x8-Steckbrief

Analytics-Software für Unternehmen als SaaS: bis zu 5.000 € im Monat mit verständlichen Auswertungen im Abo

bis 5.000 € Umsatz im Monat nach einem Jahr Eab 500 € Startkapital3 bis 6 Monate bis zum ersten Euro11 bis 20 Std. pro Woche≈ 20 € je Kunde und Monat bei Plausible

Buchstaben hinter Zahlen zeigen die Herkunft: A amtlich · S Selbstauskunft · E meine Einschätzung. Alle Kennzeichen erklärt.

Lesezeit 12 MinutenVon Simon Hubert, Gründer von x8Stand

Sonntagabend in einer kleinen Werbeagentur in Kassel: Die Inhaberin kopiert Zahlen aus drei Programmen in eine Tabelle, weil ein Kunde am Montag wissen will, was seine Anzeigen bringen.

Genau dafür gibt es dieses Geschäftsmodell: Du baust eine Software, die Website-, Vertriebs- oder Produktdaten auswertet, und verkaufst sie als SaaS, also Software as a Service, also Software im Abo aus dem Internet. Kleine Tarife für Web-Analyse kosten heute etwa 6 US-Dollar bis 22,80 Euro im Monat. S

Erstaunlich ist: Google Analytics ist kostenlos, und trotzdem hat die Firma hinter Plausible im estnischen Tartu 2024 rund 3,56 Millionen Euro umgesetzt, ohne Investoren. A Wie das geht und was davon für dich realistisch ist, liest du hier.

Kurz gesagt: Bei dem Geschäftsmodell Analytics-Software für Unternehmen als SaaS entwickelst du eine Software, die Daten aus Website, Vertrieb oder Produkt auswertet und verständlich aufbereitet. Verdient wird an Monatsabos; dein Vorteil im deutschsprachigen Raum ist Datenschutz mit Servern in der EU.

Was ist eine Analytics-Software für Unternehmen als SaaS und wie funktioniert das Geschäftsmodell?

Eine Analytics-Software für Unternehmen als SaaS ist ein Programm im Browser, das Zahlen aus Website, Shop oder Vertrieb sammelt und als Übersicht, auch Dashboard genannt, zeigt. Der Kunde zahlt monatlich und installiert nichts.

Analytics heißt Auswertung. Dein Beitrag ist die Auswahl der wenigen Zahlen, die für eine Zielgruppe wirklich zählen, und eine Darstellung ohne Schulungsbedarf. Die Rechenarbeit erledigen Server und offene Bausteine, die es schon gibt.

Ablauf: Daten aus Website, Shop oder Vertriebsprogramm kommen in der Analytics-Software an. Die Software zeigt eine verständliche Übersicht, verschickt einen Wochenbericht oder schlägt bei Auffälligkeiten Alarm, der an einen Menschen im Unternehmen geht. Du lieferst Auswahl der Kennzahlen, Darstellung und Datenschutz. So arbeitet die Software 🌐 🛒 Website, Shop oder Vertrieb Deine Software wenige richtige Zahlen klare Darstellung Datenschutz (dein Teil) Übersicht im Browser Bericht jede Woche Alarm an Menschen Zählen kann jede Software, erklären ist dein Teil.
Du verkaufst keine Statistik, sondern die Antwort auf eine Frage des Kunden.

Welchen Umsatz kannst du mit einer Analytics-Software für Unternehmen realistisch erreichen?

Pro Kunde verdienst du die Monatsgebühr abzüglich Server und Zahlungsabwicklung, bei kleinen Tarifen also wenige Euro bis rund 20 Euro. Mehr ist meist drin, wenn eine Branche für ihre Fragen zahlt.

Als realistisches Ziel nach dem ersten Jahr rechne ich mit 1.000 bis 5.000 Euro Umsatz im Monat E, sofern du eine klare Nische hast. Reine Web-Analyse ist im Markt schon günstig:

Preisskala pro Monat: Pirsch aus Deutschland 6 US-Dollar für 10.000 Seitenaufrufe, Plausible 9 US-Dollar für 10.000 Seitenaufrufe, etracker Basic 10,80 Euro und Pro 22,80 Euro für 25.000 Hits zuzüglich Umsatzsteuer, Matomo Cloud 29 für 50.000 Hits (Währung auf der Seite nicht genannt). Alle Preisseiten gelesen am 22.10.2026. Kleinste Tarife pro Monat im Markt 0 € 9 € 18 € 26 € 35 € Pirsch6 US$ · 10.000 Aufrufe Plausible9 US$ · 10.000 Aufrufe etracker10,80 € · Basic etracker Pro22,80 € · 25.000 Hits Matomo29 · 50.000 Hits Dein Platz: Nische über dem Massenpreis Quellen: pirsch.io, plausible.io, etracker.com, matomo.org
Reine Besucherzählung ist billig. Geld bringt die Antwort auf eine Branchenfrage.

Wie viel trotzdem möglich ist, zeigt Plausible: Die Firma meldete im August 2025 über 15.000 zahlende Kunden (Churnkey, 06.08.2025) S und setzte 2024 rund 3,56 Millionen Euro um. A Geteilt durch Kunden und zwölf Monate sind das rund 20 Euro je Kunde und Monat. E

Eigene Berechnung von Simon Hubert: 50 Unternehmen zahlen je 49 Euro für ein Branchen-Dashboard, zusammen 2.450 Euro Umsatz im Monat. Server, Datensicherung und Werkzeuge rund 150 Euro. Zahlungsabwicklung bei Stripe mit 1,5 Prozent plus 0,25 Euro je Zahlung und 0,7 Prozent für Abos: rund 70 Euro. Es bleiben etwa 2.230 Euro vor Steuern, Vertrieb und Arbeitszeit. Rechenweg pro Monat bei 50 Kunden 2.450 € Umsatz minus 150 € Server, Werkzeuge minus 70 € Zahlungsabwicklung ≈ 2.230 € bleiben vor Steuern, Vertrieb Eigene Berechnung (Simon Hubert), Annahme 49 € je Kunde
Die Kosten wachsen kaum mit, jeder weitere Kunde lohnt sich.

Das heißt für dich: Zahlen sind billig, die richtige Frage dazu ist das Produkt.

Welche Fähigkeiten solltest du initial lernen, um erfolgreich eine Analytics-Software für Unternehmen anbieten zu können?

Am wichtigsten ist, die Fragen deiner Zielgruppe zu kennen. Programmieren nimmt dir die KI heute zu großen Teilen ab, Datenschutz lernst du in wenigen Wochen.

Balken = so wichtig ist die Fähigkeit für den Erfolgbraucht Erfahrungschnell lernbar
Branchen- und Datenverständnis90 %
Welche Zahl beantwortet welche Frage? (KI erklärt Kennzahlen, die Auswahl triffst du) Lernzeit: Monate
Vertrieb und Content-Marketing80 %
Artikel, Vergleiche, Gespräche (KI schreibt Entwürfe, die Erfahrung gibst du dazu). Lernzeit: Monate
Programmieren mit KI70 %
Datenbank, Schnittstellen, Sicherheit (KI schreibt viel Code, prüfen musst du ihn). Lernzeit: Monate
Datenschutz und Recht70 %
Einwilligung, Auftragsverarbeitung, Serverstandort (Vorlagen schreibt die KI). Lernzeit: wenige Wochen
Dashboard-Design50 %
Diagramme, die man in zehn Sekunden versteht (KI schlägt Varianten vor). Lernzeit: wenige Wochen

Meine Einschätzung E: 100 % hieße, ohne diese Fähigkeit geht es nicht.

Welche Eckdaten hat eine Analytics-Software für Unternehmen als SaaS?

Datenbox
Klasse und ModelltypK2 Digitales Produkt · Software, Tools und KI-Agenten
ThemenfeldMarketing, Vertrieb und Sichtbarkeit
Startkapital500 bis 5.000 Euro E
Zeit bis zum ersten Euro3 bis 6 Monate mit offenen Bausteinen E
Wochenstunden11 bis 20 in der Aufbauphase E
Zulassungshürdefrei; Gewerbe und drei Datenschutzpflichten, siehe Abschnitt Recht
Reichweite nötig3 von 5: Inhalte und Suchmaschinen
Passiv-Grad4 von 5: läuft weiter, Support bleibt
Umsatzklasse1.000 bis 5.000 Euro im Monat nach einem Jahr E
Wettbewerbhoch
KI-Hebel4 von 5
Sinn-Faktor2 von 5
Passt zu den GründertypenVisionärer Architekt
Wirtschaftszweig (WZ 2025)58.29 Verlegen von sonstiger Software (eigene Software, auch im Abo). E WZ 2025 ist die amtliche Klassifikation der Wirtschaftszweige (Destatis), nach der dein Gewerbe eingeordnet wird.

Datenlücke: Eine amtliche Zahl dazu, wie viele Unternehmen in Deutschland Analytics-Software im Abo nutzen, habe ich nicht gefunden; Destatis weist nur Cloud-Dienste insgesamt aus. Umsätze von Pirsch oder etracker sind nicht öffentlich.

Was kostet der Start und wie viel Zeit brauchst du?

Der Start kostet meist 500 bis 5.000 Euro E, weil die Grundbausteine frei verfügbar sind. Am besten rechnet man mit 11 bis 20 Wochenstunden und drei bis sechs Monaten bis zum ersten zahlenden Kunden. E

BausteinWas es kostet
Offene Analyse-Software Matomo (Community)0 Euro, unbegrenzte Hits, nur Forenhilfe (matomo.org, gelesen am 22.10.2026) S
Cloud-Server bei Hetzner in Deutschlandab 7,72 Euro im Monat inklusive Umsatzsteuer (hetzner.com, gelesen am 22.10.2026) S
Zahlungsabwicklung für Abos bei Stripe1,5 Prozent plus 0,25 Euro je Kartenzahlung, dazu 0,7 Prozent für Abos (stripe.com, gelesen am 22.10.2026) S

Wie startest du eine Analytics-Software für Unternehmen Schritt für Schritt?

Du startest mit einer Zielgruppe und einer Frage, die sie jede Woche stellt. Der erste Schritt: Sprich mit fünf Unternehmen und schreib mit, welche Zahlen sie heute von Hand zusammensuchen.

  1. Frage finden. Welche Zahl sucht deine Zielgruppe jede Woche von Hand zusammen?
  2. Nische festlegen. Etwa Agenturberichte oder Hofläden mit Onlineshop.
  3. MVP bauen. Ein MVP, also eine erste schlanke Version, mit drei Zahlen und einem Wochenbericht.
  4. Rechtliches vorbereiten. Die vier Punkte aus dem Abschnitt Recht: Gewerbe, Einwilligung beim Tracking, Vertrag zur Auftragsverarbeitung, Server in der EU.
  5. Pilotkunden gewinnen. Fünf Unternehmen drei Monate gratis, dafür ehrliche Rückmeldung.
  6. Preise festlegen. Monats- und Jahresabo, Jahresabo mit Rabatt.
  7. Inhalte veröffentlichen. Anleitungen und Vergleiche, die deine Zielgruppe bei Google und Claude findet.

Wie findest du die ersten Kunden für deine Analytics-Software?

Am schnellsten über ein Ärgernis, das deine Zielgruppe schon spürt: zu komplizierte Berichte, ein Cookie-Banner, das Besucher vertreibt, oder Server in den USA (Stichwort: Pain Fokus). Dort setzt du mit einer Vorführung an ihren eigenen Zahlen an.

Laut Destatis, Pressemitteilung Nr. 416 vom 24.11.2025, nutzten 2025 54 Prozent der Unternehmen ab zehn Beschäftigten kostenpflichtige Cloud-Dienste über das Internet; bei kleinen Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten waren es 51 Prozent, bei großen 86 Prozent. 54 % der Unternehmen zahlen für Cloud-Dienste aus dem Internet. Kleine Firmen (10 bis 49): 51 %. Große Firmen: 86 %. Destatis, Pressemitteilung Nr. 416, 24.11.2025
Software im Abo ist im Mittelstand angekommen.

Plausible wuchs nach eigener Aussage ohne Werbeanzeigen, vor allem über Artikel (Churnkey, 06.08.2025). S Gute Kanäle sind außerdem Erweiterungen für WordPress, Fachgruppen auf LinkedIn und Agenturen als Partner.

Welche Tools und KI-Werkzeuge helfen beim Aufbau einer Analytics-Software?

Unverzichtbar sind ein Server in der EU, eine Datenbank und ein sauberer Bezahlweg für Abos. Ziel ist es, wenig selbst zu erfinden und die Zeit in die Kennzahlen zu stecken.

Grundlageoffene Software wie Matomo oder die Plausible Community Edition
ServerRechenzentrum in Deutschland, etwa Hetzner
BezahlungAbos und Rechnungen, etwa über Stripe
KIClaude oder ChatGPT schreiben Code und fassen Zahlen in Sätzen zusammen

Welche Risiken hat eine Analytics-Software für Unternehmen als SaaS?

Das größte Risiko: Es gibt starke Gratis-Angebote, und Kunden sehen keinen Grund zu wechseln. Dagegen helfen Datenschutz, Einfachheit und eine klare Branchenfrage.

Gratis-Konkurrenz

Matomo gibt es zum Selbstbetrieb für 0 Euro ohne Hit-Grenze (matomo.org, gelesen am 22.10.2026). S
Gegenmittel: Bequemlichkeit und Branchenfragen verkaufen.

Daten in Drittländern

Die österreichische Datenschutzbehörde erklärte am 22.12.2021 eine Nutzung von Google Analytics für rechtswidrig (IT-Recht Kanzlei, 14.01.2022). A
Gegenmittel: Server und Dienstleister in der EU, sauber dokumentiert.

Hoher Kapitalbedarf

TerrAvion meldete 1 Million US-Dollar Umsatz im Monat mit 30 Mitarbeitenden und wurde 2020 trotzdem eingestellt (Starter Story, 05.11.2019). S
Gegenmittel: klein starten, Kosten niedrig halten.

Langsamer Anlauf

Selbst Plausible kam 2021, im dritten Jahr, auf rund 274.000 Euro Jahresumsatz (Auskunftei, Handelsregister Estland). A
Gegenmittel: nebenbei starten und zwei Jahre Geduld einplanen.
Ergebnisstreuung5 von 5: wie weit Erfolg und Misserfolg auseinanderliegen; hier von null bis siebenstellig im Jahr
Regulatorik4 von 5
Inhaberabhängigkeit3 von 5, Produkt und Vertrieb hängen an dir
Wiederkehrender Umsatzüber 90 Prozent über Monats- und Jahresabos E
KI-Expositionplus 1, KI erklärt Zahlen, senkt aber die Einstiegshürde für Konkurrenz
Kanalabhängigkeit2 von 4

Fortbestand: Von Gründungen mit Startkapital bis zu 5.000 Euro sind nach fünf Jahren 54 Prozent aktiv (KfW-Gründungsmonitor 2025). S 2025 gab es 69 Unternehmensinsolvenzen je 10.000 Unternehmen (Destatis, 13.03.2026). A

Praxisbeispiel: Wie Plausible ohne Investoren und Werbung auf 3,1 Millionen Dollar kam

In der Reihe Subscription Heroes des Abo-Dienstleisters Churnkey erzählt Marko Šarić, Mitgründer von Plausible, wie er und Uku Täht eine Web-Analyse ohne Cookies zur Alternative zu Google Analytics gemacht haben. Plausible finanziert sich nur über Abos und hat nach eigener Angabe über 15.000 zahlende Abonnenten. S Laut dem Newsletter Tiny Empires lag der Umsatz Ende 2024 bei 3,1 Millionen Dollar im Jahr. S

So kamen sie auf die Geschäftsidee
Der Entwickler Uku Täht startete Plausible 2018 als Einzelprojekt: eine Web-Analyse, die keine personenbezogenen Daten sammelt, ohne Cookies und ohne seitenübergreifendes Tracking auskommt. Die Nachfrage kam von Website-Betreibern, denen Google Analytics 4 zu kompliziert war und denen die DSGVO die Einwilligungsbanner erschwerte.
So fing es an
Täht teilte eine Beta auf Indie Hackers und warb öffentlich dafür. Etwa eineinhalb Jahre nach dem Start stand der Umsatz bei 400 Dollar im Monat und blieb dort mehrere Monate. S Täht suchte Hilfe beim Marketing, las Šarićs Blogbeitrag über Alternativen zu Google-Diensten und schrieb ihn per E-Mail an. Šarić, der Erfahrung im Marketing und mit einem eigenen Blog hatte, stieg ein. Etwa sechs Monate später machten sie den Code öffentlich, damit jeder prüfen kann, was die Software mit Daten macht.
So gewinnen sie Kunden
Ohne bezahlte Werbung und ohne Partnerprogramm. Šarić schrieb lehrreiche Beiträge, die Plausible erst am Ende erwähnen; anfangs kam darüber ein einziger Besucher am Tag von Google. Dazu kamen Hacker News, Indie Hackers, Sterne auf GitHub und Suchbegriffe wie „Google Analytics alternative“. Inzwischen kommen auch Empfehlungen über ChatGPT. Nach Einschätzung von Tiny Empires ist der dauerhafteste Kanal, dass die Gründer Umsatzmeilensteine und Entscheidungen offen teilen.
Ihre Preise
Abgerechnet wird nach Seitenaufrufen im Monat, von etwa 9 Dollar bis zu mehreren hundert Dollar im Monat; jeder Tarif enthält alle Funktionen. S Man kann den Code auch selbst hosten, die meisten Kunden zahlen aber für die gehostete Version.
Das ging schief
Die erste, sehr freie Open-Source-Lizenz erlaubte es anderen, den Code zu kopieren, umzubenennen und weiterzuverkaufen. Die Gründer wechselten deshalb zur Lizenz AGPL, nach der Kopien offen bleiben müssen. Manche neuen Funktionen gibt es seitdem nur in der gehosteten Version, um die Einnahmen zu sichern.
So schnell sind sie gewachsen
Langsam: Nach Tiny Empires dauerte es 324 Tage bis 400 Dollar Monatsumsatz, 2022 kam Plausible auf 1 Million Dollar Jahresumsatz und Ende 2024 auf 3,1 Millionen Dollar. S Das Kernteam umfasst elf Menschen, die meisten arbeiten vier Tage pro Woche. S
Ihr Rat
Šarić hält schnelleres Wachstum nur mit mehr Druck und Stress für möglich und verzichtet bewusst darauf. Nachhaltiger Erfolg brauche kein Investorengeld und keine Werbung, sondern eine klare Mission, konsequente Umsetzung und Geduld, bis Vertrauen entsteht.
Was du daraus mitnimmst
Für eine Analytics-Software aus dem deutschsprachigen Raum heißt das: Datenschutz als Kern des Produkts, offener Code als Vertrauensbeweis und Inhalte für Menschen, die schon nach einer Alternative suchen, können bezahlte Werbung ersetzen, wenn du mehrere Jahre Geduld mitbringst. E Die Zahlen sind Selbstauskünfte oder Angaben aus einem Newsletter und nicht unabhängig geprüft.

Quellen: Churnkey, Subscription Heroes #24: How Plausible Grew to $1M ARR Without Investors, Gespräch mit Marko Saric, veröffentlicht am 06.08.2025, gelesen am 30.10.2026. churnkey.co; Tiny Empires: Inside a Tiny Empire: Plausible Analytics, von Joshua Tiernan, 21.06.2026, gelesen am 30.10.2026. tinyempires.substack.com

Welche Beispiele für eine Analytics-Software gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz?

Das stärkste Beispiel aus Deutschland ist Pirsch von Marvin Blum und Daniel Schramm: eine Web-Analyse ohne Cookies, gebaut von einer unabhängigen Zwei-Personen-Firma, mit über 500 Kunden (pirsch.io, gelesen am 22.10.2026). S

Das Vorbild aus der EU ist Plausible aus Estland von Uku Täht und Marko Saric: seit 2018 am Markt, zehn Menschen im Team, keine Investoren (plausible.io, gelesen am 22.10.2026). S

  • etracker aus Hamburg ist ein alter Hase der Web-Analyse und wurde im Dezember 2025 von der JustRelate Group übernommen (onlinemarketing.de, 10.12.2025). S
  • 506 Data & Performance aus Linz wertet Kundendaten für Onlinehändler aus und sammelte im Februar 2022 eine Million Euro ein (Trending Topics, 31.03.2022). S
  • RCKit ist ein Dashboard für Berichte des Dienstes RevenueCat und erreichte nach vier Jahren 8.000 US-Dollar Monatsumsatz (eBiz Insider, 18.04.2025). S So klein und spitz darf die Nische sein.

Was musst du rechtlich bei einer Analytics-Software beachten?

Drei Datenschutzpunkte und die Gewerbeanmeldung werden einmal sauber aufgesetzt. Das Wichtigste: Wer auf dem Gerät der Besucher etwas speichert oder ausliest, braucht deren Einwilligung.

  • Gewerbe anmelden, bevor das erste Abo verkauft wird.
  • Einwilligung beim Tracking klären, wenn deine Software auf dem Gerät der Besucher etwas speichert oder ausliest.
  • Vertrag zur Auftragsverarbeitung mit jedem Kunden, denn du verarbeitest Daten in seinem Auftrag.
  • Server in der EU wählen und Dienstleister in Drittländern vermeiden oder absichern.
Die Details mit Paragrafen und Fristen

Einwilligung: Das Speichern von Informationen auf dem Endgerät oder der Zugriff darauf braucht eine Einwilligung, außer es ist für den gewünschten Dienst unbedingt erforderlich (§ 25 TDDDG, früher TTDSG, umbenannt am 14.05.2024). A Verstöße können nach § 28 TDDDG mit bis zu 300.000 Euro geahndet werden. A

Auftragsverarbeitung: Du verarbeitest personenbezogene Daten wie IP-Adressen im Auftrag deiner Kunden und brauchst mit jedem einen Vertrag nach Art. 28 DSGVO. A

Drittländer: Übermittlungen in Länder außerhalb der EU sind nur unter den Bedingungen der Art. 44 bis 49 DSGVO erlaubt A; die österreichische Datenschutzbehörde beanstandete deshalb am 22.12.2021 Google Analytics. A

Gewerbe: Der Betrieb einer Software im Abo ist ein Gewerbe, das beim Gewerbeamt angezeigt wird (§ 14 GewO). A

Österreich und Schweiz: In Österreich gelten DSGVO und eine vergleichbare Einwilligungsregel; in der Schweiz regeln Fernmeldegesetz und Datenschutzgesetz Cookies, der Datenschutzbeauftragte empfiehlt seit seinem Leitfaden vom 06.10.2025 eine einfache Ablehnung von Analyse-Cookies (Handelsverband.swiss, 09.07.2026). A

Keine Rechtsberatung: Lass Verträge und Pflichten einmal fachlich prüfen.

Für wen passt eine Analytics-Software für Unternehmen und für wen nicht?

Es passt zu Menschen, die gern Systeme bauen und Zahlen in klare Bilder übersetzen, etwa zum Visionären Architekten oder zum Detailverliebten Fachexperten, der eine Branche von innen kennt.

Lass es, wenn

  • du schnelles Geld im ersten halben Jahr brauchst,
  • du Datenschutz für lästige Bürokratie hältst, denn er ist hier dein Verkaufsargument,
  • du keine Zielgruppe kennst, deren Fragen du besser beantwortest als Google Analytics.

Welche Fragen stellen Menschen am häufigsten zur Analytics-Software für Unternehmen?

Braucht eine Web-Analyse ohne Cookies einen Cookie-Banner?

Wenn die Software Informationen auf dem Gerät speichert oder ausliest, greift die Einwilligungspflicht nach § 25 TDDDG. A Lass deine Technik einmal fachlich prüfen.

Was kostet eine datenschutzfreundliche Web-Analyse im Monat?

Kleine Tarife kosten 6 US-Dollar (Pirsch), 9 US-Dollar (Plausible) oder 10,80 Euro netto (etracker Basic), Stand 22.10.2026. S

Kann man mit Analytics-Software ohne Investoren Geld verdienen?

Ja, Plausible ist nach eigener Angabe ohne Investoren gewachsen und profitabel (plausible.io) S, brauchte aber mehrere Jahre bis zum Millionenumsatz.

Diese Geschäftsidee auf meine Situation anpassen →So machst du aus diesem Steckbrief in vier Schritten deine eigene Variante.

Welche Geschäftsideen ähneln der Analytics-Software für Unternehmen?

Simon Hubert, Gründer von x8
Über den Autor

Simon Hubert

Gründer von x8, Agenturgründer seit 2011

Simon Hubert hat 2011 seine erste Digitalagentur gegründet und betreut seitdem Websites, Sichtbarkeit und Abläufe für kleine und mittlere Betriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er hält einen Master in Business Informatics der Universität Mannheim und ist seit über 20 Jahren in Digitalisierung und IT unterwegs, mehrere Jahre davon in Großkonzernen. Mit x8 prüft er Geschäftsideen so, wie er es für sich selbst tun würde: mit belastbaren Zahlen, nachvollziehbaren Quellen und einer Rechnung, die du Schritt für Schritt selbst nachprüfen kannst.

Woher stammen die Zahlen auf dieser Seite?

Jede Zahl trägt ein Kennzeichen. Fährst du mit der Maus darüber, steht die Herkunft im Klartext. Was ich selbst gerechnet oder eingeschätzt habe, ist immer mit E markiert und im Text begründet.

A amtlich: Destatis, KfW-Register, Gesetzestexte, Gerichtsentscheidungen T Transaktionsdaten: Verkaufsplattformen wie Flippa, Empire Flippers oder Acquire.com, Zahlungsanbieter wie Stripe oder Steady S Selbstauskunft oder Befragung: Angaben von Anbietern, Interviews, Presse über Finanzierungen, KfW- und DIHK-Befragungen M Schätzung Dritter: Modellrechnungen und Prognosen von Instituten, etwa das IfM Bonn zur Nachfolge D Messung Dritter: Werkzeuge wie Ahrefs, Similarweb oder Profound E eigene Berechnung oder Einschätzung von Simon Hubert, Rechenweg und Annahmen stehen im Text
Quellen und Prüfstand: alle Angaben geprüft am 22. Oktober 2026
  1. Plausible Analytics: Startseite mit Preisen, Kundenzahl und Team, gelesen am 22.10.2026. plausible.io
  2. Krediidiraportid.ee: Plausible Insights OÜ, Registerdaten und Umsätze 2021 bis 2024, gelesen am 22.10.2026. ru.krediidiraportid.ee
  3. Churnkey, Subscription Heroes #24: Marko Saric, How Plausible Grew to $1M ARR Without Investors, 06.08.2025, gelesen am 22.10.2026. churnkey.co
  4. Pirsch Analytics: Startseite, gelesen am 22.10.2026. pirsch.io
  5. Pirsch Analytics: About us, gelesen am 22.10.2026. pirsch.io
  6. Pirsch Analytics: Pricing, gelesen am 22.10.2026. pirsch.io
  7. etracker: Preise, gelesen am 22.10.2026. etracker.com
  8. Matomo: Pricing, gelesen am 22.10.2026. matomo.org
  9. onlinemarketing.de: JustRelate Group übernimmt etracker, 10.12.2025, gelesen am 22.10.2026. onlinemarketing.de
  10. Trending Topics: Linzer Startup 506 sammelt sechsstellige FFG-Förderung ein, 31.03.2022, gelesen am 22.10.2026. trendingtopics.eu
  11. eBiz Insider Nr. 476: 4 Years to $8000 MRR With His Piggyback App (RCKit), 18.04.2025. goodreads.com
  12. Starter Story: TerrAvion, Luftbilder und Auswertungen für die Landwirtschaft, 05.11.2019, gelesen am 22.10.2026 (Unternehmen 2020 eingestellt). starterstory.com
  13. Destatis: Pressemitteilung Nr. 416, Jedes zweite Unternehmen nutzt kostenpflichtige Cloud-Services, 24.11.2025, gelesen am 22.10.2026. destatis.de
  14. Hetzner: Cloud-Server, Preise, gelesen am 22.10.2026. hetzner.com
  15. Stripe: Preise Deutschland, gelesen am 22.10.2026. stripe.com
  16. Dr. Datenschutz: Cookies und Datenschutz zwischen TDDDG und DSGVO, 11.06.2024, gelesen am 22.10.2026. dr-datenschutz.de
  17. IT-Recht Kanzlei: Datenschutzbehörde Österreich erklärt Google Analytics für datenschutzwidrig, 14.01.2022, gelesen am 22.10.2026. it-recht-kanzlei.de
  18. Handelsverband.swiss: Cookie-Banner in der Schweiz, 09.07.2026, gelesen am 22.10.2026. handelsverband.swiss
  19. Gesetzestexte: § 25 und § 28 TDDDG. gesetze-im-internet.de
  20. Gesetzestexte: Art. 28 und Art. 44 DSGVO. dsgvo-gesetz.de
  21. Gesetzestext: § 14 GewO. gesetze-im-internet.de
  22. KfW Research: KfW-Gründungsmonitor 2025, Juni 2025. kfw.de
  23. Destatis: Pressemitteilung Nr. 085, 13.03.2026. destatis.de
  24. Destatis: Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2025. destatis.de
  25. Tiny Empires: Inside a Tiny Empire: Plausible Analytics, von Joshua Tiernan, 21.06.2026, gelesen am 30.10.2026. tinyempires.substack.com

Änderungsprotokoll: 22. Oktober 2026 Erstfassung.