x8-Steckbrief

WordPress-Plugin kaufen und weiterentwickeln: bis zu 5.000 € im Monat mit Lizenzen und Pro-Versionen

bis 5.000 € Lizenzumsatz im Monat nach einem Jahr Eab 5.000 € Startkapital1 bis 3 Monate bis zum ersten Euro11 bis 20 Std. pro Woche39,5 % aller Websites laufen mit WordPress

Buchstaben hinter Zahlen zeigen die Herkunft: A amtlich · S Selbstauskunft · E meine Einschätzung. Alle Kennzeichen erklärt.

Lesezeit 12 MinutenVon Simon Hubert, Gründer von x8Stand

Dienstagmorgen, kurz nach sieben, in einer Altbauwohnung in Freiburg. Ein Entwickler liest die Bewertungen eines kleinen Buchungs-Plugins: lauter fünf Sterne, aber das letzte Update ist acht Monate alt.

Bei diesem Geschäftsmodell kaufst du ein WordPress-Plugin, also eine Erweiterung für das Website-System WordPress, mit aktiven Installationen und zahlenden Kunden. Du pflegst es und verdienst an Jahreslizenzen; Easy Content Types wechselte 2016 für 15.000 US-Dollar den Besitzer, rund das 1,5-Fache des Jahresumsatzes. S

WordPress läuft auf 39,5 Prozent aller Websites D, im Verzeichnis liegen über 77.000 kostenlose Plugins. S Viele gehören Menschen ohne Zeit für die Pflege. Wie du ein gutes findest, liest du hier.

Kurz gesagt: Bei dem Geschäftsmodell „WordPress-Plugin kaufen und weiterentwickeln“ erwirbst du eine fertige Erweiterung für WordPress mit aktiven Installationen und zahlenden Kunden, etwa über Flippa, Acquire.com oder direkt beim Entwickler. Du hältst den Code aktuell, baust die Pro-Version aus und verdienst an jährlichen Lizenzverlängerungen.

Was bedeutet es, ein WordPress-Plugin zu kaufen und weiterzuentwickeln, und wie funktioniert das Geschäftsmodell?

Der Kauf eines WordPress-Plugins ist die Übernahme einer Software-Erweiterung samt Code, Namen, Website und Kundenliste. Du verdienst an Pro-Versionen, die Kunden meist als Jahreslizenz bezahlen, und an deren Verlängerung.

Üblich ist das Freemium-Modell: Eine Gratisversion im Verzeichnis auf WordPress.org bringt Nutzer, die Pro-Version verkaufst du auf der eigenen Website. Günstig wird ein Kauf meist, wenn der Gründer Updates und Vertrieb vernachlässigt hat. Den Code ändert heute oft eine KI wie Claude mit, Texte und Bilder liefern Freelancer oder Adobe Firefly und Co.

Lohnende Kaufkandidaten sind nach meiner Einschätzung E etwa ein Plugin, das für Schornsteinfeger-Betriebe Kehrtermine als Online-Buchung zeigt, oder eines, das für mobile Tierphysiotherapeuten Hausbesuche nach Postleitzahl bündelt. Ebenso passen eine WooCommerce-Erweiterung, die für Weingüter Allergene und Alkoholgehalt korrekt ausgibt, und ein Plugin für Vereinsbeiträge per Lastschrift. Die ersten drei sind Hypernischen, also sehr kleine Gruppen mit einer Pflichtaufgabe, die regelmäßig wiederkommt.

Ablauf: Ein WordPress-Plugin mit Gratisversion und zahlenden Lizenzkunden wird gekauft. Der Käufer prüft Code und Zahlen, baut die Pro-Version aus und liefert Updates und Support. Ergebnisse: neue Lizenzen, Verlängerungen und Hilfe für Nutzer im Forum. So wächst das gekaufte Plugin 🧩 Plugin mit Lizenzkunden Dein Teil Code und Zahlen prüfen Pro-Version ausbauen Updates und Support Neue Pro-Lizenzen Verlängerungen Hilfe im Forum Gratisversion bringt Nutzer, Pro-Version bringt Geld.
Wer pünktlich Updates liefert, behält seine Lizenzkunden.

Welchen Umsatz kannst du mit einem gekauften WordPress-Plugin realistisch erreichen?

Pro Kunde zahlt man für eine Pro-Version meist eine Jahreslizenz, bei kleinen Nischen-Plugins nach meiner Einschätzung 49 bis 99 Euro. E Freemius behält davon 6,1 Prozent plus 50 Cent. S

Als realistisches Ziel nach dem ersten Jahr rechne ich mit 1.000 bis 5.000 Euro Lizenzumsatz im Monat, wenn du allein ein Plugin betreibst. E Mehr geht meist nur mit mehreren Plugins im Paket. Was Käufer zahlen, zeigt die Skala:

Preisskala Kaufpreis als Vielfaches des Jahresumsatzes: Easy Content Types 2016 rund 1,5-fach (Post Status, 12.01.2016), Durchschnitt kleiner Software auf Acquire.com 2,6-fach (beancount.io, 16.09.2026), Paket aus vier WooCommerce-Plugins auf Flippa 3,1-fach (Angebot auf Flippa, gelesen am 30.10.2026). Kaufpreis je Jahresumsatz 0 x 1 x 2 x 3 x 4 x Plugin 2016rund 1,5 x Acquire Ø2,6 x Woo-Paket3,1 x Einzelne Plugins kaufst du links ein Quellen: Post Status, beancount.io, Flippa
Ein einzelnes Plugin ist meist günstiger als ein Paket mit festen Kunden.

Ein Beleg von Flippa: Vier WooCommerce-Plugins brachten 46.950 US-Dollar Umsatz in zwölf Monaten. T Beim angezeigten 3,1-Fachen wären das rund 145.000 US-Dollar. E

Eigene Berechnung von Simon Hubert: Gekauft wird ein Plugin mit 1.000 Euro Monatsumsatz für das 2,6-Fache des Jahresumsatzes, rund 31.000 Euro. Nach einem Jahr zahlen 450 Kunden je 80 Euro Jahreslizenz, also 3.000 Euro im Monat. Freelancer für Support und Entwicklung rund 500 Euro, Verkaufsgebühren, Hosting und Werkzeuge rund 250 Euro. Es bleiben etwa 2.250 Euro vor Steuern und Tilgung. Rechenweg pro Monat nach einem Jahr 3.000 € Lizenzumsatz minus 500 € Freelancer minus 250 € Gebühren, Hosting ≈ 2.250 € bleiben vor Steuern, Tilgung Eigene Berechnung (Simon Hubert), 450 Jahreslizenzen zu 80 €, Kauf für rund 31.000 €
Bei 2,6 x wären 36.000 € Jahresumsatz beim Verkauf rund 93.600 € wert.

Das heißt für dich: Die Verlängerungen tragen das Geschäft, ohne sie verkaufst du jedes Jahr von vorn.

Welche Fähigkeiten solltest du initial lernen, um ein gekauftes WordPress-Plugin erfolgreich zu führen?

Am wichtigsten ist der Blick vor dem Kauf: Ist der Code sauber, und verlängern Kunden ihre Lizenz? Das Programmieren übernimmt zu großen Teilen die KI.

Balken = so wichtig ist die Fähigkeit für den Erfolgbraucht Erfahrungschnell lernbar
Code und Sicherheit beurteilen90 %
Lücken und veraltete Funktionen erkennen (KI markiert Risiken im Code). Lernzeit: Monate
Support mit Geduld85 %
Fragen schnell und freundlich lösen (KI entwirft Antworten). Lernzeit: Wochen
Preise und Lizenzen gestalten75 %
Tarife nach Anzahl der Websites bauen (KI rechnet Varianten durch). Lernzeit: Wochen
Marketing im WordPress-Umfeld65 %
Anleitungen und Kontakte zu Agenturen (KI schreibt Entwürfe). Lernzeit: Wochen
PHP programmieren (das macht die KI)35 %
Änderungen freigeben, den Code schreibt die KI. Lernzeit: wenige Wochen

Meine Einschätzung E: 100 % hieße, ohne diese Fähigkeit geht es nicht.

Welche Eckdaten hat der Kauf eines WordPress-Plugins?

Datenbox
Klasse und ModelltypK5 Übernahme digital · Übernahme digitaler Assets
ThemenfeldKI, Technik und Entwickler-Tools
Startkapital5.000 bis 50.000 Euro E
Zeit bis zum ersten Euro1 bis 3 Monate inklusive Prüfung E
Wochenstunden11 bis 20 E
Zulassungshürdefrei; Gewerbeanzeige, siehe Abschnitt Recht
Reichweite nötig3 von 5: Gratisversion bringt Nutzer
Passiv-Grad3 von 5: Updates und Support bleiben dauerhaft
Umsatzklasse1.000 bis 5.000 Euro Lizenzumsatz im Monat nach einem Jahr, allein E
Wettbewerbhoch
KI-Hebel4 von 5
Sinn-Faktor2 von 5
Passt zu den GründertypenVisionärer Architekt
Wirtschaftszweig (WZ 2025)58.29 Verlegen von sonstiger Software. E WZ 2025 ist die amtliche Klassifikation der Wirtschaftszweige (Destatis), nach der dein Gewerbe eingeordnet wird.
Darf ich das führen?ja, keine Zulassung nötig; Gewerbeanzeige A
Personal geht mit übermeist keins; Verträge mit Entwicklern und Support-Freelancern prüfen E
Kaufpreisbandrund 1,5- bis 3-facher Jahresumsatz S
Typischer Finanzierungswegmeist Eigenkapital, Zahlung über Treuhanddienst E
Arbeitslast im ersten Jahr11 bis 20 Stunden pro Woche E

Datenlücke: Kaufpreise für Plugins aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz habe ich nicht gefunden; auch bei BackWPup blieb der Preis geheim. Die Vielfachen stammen von internationalen Marktplätzen.

Was kostet der Start und wie viel Zeit brauchst du?

Der größte Posten ist der Kaufpreis, insgesamt rechne ich mit 5.000 bis 50.000 Euro. E Für Suche, Prüfung und Übergabe planst du ein bis drei Monate ein.

BausteinWas es kostet
Kaufpreisbei 1.000 Euro Monatsumsatz und 2,6 x rund 31.000 Euro E
LizenzverkaufFreemius 3,8 Prozent plus 0,50 US-Dollar je Zahlung, für WordPress-Produkte plus 2,3 Prozent (gelesen am 30.10.2026) S
Alternative mit eigenem ShopEasy Digital Downloads Professional mit Lizenzverwaltung 299,50 US-Dollar im ersten Jahr, danach 599 US-Dollar (gelesen am 30.10.2026) S
Hosting der Plugin-WebsiteALL-INKL Premium 9,95 Euro im Monat (all-inkl.com, gelesen am 29.10.2026) S

Wie kaufst du ein WordPress-Plugin und entwickelst es Schritt für Schritt weiter?

Du beginnst mit einer Branche, deren Websites du kennst, und einem festen Budget. Zwei Wochen lang liest du Anzeigen und Support-Foren, ohne zu kaufen.

  1. Nische festlegen. Eine Berufsgruppe oder Shop-Art wählen, deren Abläufe du verstehst.
  2. Kandidaten prüfen. Verkaufszahlen, Verlängerungsquote, offene Support-Fragen und Code ansehen.
  3. Rechtliches vorbereiten. Die vier Punkte aus dem Abschnitt Recht: Gewerbe, Rechte, Kundendaten, Kündigungsknopf.
  4. Zugänge übernehmen. Verzeichnis-Eintrag, Website, Lizenzsystem und Zahlungskonto umstellen, Nutzer offen informieren.
  5. Erstes Update liefern. Kompatibilität mit WordPress sichern, offene Fehler schließen, gefragte Funktionen ausbauen.
  6. Verlängerungen sichern. Erinnerungsmails vor Ablauf der Lizenz und ein klares Änderungsprotokoll einrichten.

Wie findest du neue Kunden für dein gekauftes WordPress-Plugin?

Am schnellsten über die Gratisversion: Bei Site Alert war das kostenlose Plugin im Verzeichnis der wichtigste Kanal für neue Kunden. S Gekauft wird die Pro-Version, wenn sie ein lästiges Problem sofort löst (Pain-Fokus).

Laut W3Techs, Messung vom 29.10.2026, läuft WordPress auf 39,5 Prozent aller Websites. Unter den Websites mit bekanntem Content-Management-System hat WordPress einen Anteil von 58,3 Prozent. 39,5 % aller Websites weltweit laufen mit WordPress. 58,3 % aller Websites mit bekanntem CMS. Gemessen am 29.10.2026. W3Techs, Messung vom 29.10.2026
Der Markt ist riesig, aber dein Plugin braucht nur eine kleine, zufriedene Ecke davon.

Gute Kanäle sind Anleitungen auf der eigenen Website, Agenturen und Fachgruppen der Zielbranche. Kaufkandidaten gibt es auch abseits der Marktplätze: In der IT-Branche kommen auf einen Übernahme-Interessenten 1,9 Betriebe mit Nachfolgewunsch (DIHK-Report 2025). S

Welche Tools und KI-Werkzeuge helfen bei einem gekauften WordPress-Plugin?

Unverzichtbar sind eine KI, die fremden PHP-Code erklärt, und ein Lizenzsystem, das Verlängerungen automatisch abrechnet.

KI fürs ProgrammierenClaude oder ein vergleichbares Modell erklärt den Code und schreibt Updates
Lizenz und VerkaufFreemius als Händler mit Steuerabwicklung oder Easy Digital Downloads im eigenen Shop
Testumgebungeine WordPress-Kopie, in der jedes Update vorab läuft
Kauf und VerkaufFlippa, Acquire.com und nexxt-change, Zahlung per Treuhanddienst

Welche Risiken hat der Kauf eines WordPress-Plugins?

Das größte Risiko: Ein Update von WordPress oder WooCommerce legt dein Plugin lahm, und viele Websites zeigen Fehler. E Dagegen helfen eine Testumgebung und feste Update-Termine.

Vertrauen beim Wechsel

Als Awesome Motive 2016 ein Analytics-Plugin von Yoast übernahm und umbenannte, fürchteten manche Nutzer einen Angriff (Post Status, 15.04.2016). S
Gegenmittel: Wechsel ankündigen, Namen erst später ändern.

Regeln des Verzeichnisses

Gesperrte Gratisfunktionen und Kontakt zu fremden Servern ohne Zustimmung sind verboten (Richtlinien 5 und 7). S
Gegenmittel: Vor dem Kauf auf Regelverstöße prüfen.

Code darf jeder kopieren

Plugins stehen als abgeleitete Werke unter der GPL, einer offenen Lizenz. S
Gegenmittel: Mit Support, Updates und Marke punkten, nicht mit dem Code.

Wachstum ist keine Garantie

Site Alert wuchs nach dem Kauf 2021 um 51 Prozent und wurde 2023 trotzdem eingestellt. S
Gegenmittel: Kaufpreis in zwei bis drei Jahren zurückverdienen.
Ergebnisstreuung4 von 5: wie weit Erfolg und Misserfolg auseinanderliegen
Regulatorik2 von 5
Inhaberabhängigkeit3 von 5, Support und Updates hängen an dir
Wiederkehrender Umsatz50 bis 80 Prozent über Lizenzverlängerungen E
KI-Expositionplus 1, KI hilft bei Updates, senkt aber die Hürde für Nachbauten E
Kanalabhängigkeit3 von 4

Fortbestand: Von Gründungen mit Startkapital von 5.000 bis 50.000 Euro sind nach fünf Jahren 68 Prozent aktiv (KfW-Gründungsmonitor 2025). S 2025 gab es 69 Unternehmensinsolvenzen je 10.000 Unternehmen (Destatis, 13.03.2026). A

Praxisbeispiel: Wie Trevor Ewen und Nicholas Evans ein Werkzeug samt WordPress-Plugin kauften

Ein ähnlicher Fall: Site Alert ist ein Überwachungsdienst im Abo, der auf einem kostenlosen WordPress-Plugin aufsetzt, kein reines Plugin mit Pro-Lizenz. Gleich sind der Kauf von einem einzelnen Entwickler, die Kundengewinnung über das Plugin-Verzeichnis und die Abhängigkeit von WordPress.

Im Interview mit Starter Story erzählen Trevor Ewen und Nicholas Evans aus Minneapolis, wie ihre Firma Southport Ventures im April 2021 das Werkzeug Site Alert kaufte. Es prüft für kleine Unternehmen mit einer bis 50 Websites Ausfälle, kaputte Links und Ladezeiten. Seit dem Kauf sei der Umsatz um 51 Prozent gewachsen, die Nettomarge liege über 50 Prozent. S

So kamen sie auf die Geschäftsidee
Ewen ist Software-Entwickler, Evans kommt aus dem Produktmanagement; Anfang 2021 gründeten sie Southport Ventures, um profitable kleine Software zu kaufen. An Site Alert gefielen ihnen die Kennzahlen, die Kunden und die Qualität des Codes, dazu der geringe Pflegeaufwand.
So fing es an
Den Gründer Frank Corso trafen sie über das Netzwerk MicroAcquire, in dem Gründer ihre Produkte anbieten. Corso wollte vor allem Zeit für neue Projekte; vereinbart wurden ein schneller Kauf der Vermögenswerte, ein fairer Preis und ein klarer Schnitt beim Kundenkontakt. Den Kaufpreis nennen sie nicht.
So gewinnen sie Kunden
Der wichtigste Kanal ist das kostenlose Plugin „My WP Health Check“ mit 285 Fünf-Sterne-Bewertungen und über 239.000 Downloads. S Dazu kamen Kunden aus ihrer eigenen Softwarefirma und später Google-Anzeigen für Hoster ohne WordPress.
Ihre größte Hürde
Die Abhängigkeit von WordPress als einziger Plattform. Bezahlte Anzeigen nennen sie ein schwieriges Spiel, gute organische Nutzer seien kaum zu schlagen.
Diese Werkzeuge nutzen sie
Amazon Lightsail für die Server, WordPress, Stripe für Zahlungen, ProfitWell für Kennzahlen, FullStory für das Nutzerverhalten und ConvertKit für E-Mails.
So schnell sind sie gewachsen
Plus 51 Prozent Umsatz im ersten Jahr nach dem Kauf, als Ziel nannten sie 50 Prozent Wachstum pro Jahr. S Starter Story zeigt 600 US-Dollar Umsatz im Monat und vermerkt, dass das Geschäft 2023 eingestellt wurde. S
Ihr Rat
Ein Kauf ist ein guter Weg, ein Unternehmen zu starten, weil man Ideen von Menschen übernimmt, die weiterziehen. Wer einen Verkäufer mit nicht nur finanziellen Zielen findet, kann ihm einen angenehmen Ausstieg bieten.
Was du daraus mitnimmst
Für dich in Deutschland heißt das: Das kostenlose Plugin im Verzeichnis ist oft mehr wert als jede Anzeige, und ein Kauf von einem müden Einzelentwickler kann günstig sein. E Wachstum nach dem Kauf schützt aber nicht vor dem Aus. Die Zahlen sind Selbstauskünfte und nicht unabhängig geprüft; Kaufpreis und Grund für die Einstellung sind unbekannt.

Zur Quellenlage: Die Quellenlage ist dünn: Die Käufer nennen weder Kaufpreis noch Umsatz in Dollar, nur das Wachstum in Prozent. Starter Story zeigt 600 US-Dollar im Monat und vermerkt das Ende des Geschäfts 2023, das Interview vom März 2022 klingt dagegen zuversichtlich. Den Grund für die Einstellung habe ich nicht gefunden.

Quelle: Starter Story: How We Acquired A WordPress Plugin And Grew Revenue 50%, 10.03.2022, gelesen am 30.10.2026. starterstory.com

Welche Beispiele für gekaufte WordPress-Plugins gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz?

Das stärkste Beispiel ist BackWPup: Daniel Hüsken schrieb das Backup-Plugin 2009 neben seinem Job und gab es an die Agentur Inpsyde ab, als die Arbeit zu viel wurde (Syde, 15.06.2020). S Im Jahr 2023 verkaufte Inpsyde es samt zwei weiteren Plugins mit zusammen über 1,1 Millionen Installationen an group.one (WP Tavern, 16.08.2023). S

  • TeamUpdraft aus Großbritannien kauft gezielt Plugins, darunter WP-Optimize 2018, heute mit über einer Million aktiven Installationen (teamupdraft.com, gelesen am 30.10.2026). S
  • Easy Content Types ging 2016 für 15.000 US-Dollar an CodeInWP, rund das 1,5-Fache des Jahresumsatzes (Post Status, 12.01.2016). S
  • Site Alert kauften Trevor Ewen und Nicholas Evans 2021, ausführlich im Praxisbeispiel oben.

Was musst du rechtlich beim Kauf eines WordPress-Plugins beachten?

Vier Dinge prüfst du vor der Unterschrift. Am wichtigsten: Rechte an Code, Namen und Kundendaten müssen sauber auf dich übergehen.

  • Gewerbe anzeigen beim Gewerbeamt.
  • Rechte sichern an Code, Name, Domain und Logo, auch für Teile von Freelancern.
  • Kundendaten richtig übernehmen, bei laufenden Verträgen mit Zustimmung.
  • Kündigungsknopf einbauen, wenn sich Lizenzen für Verbraucher automatisch verlängern.
Die Details mit Paragrafen und Fristen

Gewerbe: Wer Software-Lizenzen verkauft, zeigt den Beginn beim Gewerbeamt an (§ 14 Abs. 1 GewO). A Ob Teile freiberuflich sein können, musst du gegebenenfalls mit deinem Steuerberater abklären.

Rechte am Code und GPL: Computerprogramme sind urheberrechtlich geschützt (§ 69a UrhG); Nutzungsrechte gehen ohne Zustimmung der Urheber nur mit dem Unternehmen oder einem Teil davon über (§ 34 Abs. 3 UrhG). A

Kundendaten: Laut Datenschutzkonferenz (Beschluss vom 24.05.2019) dürfen Daten früherer Kunden der letzten drei Jahre mit sechs Wochen Widerspruchsfrist übergehen, laufende Verträge nur mit Zustimmung (CMS, 19.07.2019). A

Automatische Verlängerung: Wer Verbrauchern online Verträge mit automatischer Verlängerung verkauft, braucht eine Kündigungsschaltfläche nach § 312k BGB. A Für Österreich und die Schweiz musst du den Stand gegebenenfalls zum Start abklären.

Keine Rechtsberatung: Lass Verträge und Pflichten einmal fachlich prüfen.

Für wen passt der Kauf eines WordPress-Plugins und für wen nicht?

Es passt zum visionären Architekten, der ein Produkt sauber weiterbaut, und zum pragmatischen Macher, der Preise, Support und Updates ordnet. Gut ist es für Menschen, die WordPress aus Agentur oder Shop kennen.

Lass es, wenn

  • du keine Lust auf wöchentliche Fragen im Support-Forum hast,
  • dich stört, dass jeder deinen Code kopieren darf,
  • du den Kaufpreis brauchst, falls ein WordPress-Update dein Plugin wochenlang ausbremst.

Welche Fragen stellen Menschen am häufigsten zum Kauf eines WordPress-Plugins?

Darf man ein WordPress-Plugin verkaufen, obwohl es unter der GPL steht?

Ja. Die GPL verlangt offenen Code, verbietet aber keinen Preis. S Verkauft werden vor allem Updates, Support und Lizenzschlüssel.

Was kostet ein WordPress-Plugin beim Kauf?

In den Fällen, die ich gefunden habe, das 1,5- bis 3,1-Fache des Jahresumsatzes S; kleine Software auf Acquire.com kostet im Schnitt das 2,6-Fache. S

Wo findet man WordPress-Plugins zum Kauf?

Auf Flippa, Acquire.com und nexxt-change oder per direkter Anfrage bei Entwicklern, deren Plugin lange kein Update bekam. E

Welche Geschäftsideen ähneln dem Kauf eines WordPress-Plugins?

Simon Hubert, Gründer von x8
Über den Autor

Simon Hubert

Gründer von x8, Agenturgründer seit 2011

Simon Hubert hat 2011 seine erste Digitalagentur gegründet und betreut seitdem Websites, Sichtbarkeit und Abläufe für kleine und mittlere Betriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er hält einen Master in Business Informatics der Universität Mannheim und ist seit über 20 Jahren in Digitalisierung und IT unterwegs, mehrere Jahre davon in Großkonzernen. Mit x8 prüft er Geschäftsideen so, wie er es für sich selbst tun würde: mit belastbaren Zahlen, nachvollziehbaren Quellen und einer Rechnung, die du Schritt für Schritt selbst nachprüfen kannst.

Woher stammen die Zahlen auf dieser Seite?

Jede Zahl trägt ein Kennzeichen. Fährst du mit der Maus darüber, steht die Herkunft im Klartext. Was ich selbst gerechnet oder eingeschätzt habe, ist immer mit E markiert und im Text begründet.

A amtlich: Destatis, KfW-Register, Gesetzestexte, Gerichtsentscheidungen T Transaktionsdaten: Verkaufsplattformen wie Flippa, Empire Flippers oder Acquire.com, Zahlungsanbieter wie Stripe oder Steady S Selbstauskunft oder Befragung: Angaben von Anbietern, Interviews, Presse über Finanzierungen, KfW- und DIHK-Befragungen M Schätzung Dritter: Modellrechnungen und Prognosen von Instituten, etwa das IfM Bonn zur Nachfolge D Messung Dritter: Werkzeuge wie Ahrefs, Similarweb oder Profound E eigene Berechnung oder Einschätzung von Simon Hubert, Rechenweg und Annahmen stehen im Text
Quellen und Prüfstand: alle Angaben geprüft am 30. Oktober 2026
  1. Starter Story: How We Acquired A WordPress Plugin And Grew Revenue 50% (Site Alert), 10.03.2022, gelesen am 30.10.2026. starterstory.com
  2. Post Status: Easy Content Types sold for $15,000, 12.01.2016, gelesen am 30.10.2026. poststatus.com
  3. Post Status: Yoast Google Analytics plugin acquired by Awesome Motive, 15.04.2016, gelesen am 30.10.2026. poststatus.com
  4. Flippa: Established WooCommerce plugin business with a $47,500 yearly revenue, Angebot beendet, gelesen am 30.10.2026. flippa.com
  5. beancount.io: Bootstrapped SaaS Valuation Multiples 2026, 11.07.2026, aktualisiert 16.09.2026, gelesen am 30.10.2026. beancount.io
  6. W3Techs: Usage statistics of WordPress, Stand 29.10.2026, gelesen am 30.10.2026. w3techs.com
  7. WordPress.org: Plugin-Verzeichnis, gelesen am 30.10.2026. wordpress.org
  8. WordPress.org: License, gelesen am 30.10.2026. wordpress.org
  9. WordPress Developer Resources: Detailed Plugin Guidelines, gelesen am 30.10.2026. developer.wordpress.org
  10. Freemius: Pricing, gelesen am 30.10.2026. freemius.com
  11. Easy Digital Downloads: Pricing, gelesen am 30.10.2026. easydigitaldownloads.com
  12. ALL-INKL.COM: Tarife Privat, Privat+ und Premium, gelesen am 29.10.2026. all-inkl.com
  13. Syde: The story of BackWPup, 15.06.2020, gelesen am 30.10.2026. syde.com
  14. WP Tavern: group.one Acquires BackWPup, Adminimize, and Search & Replace Plugins, 16.08.2023, gelesen am 30.10.2026. wptavern.com
  15. TeamUpdraft: Mergers and acquisitions, gelesen am 30.10.2026. teamupdraft.com
  16. vendidero: Germanized, gelesen am 30.10.2026. vendidero.de
  17. DIHK: Unternehmensnachfolge-Report 2025, 21.07.2025, aktualisiert 14.10.2026, gelesen am 30.10.2026. dihk.de
  18. CMS Hasche Sigle: Datenschutzkonferenz, Umgang mit Daten bei Asset Deals, 19.07.2019, gelesen am 30.10.2026. cms.law
  19. Destatis: Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2025. destatis.de

Änderungsprotokoll: 30. Oktober 2026 Erstfassung.