x8-Steckbrief

Social-Media-Ghostwriting für Gründer und Führungskräfte: bis zu 20.000 € im Monat mit LinkedIn-Beiträgen im Monatsabo

bis 20.000 € Umsatz im Monat nach einem Jahr Eab 100 € Startkapitalunter 1 Monat bis zum ersten Euro11 bis 20 Std. pro Woche230 bis 2.500 € je Kunde und Monat

Buchstaben hinter Zahlen zeigen die Herkunft: A amtlich · S Selbstauskunft · E meine Einschätzung. Alle Kennzeichen erklärt.

Lesezeit 12 MinutenVon Simon Hubert, Gründer von x8Stand

Dienstag, 6:40 Uhr, ein Küchentisch in Hamburg: Ein Softwaregründer hat den Laptop aufgeklappt, im LinkedIn-Fenster blinkt der Cursor in einem leeren Beitrag. In zwanzig Minuten beginnt sein erstes Kundengespräch, der Beitrag bleibt ungeschrieben.

Diese Lücke füllst du bei diesem Geschäftsmodell: Du schreibst die Beiträge in seiner Stimme, er gibt sie frei und zahlt dir jeden Monat eine feste Pauschale, in Deutschland meist 230 bis 2.500 Euro je Kunde.

Spannend wird es an einer Stelle: Eine Frankfurter Agentur hält 700 Euro pro Stunde für machbar, während eine KI einen Entwurf in Sekunden liefert. Warum Menschen trotzdem bezahlt werden und was bei fünf Kunden übrig bleibt, liest du hier.

Kurz gesagt: Bei dem Geschäftsmodell Social-Media-Ghostwriting für Gründer und Führungskräfte schreibst du LinkedIn-Beiträge und Kommentare im Namen von Gründern und Führungskräften, die sichtbar sein wollen, aber keine Zeit zum Schreiben haben. Bezahlt wirst du über einen Retainer, also eine feste Monatspauschale, meist 230 bis 2.500 Euro je Kunde. S

Was ist ein Social-Media-Ghostwriting für Gründer und Führungskräfte und wie funktioniert das Geschäftsmodell?

Ein Social-Media-Ghostwriting für Gründer und Führungskräfte ist eine Dienstleistung, bei der du Beiträge für LinkedIn oder X im Namen einer anderen Person schreibst. Bezahlt wird sie von Menschen, deren Sichtbarkeit Geld wert ist, weil Kunden, Bewerber oder Investoren mitlesen.

Du führst mit deinem Kunden ein kurzes Gespräch im Monat und ziehst daraus die Geschichten, die nur er erzählen kann. Daraus entstehen Entwürfe, die er freigibt. Deal Harvest aus Bratislava baut alles auf einem 30-minütigen Interview im Monat auf (ebizfacts.com, 02.08.2024). S Den ersten Entwurf kann eine KI wie Claude schreiben; ob der Text nach deinem Kunden klingt, entscheidest du.

Ablauf: Ein Gründer oder eine Führungskraft liefert im Gespräch Erfahrungen und Meinungen. Du als Ghostwriter steuerst Zuhören, die Stimme des Kunden und einen festen Wochenrhythmus bei. Daraus entstehen Beiträge auf LinkedIn, Kommentare im Netzwerk und eine Freigabe durch den Kunden selbst. So entsteht ein Beitrag 🎙️ Gespräch mit dem Kunden Ghostwriter Zuhören und Fragen Stimme treffen Wochenrhythmus Beitrag auf LinkedIn Kommentare im Netzwerk Freigabe durch Kunden Den Rohentwurf kann die KI liefern, die Stimme und die Freigabe nicht.
Dein Kunde liefert die Erfahrung, du machst daraus den Text.

Welchen Umsatz kannst du mit einem Social-Media-Ghostwriting realistisch erreichen?

Je Kunde bekommst du eine Monatspauschale, bei Einzelanbietern in Deutschland meist 800 bis 2.500 Euro (redaktion.ai, 21.10.2026). M Einstiegspakete beginnen bei 230 Euro für zwei Beiträge (whywords.com, gelesen am 21.10.2026). S

Als realistisches Ziel nach dem ersten Jahr rechne ich mit 5.000 bis 8.000 Euro Umsatz im Monat bei fünf bis sechs Kunden. E Die Pauschale ist der Hebel:

Preisskala je Kunde und Monat: WhyWORDS Launch 230 Euro für zwei Beiträge und WhyWORDS Lead ab 830 Euro für acht Beiträge (whywords.com, gelesen am 21.10.2026). Deal Harvest rechnerisch rund 1.750 Euro je Kunde (eigene Berechnung aus ebizfacts.com, 02.08.2024). Agenturen in DACH ab 2.500 Euro (redaktion.ai, 21.10.2026). Pete Codes 2.900 US-Dollar je Kunde (ebizfacts.com, 30.08.2026). Preise je Kunde und Monat 0 € 800 € 1.600 € 2.400 € 3.200 € WhyWORDS Launch230 € · 2 Beiträge WhyWORDS Leadab 830 € · 8 Beiträge Deal Harvest≈ 1.750 € je Kunde Agenturen DACHab 2.500 € Pete Codes2.900 US$ · 16 Posts Dein Platz: 1.000 bis 2.000 € je Kunde Quellen: whywords.com, ebizfacts.com, redaktion.ai; Deal Harvest eigene Berechnung
Links die Pakete für wenige Beiträge, rechts die Pauschalen für Gründer mit vollem Programm.

Wie schnell das wachsen kann, zeigt Deal Harvest: Vier Monate nach dem Start meldete der Mitgründer acht Kunden und 14.000 Euro Monatsumsatz (ebizfacts.com, 02.08.2024) S, also rund 1.750 Euro je Kunde. E Pete Codes verkauft 16 Beiträge und 40 Antworten für 2.900 US-Dollar im Monat (ebizfacts.com, 30.08.2026). S

Eigene Berechnung von Simon Hubert: Fünf Kunden zahlen je 1.200 Euro, zusammen 6.000 Euro Umsatz im Monat. Tools und KI: rund 60 Euro. Akquise, Weiterbildung und Versicherung: rund 400 Euro. Es bleiben etwa 5.500 Euro vor Steuern, Sozialabgaben und Arbeitszeit. Rechenweg pro Monat bei 5 Kunden 6.000 € Umsatz minus 60 € Tools und KI minus 400 € Akquise, Versicherung ≈ 5.500 € bleiben vor Steuern, Abgaben Eigene Berechnung (Simon Hubert), Annahme 8 Beiträge je Kunde
Fünf Kunden zu je acht Beiträgen sind 40 Texte im Monat.

Das heißt für dich: Der Preis hängt an der Pauschale, nicht an der Zahl der Wörter.

Welche Fähigkeiten solltest du initial lernen, um erfolgreich ein Social-Media-Ghostwriting anbieten zu können?

Am wichtigsten ist, dass du in einer fremden Stimme schreiben kannst. Dicht dahinter kommen Interviewführung und Vertrieb.

Balken = so wichtig ist die Fähigkeit für den Erfolgbraucht Erfahrungschnell lernbar
Schreiben in fremder Stimme100 %
Tonfall des Kunden treffen (KI liefert Rohentwürfe, den Klang prüfst du). Lernzeit: Monate
Interviewen und Zuhören90 %
Aus 30 Minuten acht Geschichten ziehen (KI schreibt Fragenlisten). Lernzeit: Wochen
Vertrieb über das eigene Profil80 %
Sichtbar sein, Pakete erklären (KI hilft bei Angeboten, das Gespräch führst du). Lernzeit: Monate
LinkedIn-Mechanik und Formate60 %
Einstiegssatz, Karussell, Kommentare (KI erklärt Formate). Lernzeit: wenige Wochen
Rohentwürfe und Varianten (das macht die KI)30 %
Drei Fassungen aus dem Protokoll (die KI schreibt, du wählst). Lernzeit: wenige Tage

Meine Einschätzung E: 100 % hieße, ohne diese Fähigkeit geht es nicht.

Welche Eckdaten hat ein Social-Media-Ghostwriting?

Datenbox
Klasse und ModelltypK1 Dienstleistung · Produktisierte Dienstleistung, Agentur und KI-Automatisierung
ThemenfeldMarketing, Vertrieb und Sichtbarkeit
Startkapitalbis 500 Euro E
Zeit bis zum ersten Eurounter 1 Monat aus dem Netzwerk E
Wochenstunden11 bis 20 am Anfang, 21 bis 40 bei fünf Kunden E
Zulassungshürdefrei; Gewerbe oder freier Beruf, siehe Abschnitt Recht
Reichweite nötig4 von 5: dein eigenes Profil ist das Schaufenster
Passiv-Grad1 von 5: jeder Beitrag ist Arbeit
Umsatzklasse5.000 bis 20.000 Euro im Monat nach einem Jahr E
Wettbewerbhoch
KI-Hebel4 von 5
Sinn-Faktor2 von 5
Passt zu den GründertypenWortgewandter Autor
Wirtschaftszweig (WZ 2025)73.11 Tätigkeiten von Werbeagenturen oder 73.30 Public-Relations-Beratung. E WZ 2025 ist die amtliche Klassifikation der Wirtschaftszweige (Destatis), nach der dein Gewerbe eingeordnet wird.

Datenlücke: Eine LinkedIn-Mitgliederzahl für die DACH-Region aus 2026 habe ich nicht gefunden; der letzte freie Wert sind 19 Millionen aus 2023 (t3n.de, 09.06.2023). Umsätze deutschsprachiger Ghostwriter sind nicht öffentlich.

Was kostet der Start und wie viel Zeit brauchst du?

Der Start kostet meist unter 500 Euro, weil du nur eine KI, Schreibwerkzeuge und ein Planungstool brauchst. Am besten rechnet man mit 11 bis 20 Wochenstunden und weniger als einem Monat bis zum ersten Euro.

BausteinWas es kostet
Claude Pro als Schreibhilfe20 US-Dollar im Monat (claude.com, gelesen am 21.10.2026) S
Canva Pro für Karussells110 Euro im Jahr für eine Person (canva.com, gelesen am 21.10.2026) S
Planungstool SocialKit, Tarif Soloab 29 Euro im Monat, bei Jahreszahlung 17,40 Euro (socialk.it, 03.08.2026) S
Eigenes LinkedIn-Profil0 Euro, dafür zwei bis drei eigene Beiträge pro Woche E

Wie startest du ein Social-Media-Ghostwriting Schritt für Schritt?

Du startest mit einer Branche, die du kennst, und einem Paket zum Festpreis. Der erste Schritt ist ein Beitrag auf deinem Profil; so bekam die Gründerin von ModumUp 2018 über 100 Anfragen (Starter Story, 01.08.2022). S

  1. Nische wählen. Etwa Softwaregründer oder Steuerberater, eine Branche, deren Sprache du sprichst.
  2. Ein Paket bauen. Zum Beispiel acht Beiträge und 20 Kommentare im Monat zum Festpreis.
  3. Eigenes Profil aufräumen. Dein Profil ist die Arbeitsprobe.
  4. Rechtliches vorbereiten. Die vier Punkte aus dem Abschnitt Recht: Vertrag, Künstlersozialabgabe, Freigabe statt Passwort, Vertraulichkeit.
  5. Zwei Pilotkunden gewinnen. Aus dem Netzwerk, drei Monate zum Vorzugspreis, mit Ergebnisbericht.
  6. Ablauf festziehen. Fester Gesprächstermin, Entwurf nach 48 Stunden, Freigabe per Dokument.
  7. Empfehlungen einsammeln. Frag nach dem dritten Monat nach zwei Namen.

Wie findest du die ersten Kunden für dein Social-Media-Ghostwriting?

Am schnellsten über dein eigenes LinkedIn-Profil und über Gründer, die du kennst. Dein Kunde kauft keine Texte, sondern das Ende eines schlechten Gewissens (Stichwort: Pain Fokus).

Laut Eurostat nutzten 2025 rund 64 Prozent der Unternehmen in der EU soziale Medien; bei kleinen Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten waren es rund 61 Prozent, bei großen rund 89 Prozent. Daten extrahiert im Juni 2026. 64 % der EU-Unternehmen nutzen soziale Medien (2025). Kleine Unternehmen: 61 %, große: 89 %. Lücke: Wer postet dort für den Chef? Eurostat, Statistics Explained, Daten Juni 2026
Die Firmenseite haben viele, der Chef mit eigener Stimme fehlt oft. Das ist dein Einstieg.

Soziale Medien sind im Alltag der Unternehmen angekommen A; LinkedIn meldete für die DACH-Region zuletzt 19 Millionen Mitglieder (t3n.de, 09.06.2023). S Gute Kanäle sind dein Profil, Gründernetzwerke, Steuerberater und Webagenturen. Pete Codes nutzt einen Newsletter mit 2.100 Abonnenten als Schaufenster (ebizfacts.com, 30.08.2026). S

Welche Tools und KI-Werkzeuge helfen beim Social-Media-Ghostwriting?

Unverzichtbar sind ein Transkript der Gespräche, eine KI wie Claude für Rohentwürfe und ein Freigabedokument. Ziel ist es, dass der Kunde im Monat nur ein Gespräch und eine Freigabe braucht.

GesprächVideocall mit Aufnahme und Transkript
KIClaude schreibt aus dem Transkript drei Fassungen je Thema
FreigabeGoogle Docs oder Notion mit Kommentaren
PlanungSocialKit oder die LinkedIn-eigene Vorplanung

ModumUp nutzt LinkedIn Sales Navigator, Expandi und Apollo (Starter Story, 01.08.2022). S Für den Anfang reicht dein Profil.

Welche Risiken hat ein Social-Media-Ghostwriting?

Das größte Risiko: KI-Werkzeuge machen den Rohtext billig, und Kunden fragen, wofür sie dich bezahlen. Dagegen hilft nur, dass deine Texte nach dem Kunden klingen und messbar etwas auslösen.

KI drückt den Preis

Planungstools wie SocialKit bieten KI-Entwürfe ab 29 Euro im Monat (socialk.it, 03.08.2026). S
Gegenmittel: Interview, Stimme und Ergebnisbericht verkaufen.

Kunden springen ab

Reichweite lässt sich nicht garantieren (redaktion.ai, 21.10.2026). S
Gegenmittel: Monatlicher Bericht mit Profilbesuchen und Anfragen.

Zugangsdaten

Geteilte Passwörter verstoßen gegen die Regeln von LinkedIn (redaktion.ai, 21.10.2026). S
Gegenmittel: Freigabe per Dokument, Veröffentlichung durch den Kunden.

Glaubwürdigkeit

Der Gründer der LinkedIn-Agentur Swinx kritisiert Ghostwriting öffentlich (OMR Daily, 17.11.2022). S
Gegenmittel: Nur Geschichten verwenden, die der Kunde erzählt hat.
Ergebnisstreuung4 von 5: von null bis fünfstellig im Monat
Regulatorik2 von 5
Inhaberabhängigkeit5 von 5, deine Stimme und dein Profil sind das Produkt
Wiederkehrender Umsatzüber 90 Prozent über Monatspauschalen
KI-Expositionminus 1, der Rohtext wird billig
Kanalabhängigkeit4 von 4

Fortbestand: Von Gründungen mit Startkapital bis zu 5.000 Euro sind nach fünf Jahren 54 Prozent aktiv (KfW-Gründungsmonitor 2025). S 2025 gab es 69 Unternehmensinsolvenzen je 10.000 Unternehmen (Destatis, 13.03.2026). A

Praxisbeispiel: Wie Bohumil Pokštefl in vier Monaten 14.000 Euro Monatsumsatz erreichte

Im Interview mit Founderoo erzählt Bohumil Pokštefl aus Bratislava, wie er Deal Harvest aufgebaut hat, eine Agentur für Social Selling auf LinkedIn. Sie schreibt für B2B-Tech-Firmen Beiträge im Namen von Gründern und Vertriebsmenschen und veröffentlicht sie. Vier Monate nach dem Start im Februar 2024 hatte die Agentur nach eigener Angabe acht Kunden und rund 14.000 Euro wiederkehrenden Umsatz im Monat. S

So kam er auf die Geschäftsidee
Pokštefl war von 2016 bis etwa 2023 Mitgründer und Chef von Kontentino, einem Planungstool für soziale Netzwerke, das nach seiner Angabe ohne Investoren auf 2 Millionen Euro Jahresumsatz kam. S Dort ließ er seine LinkedIn-Beiträge von einem Ghostwriter schreiben. Das funktionierte, aber ohne Strategie und ohne Bezug zum Vertrieb. Ein besseres Vorgehen testete sein Team drei Monate lang mit einer Softwarefirma aus seinem eigenen Gründerstudio; die Ergebnisse waren gut. Ein Mitgründer drängte ihn dann, daraus ein festes Dienstleistungspaket zu machen.
So fing es an
Die ersten Kunden kamen ohne Werbung aus seinem Netzwerk von B2B-Tech-Gründern. Er fragte sie zuerst nach ihren Abläufen, Verkaufszyklen und ihrem Vorgehen auf LinkedIn und stellte das Angebot erst dann vor. Bewusst verkaufte das Team langsam, um zuerst die Qualität zu sichern.
So läuft die Zusammenarbeit
Die Agentur recherchiert die Themen der Branche und führt jeden Monat ein Interview von 30 Minuten mit dem Kunden. Daraus entstehen meist vier Videos und vier Beiträge im Monat; die Videos nehmen die Kunden nach Vorlage mit dem Handy auf, ihr Aufwand liegt bei höchstens etwa zwei Stunden im Monat. Dazu kommen LinkedIn-Anzeigen für die Zielkunden und automatisierte, aber persönlich formulierte Nachrichten. Antwortet ein Interessent, übernimmt der Kunde. Die Mindestlaufzeit beträgt vier Monate.
So gewinnt er Kunden
Vor allem über Empfehlungen, sein Netzwerk sowie Veranstaltungen und Konferenzen. Aktive Kaltakquise betreibt das Team noch nicht. Geplant sind Partnerschaften mit bekannten LinkedIn-Autoren.
Das ging schief
Zuerst stellte das Team das Angebot als Lieferant für warme Leads auf. Das passte schlecht, weil viele B2B-Firmen schon einen eigenen Vertrieb haben; also ging der Schwerpunkt auf ausgelagerte LinkedIn-Inhalte und Personal Branding. Die Abläufe waren anfangs chaotisch, bis er eine Fachkraft für Organisation einstellte. Ob die Kunden lange bleiben, ist noch offen; sein Ziel sind mindestens neun Monate.
Diese Werkzeuge nutzt er
Growthreply für die automatisierte Ansprache auf LinkedIn und Kontentino, um Beiträge freizugeben und einzuplanen.
Sein Rat
Es kommt auf die Umsetzung an, nicht auf die Geschäftsidee. Wettbewerber zeigen, dass es einen Markt gibt. Lieber das größte Problem der Kunden lösen als alles auf einmal, und verkaufen und testen, bevor das Angebot fertig ist. Als Lektüre empfiehlt er The Mom Test.
Was du daraus mitnimmst
Für LinkedIn-Ghostwriting in Deutschland heißt das: Ein festes Monatspaket aus Interview, Beiträgen und Ansprache, zuerst an das eigene Netzwerk verkauft und mit Mindestlaufzeit, macht den Umsatz planbar. E Die Zahlen sind Selbstauskünfte und nicht unabhängig geprüft.

Quellen: Founderoo: Deal Harvest, Interview mit Bohumil Pokstefl, 12.06.2024, gelesen am 30.10.2026. founderoo.co; eBiz Facts: Bohumil Pokštefl, Deal Harvest, Ausgabe 404 vom 02.08.2024, gelesen am 30.10.2026. ebizfacts.com

Welche Beispiele für ein Social-Media-Ghostwriting gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz?

Das stärkste Beispiel aus DACH ist die Frankfurter PR-Beratung Schaffensgeist von Marina Zayats und Tomas Herzberger: Sie hält 700 Euro pro Stunde für machbar und schätzt, dass über 95 Prozent der Vorstände in Deutschland einen Ghostwriter nutzen (OMR Daily, 17.11.2022). S

  • WhyWORDS aus Köln und Berlin verkauft LinkedIn-Ghostwriting im Abo von 230 bis ab 830 Euro im Monat (whywords.com, gelesen am 21.10.2026). S
  • Cloudbridge aus München zahlte Mitarbeitern 25 Euro je LinkedIn-Beitrag, 200.000 Impressionen in wenigen Wochen (t3n.de, 09.06.2023). S
  • ModumUp von Olga Bondareva führt LinkedIn-Profile von Managern für über 30 Firmenkunden, 83.000 US-Dollar Umsatz im Monat (Starter Story, 01.08.2022). S Qnary aus New York kam mit Investorengeld auf 550.000 US-Dollar im Monat (Starter Story, 31.05.2020). S

Was musst du rechtlich beim Social-Media-Ghostwriting beachten?

Vier Dinge werden einmal aufgesetzt, danach laufen sie bei jedem Kunden mit. Das Wichtigste: ein schriftlicher Vertrag mit Verzicht auf Namensnennung und Übertragung der Nutzungsrechte.

  • Ghostwriter-Vertrag: Nutzungsrechte an den Kunden, Verzicht auf Namensnennung, Haftung für Fakten beim Kunden.
  • Künstlersozialabgabe: Deine Firmenkunden zahlen auf deine Honorare eine Abgabe; sag es ihnen vorher.
  • Freigabe statt Passwort: Der Kunde veröffentlicht selbst oder über ein Planungstool.
  • Vertraulichkeit: Verschwiegenheitsvereinbarung in jeden Vertrag.
Die Details mit Paragrafen und Fristen

Urheberrecht: Du hast das Recht auf Anerkennung deiner Urheberschaft (§ 13 UrhG). A Auf die Namensnennung kannst du vertraglich verzichten und ein ausschließliches Nutzungsrecht einräumen (§ 31 UrhG). A

Künstlersozialabgabe: Wer Werbung oder Öffentlichkeitsarbeit für Dritte betreibt oder dafür selbstständige Publizisten beauftragt, zahlt die Künstlersozialabgabe (§ 24 Abs. 1 Nr. 7 und Abs. 2 KSVG). A Der Satz beträgt 2026 4,9 Prozent und 2027 5,0 Prozent; für Eigenwerber gilt ab 2026 ein Grenzbetrag von 1.000 Euro im Jahr (Künstlersozialkasse, gelesen am 21.10.2026). A Du selbst kannst dich als Publizist dort versichern, ab 3.900 Euro Jahreseinkommen (Künstlersozialkasse, gelesen am 21.10.2026). A

KI-Kennzeichnung: Seit dem 2. August 2026 müssen KI-erzeugte Texte zu Angelegenheiten von öffentlichem Interesse offengelegt werden, es sei denn, ein Mensch hat sie geprüft und trägt die redaktionelle Verantwortung (Art. 50 Abs. 4 Verordnung (EU) 2024/1689). A

Gewerbe oder freier Beruf: Schriftstellerische Arbeit ist ein freier Beruf (§ 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG) A; Werbetexte stuft das Finanzamt oft als Gewerbe ein (§ 14 Abs. 1 GewO). A In Österreich meldest du ein freies Gewerbe an, in der Schweiz dich bei der AHV-Ausgleichskasse; eine amtliche Seite dazu habe ich nicht erreicht.

Scheinselbstständigkeit: Arbeitest du nur für einen Kunden nach dessen Weisungen, kann das als abhängige Beschäftigung gelten (§ 7 Abs. 1 SGB IV). A

Keine Rechtsberatung: Lass Verträge und Pflichten einmal fachlich prüfen.

Für wen passt ein Social-Media-Ghostwriting und für wen nicht?

Es passt zum wortgewandten Autor, der gern in fremde Köpfe schlüpft, und zum charismatischen Creator, der selbst sichtbar ist. Neben einem Job sind zwei Kunden in etwa zehn Wochenstunden zu schaffen. E

Lass es, wenn

  • du deine eigene Meinung in jedem Text unterbringen willst,
  • du dich ungern selbst auf LinkedIn zeigst, denn dein Profil ist dein Verkaufsinstrument,
  • du Lob brauchst, denn dein Name steht nie unter dem Beitrag.

Welche Fragen stellen Menschen am häufigsten zum Social-Media-Ghostwriting?

Was kostet ein LinkedIn-Ghostwriter in Deutschland?

Einstiegspakete ab 230 Euro für zwei Beiträge im Monat (whywords.com, gelesen am 21.10.2026) S; Einzelanbieter etwa 800 bis 2.500 Euro (redaktion.ai, 21.10.2026). M

Ist Ghostwriting auf LinkedIn erlaubt?

Ja. Das Urheberrecht erlaubt dir, auf die Nennung deines Namens zu verzichten (§ 13 UrhG). A Nicht erlaubt ist die Weitergabe von Zugangsdaten.

Muss ich KI-Texte auf LinkedIn kennzeichnen?

Nicht, wenn ein Mensch den Text geprüft hat und die redaktionelle Verantwortung trägt (Art. 50 Abs. 4 Verordnung (EU) 2024/1689). A

Wie viele Kunden brauche ich?

Bei 1.200 Euro Pauschale reichen rechnerisch fünf Kunden für 6.000 Euro Umsatz. E

Diese Geschäftsidee auf meine Situation anpassen →So machst du aus diesem Steckbrief in vier Schritten deine eigene Variante.

Welche Geschäftsideen ähneln dem Social-Media-Ghostwriting?

Simon Hubert, Gründer von x8
Über den Autor

Simon Hubert

Gründer von x8, Agenturgründer seit 2011

Simon Hubert hat 2011 seine erste Digitalagentur gegründet und betreut seitdem Websites, Sichtbarkeit und Abläufe für kleine und mittlere Betriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er hält einen Master in Business Informatics der Universität Mannheim und ist seit über 20 Jahren in Digitalisierung und IT unterwegs, mehrere Jahre davon in Großkonzernen. Mit x8 prüft er Geschäftsideen so, wie er es für sich selbst tun würde: mit belastbaren Zahlen, nachvollziehbaren Quellen und einer Rechnung, die du Schritt für Schritt selbst nachprüfen kannst.

Woher stammen die Zahlen auf dieser Seite?

Jede Zahl trägt ein Kennzeichen. Fährst du mit der Maus darüber, steht die Herkunft im Klartext. Was ich selbst gerechnet oder eingeschätzt habe, ist immer mit E markiert und im Text begründet.

A amtlich: Destatis, KfW-Register, Gesetzestexte, Gerichtsentscheidungen T Transaktionsdaten: Verkaufsplattformen wie Flippa, Empire Flippers oder Acquire.com, Zahlungsanbieter wie Stripe oder Steady S Selbstauskunft oder Befragung: Angaben von Anbietern, Interviews, Presse über Finanzierungen, KfW- und DIHK-Befragungen M Schätzung Dritter: Modellrechnungen und Prognosen von Instituten, etwa das IfM Bonn zur Nachfolge D Messung Dritter: Werkzeuge wie Ahrefs, Similarweb oder Profound E eigene Berechnung oder Einschätzung von Simon Hubert, Rechenweg und Annahmen stehen im Text
Quellen und Prüfstand: alle Angaben geprüft am 22. Oktober 2026
  1. WhyWORDS: Ghostwriting-Preispakete im flexiblen Abo, gelesen am 21.10.2026. whywords.com
  2. redaktion.ai: LinkedIn-Ghostwriter: Risiko und Kosten, Stand 21.10.2026. redaktion.ai
  3. OMR Daily: 700 Euro pro Stunde? Linkedin Ghostwriter werden immer gefragter, 17.11.2022. omr.com
  4. t3n: LinkedIn, das soziale Netzwerk, das wie ein Büro funktioniert, 09.06.2023. t3n.de
  5. ebizfacts.com: Bohumil Pokštefl, Deal Harvest, 15k per month after 4 months, 02.08.2024. ebizfacts.com
  6. ebizfacts.com: Pete Codes, Ghostwriting for founders, 10.800 Dollar im Monat, 30.08.2026. ebizfacts.com
  7. Starter Story: ModumUp, Olga Bondareva, 01.08.2022, gelesen am 21.10.2026. starterstory.com
  8. Starter Story: Qnary, Bant Breen, 31.05.2020, gelesen am 21.10.2026. starterstory.com
  9. Eurostat, Statistics Explained: Social media, statistics on the use by enterprises, Daten Juni 2026, gelesen am 21.10.2026. ec.europa.eu
  10. Künstlersozialkasse: Künstlersozialabgabe, Abgabesätze 2026 und 2027, gelesen am 21.10.2026. kuenstlersozialkasse.de
  11. Künstlersozialkasse: Wer ist abgabepflichtig, Grenzbetrag 1.000 Euro ab 2026, gelesen am 21.10.2026. kuenstlersozialkasse.de
  12. Künstlersozialkasse: Informationsschrift Nr. 3, Abgabepflicht von Werbeunternehmen, Stand 08.2025. kuenstlersozialkasse.de
  13. Künstlersozialkasse: Voraussetzungen für Künstler und Publizisten, gelesen am 21.10.2026. kuenstlersozialkasse.de
  14. Gesetzestext: § 24 KSVG, gelesen am 21.10.2026. lxgesetze.de
  15. Gesetzestext: § 13 UrhG, gelesen am 21.10.2026. lxgesetze.de
  16. Gesetzestext: § 18 EStG, gelesen am 21.10.2026. lxgesetze.de
  17. Gesetzestext: § 14 GewO, gelesen am 21.10.2026. lxgesetze.de
  18. Gesetzestext: § 7 SGB IV. lxgesetze.de
  19. EU-Kommission, AI Act Service Desk: Art. 50 Verordnung (EU) 2024/1689, gelesen am 21.10.2026. ai-act-service-desk.ec.europa.eu
  20. Anthropic: Claude Pricing, gelesen am 21.10.2026. claude.com
  21. Canva: Preise, gelesen am 21.10.2026. canva.com
  22. SocialKit: LinkedIn Ghostwriting Guide, 03.08.2026. socialk.it
  23. MagicPost: Was kostet ein LinkedIn Ghostwriter? Preise 2026, Stand 07.09.2026 (internationale Vergleichspreise). magicpost.in
  24. LinkedIn: About us, Mitgliederzahlen weltweit, Geschäftsjahr 2026, gelesen am 21.10.2026. news.linkedin.com
  25. Destatis: Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2025, gelesen am 21.10.2026. destatis.de
  26. Founderoo: Deal Harvest, Interview mit Bohumil Pokstefl, 12.06.2024, gelesen am 30.10.2026. founderoo.co

Änderungsprotokoll: 22. Oktober 2026 Erstfassung.