x8-Steckbrief

KI-generierter Dokumentar-Podcast aus Aktenbergen: bis zu 5.000 € im Monat mit vertonten Recherchen aus öffentlichen Dokumenten

bis 5.000 € Umsatz im Monat nach einem Jahr Eab 500 € Startkapital3 bis 6 Monate bis zum ersten Euro11 bis 20 Std. pro Woche95 % automatisiert beim Vorbild

Buchstaben hinter Zahlen zeigen die Herkunft: A amtlich · S Selbstauskunft · E meine Einschätzung. Alle Kennzeichen erklärt.

Lesezeit 12 MinutenVon Simon Hubert, Gründer von x8Stand

Dienstagabend in einer Leipziger Altbauküche: Eine Lehrerin lädt den Abschlussbericht eines Untersuchungsausschusses herunter, mehrere hundert Seiten. Nach zwanzig Minuten klappt sie den Laptop zu, obwohl sie das Thema brennend interessiert.

Dieses Geschäftsmodell macht aus solchen Aktenbergen einen Podcast: Eine KI liest die Dokumente, du legst Themen, Ton und Prüfregeln fest, und KI-Stimmen sprechen die Folgen. Werbung in Podcasts wird im deutschsprachigen Markt meist mit 20 bis 40 Euro je 1.000 Abrufe bezahlt. M

Der Widerspruch: Ein Gründer in Großbritannien kam damit nach eigener Angabe in der ersten Woche auf über 100.000 Abrufe S, ein durchschnittlicher Podcast im ersten Monat auf 141. Was davon übertragbar ist und wo die rechtlichen Fallen liegen, liest du hier.

Kurz gesagt: Bei dem Geschäftsmodell KI-generierter Dokumentar-Podcast aus Aktenbergen lässt du große Mengen öffentlicher Dokumente, etwa Gerichtsurteile, Ausschussprotokolle oder Behördenberichte, von einer KI auswerten und als Podcast-Serie mit KI-Stimmen veröffentlichen. Verdienen kannst du über Werbung in den Folgen, Sponsoren und bezahlte Zusatzfolgen.

Was ist ein KI-generierter Dokumentar-Podcast aus Aktenbergen und wie funktioniert das Geschäftsmodell?

Ein KI-generierter Dokumentar-Podcast aus Aktenbergen ist eine Hörserie, die aus Tausenden Seiten öffentlicher Dokumente verständliche Folgen macht. Die KI liest, ordnet und schreibt vor, du entscheidest über Themen, Quellen und Prüfregeln.

Technisch ist es eine Kette, eine sogenannte Pipeline: einlesen, Text aus Scans ziehen, Personen und Daten verknüpfen, Skripte schreiben, prüfen, vertonen, veröffentlichen. Dein Beitrag ist das redaktionelle Urteil, was belegt ist und was nur Behauptung.

Nischen, die ich für tragfähig halte E: neue Urteile des Bundesfinanzhofs für Steuerberater in zehn Minuten; Ratsprotokolle einer Großstadt für Kommunalpolitiker; Prüfberichte und Richtlinien für Pflegeheimleitungen. Hypernischen sind etwa Planfeststellungen für Projektentwickler oder Vergabeentscheidungen für Bieter bei Ausschreibungen. Kleine Fachgruppen zahlen oft eher für Zeitersparnis als ein breites Publikum für Unterhaltung. E

Ablauf: Öffentliche Dokumente wie Urteile, Protokolle und Berichte gehen in die KI-Pipeline. Du legst Themen, Quellen und Prüfregeln fest. Ergebnisse: eine vertonte Folge, ein Transkript mit Quellenlinks und, wenn die Prüfung anschlägt, eine Rückfrage an dich. So entsteht eine Folge 📄 📁 Urteile, Protokolle Berichte KI-Pipeline Lesen, verknüpfen Skript, Prüfung, Stimme Themenwahl (dein Teil) Folge auf Spotify, Apple Transkript mit Quellen Rückfrage an dich Lesen kann die KI, Verantwortung trägst du.
Du verkaufst keine Stimmen, sondern Überblick über Material, das sonst niemand liest.

Welchen Umsatz kannst du mit einem KI-generierten Dokumentar-Podcast aus Aktenbergen realistisch erreichen?

Bezahlt wird vor allem nach Reichweite: je 1.000 Abrufe meist 20 bis 40 Euro für einen Werbespot. M Der Hebel liegt darin, dass die KI täglich Folgen liefert und jede Folge eine neue Werbefläche ist.

Als realistisches Ziel nach dem ersten Jahr rechne ich mit 1.000 bis 5.000 Euro Umsatz im Monat E; mehr geht meist nur mit mehreren Serien.

Preisskala je 1.000 Abrufe: Podder nennt für Werbespots 20 bis 40 Euro (08.03.2021). heise online verlangt für eine Sponsoring-Woche des Podcasts kurz informiert mit rund 300.000 Abrufen 7.900 Euro, rund 26 Euro je 1.000 Abrufe (eigene Berechnung, Mediadaten 2025). Für eigene Formate wie eingebaute Empfehlungen nennt Podder 40 bis 100 Euro. Werbepreis je 1.000 Abrufe 0 € 28 € 55 € 82 € 110 € Spot, Untergrenze20 € (Podder) heise kurz informiert≈ 26 € rechnerisch Spot, Obergrenze40 € (Podder) Eigenes Formatbis 100 € (Podder) Dein Platz: Fachpublikum Quellen: podderapp.com, mediadaten.heise.de
Links der normale Werbespot, rechts Formate, die eng zum Fachpublikum passen.

Die Rechnung mit heise: 7.900 Euro für fünf Tage Sponsoring bei rund 300.000 Abrufen S ergeben etwa 26 Euro je 1.000 Abrufe. E

Eigene Berechnung von Simon Hubert: 30 Folgen mit je 2.000 Abrufen ergeben 60.000 Abrufe. Zwei Werbeplätze je Folge zu 25 Euro je 1.000 Abrufe bringen voll verkauft 3.000 Euro, bei zwei Dritteln verkaufter Plätze 2.000 Euro. KI-Abos, Stimme und Rechenzeit: rund 300 Euro. Hosting, Vermarktung und Buchhaltung: rund 300 Euro. Es bleiben etwa 1.400 Euro vor Steuern. Rechenweg pro Monat, tägliche Folge 2.000 € Werbeumsatz minus 300 € KI, Stimme, Rechenzeit minus 300 € Hosting, Vermarktung ≈ 1.400 € bleiben vor Steuern Eigene Berechnung (Simon Hubert), Annahme 60.000 Abrufe und 25 Euro je 1.000
Die KI-Kosten bleiben fast gleich, egal ob 100 oder 100.000 Menschen zuhören.

Das heißt für dich: Eine Folge ist billig, Geld bringt erst ein treues Publikum, das jede Folge hört.

Welche Fähigkeiten solltest du initial lernen, um erfolgreich einen KI-generierten Dokumentar-Podcast aus Aktenbergen betreiben zu können?

Am wichtigsten ist redaktionelles Urteil: erkennen, was eine Akte wirklich belegt. Fast genauso wichtig ist, eine Kette aus KI-Werkzeugen zu bauen, die verlässlich jeden Tag läuft.

Balken = so wichtig ist die Fähigkeit für den Erfolgbraucht Erfahrungschnell lernbar
Redaktion und Faktenprüfung100 %
Belegtes von Behauptung trennen (KI markiert Widersprüche, entscheiden musst du). Lernzeit: Monate
Pipeline bauen80 %
Einlesen, prüfen, veröffentlichen als feste Kette (KI schreibt den Code). Lernzeit: wenige Wochen
Medienrecht im Alltag70 %
Persönlichkeitsrechte, Kennzeichnung, Impressum (KI erklärt, Grenzfälle klärt ein Anwalt). Lernzeit: wenige Wochen
Vertrieb und Vermarktung70 %
Hörer und Sponsoren gewinnen (KI entwirft Mediadaten, verkaufen musst du). Lernzeit: Monate
Sprechertexte (das macht die KI)20 %
Hörbare Sätze schreiben; Text und Stimme liefert die KI. Lernzeit: keine

Meine Einschätzung E: 100 % hieße, ohne diese Fähigkeit geht es nicht.

Welche Eckdaten hat ein KI-generierter Dokumentar-Podcast aus Aktenbergen?

Datenbox
Klasse und ModelltypK3 Reichweite · Audience-Assets
ThemenfeldKI, Technik und Entwickler-Tools
Startkapital500 bis 5.000 Euro, vor allem KI-Abos für einige Monate E
Zeit bis zum ersten Euro3 bis 6 Monate, erst muss ein Publikum entstehen E
Wochenstunden11 bis 20 beim Aufbau, danach eher 6 bis 10 E
Zulassungshürdefrei; Gewerbe oder freier Beruf klären, siehe Abschnitt Recht
Reichweite nötig5 von 5: weltweit über Podcast-Apps
Passiv-Grad4 von 5: Pipeline läuft, Prüfung bleibt
Umsatzklasse1.000 bis 5.000 Euro im Monat nach einem Jahr E
Wettbewerbmittel
KI-Hebel5 von 5
Sinn-Faktor4 von 5
Passt zu den GründertypenVisionärer Architekt
Wirtschaftszweig (WZ 2025)60.10 Hörfunkveranstalter und Verbreitung von Audioinhalten; bei überwiegend eigener Recherche 90.11.3 Journalismus. E WZ 2025 ist die amtliche Klassifikation der Wirtschaftszweige (Destatis), nach der dein Gewerbe eingeordnet wird.

Datenlücke: Einen deutschsprachigen, vollständig KI-erzeugten Dokumentar-Podcast mit veröffentlichten Abrufzahlen habe ich nicht gefunden. Die Werbepreise stammen aus einem Ratgeber von 2021 und Verlags-Mediadaten.

Was kostet der Start und wie viel Zeit brauchst du?

Der Start kostet meist 500 bis 5.000 Euro E, fast nur für KI-Abos, Stimme und Hosting. Am besten rechnet man mit drei bis sechs Monaten, bis Werbegeld fließt.

BausteinWas es kostet
Claude als Sprachmodell, Tarif Max100 US-Dollar im Monat, Pro ab 17 US-Dollar (claude.com, gelesen am 01.11.2026) S
KI-Stimmen bei ElevenLabsCreator 22 US-Dollar für rund 121 Minuten, Pro 99 US-Dollar für rund 600 Minuten im Monat (elevenlabs.io, gelesen am 01.11.2026) S
Podcast-Hosting bei Podigee mit Werbeeinbindung und BezahlschrankeTarif Scale 39 Euro netto im Monat (podigee.com, gelesen am 01.11.2026) S

Wie startest du einen KI-generierten Dokumentar-Podcast aus Aktenbergen Schritt für Schritt?

Du startest mit einem Aktenberg, den deine Zielgruppe kennt, aber nicht lesen will. Der erste Schritt: drei Dokumente von Hand prüfen, ob daraus eine nützliche Folge wird.

  1. Aktenberg wählen. Öffentliche, laufend wachsende Dokumente mit einem klaren Publikum, etwa Urteile oder Ratsprotokolle.
  2. Rechtliches vorbereiten. Die Punkte aus dem Abschnitt Recht: Gewerbe oder freien Beruf klären, Impressum mit verantwortlicher Person, KI-Kennzeichnung und Regeln für genannte Menschen.
  3. Pipeline bauen. Einlesen, Skript, automatische Prüfung gegen das Original, Stimme und Veröffentlichung als feste Kette.
  4. Transkripte veröffentlichen. Jede Aussage verlinkt auf das Dokument, das schafft Vertrauen und wird bei Google gefunden.
  5. Fachgruppen ansprechen. Verbände, Foren und Newsletter der Zielgruppe bekommen eine passende Folge als Kostprobe.
  6. Sponsor gewinnen. Ab einigen tausend Abrufen im Monat lohnt ein Paket für einen Anbieter aus der Branche.

Wie findest du die ersten Hörer und Sponsoren für deinen KI-generierten Dokumentar-Podcast aus Aktenbergen?

Am schnellsten über Menschen, die beruflich mit den Akten zu tun haben und keine Zeit zum Lesen finden. Der Schmerz ist Zeitdruck: Wer zehn Minuten hört statt drei Stunden zu lesen, bleibt dabei.

Laut der österreichischen Regulierungsbehörde RTR, zitiert von futurezone am 16.07.2026, hören 43 Prozent der Menschen in Österreich Podcasts. 43 % der Menschen in Österreich hören Podcasts. Angabe der Behörde RTR. Zitiert von futurezone. RTR über futurezone.at, 16.07.2026
Das Publikum ist da, es fehlt an Formaten, die schwere Stoffe hörbar machen.

Adam Levy schrieb, Software baue sich inzwischen fast von selbst, Vertrieb aber nicht. S Für den Start eignen sich Fachverbände, LinkedIn-Gruppen und Newsletter der Zielgruppe; Sponsoren sind oft Softwareanbieter derselben Branche. E

Welche Tools und KI-Werkzeuge helfen beim KI-generierten Dokumentar-Podcast aus Aktenbergen?

Unverzichtbar ist ein starkes Sprachmodell mit großem Kontextfenster, also viel Platz für Text auf einmal. Ziel ist es, dass jeder Schritt automatisch läuft und nur bei Warnungen ein Mensch eingreift.

Sprachmodelletwa Claude zum Lesen, Verknüpfen und Schreiben der Skripte
Texterkennungfür eingescannte Akten, Bilder und Tabellen
KI-Stimmeetwa ElevenLabs für Sprecher in mehreren Sprachen
Hosting und WebsitePodigee für die Folgen, WordPress mit MCP für Transkripte

Welche Risiken hat ein KI-generierter Dokumentar-Podcast aus Aktenbergen?

Das größte Risiko: Die KI verdreht eine Aussage über einen echten Menschen, und du haftest. Dagegen helfen Prüfregeln gegen das Original, Quellenlinks und eine Rechtsprüfung heikler Folgen.

Erfundene Fakten

Sprachmodelle erzeugen manchmal Aussagen, die in keinem Dokument stehen; Levy prüft deshalb automatisch gegen das Original. S
Gegenmittel: Jede Behauptung mit Link aufs Dokument.

Flut an KI-Podcasts

Laut einem Bericht von Bloomberg vom April 2026 waren in einer Woche 39 Prozent der neuen Podcasts KI-generiert, zitiert von futurezone. M
Gegenmittel: Enge Nische und belegte Qualität.

Skepsis beim Publikum

Emily Bell vom Tow Center fand die Serie klar als KI erkennbar, ihr Interesse ließ nach (Fast Company, 24.02.2026). S
Gegenmittel: Kürzere Folgen mit klarem Nutzen.

Ein Thema als Ausnahme

Levy nennt das Epstein-Thema selbst eine Ausnahme; sein zweiter Podcast kam nach rund zwei Wochen auf 33.000 Abrufe. S
Gegenmittel: Mehrere kleine Serien testen.
Ergebnisstreuung5 von 5: wie weit Erfolg und Misserfolg auseinanderliegen; hier von fast null bis Millionen Abrufen je nach Thema
Regulatorik3 von 5
Inhaberabhängigkeit2 von 5, Hörer folgen dem Thema, nicht deiner Stimme
Wiederkehrender Umsatzmeist unter 50 Prozent, Werbung schwankt mit den Abrufen E
KI-Expositionplus 2, das Modell entsteht erst durch KI
Kanalabhängigkeit3 von 4

Fortbestand: Von Gründungen mit Startkapital bis zu 5.000 Euro sind nach fünf Jahren 54 Prozent aktiv (KfW-Gründungsmonitor 2025). S 2025 gab es 69 Unternehmensinsolvenzen je 10.000 Unternehmen (Destatis, 13.03.2026). A

Praxisbeispiel: Wie Adam Levy mit KI aus Millionen Aktenseiten einen Chart-Podcast machte

In seinem Newsletter und in der Colin and Samir Show erzählt Adam Levy, Gründer mit Erfahrung in Software und Datenprodukten, wie er Anfang Februar 2026 den Podcast „The Epstein Files“ baute. Die Serie wertet die veröffentlichten Ermittlungs- und Gerichtsakten zum Fall Jeffrey Epstein aus; Geld verdient er damit nach eigener Angabe bis März 2026 noch nicht. S

So kam er auf die Geschäftsidee
Levy lernt nach eigener Aussage besser über Audio und hatte sich schon eine App gebaut, die Links zu Videos in Hör-Zusammenfassungen verwandelt. Bei den rund 3,5 Millionen Seiten der Epstein-Akten sah er Material, das kein Mensch vollständig lesen und querverbinden kann, eine KI aber schon. Ausdrücklich nicht als Ersatz für Journalisten, sondern für Aufgaben, die für Menschen praktisch unmöglich sind.
So fing es an
Gestartet als Wochenendprojekt mit Claude und einem Mac mini: In zwei Tagen mit 14 bis 16 Stunden entstanden 64 Folgen, bis zum 12. Februar waren 73 live. S Mitte Dezember wusste er nach eigener Aussage noch nicht, was eine Konfigurationsdatei ist.
Diese Werkzeuge nutzt er
Claude von Anthropic, dazu Modelle von Google und OpenAI, KI-Stimmen und Hilfsmittel wie Internet Archive und Google Pinpoint. Die Akten verarbeitet er in Blöcken; Verbindungen zwischen Namen, Orten und Themen kommen nur mit einem Vertrauenswert ins Skript. Eine Website mit durchsuchbaren Transkripten verlinkt jede Aussage auf das Originaldokument.
So läuft es heute
Nach seiner Schätzung zu 95 Prozent autonom und zu 5 Prozent er selbst. S Vor jeder Veröffentlichung prüft ein Programm das Skript mit einer Punktzahl; Levy greift nur ein, wenn es Warnungen gibt. Die Leitlinie lautet: Gefühle raus, Spannung drin.
So schnell ist er gewachsen
Über 100.000 Abrufe in der ersten Woche, im März 2026 über 2 Millionen; jede neue Folge holt nach seiner Angabe innerhalb weniger Stunden mindestens 10.000 Abrufe. S Laut Fast Company stand die Serie in den Top 10 bei Apple Podcasts.
Das ging schief
Für seinen zweiten Podcast „War Desk“ plante er einen Live-Feed, gab das aber auf, weil Nachrichten zu schnell wechseln; jetzt gibt es tägliche Zusammenfassungen. Die Serie kam nach rund zwei Wochen auf 33.000 Abrufe S, also weit weniger als das Epstein-Thema.
Sein Rat
Ein einzelner Prompt in ChatGPT oder Claude reicht nicht, es braucht Arbeitsablauf, Datenaufbereitung und laufende Verbesserung. Software baut heute fast jeder, Vertrieb lässt sich nicht wegprompten. Engpässe im eigenen System suchen und die Werkzeuge gründlich lernen.
Was du daraus mitnimmst
Übertragbar ist die Pipeline mit Prüfung gegen das Original, nicht die Reichweite: Im deutschsprachigen Raum würde ich mit einer Fachnische und einigen tausend Abrufen je Folge rechnen. E Die Zahlen sind Selbstauskünfte und nicht unabhängig geprüft.

Zur Quellenlage: Die Zahlen sind uneinheitlich: Levy nennt über 100.000 Abrufe in der ersten Woche, Fast Company über 700.000 innerhalb weniger Tage, im März 2026 sind es über 2 Millionen. Fast Company meldet die Top 10 bei Apple Podcasts, Podcast News Daily Platz 6 der Top-Serien, in der Colin and Samir Show ist von Platz 1 in Großbritannien die Rede. Die Zusammenfassung der Folge ist KI-erzeugt. Einnahmen nennt keine Quelle.

Quellen: Levy’s Newsletter: I Vibe Coded The Epstein Files Podcast With Claude and Hit 100K Downloads in a Week, 13.02.2026, gelesen am 01.11.2026. levychain.substack.com; The Colin and Samir Show: He Built an AI Podcast and It Became the #1 Show, 18.03.2026, Zusammenfassung gelesen am 01.11.2026. pod.wave.co; Fast Company: He built a hit podcast about the Epstein files, 24.02.2026, gelesen am 01.11.2026. fastcompany.com

Welche Beispiele für einen KI-generierten Dokumentar-Podcast aus Aktenbergen gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz?

Das stärkste Beispiel aus Deutschland ist der Journalist Malte Herwig: Seit September 2025 lässt er im Podcast „The Art of the Interview“ zwei KI-Stimmen über seine früheren Interviews sprechen, wöchentlich rund 20 Minuten (turi2, 04.09.2025). S

Eine deutsche Testversion überzeugte ihn noch nicht. Genau dort, bei deutschen KI-Stimmen, ist der Wettbewerb kleiner. E

  • Missing Link aus Österreich produziert Podcasts mit geklonten Stimmen, etwa des Journalisten Michael Nikbakhsh, und setzt KI nach eigener Aussage nur als Hilfsmittel ein (futurezone, 16.07.2026). S
  • Österreichisches Parlament nutzt für einen Podcast eine KI, die die Stimme seines Sprechers Karl-Heinz Grundböck nachbildet (futurezone, 16.07.2026). S
  • The Epstein Files von Adam Levy aus Großbritannien ist der internationale Vorreiter, ausführlich im Praxisbeispiel oben.

Was musst du rechtlich beim KI-generierten Dokumentar-Podcast aus Aktenbergen beachten?

Vier Dinge werden vor der ersten Folge geklärt. Das Wichtigste: Ein Podcast über echte Menschen und Vorwürfe ist Journalismus, und dafür gelten Sorgfaltspflichten.

  • Gewerbe oder freien Beruf klären, bevor Werbegeld fließt.
  • Impressum mit verantwortlicher Person auf Website und in den Podcast-Angaben.
  • KI-Einsatz offenlegen, vor allem bei künstlichen Stimmen.
  • Vorwürfe sorgfältig prüfen, besonders wenn Menschen mit Namen vorkommen.
Die Details mit Paragrafen und Fristen

Amtliche Werke: Gesetze, Verordnungen, amtliche Bekanntmachungen und Gerichtsentscheidungen genießen keinen Urheberrechtsschutz (§ 5 UrhG). A Für private E-Mails oder Gutachten in einer Akte gilt das nicht automatisch.

Sorgfalt und Impressum: Journalistisch-redaktionelle Angebote brauchen eine verantwortliche Person im Impressum und müssen journalistische Grundsätze einhalten (§§ 18, 19 Medienstaatsvertrag). A In Österreich gilt das Mediengesetz. A

KI-Kennzeichnung: Künstlich erzeugte Audioinhalte, die echt wirken, müssen offengelegt werden (Art. 50 Abs. 4 KI-Verordnung). A Den aktuellen Stand der Anwendung musst du gegebenenfalls zum Start abklären.

Gewerbe oder freier Beruf: Journalistische Tätigkeit kann freiberuflich sein (§ 18 EStG), reine Werbevermarktung ist eher Gewerbe (§ 14 GewO). A Was bei dir gilt, musst du gegebenenfalls mit deinem Steuerberater abklären.

Keine Rechtsberatung: Lass Verträge und Pflichten einmal fachlich prüfen.

Für wen passt ein KI-generierter Dokumentar-Podcast aus Aktenbergen und für wen nicht?

Es passt zum Visionären Architekten, der gern Systeme aus KI-Werkzeugen baut, und zum Wortgewandten Autor, der aus trockenem Stoff eine Geschichte macht.

Lass es, wenn

  • du nicht bereit bist, für jede Aussage über echte Menschen geradezustehen,
  • du schnelle Einnahmen brauchst, denn Werbegeld kommt erst mit Reichweite,
  • dich Akten, Protokolle und Urteile langweilen, auch wenn die KI sie liest.

Welche Fragen stellen Menschen am häufigsten zum KI-generierten Dokumentar-Podcast aus Aktenbergen?

Was kostet ein KI-Podcast im Monat?

Mit Claude Max für 100 US-Dollar, ElevenLabs Pro für 99 US-Dollar und Podigee Scale für 39 Euro netto liegst du bei rund 230 Euro im Monat. E Kleinere Tarife reichen für den Anfang.

Muss ich KI-Stimmen kennzeichnen?

Ja, wenn der Inhalt echt wirkt, verlangt Art. 50 Abs. 4 der KI-Verordnung eine Offenlegung. A Ein kurzer Hinweis am Anfang der Folge und in der Beschreibung ist üblich.

Verdient man mit kleinen Podcasts überhaupt Geld?

Unter 1.000 Abrufen je Folge nennt Podder Pauschalen von 15 bis 30 Euro je Werbeplatz und Folge. M

Welche Geschäftsideen ähneln dem KI-generierten Dokumentar-Podcast aus Aktenbergen?

Simon Hubert, Gründer von x8
Über den Autor

Simon Hubert

Gründer von x8, Agenturgründer seit 2011

Simon Hubert hat 2011 seine erste Digitalagentur gegründet und betreut seitdem Websites, Sichtbarkeit und Abläufe für kleine und mittlere Betriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er hält einen Master in Business Informatics der Universität Mannheim und ist seit über 20 Jahren in Digitalisierung und IT unterwegs, mehrere Jahre davon in Großkonzernen. Mit x8 prüft er Geschäftsideen so, wie er es für sich selbst tun würde: mit belastbaren Zahlen, nachvollziehbaren Quellen und einer Rechnung, die du Schritt für Schritt selbst nachprüfen kannst.

Woher stammen die Zahlen auf dieser Seite?

Jede Zahl trägt ein Kennzeichen. Fährst du mit der Maus darüber, steht die Herkunft im Klartext. Was ich selbst gerechnet oder eingeschätzt habe, ist immer mit E markiert und im Text begründet.

A amtlich: Destatis, KfW-Register, Gesetzestexte, Gerichtsentscheidungen T Transaktionsdaten: Verkaufsplattformen wie Flippa, Empire Flippers oder Acquire.com, Zahlungsanbieter wie Stripe oder Steady S Selbstauskunft oder Befragung: Angaben von Anbietern, Interviews, Presse über Finanzierungen, KfW- und DIHK-Befragungen M Schätzung Dritter: Modellrechnungen und Prognosen von Instituten, etwa das IfM Bonn zur Nachfolge D Messung Dritter: Werkzeuge wie Ahrefs, Similarweb oder Profound E eigene Berechnung oder Einschätzung von Simon Hubert, Rechenweg und Annahmen stehen im Text
Quellen und Prüfstand: alle Angaben geprüft am 1. November 2026
  1. Levy’s Newsletter (Adam Levy): I Vibe Coded The Epstein Files Podcast With Claude and Hit 100K Downloads in a Week, 13.02.2026, gelesen am 01.11.2026. levychain.substack.com
  2. Fast Company (Chris Stokel-Walker): He built a hit podcast about the Epstein files. It’s entirely AI-generated, 24.02.2026, gelesen am 01.11.2026. fastcompany.com
  3. The Colin and Samir Show: He Built an AI Podcast and It Became the #1 Show, 18.03.2026, KI-Zusammenfassung bei Wave gelesen am 01.11.2026. pod.wave.co
  4. Podcast News Daily: AI skepticism meets reality as The Epstein Files climbs the charts, 2026, gelesen am 01.11.2026. podcastnewsdaily.com
  5. futurezone (Jana Unterrainer): Geklonte Stimmen und „Podslop“ erobern die Podcast-Welt, 16.07.2026, gelesen am 01.11.2026. futurezone.at
  6. turi2: Interview mit Malte Herwig zum Podcast The Art of the Interview, 04.09.2025, gelesen am 01.11.2026. turi2.de
  7. Horizont: AI4Democracy, der weltweit erste KI-generierte Podcast ist gestartet, 19.04.2023, gelesen am 01.11.2026. horizont.net
  8. Podder: How much should you charge for host read sponsorships for your podcast, 08.03.2021, gelesen am 01.11.2026. podderapp.com
  9. heise Mediadaten: kurz informiert, Sponsorship, Stand 2025, gelesen am 01.11.2026. mediadaten.heise.de
  10. Anthropic: Claude Pricing, gelesen am 01.11.2026. claude.com
  11. ElevenLabs: Pricing, gelesen am 01.11.2026. elevenlabs.io
  12. Podigee: Preise, gelesen am 01.11.2026. podigee.com
  13. ALL-INKL: Tarife, gelesen am 29.10.2026. all-inkl.com
  14. Gesetzestext: § 5 Urheberrechtsgesetz, Amtliche Werke, gelesen am 01.11.2026. gesetze-im-internet.de
  15. EU-KI-Verordnung: Artikel 50, Transparenzpflichten, gelesen am 01.11.2026. artificialintelligenceact.eu
  16. die medienanstalten: Medienstaatsvertrag, gelesen am 01.11.2026. die-medienanstalten.de
  17. Gesetzestexte: § 14 GewO, § 18 EStG. gesetze-im-internet.de
  18. Destatis: Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2025, gelesen am 22.10.2026. destatis.de

Änderungsprotokoll: 1. November 2026 Erstfassung.