x8-Steckbrief

Freelance-Texten und Lektorat: bis zu 5.000 € im Monat mit Texten und Lektorat für Unternehmen

bis 5.000 € Umsatz im Monat nach einem Jahr Eab 100 € Startkapitalunter 1 Monat bis zum ersten Euro11 bis 20 Std. pro Woche110 € Stundensatz erfahrener Texter

Buchstaben hinter Zahlen zeigen die Herkunft: A amtlich · S Selbstauskunft · E meine Einschätzung. Alle Kennzeichen erklärt.

Lesezeit 12 MinutenVon Simon Hubert, Gründer von x8Stand

Dienstag, 21 Uhr, ein Küchentisch in Leipzig: Eine Frau liest zum dritten Mal die Website-Texte eines Steuerbüros, streicht einen Satz und schickt die Rechnung über vier Stunden ab.

Genau das ist dieses Geschäftsmodell: Du schreibst oder überarbeitest Texte für Unternehmen und Autoren und rechnest nach Stunden, Seiten oder Pauschalen ab. Erfahrene Texter nehmen laut Berufsverband Text und Konzept meist 90 bis 130 Euro je Stunde. S

Spannend wird es hier: Nach dem Start von ChatGPT sank die Nachfrage nach Schreibaufträgen auf einer großen Freelance-Plattform um rund 30 Prozent, und trotzdem wurden die übrigen Aufträge besser bezahlt (DIW Berlin, 2024). D Wie du in diesem Markt deinen Platz findest, liest du hier.

Kurz gesagt: Bei dem Geschäftsmodell Freelance-Texten und Lektorat verkaufst du Texte, Lektorat und Content-Marketing an Unternehmen, Agenturen und Autoren, direkt oder über Plattformen wie Upwork. Verdienen kannst du vor allem mit einem Fachgebiet und festen Paketpreisen, denn der reine Wortpreis fällt durch KI.

Was ist Freelance-Texten und Lektorat und wie funktioniert das Geschäftsmodell?

Freelance-Texten und Lektorat ist eine Dienstleistung, bei der du als freie Texterin oder freier Lektor Texte für andere schreibst, überarbeitest oder korrigierst: Websites, Blogartikel, Bücher, Abschlussarbeiten. Bezahlt wird nach Stunden, nach Normseiten (eine Normseite hat 1.500 bis 1.800 Zeichen) oder pauschal je Projekt.

Der Kunde bringt Thema, Ziel und oft einen Rohtext mit. Dein Beitrag ist, was ein Sprachmodell allein nicht liefert: Branchenwissen, Faktencheck, der richtige Ton und die Verantwortung, dass der Text stimmt.

Ablauf: Ein Kunde schickt ein Briefing oder einen Rohtext. Du lieferst Fachwissen, Ton und Faktencheck; die KI liefert Entwurf und Rechtschreibprüfung. Heraus kommen ein fertiger Text, ein lektoriertes Manuskript oder eine Beratung zum Text. So läuft ein Auftrag 📝 📄 Briefing oder Rohtext Texter oder Lektorin Fachwissen und Ton Faktencheck Verantwortung (dein Teil) fertiger Text lektoriertes Manuskript Beratung zum Text Entwurf und Rechtschreibung macht die KI, den Unterschied machst du.
Du verkaufst keine Wörter, sondern einen Text, für den jemand geradesteht.

Welchen Umsatz kannst du mit Freelance-Texten und Lektorat realistisch erreichen?

Pro Auftrag verdienst du, was dein Kunde je Stunde, je Normseite oder je Projekt zahlt: im Lektorat meist 6 bis 12 Euro je Normseite, beim Texten für Unternehmen 50 bis 130 Euro je Stunde.

Als realistisches Ziel nach dem ersten Jahr rechne ich mit 1.000 bis 5.000 Euro Umsatz im Monat. E Die Spanne im Markt:

Preisskala je Stunde: Freie Journalisten melden im Durchschnitt 25 Euro (Freischreiber-Honorarreport, 27.09.2024). Lektorat Bauer nimmt 7 Euro je Normseite, das entspricht bei etwa fünf Seiten je Stunde rund 35 Euro (eigene Umrechnung, lektorat-bauer.de, Stand 12.01.2026). Alle Freelancer in Deutschland: 103 Euro (freelancermap, 17.03.2026). Erfahrene Texter laut Berufsverband Text und Konzept: etwa 110 Euro (Marktmonitor, 14.02.2025). Stundensätze im Markt 0 € 32 € 65 € 98 € 130 € Freischreiber25 € freie Journalisten Lektorat Bauer≈ 35 € (7 € je Seite) freelancermap103 € alle Freelancer Text und Konzept≈ 110 € erfahrene Texter Hier liegt dein Platz: Fachgebiet statt Wortpreis Quellen: Freischreiber, lektorat-bauer.de, freelancermap, Text und Konzept
Links der Massenmarkt für Wörter, rechts die Fachleute. Dein Platz ist rechts.

Wie tief der Boden liegt, zeigt die Textbörse Textbroker aus Mainz: Im Managed-Service zahlt sie durchschnittlich 3,2 Cent je Wort, Autoren mit fünf Sternen bekommen 6 bis 7 Cent (textbroker.de, gelesen am 21.10.2026). S Bei 500 Wörtern je Stunde wären das 16 bis 35 Euro. E

Eigene Berechnung von Simon Hubert: 50 abrechenbare Stunden im Monat zu 85 Euro ergeben 4.250 Euro Umsatz. Plattformgebühr von 10 Prozent auf 2.000 Euro Upwork-Umsatz: 200 Euro. Software, KI-Abo und Website: rund 120 Euro. Es bleiben etwa 3.900 Euro vor Steuern, Sozialversicherung und unbezahlter Akquisezeit. Rechenweg pro Monat bei 50 Stunden 4.250 € Umsatz, 50 Std. minus 200 € Plattformgebühr minus 120 € Software, Website ≈ 3.900 € bleiben vor Steuern, Akquise Eigene Berechnung (Simon Hubert), Annahme 85 € je Stunde, 50 Stunden
Akquise und Verwaltung kosten zusätzlich Zeit, die niemand bezahlt.

Das heißt für dich: Das Wort ist Ware, dein Fachgebiet und dein Urteil sind das Produkt.

Welche Fähigkeiten solltest du initial lernen, um erfolgreich mit Freelance-Texten und Lektorat starten zu können?

Unverzichtbar ist, dass du gut schreibst und Texte anderer besser machst, ohne ihnen deinen Stil aufzudrücken. Fast genauso wichtig ist ein Fachgebiet.

Balken = so wichtig ist die Fähigkeit für den Erfolgbraucht Erfahrungschnell lernbar
Schreiben und Stilgefühl100 %
Klar, passend zur Marke, fehlerfrei (KI liefert Entwürfe, den Ton triffst du). Lernzeit: Jahre
Fachgebiet und Branchenwissen80 %
Etwa Recht, Medizin, Technik (KI erklärt Begriffe, Erfahrung bringst du mit). Lernzeit: Monate
Akquise und Angebote75 %
Pakete, Preise, Nachfassen (KI schreibt Vorlagen, du führst das Gespräch). Lernzeit: wenige Wochen
Recherche und Faktencheck65 %
Quellen prüfen, Zahlen belegen (KI sucht vor, sie erfindet aber Quellen). Lernzeit: wenige Wochen
KI-Werkzeuge und Prompts60 %
Briefings in Entwürfe verwandeln (das macht die KI, du gibst Regeln vor). Lernzeit: Tage

Meine Einschätzung E: 100 % hieße, ohne diese Fähigkeit geht es nicht.

Welche Eckdaten hat Freelance-Texten und Lektorat?

Datenbox
Klasse und ModelltypK1 Dienstleistung · Produktisierte Dienstleistung, Agentur und KI-Automatisierung
ThemenfeldKreativität, Design und Medien
Startkapitalbis 500 Euro E
Zeit bis zum ersten Eurounter 1 Monat über Plattformen E
Wochenstunden11 bis 20 nebenbei E
Zulassungshürdefrei; vier Pflichten, siehe Abschnitt Recht
Reichweite nötig3 von 5: Empfehlungen und Profil nötig
Passiv-Grad1 von 5: jede Stunde wird einzeln verkauft
Umsatzklasse1.000 bis 5.000 Euro im Monat nach einem Jahr E
Wettbewerbhoch
KI-Hebel4 von 5
Sinn-Faktor3 von 5
Passt zu den GründertypenWortgewandter Autor
Wirtschaftszweig (WZ 2025)90.11.4 Sonstiges literarisches Schaffen; bei Werbetexten 73.11 Tätigkeiten von Werbeagenturen. E WZ 2025 ist die amtliche Klassifikation der Wirtschaftszweige (Destatis), nach der dein Gewerbe eingeordnet wird.

Datenlücke: Eine Verbandsstatistik zu Honoraren im freien Lektorat habe ich nicht gefunden; der VFLL nennt bewusst keine Preise.

Was kostet der Start und wie viel Zeit brauchst du?

Der Start kostet meist unter 500 Euro, denn Laptop und Textprogramm hast du vermutlich schon. Am besten rechnet man mit 11 bis 20 Wochenstunden bis zum ersten Auftrag.

BausteinWas es kostet
KI-Assistent Claude Pro20 US-Dollar im Monat, im Jahresabo 17 US-Dollar (claude.com, gelesen am 21.10.2026) S
Bewerbungen auf Upwork (Connects)0,15 US-Dollar je Connect; Servicegebühr 0 bis 15 Prozent (support.upwork.com, gelesen am 21.10.2026) S
Eigene Website bei ALL-INKLTarif Privat regulär 4,95 Euro im Monat, erster Monat kostenlos (all-inkl.com, gelesen am 29.10.2026) S
Anmeldung beim Finanzamtkostenlos über ELSTER; keine Gewerbeanmeldung bei schriftstellerischer Tätigkeit (§ 18 EStG) A

Wie startest du mit Freelance-Texten und Lektorat Schritt für Schritt?

Du startest mit einer Textart und einer Branche, die du kennst, und zeigst drei Arbeitsproben, bevor du den ersten Kunden ansprichst. Der erste Schritt ist ein Fachgebiet, in dem du Fehler siehst, die ein Sprachmodell übersieht.

  1. Fachgebiet wählen. Etwa Steuerberater, Handwerk oder Medizin, am besten aus deinem früheren Beruf.
  2. Drei Arbeitsproben bauen. Zwei Texte und ein Vorher-Nachher-Lektorat, gern für einen Verein ohne Honorar.
  3. Preise festlegen. Stundensatz, Seitenpreis und zwei Paketpreise, etwa „Website-Texte für Praxen“ zum Festpreis.
  4. Rechtliches vorbereiten. Die vier Punkte aus dem Abschnitt Recht: Finanzamt, Kleinunternehmer, Künstlersozialkasse, Nutzungsrechte.
  5. Erste Kunden gewinnen. Fünf Betriebe deines Fachgebiets mit einem konkreten Textfehler auf ihrer Website ansprechen.
  6. Probelektorat anbieten. Zwei bis drei Seiten kostenlos, wie Lektorat Bauer; danach kommt das Angebot.
  7. Empfehlungen einsammeln. Nach jedem Auftrag um Bewertung und Weiterempfehlung bitten.

Wie findest du die ersten Kunden für Freelance-Texten und Lektorat?

Am schnellsten über Menschen, die gerade einen Text brauchen und keine Zeit haben: Betriebe mit veralteter Website, Autoren kurz vor der Abgabe, Agenturen mit Auftragsspitzen. Sie kaufen das Ende eines Problems (Stichwort: Pain Fokus).

Laut Künstlersozialkasse waren zum 1. Januar 2026 insgesamt 183.383 Menschen versichert, davon 36.057 im Bereich Wort, also Autoren, Journalisten, Texter und Lektoren. Ihr durchschnittliches gemeldetes Jahreseinkommen lag bei 25.076 Euro. 36.057 Menschen sind in der Künstlersozialkasse im Bereich Wort versichert. Durchschnittliches Jahreseinkommen: 25.076 €. Alle Sparten zusammen: 183.383 Versicherte. Künstlersozialkasse, Stichtag 01.01.2026
Viele leben vom Wort, im Durchschnitt knapp. Dein Fachgebiet entscheidet.

Die 25.076 Euro aus der Grafik sind rund 2.100 Euro im Monat (Künstlersozialkasse, Stichtag 01.01.2026). A Gute Kanäle sind Upwork und freelancermap für die ersten Aufträge, das Lektoratsverzeichnis des VFLL und vor allem Agenturen und Webdesigner, die Texte für ihre Kunden brauchen.

Welche Tools und KI-Werkzeuge helfen beim Freelance-Texten und Lektorat?

Unverzichtbar sind ein Textprogramm mit Änderungsmodus, eine Rechtschreibprüfung und ein KI-Assistent für Entwürfe. Ziel ist es, klare Regeln festzulegen, was die KI vorbereitet.

TextprogrammWord oder Google Docs mit Änderungen nachverfolgen
RechtschreibungDuden-Mentor oder LanguageTool als erste Prüfung
KI-AssistentClaude oder ChatGPT für Entwürfe und Varianten
Plattform und RechnungUpwork oder freelancermap, dazu ein Rechnungstool

Wie sehr KI die Branche verändert, zeigt Supertext aus Zürich: Die Textagentur mit rund 120 Beschäftigten fusionierte 2024 mit dem KI-Übersetzer Textshuttle (netzwoche.ch, 04.04.2024). S

Welche Risiken hat Freelance-Texten und Lektorat?

Das größte Risiko: Für einfache Texte zahlt bald niemand mehr einen Menschen, weil ein Sprachmodell sie in Sekunden liefert. Dagegen helfen Fachgebiet und Verantwortung.

Weniger einfache Aufträge

Nach dem Start von ChatGPT sank die Nachfrage nach Schreibaufträgen auf einer großen Plattform um 30,4 Prozent (DIW Wochenbericht 35/2024). D
Gegenmittel: Fachtexte und Lektorat mit Verantwortung.

Preisdruck durch Textbörsen

Textbroker zahlt im Managed-Service durchschnittlich 3,2 Cent je Wort (textbroker.de, gelesen am 21.10.2026). S
Gegenmittel: Paketpreise für ein Ergebnis statt Wortpreise.

Geringes Einkommen im Schnitt

Freie Journalisten melden im Durchschnitt 25 Euro je Stunde (Freischreiber-Honorarreport, 27.09.2024). S
Gegenmittel: Unternehmenskunden statt Redaktionen.

Abhängigkeit von einer Plattform

Upwork behält je Vertrag 0 bis 15 Prozent Servicegebühr (support.upwork.com, gelesen am 21.10.2026). S
Gegenmittel: Früh eigene Kunden und Website aufbauen.
Ergebnisstreuung4 von 5: von 25 bis über 130 Euro je Stunde
Regulatorik1 von 5
Inhaberabhängigkeit5 von 5, ohne dich passiert nichts
Wiederkehrender Umsatzunter 25 Prozent; Rahmenverträge möglich
KI-Expositionminus 2 bei einfachen Texten, plus 1 bei Fachtexten
Kanalabhängigkeit2 von 4

Fortbestand: Von Gründungen mit Startkapital bis zu 5.000 Euro sind nach fünf Jahren 54 Prozent aktiv (KfW-Gründungsmonitor 2025). S 2025 gab es 69 Unternehmensinsolvenzen je 10.000 Unternehmen (Destatis, 13.03.2026). A

Praxisbeispiel: Wie John Doherty Lektorat im Abo auf 30.000 Dollar im Monat brachte

Auf dem Blog seiner Firma und im Gespräch mit Indie Hackers erzählt John Doherty, wie er mit EditorNinja ein Lektorat als festes Paket verkauft. Seine Kunden sind Content-Agenturen und Marketingteams, die viele Texte veröffentlichen und vorher gegenlesen lassen wollen. Laut eBiz Facts setzte EditorNinja im Frühjahr 2024 zwischen 30.000 und 40.000 Dollar im Monat um. S

So kam er auf die Geschäftsidee
Doherty betrieb zuvor Credo, einen Marktplatz für Marketing-Agenturen, und brauchte dort selbst jemanden, der die Blogtexte lektoriert. Dazu fiel ihm auf, wie viele Software-Firmen Texte mit Tippfehlern veröffentlichen und wie oft Firmen Texte von Content-Dienstleistern ungeprüft übernehmen. Bei einem Treffen seiner Unternehmergruppe in Costa Rica kam er zu dem Schluss, dass mit KI-Texten bald deutlich mehr Lektorat gebraucht wird.
So fing es an
Das Lektorat im Abo startete am 7. Januar 2022, am ersten Tag mit zwei Kunden. S Die erste Version baute er ohne Programmierung aus WordPress, Gravity Forms, Zapier und PayPal zusammen. Die erste Lektorin, Sophia, ist heute als Leiterin des Betriebs wieder fest dabei.
So gewinnt er Kunden
Die ersten Kunden kamen aus dem eigenen Netzwerk und über die wöchentliche Agentur-E-Mail von Credo. Später kamen Blogbeiträge für die Suchmaschine, Auftritte in Podcasts, Google Ads sowie Kontakte aus Unternehmergruppen und Communities dazu. Am meisten brachten nach seiner Einschätzung Beziehungen in der Marketingbranche, SEO und hilfreiche Fachbeiträge.
Das ging schief
Anfangs wollte Doherty eher eine Technikfirma als eine Agentur sein, baute Software und vernachlässigte den eigentlichen Service. Die Suche nach dem passenden Zielkunden dauerte lange und hatte mehrere Fehlstarts. Mitte 2023 kündigten viele Kunden, und er zweifelte mehrmals, ob das Geschäft überlebt. Erst als er sich mit Hilfe eines Coaches auf Abläufe und Lieferqualität konzentrierte, drehte sich das.
Diese Werkzeuge nutzt er
Für den Start WordPress, Gravity Forms, Zapier und PayPal, für die Auswertung der Besucherzahlen Fathom Analytics und für die Abstimmung mit dem Lektoratsteam Slack.
So schnell ist er gewachsen
Rund 18 Monate vor dem Frühjahr 2024 lag der Umsatz bei etwa 4.500 Dollar im Monat. S Bis Januar 2024 hatte EditorNinja insgesamt über 275.000 Dollar umgesetzt und mehr als 5,5 Millionen Wörter lektoriert, mit über 15 Lektorinnen und Lektoren seit dem Start. S Einen großen Schub brachten im Herbst 2023 KI-Texte, die Kunden vor der Veröffentlichung prüfen lassen wollten. Credo verkaufte er im September 2022; EditorNinja gehört laut eigener Website inzwischen zu Proofed.
Sein Rat
Doherty hält wenig vom Rat, der eigenen Leidenschaft zu folgen. Besser sei es, ein Problem zu lösen, in dem man gut ist, und für die Ausführung Menschen einzustellen. Und erst den Betrieb zuverlässig machen, dann Marketing und Vertrieb hochfahren.
Was du daraus mitnimmst
Für ein Lektorat in Deutschland heißt das: Ein Abo mit festem Wortkontingent für Agenturen und Marketingteams, die KI-Texte vor der Veröffentlichung prüfen lassen, ist planbarer als Einzelaufträge nach Normseite. E Die Zahlen sind Selbstauskünfte und nicht unabhängig geprüft.

Quellen: John Doherty: Two Years In The Market, EditorNinja-Blog, 09.01.2024 (aktualisiert 13.05.2024), gelesen am 30.10.2026. editorninja.com; eBiz Facts: He built 2 productized services to $30,000+ per month, eBiz Insider Ausgabe 379 vom 07.05.2024, gelesen am 30.10.2026. ebizfacts.beehiiv.com; Superframeworks: $547K ARR editing words, 09.02.2024, gelesen am 30.10.2026. superframeworks.com

Welche Beispiele für Freelance-Texten und Lektorat gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz?

Das stärkste Beispiel ist Lena Block aus Lüneburg: Sie arbeitet seit 2017 als freie Texterin, kam aus der Redaktion, nennt KI ihren „neuen Endgegner“ und nutzt sie zugleich selbst (textbueroblock.de, 08.01.2025). S

Die Zahlen liefern andere:

  • Lilli Koisser aus Wien verdiente in ihren ersten sechs Monaten als freie Texterin 7.314 Euro mit neun Kunden, bei 35 bis 60 Euro je Stunde (lillikoisser.at, Zahlen für 2013, gelesen am 21.10.2026). S
  • LIBRUM Publishers aus Basel berechnet für stilistisches Lektorat 7,50 Franken je Normseite (Preisliste vom 29.10.2025). S
  • Hollie Kingsland setzte als Texterin auf Upwork seit 2020 über 80.000 US-Dollar um, geschätzt rund 3.500 US-Dollar im Monat (eBiz Insider). S

Was musst du rechtlich beim Freelance-Texten und Lektorat beachten?

Eine Zulassung brauchst du nicht, nur vier Dinge, die einmal sauber aufgesetzt werden. Das Wichtigste: Klären, ob das Finanzamt dich als freien Beruf oder als Gewerbe einstuft.

  • Freier Beruf oder Gewerbe: eigene Texte mit eigenen Gedanken sind schriftstellerisch und damit freiberuflich; reines Korrektorat kann das Finanzamt als Gewerbe werten.
  • Kleinunternehmer entscheiden: bis 25.000 Euro Umsatz im Vorjahr darfst du ohne Umsatzsteuer abrechnen.
  • Künstlersozialkasse prüfen: dort versicherst du dich wie ein Angestellter, zur Hälfte bezahlt.
  • Nutzungsrechte regeln: welche Rechte der Kunde am Text bekommt und ob dein Name genannt wird.
Die Details mit Paragrafen und Fristen

Freier Beruf: Schriftstellerisch tätig ist, wer eigene Gedanken mit den Mitteln der Sprache schriftlich für die Öffentlichkeit niederlegt; das zählt zur selbstständigen Arbeit nach § 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG und braucht keine Gewerbeanmeldung (BMWK-Existenzgründungsportal, Stand November 2019). A Bei reinem Korrektorat oder bei Texten, die Angestellte für dich schreiben, kann das Finanzamt einen Gewerbebetrieb nach § 15 EStG annehmen; sicher ist nur eine verbindliche Auskunft. A In Österreich ist „Werbetexter“ ein freies Gewerbe (WKO, 12.06.2025), in der Schweiz entscheidet die AHV-Ausgleichskasse über deine Anerkennung als selbstständig, unter anderem anhand mehrerer Auftraggeber.

Umsatzsteuer: Seit dem 1. Januar 2025 gilt die Kleinunternehmerregelung bis 25.000 Euro Nettoumsatz im Vorjahr und 100.000 Euro im laufenden Jahr (§ 19 Abs. 1 UStG). A Wer darüber liegt, weist ab dem Tag der Überschreitung Umsatzsteuer aus.

Künstlersozialkasse: Selbstständige Publizisten sind versicherungspflichtig, wenn sie die Tätigkeit erwerbsmäßig und nicht nur vorübergehend ausüben (§ 1 KSVG); Lektoren und Autoren gehören zum Bereich Wort. A Versicherungsfrei bleibt, wer unter 3.900 Euro Jahreseinkommen liegt, Berufsanfänger sind davon drei Jahre lang ausgenommen (§ 3 KSVG). A

Urheberrecht: Du räumst dem Kunden Nutzungsrechte ein (§ 31 UrhG) und hast Anspruch auf eine angemessene Vergütung (§ 32 UrhG); auf die Nennung deines Namens kannst du vertraglich verzichten (§ 13 UrhG), so funktioniert Ghostwriting. A

Datenschutz: Wenn du für Praxen, Kanzleien oder Personalabteilungen Texte mit Namen und Daten von Menschen bearbeitest, brauchst du einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung (Art. 28 DSGVO), und du solltest solche Daten nicht ungeprüft in einen KI-Dienst laden. A

Keine Rechtsberatung: Lass Verträge und Pflichten einmal fachlich prüfen.

Für wen passt Freelance-Texten und Lektorat und für wen nicht?

Es passt zu Menschen, die gern präzise schreiben und ein Fachgebiet mitbringen, etwa zum wortgewandten Autor mit Branchenerfahrung oder zur detailverliebten Fachexpertin, die nebenbei startet.

Lass es, wenn

  • du Texte lieber schnell als richtig fertig hast,
  • du kein Fachgebiet hast und nur allgemeine Blogtexte anbieten willst, denn die schreibt ein Sprachmodell billiger,
  • du ungern Preise nennst und nachfasst, denn ohne Akquise bleibt der Kalender leer.

Welche Fragen stellen Menschen am häufigsten zum Freelance-Texten und Lektorat?

Was kostet ein Lektorat pro Normseite?

Meist 6 bis 12 Euro je Normseite, Korrektorat 3 bis 6 Euro; Lektorat Bauer nimmt 7 Euro, korrektur.de ab 4,90 Euro (lektorat.ai, lektorat-bauer.de, korrektur.de, gelesen am 21.10.2026). S

Lohnt sich Texten noch, wenn KI schreibt?

Für einfache Texte kaum: Die Nachfrage sank auf einer großen Plattform nach ChatGPT um rund 30 Prozent (DIW Berlin, 2024). D Die übrigen Aufträge wurden besser bezahlt, deshalb lohnt es sich realistisch nur mit Fachgebiet. E

Wie viel verdient ein freier Texter im Jahr?

Versicherte im Bereich Wort der Künstlersozialkasse melden im Durchschnitt 25.076 Euro (Stichtag 01.01.2026). A Erfahrene Texter mit 110 Euro je Stunde und 800 abrechenbaren Stunden kämen auf 88.000 Euro. E

Welche Geschäftsideen ähneln dem Freelance-Texten und Lektorat?

Simon Hubert, Gründer von x8
Über den Autor

Simon Hubert

Gründer von x8, Agenturgründer seit 2011

Simon Hubert hat 2011 seine erste Digitalagentur gegründet und betreut seitdem Websites, Sichtbarkeit und Abläufe für kleine und mittlere Betriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er hält einen Master in Business Informatics der Universität Mannheim und ist seit über 20 Jahren in Digitalisierung und IT unterwegs, mehrere Jahre davon in Großkonzernen. Mit x8 prüft er Geschäftsideen so, wie er es für sich selbst tun würde: mit belastbaren Zahlen, nachvollziehbaren Quellen und einer Rechnung, die du Schritt für Schritt selbst nachprüfen kannst.

Woher stammen die Zahlen auf dieser Seite?

Jede Zahl trägt ein Kennzeichen. Fährst du mit der Maus darüber, steht die Herkunft im Klartext. Was ich selbst gerechnet oder eingeschätzt habe, ist immer mit E markiert und im Text begründet.

A amtlich: Destatis, KfW-Register, Gesetzestexte, Gerichtsentscheidungen T Transaktionsdaten: Verkaufsplattformen wie Flippa, Empire Flippers oder Acquire.com, Zahlungsanbieter wie Stripe oder Steady S Selbstauskunft oder Befragung: Angaben von Anbietern, Interviews, Presse über Finanzierungen, KfW- und DIHK-Befragungen M Schätzung Dritter: Modellrechnungen und Prognosen von Instituten, etwa das IfM Bonn zur Nachfolge D Messung Dritter: Werkzeuge wie Ahrefs, Similarweb oder Profound E eigene Berechnung oder Einschätzung von Simon Hubert, Rechenweg und Annahmen stehen im Text
Quellen und Prüfstand: alle Angaben geprüft am 21. Oktober 2026
  1. Berufsverband Text und Konzept: Was kostet Text? Interview zum neuen Marktmonitor, 14.02.2025, gelesen am 21.10.2026. berufsverbandtext.de
  2. Freischreiber: Honorarreport 2024, 27.09.2024 (turi2 und Report-PDF), gelesen am 21.10.2026. freischreiber.de
  3. freelancermap: Pressemitteilung zum Freelancer-Einkommen 2026, 17.03.2026, gelesen am 21.10.2026. freelancermap.at
  4. Lektorat Bauer: Lektorat und Preise, Stand 12.01.2026, gelesen am 21.10.2026. lektorat-bauer.de
  5. korrektur.de: Lektorat Kosten 2026, gelesen am 21.10.2026. korrektur.de
  6. lektorat.ai: Was kostet ein Lektorat 2026? (Anbieter von KI-Lektorat, Marktübersicht), gelesen am 21.10.2026. lektorat.ai
  7. Textbroker: Jobs für Freelancer, Wortpreise, gelesen am 21.10.2026. textbroker.de
  8. Upwork: Freelancer Service Fees und Connects, gelesen am 21.10.2026. support.upwork.com
  9. Claude: Pricing, gelesen am 21.10.2026. claude.com
  10. ALL-INKL.COM: Webhosting-Tarife, gelesen am 29.10.2026. all-inkl.com
  11. Künstlersozialkasse: KSK in Zahlen, Stichtag 01.01.2026, gelesen am 21.10.2026. kuenstlersozialkasse.de
  12. DIW Berlin: Generative Künstliche Intelligenz reduziert Nachfrage nach Freelance-Arbeit auf Online-Plattformen, Wochenbericht 35/2024, gelesen am 21.10.2026. diw.de
  13. ver.di M, Menschen Machen Medien: Ein Drittel weniger Aufträge durch KI, 11.09.2024, gelesen am 21.10.2026. mmm.verdi.de
  14. Textbüro Block (Lena Block): Mein Job als Texterin von 2008 bis jetzt, 08.01.2025, gelesen am 21.10.2026. textbueroblock.de
  15. Lilli Koisser: Einnahmenreport, meine ersten 6 Monate als freie Texterin (Zahlen für 2013), gelesen am 21.10.2026. lillikoisser.at
  16. LIBRUM Publishers & Editors, Basel: Preise und Konditionen, 29.10.2025, gelesen am 21.10.2026. librum-publishers.com
  17. netzwoche.ch: Textshuttle und Supertext fusionieren, 04.04.2024, gelesen am 21.10.2026. netzwoche.ch
  18. BMWK-Existenzgründungsportal: Eigene Texte verkaufen, gewerbliche oder freiberufliche Tätigkeit, Stand November 2019, gelesen am 21.10.2026. existenzgruendungsportal.de
  19. selbststaendigkeit.de: Kleinunternehmer nach § 19 UStG ab 2025, aktualisiert 18.10.2026, gelesen am 21.10.2026. selbststaendigkeit.de
  20. selbststaendig.de: Wer darf in die Künstlersozialkasse?, Stand 24.11.2025, gelesen am 21.10.2026. selbststaendig.de
  21. WKO: Texten und Konzeption, Werbetexter als freies Gewerbe, 12.06.2025, gelesen am 21.10.2026. wko.at
  22. Magic Heidi: Anmeldung bei der AHV-Ausgleichskasse als Selbstständiger (Schweiz), gelesen am 21.10.2026. magicheidi.ch
  23. Gesetzestexte: § 18 und § 15 EStG, § 19 UStG, § 1 und § 3 KSVG, § 13, § 31 und § 32 UrhG, Art. 28 DSGVO. gesetze-im-internet.de
  24. NACE Rev. 2.1 (Grundlage der WZ 2025): Gruppe 90.1, Klasse 90.11 literarisches und musikalisches Schaffen, gelesen am 21.10.2026. nace.lursoft.lv
  25. eBiz Insider und Starter Story: Belege Hollie Kingsland (Upwork) und Scribe Media, aus der x8-Datenbasis.
  26. KfW Research: KfW-Gründungsmonitor 2025, Juni 2025. kfw.de
  27. Destatis: Pressemitteilung Nr. 085, 13.03.2026. destatis.de
  28. John Doherty: Two Years In The Market, EditorNinja-Blog, 09.01.2024 (aktualisiert 13.05.2024), gelesen am 30.10.2026. editorninja.com
  29. eBiz Facts: He built 2 productized services to $30,000+ per month, eBiz Insider Ausgabe 379 vom 07.05.2024, gelesen am 30.10.2026. ebizfacts.beehiiv.com
  30. Superframeworks: $547K ARR editing words, 09.02.2024, gelesen am 30.10.2026. superframeworks.com

Änderungsprotokoll: 21. Oktober 2026 Erstfassung.