x8-Steckbrief

Entwöhnungs-App im Abo: bis zu 5.000 € im Monat mit einer App, die beim Aufhören begleitet

bis 5.000 € Abo-Umsatz im Monat nach einem Jahr Eab 500 € Startkapital1 bis 3 Monate bis zum ersten Euro11 bis 20 Std. pro Woche19,1 % der Menschen ab 15 rauchen (2025)

Buchstaben hinter Zahlen zeigen die Herkunft: A amtlich · S Selbstauskunft · E meine Einschätzung. Alle Kennzeichen erklärt.

Lesezeit 11 MinutenVon Simon Hubert, Gründer von x8Stand

Freitagabend, kurz vor Mitternacht, in einer WG-Küche in Graz. Ein Student legt seine E-Zigarette auf den Tisch, tippt in einer Zähl-App auf den großen Knopf und sieht, dass es heute doppelt so viele Züge waren wie am Montag.

Bei diesem Geschäftsmodell baust du eine App, die Menschen beim Aufhören mit einer Gewohnheit begleitet, etwa Vapen, Rauchen oder Sportwetten, und verdienst über Abos. In Deutschland rauchen 19,1 Prozent der Menschen ab 15 Jahren zumindest gelegentlich. A

Die Spannung: Der Gründer Steven Cravotta kam mit einer simplen Zähl-App gegen das Vapen auf über 40.000 US-Dollar Umsatz im Monat S, während die deutsche Krankenkassen-App für denselben Zweck eine Studie mit 661 Teilnehmenden brauchte. Wo die Grenze zwischen Lifestyle-App und Medizinprodukt liegt, liest du hier.

Kurz gesagt: Bei dem Geschäftsmodell Entwöhnungs-App im Abo entwickelst du eine App, die Menschen beim Aufhören mit Vapen, Rauchen oder einer anderen Gewohnheit unterstützt, mit Zähler, Plänen, Erinnerungen und Community. Geld verdienst du über Monats- oder Jahresabos; Heilversprechen vermeidest du, solange die App kein zugelassenes Medizinprodukt ist.

Was ist eine Entwöhnungs-App im Abo und wie funktioniert das Geschäftsmodell?

Eine Entwöhnungs-App im Abo ist eine Anwendung für das Handy, die Menschen hilft, eine Gewohnheit wie Rauchen oder Vapen zu reduzieren oder ganz zu beenden. Sie verdient an Abos, die Pläne, Statistiken und Begleitung freischalten.

Der Kern ist oft schlicht: zählen, Ziele setzen, Rückfälle sichtbar machen und Erfolge feiern. Puff Count zählt jeden Zug an der E-Zigarette, erfasst die Nikotinmenge und erkennt Auslöser. S Die App baust du heute mit Hilfe einer KI wie Claude; Texte und Bilder kaufst du bei Freelancern ein oder erstellst sie mit Adobe Firefly und Co. Wichtig ist die Grenze: Eine App, die eine Sucht behandeln soll, kann ein Medizinprodukt sein.

Lohnende Nischen sind nach meiner Einschätzung E etwa eine Snus-Ausstiegs-App für Amateur-Eishockeyspieler mit Teamwertung oder eine App für Lkw-Fahrer im Nachtdienst, die Energy-Drinks zählt und Pausen plant. Ebenso eine Sportwetten-Pause für junge Männer, die an Spieltagen gezielt erinnert, und ein Zucker-Zähler für Büroteams mit gemeinsamer Fastenwoche. Die ersten beiden sind Hypernischen, also kleine Gruppen mit einer Gewohnheit, die jeden Tag wiederkommt.

Ablauf: Ein Mensch will mit einer Gewohnheit aufhören und lädt die App. Der Gründer liefert Zähler, Plan und Community. Ergebnisse: weniger Konsum, ein laufendes Abo und bei Bedarf der Hinweis auf professionelle Hilfe. So begleitet die App beim Aufhören 🚭 Mensch will aufhören mit einer Gewohnheit Dein Teil Zähler und Ziele Plan und Erinnerung Community Weniger Konsum Laufendes Abo Hinweis auf Beratung Die App ersetzt keine Therapie, sie macht das Verhalten sichtbar.
Je sichtbarer der Fortschritt, desto eher bleibt ein Mensch beim Abo.

Welchen Umsatz kannst du mit einer Entwöhnungs-App im Abo realistisch erreichen?

Pro Nutzer zahlen Menschen bei Verbraucher-Apps meist einige Euro im Monat, bei zugelassenen Gesundheits-Apps deutlich mehr: Die NichtraucherHelden-App kostet Selbstzahler 211 Euro für zwölf Wochen. S

Als realistisches Ziel nach dem ersten Jahr rechne ich mit 1.000 bis 5.000 Euro Abo-Umsatz im Monat, wenn du allein eine Verbraucher-App betreibst. E Was Programme zum Rauchstopp in Deutschland kosten, zeigt die Skala:

Preisskala Preis für etwa drei Monate: NichtraucherHelden als Krankenkassen-App im Folgequartal 119,99 Euro und im ersten Quartal 329 Euro (Pharmazeutische Zeitung, 14.12.2022), für Selbstzahler 211 Euro für zwölf Wochen (psychenet, Juni 2024). Preis für drei Monate 0 € 90 € 180 € 270 € 360 € Folgequartal119,99 € Selbstzahler211 € Erstes Quartal329 € Verbraucher-Apps liegen weit darunter Quellen: Pharmazeutische Zeitung, psychenet
Die Krankenkasse zahlt nur für geprüfte Apps; deine Verbraucher-App muss mit einem Bruchteil auskommen.

Steven Cravotta nannte für Puff Count über 40.000 US-Dollar im Monat (Starter Story, 24.09.2024) und vor dem Verkauf 44.000 US-Dollar. S Seine Preise sind nicht veröffentlicht.

Eigene Berechnung von Simon Hubert: 450 Abos zu 8,99 Euro ergeben rund 4.050 Euro im Monat. Umsatzsteuer und 15 Prozent Store-Anteil kosten rund 1.160 Euro, Kurzvideos, Freelancer und Werkzeuge rund 400 Euro. Es bleiben etwa 2.490 Euro vor Einkommensteuer. Rechenweg pro Monat nach einem Jahr 4.050 € 450 Abos à 8,99 € minus 1.160 € Umsatzsteuer, Store minus 400 € Videos, Werkzeuge ≈ 2.490 € bleiben vor Steuern Eigene Berechnung (Simon Hubert), 450 zahlende Nutzer, Apple Small Business Program
Wer erfolgreich aufhört, kündigt; neue Nutzer müssen laufend nachkommen.

Das heißt für dich: Der Umsatz entsteht aus Reichweite, nicht aus dem Preis, weil gerade erfolgreiche Nutzer wieder gehen.

Welche Fähigkeiten solltest du initial lernen, um eine Entwöhnungs-App im Abo erfolgreich zu führen?

Am wichtigsten ist, Trends zu erkennen und die Zielgruppe mit Kurzvideos zu erreichen. Die App selbst baut heute zu großen Teilen die KI.

Balken = so wichtig ist die Fähigkeit für den Erfolgbraucht Erfahrungschnell lernbar
Trends und Märkte lesen95 %
App-Umsätze, Suchtrends und virale Themen prüfen (KI fasst Daten zusammen). Lernzeit: Wochen
Kurzvideos90 %
Ehrliche Videos über das Aufhören (KI schreibt Ideen und Skripte). Lernzeit: Wochen
Verhalten verstehen75 %
Auslöser, Rückfälle und Motivation (KI fasst Fachliteratur zusammen). Lernzeit: Monate
Gesundheitsrecht60 %
Grenze zum Medizinprodukt und Werberegeln (KI erklärt Vorschriften). Lernzeit: Wochen
App bauen (das macht die KI)40 %
Zähler, Statistik und Abo, den Code schreibt die KI. Lernzeit: wenige Wochen

Meine Einschätzung E: 100 % hieße, ohne diese Fähigkeit geht es nicht.

Welche Eckdaten hat eine Entwöhnungs-App im Abo?

Datenbox
Klasse und ModelltypK2 Digitales Produkt · Software, Tools und KI-Agenten
ThemenfeldGesundheit, Fitness und Ernährung
Startkapital500 bis 5.000 Euro E
Zeit bis zum ersten Euro1 bis 3 Monate E
Wochenstunden11 bis 20 E
Zulassungshürdefrei; Gewerbeanzeige, als Medizinprodukt Konformitätsbewertung, siehe Abschnitt Recht
Reichweite nötig5 von 5: weltweit über App-Stores
Passiv-Grad3 von 5: App läuft, Videos und Updates bleiben
Umsatzklasse1.000 bis 5.000 Euro Abo-Umsatz im Monat nach einem Jahr, allein E
Wettbewerbhoch
KI-Hebel4 von 5
Sinn-Faktor5 von 5
Passt zu den GründertypenVisionärer Architekt
Wirtschaftszweig (WZ 2025)58.29 Verlegen von sonstiger Software. E WZ 2025 ist die amtliche Klassifikation der Wirtschaftszweige (Destatis), nach der dein Gewerbe eingeordnet wird.

Datenlücke: Umsätze kleiner Entwöhnungs-Apps für Selbstzahler aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz habe ich nicht gefunden; die Preise von Puff Count sind nicht veröffentlicht.

Was kostet der Start und wie viel Zeit brauchst du?

Der Start kostet meist 500 bis 5.000 Euro E; Cravotta sagt, so eine App lasse sich in unter einem Monat bauen. S Eine Krankenkassen-App kostet dagegen Studien und Zulassung.

BausteinWas es kostet
Apple-Entwicklerkonto99 US-Dollar im Jahr (developer.apple.com, gelesen am 01.11.2026) S
KI fürs ProgrammierenClaude Pro 20 US-Dollar im Monat, bei Jahreszahlung 17 US-Dollar (claude.com, gelesen am 01.11.2026) S
Abo-VerwaltungRevenueCat kostenlos bis 2.500 US-Dollar Umsatz im Monat, darüber 1 Prozent (revenuecat.com, gelesen am 01.11.2026) S
Store-AnteilApple 15 Prozent, Google bei Abos im EWR 10 Prozent plus 5 Prozent Abrechnungsgebühr (gelesen am 01.11.2026) S

Wie startest du mit einer Entwöhnungs-App im Abo Schritt für Schritt?

Du startest mit einer Gewohnheit, über die Menschen gerade viel reden, und mit einer App, die nur eine Sache gut kann.

  1. Gewohnheit wählen. Ein Thema mit wachsendem Interesse, etwa Vapen bei jungen Erwachsenen.
  2. Markt prüfen. Umsätze ähnlicher Apps in Marktdaten, Suchtrends und virale Videos ansehen.
  3. Rechtliches vorbereiten. Die vier Punkte aus dem Abschnitt Recht: Gewerbe, Grenze zum Medizinprodukt, keine Heilversprechen, Gesundheitsdaten.
  4. Kernfunktion bauen. Zähler, Ziel und Fortschritt in einer ersten Version in wenigen Wochen.
  5. Videos drehen. Täglich kurze, ehrliche Clips auf TikTok und Instagram über den Ausstieg.
  6. Abo einführen. Zählen bleibt kostenlos, Pläne und Statistiken kosten.

Wie findest du Nutzer für deine Entwöhnungs-App?

Am schnellsten über Kurzvideos: Für Cravotta war TikTok der wichtigste Grund für seine App, weil Videos rund ums Vapen sehr viral liefen. S Nutzer zahlen für das Ende eines schlechten Gefühls (Pain-Fokus), nicht für einen Zähler.

Laut ersten Ergebnissen des Mikrozensus 2025 rauchen 19,1 Prozent der Menschen ab 15 Jahren zumindest gelegentlich, 2017 waren es 22,4 Prozent. Rund neun Prozent der Rauchenden bevorzugen E-Zigaretten. 19,1 % der Menschen ab 15 Jahren rauchen zumindest gelegentlich. 2017 waren es noch 22,4 Prozent. Rund 9 Prozent davon bevorzugen E-Zigaretten. Destatis, Mikrozensus 2025, Mai 2026
Viele Millionen Menschen rauchen; deine App braucht davon nur wenige hundert Zahler.

Bei jungen Menschen wächst das Vapen: 13,3 Prozent der 18- bis 25-jährigen Männer nutzen nachfüllbare E-Zigaretten, 2021 waren es 6,9 Prozent (Drogenaffinitätsstudie 2025, zm-online, 26.05.2026). S Genau diese Gruppe erreichst du auf TikTok und Instagram, ergänzt durch Kooperationen mit Sportvereinen.

Welche Tools und KI-Werkzeuge helfen bei einer Entwöhnungs-App im Abo?

Unverzichtbar sind Marktdaten und eine KI zum Programmieren; Cravotta baute ohne eigene Programmierkenntnisse mit No-Code-Werkzeugen und Hilfe von Freelancern. S Ziel ist es, schnell zu testen, nicht perfekt zu starten.

MarktdatenSensor Tower für App-Umsätze, Google Trends für Suchinteresse
KI fürs ProgrammierenClaude oder ein vergleichbares Modell baut Zähler, Statistik und Abo
Abo-VerwaltungRevenueCat, bis 2.500 US-Dollar Umsatz im Monat kostenlos
Trend-IdeenTikTok Creative Center für beliebte Themen und Hashtags

Welche Risiken hat eine Entwöhnungs-App im Abo?

Das größte Risiko: Werbung oder Funktionen machen aus deiner App ungewollt ein Medizinprodukt oder ein unzulässiges Heilversprechen. E Dagegen hilft, klar von Begleitung statt Behandlung zu sprechen.

Heilversprechen

Werbung ist irreführend, wenn sie den Eindruck erweckt, ein Erfolg sei mit Sicherheit zu erwarten (§ 3 HWG). A
Gegenmittel: Keine Erfolgsquoten ohne Studie, keine Versprechen.

Erfolg führt zur Kündigung

Krankenkassen-Apps wie NichtraucherHelden sind auf drei Monate angelegt (psychenet, Juni 2024). S
Gegenmittel: Jahresabo anbieten und nach dem Ausstieg Rückfallschutz verkaufen.

Starke Konkurrenz

NichtraucherHelden und Smoke Free sind dauerhaft im DiGA-Verzeichnis und damit für Versicherte kostenlos verordnungsfähig (iww, 16.03.2026). S
Gegenmittel: Andere Gewohnheiten oder Zielgruppen wählen, die die Kasse nicht abdeckt.

Trends kühlen ab

Cravotta sah den Erfolg im Zusammenhang mit viralen Vape-Videos auf TikTok (eBiz Facts, 17.03.2025). S
Gegenmittel: Mehrere Themen testen, E-Mail-Adressen sammeln.
Ergebnisstreuung5 von 5: von null bis Zehntausende im Monat
Regulatorik4 von 5
Inhaberabhängigkeit3 von 5, Videos und Produkt hängen an dir
Wiederkehrender Umsatz50 bis 75 Prozent, weil Erfolg zur Kündigung führt E
KI-Expositionplus 1, KI macht Bauen billig, aber auch Nachahmer E
Kanalabhängigkeit4 von 4

Fortbestand: Von Gründungen mit Startkapital bis zu 5.000 Euro sind nach fünf Jahren 54 Prozent aktiv (KfW-Gründungsmonitor 2025). S 2025 gab es 69 Unternehmensinsolvenzen je 10.000 Unternehmen (Destatis, 13.03.2026). A

Praxisbeispiel: Wie Steven Cravotta mit Puff Count Menschen beim Aufhören mit dem Vapen hilft

Im Video von Starter Story vom September 2024 und in zwei Beiträgen von eBiz Facts erzählt Steven Cravotta, wie er die iPhone-App Puff Count gegen das Vapen aufbaute. Er nannte über 40.000 US-Dollar Umsatz im Monat und vor dem Verkauf 44.000 US-Dollar. S

So kam er auf die Geschäftsidee
Cravotta vapte selbst. Er sah, dass Apps zum Aufhören mit Trinken und Rauchen sehr gut liefen und das Interesse am Vapen in Google Trends stieg.
So fing es an
Er ist nach eBiz Facts kein ausgebildeter Programmierer und baute die App mit No-Code-Werkzeugen und Freelancern von Upwork. Solche Apps lassen sich laut ihm in unter einem Monat bauen.
So gewinnt er Nutzer
Am wichtigsten war TikTok, weil Videos über das Vapen dort sehr viral liefen. Nach dem Start empfiehlt er, selbst Videos zu posten oder Creator dafür zu bezahlen.
Diese Werkzeuge nutzt er
Sensor Tower für Marktdaten, Google Trends und das TikTok Creative Center für Trends, No-Code-Werkzeuge und Upwork für den Bau.
So schnell ist er gewachsen
Laut seiner Website meldet die App 300.000 Menschen, die mit ihr aufhören wollen. S Nach 44.000 US-Dollar im Monat verkaufte er Puff Count; Preis, Käufer und Datum nennt er nicht.
Sein Rat
Umsätze bestehender Apps in Sensor Tower prüfen und über 100.000 US-Dollar im Monat als Zeichen einer guten Idee werten. Trends suchen, die ein Problem zeigen, das ein Produkt lösen kann.
Was du daraus mitnimmst
Für dich in Deutschland heißt das: Prüfe Marktdaten und Trends, bevor du baust, und bleib bei Begleitung statt Behandlung, damit du nicht ins Medizinprodukterecht rutschst. E Die Zahlen sind Selbstauskünfte und nicht unabhängig geprüft.

Zur Quellenlage: Die Quellenlage ist dünn: Die eBiz-Beiträge fassen ein Video und einen X-Post zusammen, nennen aber keine Preise, Kosten oder Zeitpunkte, und die Website von Puff Count beschreibt die App als kostenlos.

Quellen: eBiz Facts: 40.000 Dollar im Monat mit einer App gegen das Vapen, 17.03.2025, gelesen am 01.11.2026. ebizfacts.com; eBiz Facts: App gebaut, 44.000 Dollar im Monat, verkauft, 09.05.2025, gelesen am 01.11.2026. ebizfacts.com; Starter Story: How I Built It, 40K Month iPhone App, 24.09.2024, Beschreibung gelesen am 01.11.2026. youtube.com; Puff Count: Startseite, gelesen am 01.11.2026. puffcount.com

Welche Beispiele für Entwöhnungs-Apps gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz?

Das stärkste Beispiel ist die NichtraucherHelden-App der Sanero Medical GmbH: Sie ist seit Juli 2021 als Krankenkassen-App gelistet, seit Juni 2023 dauerhaft, nach einer Studie mit 661 Erwachsenen (PTA heute, 11.08.2023). S

  • Smoke Free ist neben NichtraucherHelden die zweite App gegen Tabakabhängigkeit, die dauerhaft im DiGA-Verzeichnis steht (iww, 16.03.2026). S
  • Steven Cravotta baute Puff Count gegen das Vapen. Ausführlich im Praxisbeispiel oben.

Was musst du rechtlich bei einer Entwöhnungs-App im Abo beachten?

Vier Dinge klärst du vor dem Start. Das Wichtigste: Ob deine App ein Medizinprodukt ist, entscheidet ihr Zweck, also auch, was du in der Werbung versprichst.

  • Gewerbe anzeigen beim Gewerbeamt.
  • Zweck klar festlegen: Begleitung im Alltag, keine Behandlung einer Sucht.
  • Keine Heilversprechen in App, Store-Text und Videos.
  • Gesundheitsdaten schützen mit ausdrücklicher Einwilligung.
Die Details mit Paragrafen und Fristen

Gewerbe: Wer eine App mit Abos betreibt, zeigt den Beginn beim Gewerbeamt an (§ 14 Abs. 1 GewO). A

Werbung: Irreführend ist Werbung für Behandlungen, die eine Wirkung behauptet, die nicht belegt ist, oder einen sicheren Erfolg verspricht (§ 3 HWG). A Ob das Gesetz für deine App gilt, musst du gegebenenfalls mit einem Anwalt abklären.

Krankenkassen-App: Das BfArM führt das Verzeichnis erstattungsfähiger Gesundheits-Apps; Hersteller müssen Sicherheit, Datenschutz und positive Versorgungseffekte nachweisen, zur Erprobung ist eine vorläufige Aufnahme für bis zu zwölf Monate möglich (§ 139e SGB V). A

Gesundheitsdaten: Gesundheitsdaten sind besondere Kategorien und dürfen nur mit ausdrücklicher Einwilligung für festgelegte Zwecke verarbeitet werden (Art. 9 DSGVO). A Für Verbraucher-Abos auf Websites gilt die Kündigungsschaltfläche nach § 312k BGB; für Österreich und die Schweiz den Stand zum Start abklären.

Keine Rechtsberatung: Lass Verträge und Pflichten einmal fachlich prüfen.

Für wen passt eine Entwöhnungs-App im Abo und für wen nicht?

Es passt zum visionären Architekten, der ein Produkt schlank durchdenkt, und zum empathischen Guide, der Menschen beim Aufhören ernsthaft begleiten will. Gut ist es für Menschen, die den Ausstieg selbst erlebt haben.

Lass es, wenn

  • du mit Heilversprechen werben willst,
  • du keine Lust hast, regelmäßig Videos zu drehen,
  • du mit sensiblen Gesundheitsdaten nicht sorgfältig umgehen willst.

Welche Fragen stellen Menschen am häufigsten zu Entwöhnungs-Apps im Abo?

Zahlt die Krankenkasse eine App zum Rauchstopp?

Ja, für Apps im DiGA-Verzeichnis, etwa NichtraucherHelden und Smoke Free, die beide dauerhaft gelistet sind (iww, 16.03.2026). S Für deine eigene Verbraucher-App gilt das nicht.

Wie lange dauert es, eine solche App zu bauen?

Steven Cravotta sagt, mit No-Code-Werkzeugen und KI gehe es in unter einem Monat (eBiz Facts, 2025). S

Ist eine Entwöhnungs-App ein Medizinprodukt?

Das hängt vom Zweck ab, den du festlegst und bewirbst. Die Einordnung musst du gegebenenfalls mit einem Fachanwalt oder einer benannten Stelle abklären.

Welche Geschäftsideen ähneln einer Entwöhnungs-App im Abo?

Simon Hubert, Gründer von x8
Über den Autor

Simon Hubert

Gründer von x8, Agenturgründer seit 2011

Simon Hubert hat 2011 seine erste Digitalagentur gegründet und betreut seitdem Websites, Sichtbarkeit und Abläufe für kleine und mittlere Betriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er hält einen Master in Business Informatics der Universität Mannheim und ist seit über 20 Jahren in Digitalisierung und IT unterwegs, mehrere Jahre davon in Großkonzernen. Mit x8 prüft er Geschäftsideen so, wie er es für sich selbst tun würde: mit belastbaren Zahlen, nachvollziehbaren Quellen und einer Rechnung, die du Schritt für Schritt selbst nachprüfen kannst.

Woher stammen die Zahlen auf dieser Seite?

Jede Zahl trägt ein Kennzeichen. Fährst du mit der Maus darüber, steht die Herkunft im Klartext. Was ich selbst gerechnet oder eingeschätzt habe, ist immer mit E markiert und im Text begründet.

A amtlich: Destatis, KfW-Register, Gesetzestexte, Gerichtsentscheidungen T Transaktionsdaten: Verkaufsplattformen wie Flippa, Empire Flippers oder Acquire.com, Zahlungsanbieter wie Stripe oder Steady S Selbstauskunft oder Befragung: Angaben von Anbietern, Interviews, Presse über Finanzierungen, KfW- und DIHK-Befragungen M Schätzung Dritter: Modellrechnungen und Prognosen von Instituten, etwa das IfM Bonn zur Nachfolge D Messung Dritter: Werkzeuge wie Ahrefs, Similarweb oder Profound E eigene Berechnung oder Einschätzung von Simon Hubert, Rechenweg und Annahmen stehen im Text
Quellen und Prüfstand: alle Angaben geprüft am 1. November 2026
  1. eBiz Facts: 40.000 Dollar im Monat mit einer App gegen das Vapen (Steven Cravotta), 17.03.2025, gelesen am 01.11.2026. ebizfacts.com
  2. eBiz Facts: App gebaut, 44.000 Dollar im Monat, verkauft (Steven Cravotta), 09.05.2025, gelesen am 01.11.2026. ebizfacts.com
  3. Starter Story: How I Built It, 40K Month iPhone App, YouTube, 24.09.2024, Beschreibung gelesen am 01.11.2026. youtube.com
  4. Puff Count: Startseite, gelesen am 01.11.2026. puffcount.com
  5. Steven Cravotta: persönliche Website, gelesen am 01.11.2026. stevencravotta.com
  6. Destatis: Zahl der Woche zum Rauchverhalten, Mikrozensus 2025, über retail-news.de gelesen am 01.11.2026. destatis.de
  7. retail-news.de: Destatis Raucherquote Deutschland 2025, 26.05.2026, gelesen am 01.11.2026. retail-news.de
  8. zm-online: Vapen ist bei jungen Menschen zunehmend beliebt, 26.05.2026, gelesen am 01.11.2026. zm-online.de
  9. Pharmazeutische Zeitung: Mit dem Rauchen aufhören mit digitaler Unterstützung, 14.12.2022, gelesen am 01.11.2026. pharmazeutische-zeitung.de
  10. psychenet: Steckbrief NichtraucherHelden, Stand Juni 2024, gelesen am 01.11.2026. psychenet.de
  11. PTA heute: Dauerhafte DiGA bei Binge Eating und Tabakabhängigkeit, 11.08.2023, gelesen am 01.11.2026. ptaheute.de
  12. iww: Zwei Apps gegen Tabakabhängigkeit im DiGA-Verzeichnis, 16.03.2026, gelesen am 01.11.2026. iww.de
  13. Apple: App Store Small Business Program und Developer Program, gelesen am 01.11.2026. developer.apple.com
  14. Google Play: Servicegebühren, gelesen am 01.11.2026. support.google.com
  15. RevenueCat: Pricing, gelesen am 01.11.2026. revenuecat.com
  16. Anthropic: Claude Preise, gelesen am 01.11.2026. claude.com
  17. Bundesministerium der Justiz: § 3 HWG, gelesen am 01.11.2026. gesetze-im-internet.de
  18. Bundesministerium der Justiz: § 139e SGB V, gelesen am 01.11.2026. gesetze-im-internet.de
  19. dsgvo-gesetz.de: Art. 9 DSGVO, gelesen am 01.11.2026. dsgvo-gesetz.de
  20. Destatis: Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2025. destatis.de

Änderungsprotokoll: 1. November 2026 Erstfassung.