x8-Steckbrief

E-Rechnung für Kleinbetriebe einführen: bis zu 5.000 € im Monat mit Einrichtungspaketen und Support

bis 5.000 € Umsatz im Monat nach einem Jahr Eab 500 € Startkapitalunter 1 Monat bis zum ersten Euro11 bis 20 Std. pro Woche45 % Firmen, die E-Rechnungen empfangen können (2024)

Buchstaben hinter Zahlen zeigen die Herkunft: A amtlich · S Selbstauskunft · E meine Einschätzung. Alle Kennzeichen erklärt.

Lesezeit 11 MinutenVon Simon Hubert, Gründer von x8Stand

Montagmorgen in einem Malerbetrieb in Mecklenburg: Die Inhaberin öffnet eine Mail vom Großhändler, im Anhang eine XML-Datei voller Zeichen, die sie nicht lesen kann. Ihr Buchhaltungsprogramm kennt das Format nicht.

Hier setzt dieses Geschäftsmodell an: Du stellst kleine Betriebe auf Empfang, Versand und Ablage von E-Rechnungen um und betreust sie danach im Abo. Gesetzlich müssen alle Unternehmen in Deutschland seit dem 1. Januar 2025 E-Rechnungen empfangen können. A

Spannend ist der Abstand zwischen Gesetz und Alltag: Ende 2024 konnten nur 45 Prozent der befragten Firmen E-Rechnungen empfangen. S Was sich daraus verdienen lässt und warum das Fenster nicht ewig offen ist, liest du hier.

Kurz gesagt: Bei dem Geschäftsmodell „E-Rechnung für Kleinbetriebe einführen“ richtest du für Handwerksbetriebe, Praxen und kleine Händler Empfang, Erstellung und Archiv von elektronischen Rechnungen ein. Verdienen kannst du mit Einrichtungspaketen zum Festpreis und mit laufendem Support im Monatsabo.

Was ist die Einführung der E-Rechnung für Kleinbetriebe und wie funktioniert das Geschäftsmodell?

Die Einführung der E-Rechnung für Kleinbetriebe ist eine Dienstleistung, bei der du Rechnungsprogramm, Postfach, Lesesoftware und Archiv so einrichtest, dass ein Betrieb E-Rechnungen empfangen und verschicken kann. Eine E-Rechnung ist eine Rechnung in einem strukturierten elektronischen Format, das eine elektronische Verarbeitung ermöglicht (§ 14 Abs. 1 UStG). A

Ein normales PDF ist keine E-Rechnung. Anerkannt sind Formate nach der europäischen Norm EN 16931, etwa XRechnung und ZUGFeRD ab Version 2.0.1. A Du prüfst, welches Programm der Betrieb nutzt, richtest den Export ein, legst ein Postfach für eingehende Rechnungen an und klärst mit dem Steuerbüro, wie die Daten dorthin kommen.

Die Pflicht kommt in Stufen: Ausstellen müssen Betriebe mit mehr als 800.000 Euro Vorjahresumsatz ab 2027, alle übrigen ab 2028 (§ 27 Abs. 38 UStG). A Meine Nischen-Ideen E: Hausverwaltungen, die Handwerkerrechnungen automatisch ihren Objekten zuordnen wollen. Dolmetscher, die Behörden XRechnungen schicken. Als Hypernische Hufschmiede, die Reitställen unterwegs per Handy eine ZUGFeRD-Rechnung schicken. Als zweite Hypernische Orgelbauer, die Kirchengemeinden mit eigenen Rechnungsportalen beliefern.

Ablauf: Ein Betrieb bekommt XML-Rechnungen, die er nicht lesen kann. Du lieferst Bestandsaufnahme, Einrichtung von Software und Postfach sowie Archiv und Schulung. Ergebnis: Rechnungen werden gelesen, eigene Rechnungen gehen im Normformat raus, auf Wunsch mit Support im Monat. So läuft eine Umstellung 📧 🧾 XML-Rechnung unlesbar Deine Umstellung Bestandsaufnahme Software und Postfach Archiv und Schulung Empfang klappt Versand im Normformat Support im Monat Die Software gibt es günstig, die Einrichtung macht keiner gern.
Du verkaufst keine Software, sondern einen Betrieb, der wieder ruhig arbeitet.

Welchen Umsatz kannst du mit der Einführung der E-Rechnung für Kleinbetriebe realistisch erreichen?

Pro Betrieb bringt ein Einrichtungspaket realistisch 400 bis 1.200 Euro E, der Support danach 30 bis 80 Euro im Monat. E Der wichtigste Hebel ist ein festes Paket für eine Branche mit derselben Software.

Als Ziel nach dem ersten Jahr rechne ich mit 1.000 bis 5.000 Euro Umsatz im Monat. E Die Software selbst kostet wenig; bezahlt wirst du für Arbeit und Ruhe. Monatspreise für Rechnungsprogramme mit E-Rechnung:

Preisskala pro Monat, netto: sevdesk Rechnung 4,45 Euro, Lexware Office S regulär 7,90 Euro, easybill Starter 9 Euro bei Jahreszahlung, kostenlose-erechnung.de Business 9,92 Euro bei Jahreszahlung, sevdesk Buchhaltung 9,95 Euro (alle gelesen am 01.11.2026). Software mit E-Rechnung 0 € 3 € 6 € 8 € 11 € sevdesk Rechnung4,45 € im Monat Lexware Office S7,90 € regulär easybill Starter9 € bei Jahreszahlung sevdesk Buchhaltung9,95 € im Monat Dein Support: über dem Lizenzpreis Quellen: sevdesk, Lexware, kostenlose-erechnung.de
Die Lizenz kostet weniger als ein Mittagessen; die Einrichtung ist das eigentliche Problem.

Eine Beleg-Rechnung: Zahlt ein Betrieb 9,95 Euro Lizenz und 49 Euro Support im Monat, kostet ihn das rund 707 Euro im Jahr. E Bei einem Stundensatz von 60 Euro im Büro reicht dafür schon eine gesparte Stunde im Monat. E

Eigene Berechnung von Simon Hubert: Vier Einrichtungen zu je 690 Euro ergeben 2.760 Euro, dazu 20 Supportkunden zu je 49 Euro, zusammen 3.740 Euro Umsatz. Werkzeuge und Versicherung rund 100 Euro, Akquise und Fahrten rund 240 Euro. Es bleiben etwa 3.400 Euro vor Steuern und Vorsorge. Rechenweg pro Monat 3.740 € Umsatz minus 100 € Tools, Versicherung minus 240 € Akquise, Fahrten ≈ 3.400 € bleiben vor Steuern, Vorsorge Eigene Berechnung (Simon Hubert), Annahme 690 € je Einrichtung und 49 € Support
Die Einrichtungen tragen das erste Jahr, das Abo die Jahre danach.

Das heißt für dich: Wer nur einrichtet, verdient bis 2028; wer betreut, verdient auch danach.

Welche Fähigkeiten solltest du initial lernen, um erfolgreich die E-Rechnung für Kleinbetriebe einzuführen?

Am wichtigsten ist, dass du Rechnungsprogramme und Formate sicher beherrschst. Geduld mit Menschen, die ungern am Computer arbeiten, ist fast genauso wichtig.

Balken = so wichtig ist die Fähigkeit für den Erfolgbraucht Erfahrungschnell lernbar
Formate und Software100 %
XRechnung, ZUGFeRD, gängige Programme (KI erklärt Fehlermeldungen). Lernzeit: wenige Wochen
Geduld beim Erklären90 %
Inhaber ohne Fachsprache abholen (KI schreibt Anleitungen). Lernzeit: Monate
Grundwissen Buchhaltung70 %
Belegfluss bis zum Steuerbüro verstehen (KI fasst Regeln zusammen). Lernzeit: wenige Wochen
Datenschutz und Archiv60 %
Zugriffe, Ablage, Aufbewahrung (KI prüft Checklisten). Lernzeit: wenige Wochen
Anleitungen schreiben (das macht die KI)40 %
Kurzanleitungen und Videos (KI entwirft, du testest). Lernzeit: wenige Tage

Meine Einschätzung E: 100 % hieße, ohne diese Fähigkeit geht es nicht.

Welche Eckdaten hat die Einführung der E-Rechnung für Kleinbetriebe?

Datenbox
Klasse und ModelltypK1 Dienstleistung · Produktisierte Dienstleistung, Agentur und KI-Automatisierung
ThemenfeldArbeit, Produktivität und B2B-Prozesse
Startkapital500 bis 5.000 Euro E
Zeit bis zum ersten Eurounter 1 Monat mit Kontakten, sonst 1 bis 3 Monate E
Wochenstunden11 bis 20 in der Aufbauphase E
Zulassungshürdefrei; Gewerbeanmeldung, siehe Abschnitt Recht
Reichweite nötig3 von 5: vieles per Fernwartung möglich
Passiv-Grad2 von 5: Support wird mit der Zeit Routine
Umsatzklasse1.000 bis 5.000 Euro im Monat nach einem Jahr E
Wettbewerbmittel
KI-Hebel3 von 5
Sinn-Faktor3 von 5
Passt zu den GründertypenVisionärer Architekt, Detailverliebter Fachexperte
Wirtschaftszweig (WZ 2025)62.20.1 Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie. E WZ 2025 ist die amtliche Klassifikation der Wirtschaftszweige (Destatis), nach der dein Gewerbe eingeordnet wird.

Datenlücke: Wie viele Kleinbetriebe unter 20 Beschäftigten E-Rechnungen schon empfangen können, habe ich nicht gefunden; die Bitkom-Zahl gilt ab 20 Beschäftigten. Marktpreise für Einrichtungspakete von Dienstleistern habe ich ebenfalls nicht gefunden.

Was kostet der Start und wie viel Zeit brauchst du?

Der Start kostet meist 500 bis 5.000 Euro für Testlizenzen, Versicherung und eine einfache Website. Am besten rechnet man mit 11 bis 20 Wochenstunden; erste Aufträge sind mit Kontakten in wenigen Wochen möglich.

BausteinWas es kostet
Gewerbeanmeldung in Deutschland10 bis 65 Euro, je nach Gewerbeamt (gewerbeanmeldung.de, 08.06.2026) S
Testlizenz sevdesk Buchhaltung9,95 Euro im Monat netto (sevdesk.de, gelesen am 01.11.2026) S
Vermögensschaden-Haftpflicht bei Hiscoxab 16,90 Euro im Monat plus Versicherungsteuer (transparent-beraten.de, Stand 23.09.2026) S
Website mit WordPress bei ALL-INKLTarif Privat 4,95 Euro im Monat (all-inkl.com, gelesen am 29.10.2026) S

Wie startest du mit der Einführung der E-Rechnung für Kleinbetriebe Schritt für Schritt?

Du startest mit einer Branche und zwei Programmen, die du in- und auswendig kennst. Der erste Schritt: drei Betriebe fragen, was mit ihren XML-Rechnungen gerade passiert.

  1. Nische festlegen. Eine Branche mit ähnlichen Programmen und Abläufen.
  2. Werkzeuge lernen. Zwei Rechnungsprogramme und die kostenlosen Viewer im Testbetrieb durchspielen.
  3. Paket schnüren. Einrichtung zum Festpreis, danach Support im Monat.
  4. Rechtliches vorbereiten. Die vier Punkte aus dem Abschnitt Recht: Gewerbe, keine Steuerberatung, Vertrag zur Auftragsverarbeitung, Werbung nur mit Einwilligung.
  5. Steuerbüros ansprechen. Sie kennen die Betriebe, die gerade Probleme haben.
  6. Pilotbetriebe umstellen. Zwei Betriebe zum Einführungspreis, gegen eine Fallstudie.

Wie findest du die ersten Kunden für die Einführung der E-Rechnung?

Am schnellsten über Steuerbüros, Innungen und Großhändler, bei denen die Probleme zuerst auffallen. Inhaber kaufen keine Formate, sondern die Sicherheit, dass Rechnungen ankommen und bezahlt werden.

Laut Bitkom, Presseinformation vom 03.12.2024, konnten 45 Prozent der befragten Unternehmen ab 20 Beschäftigten E-Rechnungen empfangen. 96 Prozent empfingen Rechnungen per E-Mail. Befragt wurden 1.103 Unternehmen. 45 % der Firmen konnten 2024 E-Rechnungen empfangen. Befragt: 1.103 Firmen. Gilt ab 20 Beschäftigten. Bitkom, Presseinformation, 03.12.2024
Kleinere Betriebe dürften eher schlechter dastehen, belegt ist das nicht.

Auch im Handwerk läuft es nicht rund: Eine Umfrage des Zentralverbands des Deutschen Handwerks unter 1.926 Betrieben Anfang 2026 ergab, dass Empfang und Versand noch nicht reibungslos verlaufen. S Gute Kanäle sind Vorträge bei Innungen, Kooperationen mit Steuerbüros und eine Seite mit Anleitungen für dein Programm.

Welche Tools und KI-Werkzeuge helfen bei der Einführung der E-Rechnung?

Unverzichtbar ist ein Testkonto in jedem Programm, das du einrichtest. Ziel ist es, wiederkehrende Fragen mit Anleitungen und KI abzufangen, damit der Support planbar bleibt.

Rechnungsprogrammezwei bis drei Cloud-Programme mit XRechnung und ZUGFeRD
Viewerdie kostenlosen Lesewerkzeuge im ELSTER-Portal und der Quba-Viewer
Fernwartungein Werkzeug, mit dem du den Bildschirm des Kunden siehst
KI-AssistentClaude oder ähnliche Modelle für Anleitungen und Fehlersuche

Laut ZDH reichen für den Empfang ein E-Mail-Postfach, eine Lesesoftware und ein elektronisches Archiv (gelesen am 01.11.2026). S

Welche Risiken hat die Einführung der E-Rechnung für Kleinbetriebe als Geschäftsmodell?

Das größte Risiko: Die Nachfrage hängt an Stichtagen und flacht ab, wenn 2028 alle umgestellt sind. Dagegen hilft ein Abo, das über die Einrichtung hinaus Arbeit abnimmt.

Stichtage verschieben sich

Der ZDH fordert, die Ausstellungspflicht von 2027 auf 2028 zu verschieben (gelesen am 01.11.2026). S
Gegenmittel: Nicht mit Angst verkaufen, sondern mit Zeitersparnis.

Kostenlose Werkzeuge

Lesesoftware gibt es kostenlos im ELSTER-Portal (ZDH, gelesen am 01.11.2026). S
Gegenmittel: Einrichtung und Ablauf verkaufen, nicht den Viewer.

Softwareanbieter helfen selbst

Ein Rechnungsprogramm mit E-Rechnung kostet ab 4,45 Euro im Monat (sevdesk, gelesen am 01.11.2026). S
Gegenmittel: Branchenwissen und persönliche Hilfe vor Ort.

Fehler im Rechnungslauf

Eine falsch eingerichtete Rechnung kann Zahlungen verzögern; Zahlen dazu habe ich nicht gefunden. E
Gegenmittel: Testrechnungen und Haftpflicht.
Ergebnisstreuung2 von 5: wie weit Erfolg und Misserfolg auseinanderliegen; meist planbare Pakete
Regulatorik2 von 5
Inhaberabhängigkeit3 von 5, Abläufe lassen sich dokumentieren
Wiederkehrender Umsatz30 bis 60 Prozent über Support-Abos E
KI-Expositionminus 1: Programme werden selbsterklärender
Kanalabhängigkeit2 von 4

Fortbestand: Von Gründungen mit Startkapital bis zu 5.000 Euro sind nach fünf Jahren 54 Prozent aktiv (KfW-Gründungsmonitor 2025). S 2025 gab es 69 Unternehmensinsolvenzen je 10.000 Unternehmen (Destatis, 13.03.2026). A

Praxisbeispiel: Wie Hongbae Kim in Berlin eine E-Rechnungssoftware für Kleinbetriebe baut

Ein ähnlicher Fall: Hongbae Kim richtet die E-Rechnung nicht bei Betrieben ein, sondern baut eine Software dafür. Gleich sind die Zielgruppe, Freelancer und kleine Betriebe, und das Problem, Rechnungen im vorgeschriebenen Format zu erstellen.

Das koreanische Wirtschaftsmagazin Bizhankook hat Hongbae Kim im Oktober 2026 porträtiert. Er lebt in Berlin und betreibt den Rechnungsdienst InvoicingU mit nach eigener Angabe rund 30 Kunden. S Umsatzzahlen nennt er nicht.

So kam er auf die Geschäftsidee
Seine Frau unterrichtet freiberuflich Englisch und schrieb jeden Monat ihre Rechnungen von Hand. Kim baute ihr dafür ein kleines Programm; daraus wurde ein Webdienst, den bald auch andere Menschen nutzen wollten.
So fing es an
Kim war in Korea rund fünf Jahre Konstrukteur im Maschinenbau und zog um 2022 mit seiner Frau nach Berlin, ohne Erfahrung im Programmieren. Etwa zwei Jahre lernte er an der Programmierschule 42 Berlin, 2025 begann er mit InvoicingU.
Seine Preise
Fünf Rechnungen im Monat sind kostenlos, wer mehr braucht, zahlt 14 Euro im Monat. S
Seine größte Hürde
Das Geld: Nebenbei machte er Burger und frittiertes Hähnchen in einem koreanischen Restaurant, die meisten Kosten trug vier Jahre lang seine Frau. Dazu kommt die Sprache, denn Kim spricht nicht fließend Deutsch, und manche Unterlagen nach der Förderzusage gibt es nur auf Deutsch.
So finanziert er die Technik
Für den offenen Baustein OpenInvoiceXML, der Rechnungen nach deutschem E-Rechnungs-Standard erzeugt und prüft, wurde er im Juni 2026 in den Prototype Fund aufgenommen, ein Förderprogramm des Bundes für offene Software. Möglich sind dort bis zu 47.500 Euro für sechs Monate. S
Was du daraus mitnimmst
Der Bedarf liegt bei Menschen, die heute noch Rechnungen von Hand schreiben, also genau bei den Kleinbetrieben, die du bei der Umstellung begleitest. E Wer einrichtet, kann günstige Werkzeuge empfehlen und verdient am Einrichten und an der Betreuung, nicht an der Software. E Die Zahlen sind Selbstauskünfte aus einem einzigen Artikel.

Zur Quellenlage: Die Quellenlage ist dünn: Es gibt nur diesen einen Artikel, auf Englisch übersetzt aus dem Koreanischen, ohne Umsatzzahlen. Das Geschäftsmodell ist laut Artikel noch offen; Kim überlegt, die Software frei anzubieten und Hosting und Wartung zu verkaufen.

Quelle: Bizhankook (Lee Eunseo): „I learned to code while frying chicken“, The Korean developer chosen by the German government, 16.10.2026, gelesen am 02.11.2026. en.bizhankook.com

Welche Beispiele für die Einführung der E-Rechnung bei Kleinbetrieben gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz?

Das stärkste Beispiel ist die Gipserei Schwenkedel: Sie bat ihre Lieferanten um digitale Rechnungen und lässt sie in einem Dokumentensystem prüfen und freigeben (Computern im Handwerk 5-6/24, Interview mit DocuWare). S

Reine Umstellungsdienstleister veröffentlichen kaum Zahlen. Diese Fälle zeigen die Lage:

  • Handwerkskammern in Mecklenburg-Vorpommern forderten ein kostenloses staatliches Werkzeug zum Auslesen von E-Rechnungen nach italienischem Vorbild (Nordkurier, 30.10.2024). S
  • SHA Anlagenbau Ludwigslust sieht laut Nordkurier keinen Weg an der E-Rechnung vorbei, gesparter Papieraufwand werde aber durch neue Checklisten teils wieder aufgezehrt (30.10.2024). S
  • kostenlose-erechnung.de bietet einen Gratis-Tarif und für 9,92 Euro im Monat bei Jahreszahlung einen Business-Tarif (gelesen am 01.11.2026). S

Was musst du rechtlich bei der Einführung der E-Rechnung für Kleinbetriebe beachten?

Für die Dienstleistung selbst brauchst du keine Zulassung, nur ein Gewerbe. Wichtig ist, dass du die Pflichten deiner Kunden kennst und keine Steuerberatung leistest.

  • Gewerbe anmelden, die Einrichtung von Software ist frei.
  • Keine Steuerberatung: Ob eine Rechnung steuerlich korrekt ist, klärt das Steuerbüro.
  • Vertrag zur Auftragsverarbeitung, wenn du Zugriff auf Rechnungen und Kundendaten hast.
  • Werbe-E-Mails nur mit Einwilligung, auch an Firmen.
Die Details mit Paragrafen und Fristen

Pflichten deiner Kunden: Bei Leistungen zwischen inländischen Unternehmen ist die Rechnung als E-Rechnung auszustellen (§ 14 Abs. 2 UStG); Übergangsfristen bis Ende 2026 und für kleinere Betriebe bis Ende 2027 regelt § 27 Abs. 38 UStG. A

Ausnahmen: Kleinbetragsrechnungen bis 250 Euro dürfen immer als sonstige Rechnung übermittelt werden (§ 33 UStDV), ebenso Rechnungen von Kleinunternehmern (§ 34a UStDV). A Empfangen müssen auch Kleinunternehmer; Einzelfälle klärst du gegebenenfalls mit dem Steuerberater.

Steuerberatung: Hilfe in Steuersachen ist Steuerberatern vorbehalten (§ 5 StBerG). A Technik einrichten darfst du, steuerliche Einzelfragen beantwortet das Steuerbüro.

Datenschutz und Werbung: Arbeitest du in Programmen deiner Kunden, brauchst du einen Vertrag nach Art. 28 DSGVO; E-Mail-Werbung braucht eine vorherige Einwilligung (§ 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG). A

Österreich und Schweiz: Eine allgemeine Pflicht zur E-Rechnung zwischen Unternehmen wie in Deutschland habe ich für Österreich und die Schweiz nicht gefunden; den aktuellen Stand musst du gegebenenfalls zum Start abklären. E

Keine Rechtsberatung: Lass Verträge und Pflichten einmal fachlich prüfen.

Für wen passt die Einführung der E-Rechnung für Kleinbetriebe und für wen nicht?

Sie passt zum visionären Architekten, der Abläufe neu ordnet, zum detailverliebten Fachexperten für Formate und Software und zum pragmatischen Macher, der Betriebe schnell umstellt.

Lass es, wenn

  • du keine Geduld mit Menschen hast, die ungern am Computer arbeiten,
  • du ein Geschäftsmodell suchst, das nicht an Stichtagen hängt,
  • du Buchhaltung grundsätzlich langweilig findest.

Welche Fragen stellen Menschen am häufigsten zur Einführung der E-Rechnung für Kleinbetriebe?

Ist ein PDF per E-Mail eine E-Rechnung?

Nein. Eine E-Rechnung muss in einem strukturierten elektronischen Format vorliegen, das eine elektronische Verarbeitung ermöglicht (§ 14 Abs. 1 UStG). A Ein PDF kann nur Teil einer ZUGFeRD-Datei sein.

Müssen Kleinunternehmer E-Rechnungen schreiben?

Ihre Rechnungen dürfen immer als sonstige Rechnung übermittelt werden (§ 34a UStDV). A Empfangen müssen sie E-Rechnungen trotzdem; Einzelfälle mit dem Steuerberater klären.

Was brauche ich mindestens für den Empfang?

Laut ZDH ein E-Mail-Postfach, eine Software zum Lesen der Daten und ein elektronisches Archiv; Lesesoftware gibt es kostenlos im ELSTER-Portal (gelesen am 01.11.2026). S

Welche Geschäftsideen ähneln der Einführung der E-Rechnung für Kleinbetriebe?

Simon Hubert, Gründer von x8
Über den Autor

Simon Hubert

Gründer von x8, Agenturgründer seit 2011

Simon Hubert hat 2011 seine erste Digitalagentur gegründet und betreut seitdem Websites, Sichtbarkeit und Abläufe für kleine und mittlere Betriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er hält einen Master in Business Informatics der Universität Mannheim und ist seit über 20 Jahren in Digitalisierung und IT unterwegs, mehrere Jahre davon in Großkonzernen. Mit x8 prüft er Geschäftsideen so, wie er es für sich selbst tun würde: mit belastbaren Zahlen, nachvollziehbaren Quellen und einer Rechnung, die du Schritt für Schritt selbst nachprüfen kannst.

Woher stammen die Zahlen auf dieser Seite?

Jede Zahl trägt ein Kennzeichen. Fährst du mit der Maus darüber, steht die Herkunft im Klartext. Was ich selbst gerechnet oder eingeschätzt habe, ist immer mit E markiert und im Text begründet.

A amtlich: Destatis, KfW-Register, Gesetzestexte, Gerichtsentscheidungen T Transaktionsdaten: Verkaufsplattformen wie Flippa, Empire Flippers oder Acquire.com, Zahlungsanbieter wie Stripe oder Steady S Selbstauskunft oder Befragung: Angaben von Anbietern, Interviews, Presse über Finanzierungen, KfW- und DIHK-Befragungen M Schätzung Dritter: Modellrechnungen und Prognosen von Instituten, etwa das IfM Bonn zur Nachfolge D Messung Dritter: Werkzeuge wie Ahrefs, Similarweb oder Profound E eigene Berechnung oder Einschätzung von Simon Hubert, Rechenweg und Annahmen stehen im Text
Quellen und Prüfstand: alle Angaben geprüft am 2. November 2026
  1. Bitkom: Weniger als die Hälfte deutscher Unternehmen empfängt E-Rechnungen, Presseinformation, 03.12.2024, gelesen am 01.11.2026. bitkom.org
  2. IHK Gera: E-Rechnung, jetzt Herausforderung, langfristig mehr Effizienz, 11.09.2024, gelesen am 01.11.2026. ihk.de
  3. Zentralverband des Deutschen Handwerks: Elektronische Rechnung, gelesen am 01.11.2026. zdh.de
  4. Nordkurier: Letzte Frist, kleine Firmen in MV nicht auf E-Rechnung vorbereitet, 30.10.2024, gelesen am 01.11.2026. nordkurier.de
  5. Computern im Handwerk 5-6/24: Interview mit Hermann Schäfer (DocuWare) zur E-Rechnung, gelesen am 01.11.2026. handwerke.de
  6. Gesetzestext: § 14 Umsatzsteuergesetz, gelesen am 01.11.2026. gesetze-im-internet.de
  7. Gesetzestext: § 27 Umsatzsteuergesetz, gelesen am 01.11.2026. gesetze-im-internet.de
  8. Gesetzestext: § 33 Umsatzsteuer-Durchführungsverordnung, gelesen am 01.11.2026. gesetze-im-internet.de
  9. Gesetzestext: § 34a Umsatzsteuer-Durchführungsverordnung, gelesen am 01.11.2026. gesetze-im-internet.de
  10. sevdesk: Preise, gelesen am 01.11.2026. sevdesk.de
  11. Lexware: Preise Lexware Office, gelesen am 01.11.2026. lexware.de
  12. kostenlose-erechnung.de: Alternative zu easybill, Preisvergleich, 22.10.2026, gelesen am 01.11.2026. kostenlose-erechnung.de
  13. transparent-beraten.de: Hiscox Berufshaftpflichtversicherung, Stand 23.09.2026. transparent-beraten.de
  14. gewerbeanmeldung.de: Gewerbe anmelden, welche Kosten fallen an?, 08.06.2026. gewerbeanmeldung.de
  15. ALL-INKL.COM: Webhosting-Tarife, gelesen am 29.10.2026. all-inkl.com
  16. IHK Köln: Werbung per Telefon, Fax und E-Mail, gelesen am 21.10.2026. ihk.de
  17. Destatis: Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2025. destatis.de
  18. Bizhankook (Lee Eunseo): „I learned to code while frying chicken“, The Korean developer chosen by the German government, 16.10.2026, gelesen am 02.11.2026. en.bizhankook.com

Änderungsprotokoll: 2. November 2026 Erstfassung; 2. November 2026: Praxisbeispiel ergänzt.