x8-Steckbrief

KI-Notizassistent für Therapeuten und Praxen: bis zu 5.000 € im Monat mit Sitzungsnotizen im Abo

bis 5.000 € Abo-Umsatz im Monat nach einem Jahr Eab 5.000 € Startkapital3 bis 6 Monate bis zum ersten Euro21 bis 40 Std. pro Woche44 € DokuDachs je Monat im Jahresabo, netto

Buchstaben hinter Zahlen zeigen die Herkunft: A amtlich · S Selbstauskunft · E meine Einschätzung. Alle Kennzeichen erklärt.

Lesezeit 11 MinutenVon Simon Hubert, Gründer von x8Stand

Donnerstag, kurz nach 19 Uhr, in einer Psychotherapie-Praxis in Freiburg: Die letzte Patientin ist gegangen, der Kaffee ist kalt, und vor der Therapeutin liegen noch sechs Sitzungen ohne Notiz.

Hier setzt dieses Geschäftsmodell an: Eine KI-App nimmt die Sitzung mit Einwilligung auf, schreibt eine strukturierte Notiz und die Therapeutin prüft nur noch. Der deutsche Anbieter DokuDachs verlangt dafür 44 Euro netto im Monat im Jahresabo (dokudachs.de, gelesen am 01.11.2026). S

Die Spannung: In einer Modellpraxis rechnet die Bundespsychotherapeutenkammer mit rund 55 Arbeitsstunden pro Woche, davon gut 40 mit Patienten (BPtK, 09.04.2026). S Der Rest ist zu großen Teilen Papier. Warum trotzdem nicht jede Notiz-App Erfolg hat, liest du hier.

Kurz gesagt: Bei dem Geschäftsmodell KI-Notizassistent für Therapeuten und Praxen entwickelst du eine datenschutzkonforme App, die Therapiesitzungen transkribiert und daraus Sitzungsnotizen und Berichte entwirft. Du verkaufst sie im Abo pro Behandler, im deutschsprachigen Markt meist für 20 bis 70 Euro im Monat.

Was ist ein KI-Notizassistent für Therapeuten und Praxen und wie funktioniert das Geschäftsmodell?

Ein KI-Notizassistent für Therapeuten und Praxen ist eine Software, die Gespräche aufnimmt, in Text umwandelt und daraus eine strukturierte Dokumentation entwirft. Die Therapeutin prüft und ergänzt den Entwurf, bevor er in die Patientenakte geht.

Die Dokumentation ist Pflicht: Behandelnde führen eine Akte zeitnah zur Behandlung und bewahren sie zehn Jahre auf (§ 630f BGB). A Dein Produkt spart genau diese Zeit. Weil es um Gesundheitsdaten geht, verkaufst du vor allem Vertrauen: Hosting in der EU, Verschlüsselung, kein Training mit Kundendaten und gelöschte Tonaufnahmen, wie es DokuDachs beschreibt. S

Psychotherapie ist schon gut besetzt. Spannender sind nach meiner Einschätzung E kleinere Gruppen: Logopädie-Praxen, die aus Sitzungen Verlaufsberichte für die verordnende Ärztin brauchen, oder Ergotherapie-Praxen mit Therapieberichten. Hypernischen sind etwa Musiktherapeuten in Kliniken, die Gruppenstunden dokumentieren, und Reittherapeuten, die Fortschritte für Kostenträger festhalten. Auch Supervisoren in der Jugendhilfe, die Fallbesprechungen protokollieren, haben ein wiederkehrendes Problem.

Ablauf: Eine Therapiesitzung wird mit Einwilligung aufgenommen. Die App transkribiert, erkennt Sprecher und entwirft eine strukturierte Notiz. Ergebnisse: Entwurf zur Prüfung, Bericht für Kostenträger und die Freigabe durch die Therapeutin. So entsteht die Notiz 🎙️ Sitzung mit Einwilligung Dein Teil Sichere Abschrift Vorlagen je Fach EU-Hosting, Verschlüsselung Notizentwurf Bericht für Kostenträger Prüfung durch Therapeutin Die KI entwirft, der Mensch entscheidet und unterschreibt.
Ohne Prüfung durch die Fachkraft geht keine Notiz in die Akte.

Welchen Umsatz kannst du mit einem KI-Notizassistenten für Therapeuten und Praxen realistisch erreichen?

Pro Behandler zahlt man im deutschsprachigen Markt meist 20 bis 70 Euro im Monat; Theradocx startet laut OMR bei 20 Euro, DokuDachs liegt bei 44 Euro netto im Jahresabo. S Ich rechne mit 44 Euro je Behandler. E

Als realistisches Ziel nach dem ersten Jahr rechne ich mit 1.000 bis 5.000 Euro Abo-Umsatz im Monat, wenn du allein entwickelst und verkaufst. E Mehr ist möglich, sobald Gemeinschaftspraxen und Kliniken mehrere Plätze kaufen. Die Marktpreise:

Preisskala Dokumentationssoftware je Monat: Theradocx ab 20 Euro netto, psyluna Praxissoftware 29 Euro inklusive Umsatzsteuer (OMR, gelesen am 01.11.2026), DokuDachs 44 Euro netto im Jahresabo, Praxis-Paket mit Berichtsmodul 69 Euro netto im Jahresabo (dokudachs.de, gelesen am 01.11.2026). Preis je Behandler im Monat 0 € 20 € 40 € 60 € 80 € Theradocx ab20 € psyluna29 € DokuDachs44 € Praxis-Paket69 € Fachliche Vorlagen kosten mehr Quellen: OMR Reviews, dokudachs.de
Wer neben Notizen auch Berichte für Gutachter schreibt, kann deutlich mehr verlangen.

Die Beleg-Rechnung: DokuDachs kostet im Jahr 528 Euro netto. S Spart eine Therapeutin damit nur eine Stunde pro Woche, sind das bei rund 52 Euro Überschuss je Arbeitsstunde, den die BPtK für Praxen nennt, schon etwa 2.200 Euro im Jahr. E

Eigene Berechnung von Simon Hubert: 90 Behandler zahlen je 44 Euro im Monat, das sind 3.960 Euro. Transkription, KI-Schnittstelle und Hosting in der EU rund 600 Euro. Zahlungsgebühren, Versicherung und Support-Werkzeuge rund 400 Euro. Es bleiben etwa 2.960 Euro vor Steuern. Rechenweg pro Monat nach einem Jahr 3.960 € Abo-Umsatz minus 600 € KI, Hosting minus 400 € Gebühren, Support ≈ 2.960 € bleiben vor Steuern Eigene Berechnung (Simon Hubert), 90 Behandler zu je 44 € im Monat
Die KI-Kosten wachsen mit jeder Sitzungsminute; sie gehören in jeden Preis.

Das heißt für dich: Das Abo lohnt sich für Praxen schnell, für dich zählt, ob du ihr Vertrauen in die Datensicherheit gewinnst.

Welche Fähigkeiten solltest du initial lernen, um einen KI-Notizassistenten für Therapeuten und Praxen zu betreiben?

Am wichtigsten ist Datenschutz und Sicherheit für Gesundheitsdaten. Gleich danach kommt fachliches Verständnis, wie gute Dokumentation in einer Therapie aussieht.

Balken = so wichtig ist die Fähigkeit für den Erfolgbraucht Erfahrungschnell lernbar
Datenschutz für Gesundheitsdaten100 %
DSGVO, Schweigepflicht und sichere Architektur (KI prüft Konzepte, ersetzt keinen Fachanwalt). Lernzeit: Monate
Fachwissen Dokumentation85 %
Wissen, was in eine Sitzungsnotiz und einen Bericht gehört (KI entwirft Vorlagen). Lernzeit: Monate
Sprach-KI einbinden75 %
Transkription und Zusammenfassung verbinden (KI wie Claude schreibt den Code). Lernzeit: Wochen
Vertrieb an Praxen75 %
Therapeutinnen direkt ansprechen und Testphasen begleiten (KI bereitet Nachrichten vor). Lernzeit: Wochen
Support mit Fingerspitzengefühl55 %
Fragen schnell und verständlich beantworten (KI entwirft Antworten). Lernzeit: wenige Wochen

Meine Einschätzung E: 100 % hieße, ohne diese Fähigkeit geht es nicht.

Welche Eckdaten hat ein KI-Notizassistent für Therapeuten und Praxen?

Datenbox
Klasse und ModelltypK2 Digitales Produkt · Software, Tools und KI-Agenten
ThemenfeldGesundheit, Fitness und Ernährung
Startkapital5.000 bis 50.000 Euro E
Zeit bis zum ersten Euro3 bis 6 Monate E
Wochenstunden21 bis 40 E
Zulassungshürdefrei; Gewerbeanzeige, Medizinprodukt-Frage bei Diagnosefunktionen prüfen, siehe Abschnitt Recht
Reichweite nötig4 von 5: online im ganzen Sprachraum, Regeln je Land verschieden
Passiv-Grad3 von 5: Software läuft, Sicherheit und Support bleiben
Umsatzklasse1.000 bis 5.000 Euro Abo-Umsatz im Monat nach einem Jahr, allein E
Wettbewerbmittel
KI-Hebel5 von 5
Sinn-Faktor4 von 5
Passt zu den GründertypenVisionärer Architekt
Wirtschaftszweig (WZ 2025)58.29 Verlegen von sonstiger Software. E WZ 2025 ist die amtliche Klassifikation der Wirtschaftszweige (Destatis), nach der dein Gewerbe eingeordnet wird.

Datenlücke: Umsätze und Nutzerzahlen der Anbieter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz habe ich nicht gefunden, ebenso wenig eine amtliche Zahl, wie viele Stunden Therapeuten für Dokumentation aufwenden.

Was kostet der Start eines KI-Notizassistenten für Therapeuten und Praxen und wie viel Zeit brauchst du?

Der Start kostet meist 5.000 bis 50.000 Euro E, weil Sicherheit und Recht mehr Aufwand brauchen als bei einfacher Software. Bis zur ersten Zahlung vergehen oft drei bis sechs Monate; bei Yung Sidekick waren es rund 90 Tage nach dem ersten Kontakt. S

BausteinWas es kostet
Rechtliche PrüfungDatenschutz-Folgenabschätzung, Vertrag zur Auftragsverarbeitung und Frage Medizinprodukt anwaltlich prüfen, rund 3.000 bis 10.000 Euro E
SicherheitsprüfungExterner Test der App auf Lücken, rund 2.000 bis 8.000 Euro E
Zahlung im AboStripe 1,5 Prozent plus 0,25 Euro je Zahlung mit Standardkarte aus dem EWR, Abo-Verwaltung 0,7 Prozent (stripe.com, gelesen am 01.11.2026) S
WebsiteALL-INKL Premium 9,95 Euro im Monat (all-inkl.com, gelesen am 29.10.2026) S

Wie startest du mit einem KI-Notizassistenten für Therapeuten und Praxen Schritt für Schritt?

Du startest mit 20 Gesprächen mit Therapeutinnen einer Fachrichtung und einem halb manuellen Prototyp. So machte es auch Yung Sidekick. S

  1. Nische festlegen. Eine Fachrichtung wählen, etwa Logopädie oder Ergotherapie, und deren Berichte genau kennen.
  2. Gespräche führen. 20 Fachkräfte fragen, wie lange sie dokumentieren und was sie zahlen würden.
  3. Rechtliches vorbereiten. Die vier Punkte aus dem Abschnitt Recht: Gewerbe, Gesundheitsdaten, Schweigepflicht und Einwilligung, Medizinprodukt-Frage.
  4. Sicher bauen. Hosting in der EU, Verschlüsselung, Tonaufnahmen nach der Abschrift löschen.
  5. Mit zehn Praxen testen. Kostenlos gegen ehrliche Rückmeldung, Fehler sofort beheben.
  6. Abo einschalten. Erst bezahlen lassen, wenn die Fehlerliste kurz ist, dann Empfehlungen sammeln.

Wie findest du die ersten Kunden für deinen KI-Notizassistenten für Therapeuten und Praxen?

Am schnellsten über persönliche Nachrichten an Fachkräfte, die abends noch dokumentieren. Yung Sidekick gewann frühe Kunden über tägliche persönliche Nachrichten auf LinkedIn, die bis heute besser wirken als bezahlte Werbung. S

Die Bundespsychotherapeutenkammer rechnet für eine Modellpraxis mit rund 55 Arbeitsstunden pro Woche. Davon entfallen gut 40 Stunden auf Patientenkontakt, etwa 62 Prozent der Arbeitszeit. 55 Std. Arbeitszeit pro Woche in einer Modellpraxis Gut 40 Stunden davon mit Patienten. Der Rest: Verwaltung und Dokumentation. BPtK, Faktenblatt vom 09.04.2026
Jede Stunde weniger Papier ist eine Stunde mehr Feierabend oder Behandlung.

Weitere Kanäle sind nach meiner Einschätzung E Fachgruppen auf Facebook, Newsletter für Praxisinhaber, Fortbildungen von Kammern und Verbänden sowie Empfehlungen in Gemeinschaftspraxen. Kalte Werbe-E-Mails an Praxen sind ohne Einwilligung unzulässig.

Welche Tools und KI-Werkzeuge helfen bei einem KI-Notizassistenten für Therapeuten und Praxen?

Unverzichtbar ist eine Spracherkennung, die in der EU läuft und Gesprächspartner unterscheidet. Für die Zusammenfassung brauchst du ein Sprachmodell mit Vertrag zur Auftragsverarbeitung.

SpracherkennungTranskription mit Sprechererkennung auf Servern in der EU
SprachmodellClaude oder ein vergleichbares Modell entwirft Notizen nach Fachvorlagen
VerschlüsselungDaten nur mit persönlichem Schlüssel der Therapeutin lesbar
Abo und ZahlungStripe für Abos, Rechnungen und Kündigungen

Welche Risiken hat ein KI-Notizassistent für Therapeuten und Praxen?

Das größte Risiko: eine Datenpanne mit Therapieinhalten, die das Vertrauen aller Kunden auf einmal zerstört. E Dagegen helfen Verschlüsselung, Datensparsamkeit und regelmäßige Sicherheitsprüfungen.

Strafbare Weitergabe

Wer zur Schweigepflicht verpflichtet ist, muss mitwirkende Dienstleister zur Geheimhaltung verpflichten (§ 203 Abs. 4 StGB). A
Gegenmittel: Geheimhaltung im Vertrag mit jeder Praxis regeln.

Werbung verbrennt Geld

Yung Sidekick stoppte Facebook- und Google-Werbung, weil sie sich nicht rechnete (Starter Story, 18.07.2025). S
Gegenmittel: Persönliche Ansprache und Empfehlungen zuerst.

Geförderte Konkurrenz

Theradocx aus Österreich erhält 218.719 Euro Förderung der FFG für die Entwicklung (FFG, Stand 22.08.2026). A
Gegenmittel: Eine Fachrichtung besser bedienen.

Diagnose macht es teuer

Erkennt die App Hinweise auf Depression, wie es Yung Sidekick anbietet, kann sie unter Medizinprodukte-Regeln fallen. E
Gegenmittel: Zum Start nur dokumentieren, nicht bewerten.
Ergebnisstreuung4 von 5: wie weit Erfolg und Misserfolg auseinanderliegen
Regulatorik4 von 5
Inhaberabhängigkeit3 von 5, Sicherheit und Fachwissen hängen an dir
Wiederkehrender Umsatz75 bis 100 Prozent über Abos E
KI-Expositionplus 2, das Produkt entsteht erst durch KI E
Kanalabhängigkeit2 von 4

Fortbestand: Von Gründungen mit Startkapital von 5.000 bis 50.000 Euro sind nach fünf Jahren 68 Prozent aktiv (KfW-Gründungsmonitor 2025). S 2025 gab es 69 Unternehmensinsolvenzen je 10.000 Unternehmen (Destatis, 13.03.2026). A

Praxisbeispiel: Wie Michael Reider und Alexander Anastasin mit Yung Sidekick Therapeuten Papierarbeit abnehmen

Auf Starter Story erzählt Michael Reider, Mitgründer und Chef von Yung Sidekick aus Miami, wie er mit dem klinisch erfahrenen Alexander Anastasin seit 2023 eine KI-Plattform für Fachkräfte der psychischen Gesundheit aufbaut. Sie nimmt Sitzungen auf, schreibt klinische Notizen und hat nach eigener Angabe über 135.000 Therapiesitzungen verarbeitet. S Umsatzzahlen nennt das Unternehmen nicht.

So kamen sie auf die Geschäftsidee
Ursprünglich bauten die Gründer Selbsthilfe-Programme. In Interviews erzählten Therapeuten ungefragt, wie viel Zeit die Dokumentation frisst; eine fragte sogar, ob sie bei ihnen arbeiten könne, um dem Papierkram zu entkommen. Daraufhin ließen sie die alte Idee fallen.
So fing es an
Sie bauten einen halb manuellen Prototyp und zeigten ihn 20 Fachkräften; die meisten fragten sofort, ab wann sie zahlen könnten. Bezahlt wurde erst, als die Fehlerliste kurz war, rund 90 Tage nach den ersten Kontakten. S
So gewinnen sie Kunden
Die Gründer schrieben täglich persönliche Nachrichten auf LinkedIn und boten kostenlosen Zugang gegen ehrliche Kritik. Frühe Nutzer stellten sie Praxisinhabern vor, was zu Verträgen mit größeren Praxen führte. Dazu kamen Leitfäden zu Dokumentation und Abrechnung in Facebook-Gruppen und Newslettern sowie eine begutachtete Studie mit Forschenden.
Das ging schief
Sie gaben zu lange Geld für Facebook-Werbung aus, die sich nicht rechnete. Werbung auf Facebook und Google stoppten sie und steckten das Budget ins Produkt.
So schnell sind sie gewachsen
Laut Artikel haben sich über 5.000 Fachkräfte registriert, und die Plattform hat mehr als 135.000 Sitzungen verarbeitet. S
Ihr Rat
Täglich mit Kunden sprechen und jede Woche etwas ausliefern. Langsame Marketingkanäle schnell beenden. Früh neutrale Fürsprecher gewinnen, etwa Forschende oder Journalisten.
Was du daraus mitnimmst
Für dich in Deutschland heißt das: Fang mit 20 Gesprächen und einem einfachen Prototyp an und gewinne die ersten Praxen persönlich, bevor du Geld in Werbung steckst; eine Studie mit einer Hochschule kann bei Gesundheitsdaten viel Vertrauen schaffen. E Die Zahlen sind Selbstauskünfte und nicht unabhängig geprüft.

Zur Quellenlage: Die Zahlen sind uneinheitlich: Der Newsletter eBiz Facts nennt für Yung Sidekick 150.000 US-Dollar Umsatz im Monat, im Interview auf Starter Story schreibt das Unternehmen dagegen, dass es keine Umsatzzahlen veröffentlicht. Ich nenne deshalb nur Sitzungen und Nutzer.

Quelle: Starter Story: Yung Sidekick, Interview mit Michael Reider, 18.07.2025, gelesen am 01.11.2026. starterstory.com

Welche Beispiele für KI-Notizassistenten für Therapeuten gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz?

Das stärkste Beispiel ist Theradocx der Zenori Innovations GmbH aus Österreich: Gemeinsam mit der Sigmund Freud Privatuniversität Wien entwickelt die Firma eine Plattform mit KI-Abschrift und Sitzungszusammenfassungen, gefördert mit 218.719 Euro (FFG-Projektdatenbank, Stand 22.08.2026). A

  • DokuDachs vom Team hinter BerichtBiber, transkribiert Sitzungen, speichert keine Tonaufnahmen und wirbt mit über 6.000 dokumentierten Sitzungen (dokudachs.de, gelesen am 01.11.2026). S
  • Tippsie ein KI-Werkzeug für Berichte an Gutachter im Antragsverfahren, gelistet bei OMR Reviews (gelesen am 01.11.2026). S
  • Yung Sidekick aus Miami, über 135.000 verarbeitete Therapiesitzungen. S Ausführlich im Praxisbeispiel oben.

Was musst du rechtlich bei einem KI-Notizassistenten für Therapeuten und Praxen beachten?

Vier Dinge klärst du vor dem Start. Am wichtigsten: Gesundheitsdaten und Schweigepflicht verlangen strengere Regeln als jede normale App.

  • Gewerbe anzeigen beim Gewerbeamt.
  • Gesundheitsdaten absichern mit Auftragsverarbeitung und Hosting in der EU.
  • Schweigepflicht und Einwilligung für jede Aufnahme sauber regeln.
  • Medizinprodukt-Frage klären, bevor die App etwas bewertet.
Die Details mit Paragrafen und Fristen

Gewerbe: Wer Software im Abo verkauft, zeigt den Beginn beim Gewerbeamt an (§ 14 Abs. 1 GewO). A

Gesundheitsdaten: Gesundheitsdaten gehören zu den besonderen Kategorien nach Art. 9 DSGVO, die Praxis braucht mit dir einen Vertrag nach Art. 28 DSGVO. A Ob eine Datenschutz-Folgenabschätzung nötig ist, musst du gegebenenfalls mit einem Fachanwalt abklären.

Schweigepflicht: Geheimnisse dürfen an mitwirkende Personen nur weitergegeben werden, soweit das für deren Tätigkeit erforderlich ist, und diese müssen zur Geheimhaltung verpflichtet sein (§ 203 Abs. 3 und 4 StGB). A

Dokumentation: Die Akte muss Änderungen sichtbar halten und zehn Jahre aufbewahrt werden (§ 630f BGB). A In Österreich gilt das Psychotherapiegesetz 2024, in der Schweiz das eigene Datenschutzgesetz; den Stand musst du gegebenenfalls zum Start abklären.

Keine Rechtsberatung: Lass Verträge und Pflichten einmal fachlich prüfen.

Für wen passt ein KI-Notizassistent für Therapeuten und Praxen und für wen nicht?

Es passt zum visionären Architekten, der ein sicheres KI-Produkt durchdenkt, und zum detailverliebten Fachexperten, der Vorlagen und Datenschutz genau nimmt. Ideal ist ein Team aus Technik und Therapie.

Lass es, wenn

  • du Gesundheitsdaten wie normale Kundendaten behandeln würdest,
  • du keinen Zugang zu Therapeutinnen hast, die dir ehrlich Rückmeldung geben,
  • du eine App willst, die Diagnosen stellt, ohne die Regeln für Medizinprodukte zu prüfen.

Welche Fragen stellen Menschen am häufigsten zu KI-Notizassistenten für Therapeuten?

Darf ein Therapeut KI für Sitzungsnotizen nutzen?

Grundsätzlich ja, wenn Einwilligung, Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO und Geheimhaltung nach § 203 StGB geregelt sind. A Die Verantwortung für die Akte bleibt bei der Therapeutin.

Was kostet ein KI-Dokumentationstool für Psychotherapeuten?

Theradocx ab 20 Euro netto, DokuDachs 44 Euro netto im Monat im Jahresabo (gelesen am 01.11.2026). S

Werden die Tonaufnahmen gespeichert?

Das hängt vom Anbieter ab. DokuDachs verarbeitet Audio nur für die Abschrift und löscht es danach S; frag bei jedem Werkzeug genau nach.

Welche Geschäftsideen ähneln einem KI-Notizassistenten für Therapeuten und Praxen?

Simon Hubert, Gründer von x8
Über den Autor

Simon Hubert

Gründer von x8, Agenturgründer seit 2011

Simon Hubert hat 2011 seine erste Digitalagentur gegründet und betreut seitdem Websites, Sichtbarkeit und Abläufe für kleine und mittlere Betriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er hält einen Master in Business Informatics der Universität Mannheim und ist seit über 20 Jahren in Digitalisierung und IT unterwegs, mehrere Jahre davon in Großkonzernen. Mit x8 prüft er Geschäftsideen so, wie er es für sich selbst tun würde: mit belastbaren Zahlen, nachvollziehbaren Quellen und einer Rechnung, die du Schritt für Schritt selbst nachprüfen kannst.

Woher stammen die Zahlen auf dieser Seite?

Jede Zahl trägt ein Kennzeichen. Fährst du mit der Maus darüber, steht die Herkunft im Klartext. Was ich selbst gerechnet oder eingeschätzt habe, ist immer mit E markiert und im Text begründet.

A amtlich: Destatis, KfW-Register, Gesetzestexte, Gerichtsentscheidungen T Transaktionsdaten: Verkaufsplattformen wie Flippa, Empire Flippers oder Acquire.com, Zahlungsanbieter wie Stripe oder Steady S Selbstauskunft oder Befragung: Angaben von Anbietern, Interviews, Presse über Finanzierungen, KfW- und DIHK-Befragungen M Schätzung Dritter: Modellrechnungen und Prognosen von Instituten, etwa das IfM Bonn zur Nachfolge D Messung Dritter: Werkzeuge wie Ahrefs, Similarweb oder Profound E eigene Berechnung oder Einschätzung von Simon Hubert, Rechenweg und Annahmen stehen im Text
Quellen und Prüfstand: alle Angaben geprüft am 1. November 2026
  1. DokuDachs: Startseite, Preise und FAQ, gelesen am 01.11.2026. dokudachs.de
  2. OMR Reviews: DokuDachs Alternativen (Theradocx, psyluna, Tippsie), gelesen am 01.11.2026. omr.com
  3. FFG-Projektdatenbank: Theradocx SaaS, Zenori Innovations GmbH, Stand 22.08.2026, gelesen am 01.11.2026. projekte.ffg.at
  4. Bundespsychotherapeutenkammer: Sechs Fakten zu den Honorarkürzungen in der Psychotherapie, 09.04.2026, gelesen am 01.11.2026. api.bptk.de
  5. Gesetze im Internet: § 630f BGB, Dokumentation der Behandlung, gelesen am 01.11.2026. gesetze-im-internet.de
  6. Gesetze im Internet: § 203 StGB, Verletzung von Privatgeheimnissen, gelesen am 01.11.2026. gesetze-im-internet.de
  7. Stripe: Preise, gelesen am 01.11.2026. stripe.com
  8. ALL-INKL: Webhosting-Tarife, laut Vorgabe Simon gelesen am 29.10.2026. all-inkl.com
  9. Voicit: Psychologisches Gutachten und Sitzungsnotizen mit KI, gelesen am 01.11.2026. voicit.com
  10. Destatis: Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2025. destatis.de
  11. Starter Story: Yung Sidekick, HIPAA-compliant AI therapy notes, 18.07.2025, gelesen am 01.11.2026. starterstory.com

Änderungsprotokoll: 1. November 2026 Erstfassung.