den letzten Jahren gestiegen, laut KfW seit 2019 um rund ein Drittel S. Umso wichtiger ist eine eigene Bewertung, bevor du verhandelst.
Wie du den Kauf finanzierst
Kaum jemand bezahlt einen Betrieb aus eigener Tasche. Üblich ist eine Mischung aus mehreren Bausteinen.
- Eigenkapital: dein Anteil, auf den die Bank schaut.
- Bankkredit mit Förderung: Die KfW bietet über die Hausbank Förderkredite für Gründung und Nachfolge an, etwa den ERP-Förderkredit Gründung und Nachfolge. Er finanziert bis zu 35 Prozent des Vorhabens mit höchstens 500.000 Euro, eine Bürgschaftsbank übernimmt das Ausfallrisiko für die Hausbank, und du musst dafür keine Sicherheiten stellen A.
- Bürgschaftsbanken: Sie sichern Kredite ab, wenn dir Sicherheiten fehlen.
- Verkäuferdarlehen: Der bisherige Inhaber stundet einen Teil des Preises. Das senkt deinen Kapitalbedarf und zeigt, dass er an den Betrieb glaubt.
- Erfolgsabhängiger Kaufpreis: Ein Teil des Preises wird nur fällig, wenn der Betrieb nach der Übergabe bestimmte Zahlen erreicht.
Checkliste: Worauf du vor dem Kauf achten musst
- Abhängigkeit vom Inhaber: Kommen die Kunden wegen des Betriebs oder wegen der Person, die ihn führt?
- Kundenkonzentration: Hängt ein großer Teil des Umsatzes an wenigen Kunden, ist das ein Risiko.
- Mitarbeitende: Beim Betriebsübergang gehen die Arbeitsverhältnisse nach § 613a BGB auf dich über, mit allen Rechten. Sprich früh mit den Schlüsselpersonen.
- Investitionsstau: Alte Maschinen, Fahrzeuge oder Software kosten nach dem Kauf schnell sechsstellig.
- Standort und Verträge: Läuft der Mietvertrag weiter? Sind Lieferanten- und Kundenverträge übertragbar?
- Zulassungen: Manche Betriebe brauchen einen Meister oder eine Berufszulassung. Wenn du sie nicht hast, brauchst du jemanden, der sie mitbringt.
- Echte Zahlen: Lass dir Jahresabschlüsse und Kontoauszüge zeigen und gleiche sie ab. Ein Steuerberater, der die Branche kennt, ist hier gut investiertes Geld.
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Häufige Fragen zum Unternehmenskauf
Wie viel Eigenkapital brauche ich, um ein Unternehmen zu kaufen?
Banken erwarten meist einen Eigenanteil. Meine Einschätzung: Mit 10 bis 20 Prozent des Kaufpreises und einem Betrieb mit stabilen Zahlen bekommst du den Rest in der Regel finanziert E. Ein Verkäuferdarlehen kann die Lücke verkleinern.
Kann ich ein Unternehmen ohne Eigenkapital kaufen?
Ganz ohne eigenes Geld ist es selten. Möglich wird es, wenn der Verkäufer einen großen Teil des Preises stundet, eine Bürgschaftsbank für die Bank einspringt und der Betrieb genug verdient, um die Raten zu tragen. Rechne damit, dass du dann besonders gründlich prüfen und verhandeln musst.
Was ist der Unterschied zwischen Asset Deal und Share Deal?
Beim Asset Deal kaufst du einzelne Wirtschaftsgüter wie Maschinen, Kundenstamm und Marke, die alte Firma bleibt beim Verkäufer. Beim Share Deal kaufst du die Anteile einer GmbH und übernimmst sie mit allen Verträgen, aber auch mit allen Altlasten. Kleine Betriebe von Einzelunternehmern werden meist als Asset Deal verkauft.
Wo finde ich Unternehmen, die zum Verkauf stehen?
Auf Unternehmensbörsen wie nexxt-change und der Deutschen Unternehmerbörse, über die Nachfolgeberatung von IHK und Handwerkskammer, über Steuerberater und Banken und durch direkte Ansprache von Inhabern, die kurz vor dem Ruhestand stehen. Online-Geschäfte findest du auf eigenen Marktplätzen für Websites und Shops.
Woher stammen die Zahlen auf dieser Seite?
Jede Zahl trägt ein Kennzeichen. Fährst du mit der Maus darüber, steht die Herkunft im Klartext. Was ich selbst gerechnet oder eingeschätzt habe, ist immer mit E markiert und im Text begründet.
Quellen und Prüfstand
- KfW Research: Nachfolge-Monitoring Mittelstand, veröffentlicht am 09.01.2026 (rund 109.000 geplante Nachfolgen und rund 114.000 geplante Stilllegungen pro Jahr bis Ende 2029). kfw.de
- Gründerplattform von BMWE und KfW: Unternehmensbörsen im Überblick (nexxt-change kostenlos, über 8.000 Inserate). gruenderplattform.de
- IHK Chemnitz: nexxt-change als Initiative von Bundeswirtschaftsministerium, KfW, DIHK, ZDH sowie den Verbänden der Sparkassen und Volksbanken, über 700 regionale Partner. ihk.de
- Bundeswirtschaftsministerium: Pressemitteilung zum ERP-Förderkredit Gründung und Nachfolge, 29.10.2024. bundeswirtschaftsministerium.de
- § 613a BGB, Rechte und Pflichten bei Betriebsübergang. gesetze-im-internet.de
- Google-Suchergebnisse „unternehmen kaufen“, google.de, 28.10.2026 (Suchabsicht: Börsen, Ablauf, Checkliste).
Änderungsprotokoll: 28.10.2026 Erstfassung.
