x8-Steckbrief

Event-Ticketing und Eventverwaltung als SaaS: bis zu 5.000 € im Monat mit Gebühren je verkauftem Ticket

bis 5.000 € Umsatz im Monat nach einem Jahr Eab 500 € Startkapital3 bis 6 Monate bis zum ersten Euro11 bis 20 Std. pro Woche2,5 % Gebühr je Ticket bei pretix

Buchstaben hinter Zahlen zeigen die Herkunft: A amtlich · S Selbstauskunft · E meine Einschätzung. Alle Kennzeichen erklärt.

Lesezeit 12 MinutenVon Simon Hubert, Gründer von x8Stand

Samstagabend, kurz nach sieben, im Vereinsheim eines Gesangvereins in Nordhessen. Am Eingang sitzt der Kassenwart mit einer Geldkassette und einer ausgedruckten Namensliste, hinter ihm wartet eine Schlange bis auf den Parkplatz.

Bei diesem Geschäftsmodell baust du eine Software für Ticketverkauf, Einlass und Teilnehmerverwaltung und vermietest sie im Internet an Veranstalter. Du verdienst an einer kleinen Gebühr je verkauftem Ticket; beim Heidelberger Anbieter pretix sind es 2,5 Prozent des Nettopreises. S

Der Markt wirkt besetzt, doch in Deutschland fanden 2025 rund 2,02 Millionen Präsenzveranstaltungen statt. S Wie viel eine Person allein damit verdienen kann und wo die Nischen liegen, liest du hier.

Kurz gesagt: Bei dem Geschäftsmodell Event-Ticketing und Eventverwaltung als SaaS entwickelst du eine Software, mit der Veranstalter online Tickets verkaufen, Teilnehmer verwalten und am Eingang per Handy einlassen. Du verdienst an einer Gebühr je verkauftem Ticket oder an einem Abo, meist in einer Nische, die große Plattformen schlecht bedienen.

Was ist eine Event-Ticketing-Software als SaaS und wie funktioniert das Geschäftsmodell?

Eine Event-Ticketing-Software als SaaS ist ein Programm im Browser, über das Veranstalter Tickets verkaufen, Gäste verwalten und den Einlass prüfen. SaaS heißt „Software as a Service“, also Software zur Miete statt zum Kaufen.

Der Veranstalter legt sein Event an, die Gäste kaufen online und bekommen einen QR-Code aufs Handy. Am Eingang scannt eine App die Codes, das Geld landet über einen Zahlungsanbieter direkt beim Veranstalter. Den Code schreibt heute oft eine KI wie Claude mit, Texte und Bilder kaufst du bei Freelancern ein oder erstellst sie mit Adobe Firefly und Co.

Die großen Plattformen zielen auf Konzerte und Partys. Lohnend sind nach meiner Einschätzung E eher Nischen: ein Abiball-Modul, mit dem Abschlusskomitees Tischplätze und Gästekarten vergeben, oder eine Anmeldung für Ärzte-Fortbildungen, die die Teilnahme für die Fortbildungspunkte der Kammer dokumentiert. Ebenso passen Startnummern für kleine Volksläufe und Platzvergabe für Hofkonzerte mit 30 Stühlen. Abiball und Fortbildungspunkte sind Hypernischen, also kleine Gruppen mit einer Aufgabe, die jedes Jahr wiederkommt. Ticket Tailor hat mit einem eigenen Dienst über 500 Kirchen gewonnen. S

Ablauf: Ein Veranstalter legt sein Event in der Software an. Der Gründer liefert Ticketshop, Einlass-App und Abrechnung. Ergebnisse: verkaufte Tickets, ein schneller Einlass und Support durch einen Menschen. So läuft ein Ticketverkauf 🎟️ Veranstalter mit Event Deine Software Ticketshop im Browser Einlass per QR-Code Abrechnung und Daten Verkaufte Tickets Schneller Einlass Hilfe bei Fragen Du verdienst an jedem Ticket, das über deine Software geht.
Das Geld der Gäste fließt direkt zum Veranstalter, deine Gebühr wird automatisch abgezogen.

Welchen Umsatz kannst du mit einer Event-Ticketing-Software realistisch erreichen?

Je Ticket verdienst du meist wenige Cent bis gut einen Euro. Ticket Tailor nimmt 0,60 Pfund je Ticket, pretix 2,5 Prozent des Nettopreises, höchstens 15 Euro. S

Als realistisches Ziel nach dem ersten Jahr rechne ich mit 1.000 bis 5.000 Euro Umsatz im Monat, wenn du allein eine Nische betreust. E Mehr geht realistisch nur mit Team oder Zusatzleistungen wie Sitzplänen. So liegen die Gebühren am Markt:

Preisskala Gebühr je Ticket bei einem Ticketpreis von 20 Euro, eigene Umrechnung: Ticket Tailor Vorkasse ab 0,22 Pfund, rund 0,25 Euro; pretix 2,5 Prozent, 0,50 Euro; Ticket Tailor ohne Vorkasse 0,60 Pfund, rund 0,69 Euro; Eventfrog Pro 0,49 Franken plus 3,6 Prozent, 1,21 Franken; Eventbrite Professional 5,5 Prozent plus 0,99 Euro, 2,09 Euro. Gebühr je 20-€-Ticket 0 € 1 € 1 € 2 € 2 € Ticket Tailor Vorkasseab ≈ 0,25 € pretix0,50 € Ticket Tailor≈ 0,69 € Eventfrog Pro1,21 CHF Eventbrite2,09 € Nischen liegen in der Mitte Quellen: Anbieterseiten, gelesen am 01.11.2026
Kleine Anbieter sind deutlich günstiger als Eventbrite; Pfund grob in Euro umgerechnet.

Zur Rechnung: Ein Abiball mit 400 Gästen zu je 20 Euro bringt bei 2,5 Prozent Gebühr 200 Euro. E Zahlungsgebühren wie bei Stripe mit 1,5 Prozent plus 0,25 Euro je Zahlung trägt in diesem Modell meist der Veranstalter. S

Eigene Berechnung von Simon Hubert: 9.000 verkaufte Tickets im Monat mit durchschnittlich 0,40 Euro Gebühr ergeben 3.600 Euro Umsatz. Freelancer für Support und Entwicklung rund 600 Euro, Server, Werkzeuge und Werbung rund 300 Euro. Es bleiben etwa 2.700 Euro vor Steuern. Rechenweg pro Monat nach einem Jahr 3.600 € Ticketgebühren minus 600 € Freelancer minus 300 € Server, Werbung ≈ 2.700 € bleiben vor Steuern Eigene Berechnung (Simon Hubert), 9.000 Tickets zu je 0,40 € Gebühr
Im Frühjahr und im Advent verkaufst du meist mehr als im Sommerloch.

Das heißt für dich: Ticketing lohnt sich über die Menge: Viele kleine Gebühren ergeben erst nach Monaten ein Gehalt.

Welche Fähigkeiten solltest du initial lernen, um eine Event-Ticketing-Software aufzubauen?

Am wichtigsten ist, dass deine Software am Abend des Events nicht ausfällt. Dazu kommt Gespür für Veranstalter, oft Ehrenamtliche ohne Technikwissen.

Balken = so wichtig ist die Fähigkeit für den Erfolgbraucht Erfahrungschnell lernbar
Zuverlässiger Betrieb95 %
Server, Sicherungen und Lastspitzen beim Vorverkauf im Griff haben (KI überwacht Fehlerprotokolle). Lernzeit: Monate
Support für Veranstalter85 %
Schnell und freundlich helfen, auch am Wochenende (KI entwirft Antworten). Lernzeit: Wochen
Nischen-Vertrieb75 %
Vereine, Schulen oder Kammern direkt ansprechen (KI schreibt Texte und Listen). Lernzeit: Wochen
Zahlungen und Datenschutz65 %
Stripe-Anbindung, Rückerstattungen und Verträge zur Auftragsverarbeitung verstehen (KI erklärt Vorgaben). Lernzeit: Wochen
Programmieren (das macht die KI)40 %
Funktionen beschreiben und testen, den Code schreibt die KI. Lernzeit: wenige Wochen

Meine Einschätzung E: 100 % hieße, ohne diese Fähigkeit geht es nicht.

Welche Eckdaten hat eine Event-Ticketing-Software als SaaS?

Datenbox
Klasse und ModelltypK2 Digitales Produkt · Software, Tools und KI-Agenten
ThemenfeldReisen, Freizeit und Hobbys
Startkapital500 bis 5.000 Euro E
Zeit bis zum ersten Euro3 bis 6 Monate E
Wochenstunden11 bis 20 E
Zulassungshürdefrei; Gewerbeanzeige, siehe Abschnitt Recht
Reichweite nötig4 von 5: online im ganzen Sprachraum verkaufbar
Passiv-Grad3 von 5: Support an Event-Tagen bleibt
Umsatzklasse1.000 bis 5.000 Euro im Monat nach einem Jahr, allein E
Wettbewerbhoch
KI-Hebel4 von 5
Sinn-Faktor3 von 5
Passt zu den GründertypenVisionärer Architekt
Wirtschaftszweig (WZ 2025)58.29 Verlegen von sonstiger Software. E WZ 2025 ist die amtliche Klassifikation der Wirtschaftszweige (Destatis), nach der dein Gewerbe eingeordnet wird.

Datenlücke: Wie viele Veranstaltungen in Deutschland noch ohne Online-Ticketing laufen, habe ich nicht gefunden. Umsätze kleiner deutscher Ticketing-Anbieter habe ich ebenfalls nicht gefunden.

Was kostet der Start und wie viel Zeit brauchst du?

Der Start kostet meist 500 bis 5.000 Euro E, wenn du mit KI selbst entwickelst. Rechne mit drei bis sechs Monaten, bis der erste Veranstalter verkauft.

BausteinWas es kostet
KI fürs ProgrammierenClaude Pro 20 US-Dollar im Monat oder 17 US-Dollar bei Jahreszahlung (claude.com, gelesen am 01.11.2026) S
ServerHetzner Cloud ab 7,13 Euro im Monat inklusive Umsatzsteuer (hetzner.com, gelesen am 01.11.2026) S
ZahlungsabwicklungStripe 1,5 Prozent plus 0,25 Euro je Zahlung mit Standardkarte aus dem EWR, Plattform-Gebühr 0,25 Prozent (stripe.com, gelesen am 01.11.2026) S
Freelancer für Design und Testsrund 1.000 bis 3.000 Euro für Logo, Shop-Design und Testläufe E

Wie startest du mit einer Event-Ticketing-Software Schritt für Schritt?

Du startest mit einer einzigen Veranstalter-Gruppe und einem echten Event. Erst wenn der erste Einlass reibungslos lief, baust du weiter.

  1. Nische festlegen. Eine Gruppe wählen, die regelmäßig Events hat und schlecht bedient wird, etwa Abiball-Komitees oder Chöre.
  2. Mit Veranstaltern sprechen. Zehn Gespräche führen und notieren, was an der Abendkasse schiefgeht.
  3. Erste Version bauen. Ticketshop, QR-Code und Einlass-App mit KI-Hilfe, mehr nicht.
  4. Rechtliches vorbereiten. Die vier Punkte aus dem Abschnitt Recht: Gewerbe, Widerrufsinfo für Veranstalter, Auftragsverarbeitung, Zahlungen über einen lizenzierten Anbieter.
  5. Ein Event begleiten. Am Abend selbst am Eingang stehen und jeden Fehler aufschreiben.
  6. Preis festlegen. Eine einfache Gebühr je Ticket ohne Vertrag, kostenlose Events gratis.
  7. Empfehlungen nutzen. Jedes Ticket trägt deinen Namen, jeder Veranstalter kennt drei andere.

Wie findest du Kunden für deine Event-Ticketing-Software?

Am schnellsten mit dem Telefon: Jonny White gewann seinen ersten Kunden beim dritten Anruf bei einem Club in seiner Nähe. S Veranstalter kaufen das Ende von Bargeldchaos und Schlangen am Einlass (Pain-Fokus), nicht Funktionen.

Laut Meeting- und EventBarometer 2026 von EVVC, GCB und DZT fanden 2025 in Deutschland rund 2,02 Millionen Präsenzveranstaltungen statt, mit etwa 395,1 Millionen Teilnehmenden, 4,6 Prozent mehr als 2024. 2,02 Mio. Präsenzveranstaltungen gab es 2025 in Deutschland. Rund 395,1 Millionen Menschen nahmen teil. Das sind 4,6 Prozent mehr als 2024. EVVC, Meeting- und EventBarometer, 06.05.2026
Gezählt werden Tagungen und Kongresse; Vereinsfeste und Konzerte kommen noch dazu.

Danach wirken die Gäste selbst als Kanal, denn jedes Ticket trägt deinen Namen. Bei Ticket Tailor ist Mundpropaganda die wichtigste Quelle. S In Deutschland lohnen sich nach meiner Einschätzung E Verbände, Schulfördervereine und Kammern, die viele Veranstalter auf einmal erreichen.

Welche Tools und KI-Werkzeuge helfen bei einer Event-Ticketing-Software?

Unverzichtbar ist eine KI, die beim Programmieren mitschreibt. Ziel ist es, Zahlungen nie selbst anzufassen.

KI fürs ProgrammierenClaude oder ein vergleichbares Modell schreibt und prüft den Code
ServerHetzner Cloud in Deutschland, ab 7,13 Euro im Monat
ZahlungenStripe Connect, damit das Geld direkt beim Veranstalter landet
Supportein Chat-Werkzeug wie Intercom, das auch Ticket Tailor nutzt

Wer nicht bei null anfangen will, kann auf offenem Code aufbauen: pretix veröffentlicht große Teile seiner Software als Open Source, also frei nutzbaren Quellcode. S Die Lizenzpflichten musst du gegebenenfalls zum Start abklären.

Welche Risiken hat eine Event-Ticketing-Software als SaaS?

Das größte Risiko: Fallen Events aus, fällt dein Umsatz mit aus, wie 2020 bei Ticket Tailor im Lockdown. S Dagegen hilft eine Mischung verschiedener Veranstalter-Gruppen.

Events fallen weg

Bei Ticket Tailor sank die Gewinnmarge von 30 auf 5 Prozent, auch wegen Investitionen (Starter Story, 14.02.2021). S
Gegenmittel: Neue Gruppen erschließen, Ticket Tailor gewann Kirchen und Ausflugsziele.

Gratis-Konkurrenz

Eventfrog aus Olten bietet ein Modell ohne Ticketgebühr an (eventfrog.ch, gelesen am 01.11.2026). S
Gegenmittel: Mit Nischenfunktionen und Support punkten, nicht mit dem Preis.

Ausfall am Einlass

Ein Serverausfall am Eventabend trifft Hunderte Gäste gleichzeitig. E
Gegenmittel: Einlass-App mit Offline-Liste und Ausweichplan anbieten.

Teilnehmerdaten

Du verarbeitest Daten im Auftrag der Veranstalter und brauchst dafür Verträge nach Art. 28 DSGVO. A
Gegenmittel: Mustervertrag zur Auftragsverarbeitung von Anfang an mitliefern.
Ergebnisstreuung4 von 5: wenige Anbieter wachsen groß, viele bleiben klein
Regulatorik2 von 5
Inhaberabhängigkeit3 von 5, Support und Betrieb hängen anfangs an dir
Wiederkehrender Umsatz50 bis 80 Prozent über wiederkehrende Veranstalter E
KI-Expositionplus 1, KI macht Entwicklung billiger, aber Nachbauten auch E
Kanalabhängigkeit2 von 4

Fortbestand: Von Gründungen mit Startkapital bis zu 5.000 Euro sind nach fünf Jahren 54 Prozent aktiv (KfW-Gründungsmonitor 2025). S 2025 gab es 69 Unternehmensinsolvenzen je 10.000 Unternehmen (Destatis, 13.03.2026). A

Praxisbeispiel: Wie Jonny White mit Ticket Tailor ohne Investoren groß wurde

Auf Starter Story erzählt Jonny White aus London selbst, wie er Ticket Tailor gegründet hat, eine Ticketing-Software für Veranstalter mit heute über 73.000 Kunden. Laut SaaStock wuchs die Firma von 2.000 Dollar monatlich wiederkehrendem Umsatz auf über 5 Millionen Dollar Umsatz. S

So kam er auf die Geschäftsidee
Als Student betrieb er ab 2005 eine Veranstaltungsliste für Birmingham. Für einen Benefizabend fand er keinen Online-Ticketverkauf ohne hohe Gebühren und Weitergabe der Kundendaten. Als Freelancer musste er außerdem viele Kunden ablehnen, für die eigene Systeme zu teuer waren.
So fing es an
Er programmierte die Software rund drei Monate lang neben seiner Arbeit für Kunden. Logo und Maskottchen kosteten etwa 500 Dollar. S Erster Kunde wurde 2010 der Club The Brickhouse mit einem Plan für 50 Dollar im Monat. S
So gewinnt er Kunden
Am Anfang halfen Anrufe, E-Mails, ein paar hundert Pfund für Google-Anzeigen und Vorträge bei Treffen vor Ort. Später kamen Inhalte für Suchmaschinen und Erweiterungen für Wix und WordPress dazu. Die wichtigste Quelle ist Mundpropaganda; Prämien für Empfehlungen brachten nichts.
Das ging schief
2012 verkaufte er Ticket Tailor an das Magazin Time Out, die geplante Einbindung kam nie zustande, 2014 kaufte er die Firma zurück. Danach lag der Umsatz bei etwa 2.000 Dollar im Monat. S Im März 2020 brachen mit dem Lockdown fast alle Veranstaltungen weg.
Diese Werkzeuge nutzt er
Eine eigene Anwendung in PHP auf Servern von Amazon, dazu Intercom für den Support, Typeform, EmailOctopus, Slack, Notion, Zapier und Google Workspace.
So schnell ist er gewachsen
Das erste Ziel waren 1.000 Dollar im Monat. S Ab 2018 verdoppelte sich das Team von sechs auf zwölf Menschen, 2024 waren es 30 Vollzeitkräfte und 25 Millionen ausgestellte Tickets. S Einen einzelnen Kanal, der alles verändert hat, gab es nach seinen Worten nicht.
Sein Rat
Das Produkt einfach halten und das Kundenerlebnis über den schnellen Umsatz stellen. Support antwortet bei Ticket Tailor im Schnitt in zwei Minuten. Mit Investoren vorsichtig sein, weil sie den Spielraum einschränken, und sich guten Rat holen, etwa bei einem Coach.
Was du daraus mitnimmst
Für dich in Deutschland heißt das: Ein einfacher Preis ohne Vertrag, sehr guter Support und eine klar umrissene Gruppe wie Kirchen oder Schulen tragen oft weiter als viele Funktionen. E Die Zahlen sind Selbstauskünfte und nicht unabhängig geprüft.

Zur Quellenlage: Die Zahlen sind uneinheitlich: Die Starter-Story-Überschrift nennt 150.000 Dollar im Monat, die Seitenleiste derselben Seite 475.000 Dollar, der Text selbst keinen aktuellen Wert. SaaStock nennt über 5 Millionen Dollar Umsatz ohne Jahresangabe.

Quellen: Starter Story: How I Started a $150K/Month Ticketing Platform, 14.02.2021, gelesen am 01.11.2026. starterstory.com; SaaStock: Interview mit Jonny White, 18.09.2025, gelesen am 01.11.2026. saastock.com; Ticket Tailor: Our story, gelesen am 01.11.2026. tickettailor.com

Welche Beispiele für Event-Ticketing-Software gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz?

Das stärkste Beispiel ist pretix aus Heidelberg: Raphael Michel begann 2014 als Ein-Personen-Firma, heute arbeiten rund 30 Menschen dort, ohne Investoren und Kredite, für über 3.000 Kunden (pretix.eu, gelesen am 01.11.2026). S

  • Eventfrog aus Olten nennt sich „die grösste Eventplattform der Schweiz“ und kombiniert Gratis-Tickets mit Gebühren von 0,49 Franken plus 2,4 oder 3,6 Prozent (eventfrog.ch, gelesen am 01.11.2026). S
  • Eventbrite nimmt in Deutschland 5,5 Prozent, je nach Paket plus 0,99 Euro je Ticket, und ist der Maßstab für kleine Anbieter (eventbrite.de, gelesen am 01.11.2026). S
  • Ticket Tailor aus London hat über 73.000 Veranstalter als Kunden (tickettailor.com, gelesen am 01.11.2026). S Ausführlich im Praxisbeispiel oben.

Was musst du rechtlich bei einer Event-Ticketing-Software beachten?

Vier Dinge klärst du vor dem ersten Ticket. Das Wichtigste: Fremdes Geld sollte nie über dein eigenes Konto laufen.

  • Gewerbe anzeigen beim Gewerbeamt.
  • Veranstalter zum Widerrufsrecht informieren, damit ihre Ticketseiten stimmen.
  • Vertrag zur Auftragsverarbeitung für Teilnehmerdaten mitliefern.
  • Zahlungen über einen lizenzierten Anbieter wie Stripe abwickeln.
Die Details mit Paragrafen und Fristen

Gewerbe: Wer Software zur Miete anbietet, zeigt den Beginn beim Gewerbeamt an (§ 14 Abs. 1 GewO). A

Widerrufsrecht: Bei Freizeitveranstaltungen mit festem Termin haben Verbraucher kein Widerrufsrecht (§ 312g Abs. 2 Nr. 9 BGB). A Darauf muss der Ticketshop klar hinweisen.

Teilnehmerdaten: Du verarbeitest Namen und E-Mail-Adressen im Auftrag der Veranstalter und schließt mit jedem einen Vertrag nach Art. 28 DSGVO. A

Zahlungen: Wer Geld für andere annimmt und weiterleitet, kann unter das Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz fallen; Ausnahmen regelt § 2 Abs. 1 Nr. 2 ZAG. A Ob dein Modell darunter fällt, musst du gegebenenfalls zum Start abklären, ebenso die Regeln in Österreich und der Schweiz.

Keine Rechtsberatung: Lass Verträge und Pflichten einmal fachlich prüfen.

Für wen passt eine Event-Ticketing-Software und für wen nicht?

Es passt zum visionären Architekten, der ein Produkt durchdenkt und sauber baut, und zum Community-Katalysator, der Vereine und Veranstalter kennt. Gut ist es für Menschen, die das Problem vom Eingang selbst kennen.

Lass es, wenn

  • du am Samstagabend nicht erreichbar sein willst,
  • du schnelles Geld brauchst, denn Gebühren je Ticket wachsen langsam,
  • du gegen Eventbrite mit dem gleichen Angebot antreten willst.

Welche Fragen stellen Menschen am häufigsten zu Event-Ticketing-Software?

Was kostet ein Ticketsystem für Veranstalter?

Meist eine Gebühr je Ticket: bei pretix 2,5 Prozent des Nettopreises, bei Ticket Tailor 0,60 Pfund, bei Eventbrite in Deutschland 5,5 Prozent, je nach Paket plus 0,99 Euro (gelesen am 01.11.2026). S

Sind kostenlose Tickets wirklich gratis?

Oft bis zu einer Grenze: Ticket Tailor nennt bis zu 5.000 Gratis-Tickets im Jahr ohne Gebühr, pretix 500, danach 0,50 Euro je Ticket (gelesen am 01.11.2026). S

Welche Geschäftsideen ähneln einer Event-Ticketing-Software?

Simon Hubert, Gründer von x8
Über den Autor

Simon Hubert

Gründer von x8, Agenturgründer seit 2011

Simon Hubert hat 2011 seine erste Digitalagentur gegründet und betreut seitdem Websites, Sichtbarkeit und Abläufe für kleine und mittlere Betriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er hält einen Master in Business Informatics der Universität Mannheim und ist seit über 20 Jahren in Digitalisierung und IT unterwegs, mehrere Jahre davon in Großkonzernen. Mit x8 prüft er Geschäftsideen so, wie er es für sich selbst tun würde: mit belastbaren Zahlen, nachvollziehbaren Quellen und einer Rechnung, die du Schritt für Schritt selbst nachprüfen kannst.

Woher stammen die Zahlen auf dieser Seite?

Jede Zahl trägt ein Kennzeichen. Fährst du mit der Maus darüber, steht die Herkunft im Klartext. Was ich selbst gerechnet oder eingeschätzt habe, ist immer mit E markiert und im Text begründet.

A amtlich: Destatis, KfW-Register, Gesetzestexte, Gerichtsentscheidungen T Transaktionsdaten: Verkaufsplattformen wie Flippa, Empire Flippers oder Acquire.com, Zahlungsanbieter wie Stripe oder Steady S Selbstauskunft oder Befragung: Angaben von Anbietern, Interviews, Presse über Finanzierungen, KfW- und DIHK-Befragungen M Schätzung Dritter: Modellrechnungen und Prognosen von Instituten, etwa das IfM Bonn zur Nachfolge D Messung Dritter: Werkzeuge wie Ahrefs, Similarweb oder Profound E eigene Berechnung oder Einschätzung von Simon Hubert, Rechenweg und Annahmen stehen im Text
Quellen und Prüfstand: alle Angaben geprüft am 1. November 2026
  1. Starter Story: How I Started a $150K/Month Ticketing Platform (Jonny White, Ticket Tailor), 14.02.2021, gelesen am 01.11.2026. starterstory.com
  2. SaaStock: Moving from a lifestyle business to a growth business with the CEO of Ticket Tailor, 18.09.2025, gelesen am 01.11.2026. saastock.com
  3. Ticket Tailor: Our story, gelesen am 01.11.2026. tickettailor.com
  4. Ticket Tailor: Pricing, gelesen am 01.11.2026. tickettailor.com
  5. pretix: Preise, gelesen am 01.11.2026. pretix.eu
  6. pretix: Über uns, gelesen am 01.11.2026. pretix.eu
  7. pretix: Startseite (über 3.000 Kunden), gelesen am 01.11.2026. pretix.eu
  8. Eventfrog: Preise und Eventmodelle, gelesen am 01.11.2026. eventfrog.ch
  9. Eventbrite: Wie viel kostet es Veranstalter, Eventbrite zu nutzen?, gelesen am 01.11.2026. eventbrite.de
  10. EVVC: Pressemitteilung Meeting- und EventBarometer 2026, 06.05.2026. evvc.org
  11. Stripe: Preise, gelesen am 01.11.2026. stripe.com
  12. Hetzner: Cloud-Server, gelesen am 01.11.2026. hetzner.com
  13. Anthropic: Claude Preise, gelesen am 01.11.2026. claude.com
  14. Gesetze im Internet: § 312g BGB, gelesen am 01.11.2026. gesetze-im-internet.de
  15. Gesetze im Internet: § 2 ZAG, gelesen am 01.11.2026. gesetze-im-internet.de
  16. Destatis: Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2025. destatis.de

Änderungsprotokoll: 1. November 2026 Erstfassung.