x8-Steckbrief

Lokaler Stadt-Newsletter mit Sponsoring: bis zu 5.000 € im Monat mit Nachrichten, Terminen und lokalen Werbepartnern

bis 5.000 € Umsatz im Monat nach einem Jahr Eab 100 € Startkapital3 bis 6 Monate bis zum ersten Euro11 bis 20 Std. pro Woche250 € Anzeige je Ausgabe bei RUMS

Buchstaben hinter Zahlen zeigen die Herkunft: A amtlich · S Selbstauskunft · E meine Einschätzung. Alle Kennzeichen erklärt.

Lesezeit 11 MinutenVon Simon Hubert, Gründer von x8Stand

Freitag, kurz nach sechs Uhr morgens, eine Bäckerei in der Altstadt. Die Verkäuferin legt die ersten Brötchen aus, während eine Kundin am Tresen auf dem Handy liest, welche Straße am Wochenende gesperrt ist und wo der Flohmarkt stattfindet.

Das kurze Briefing auf ihrem Handy ist ein Geschäftsmodell. Du schreibst ein- oder zweimal pro Woche über deine Stadt und verkaufst Werbeplätze an lokale Betriebe; der Münsteraner Newsletter RUMS verlangt 500 Euro für eine Woche Anzeige. S

Dabei braucht es keine große Redaktion für den Anfang: Das Züri Briefing von Tsüri.ch erreicht nach eigener Angabe 33.500 Menschen in einer einzigen Stadt. S Wie du mit einem Bruchteil davon startest und wer dafür zahlt, liest du hier.

Kurz gesagt: Bei dem Geschäftsmodell lokaler Stadt-Newsletter mit Sponsoring wirst du zur Stimme deiner Stadt im Postfach: Nachrichten, Termine, Neueröffnungen und Tipps, kurz und verlässlich. Geld kommt von lokalen Betrieben, die Werbeplätze buchen, und von Lesern, die freiwillig oder im Abo unterstützen. Nähe zur Stadt ist hier wichtiger als Technik.

Was ist ein lokaler Stadt-Newsletter mit Sponsoring und wie funktioniert das Geschäftsmodell?

Ein lokaler Stadt-Newsletter ist ein regelmäßiger E-Mail-Dienst mit Nachrichten, Veranstaltungen und Tipps für eine Stadt oder einen Stadtteil. Bezahlt wird er von lokalen Werbekunden und Sponsoren, oft ergänzt um Mitgliedschaften der Leser.

In vielen Städten ist die lokale Berichterstattung nach meiner Einschätzung dünner geworden. E Ein Newsletter füllt diese Lücke günstig, weil Druck und Zustellung wegfallen. Termine und Pressemitteilungen sortiert eine KI vor; dein Teil sind Auswahl, eigener Blick und Kontakte. Fotos kannst du bei Freelancern einkaufen oder mit Adobe Firefly und Co. ergänzen.

Auch lokal hilft eine spitze Nische. Meine Ideen E: ein Wochenbrief für Eltern in einem Stadtteil mit Kita-Terminen, Flohmärkten und Notdiensten; ein Newsletter für Neuzugezogene in einer Universitätsstadt. Dazu ein Mittagstisch-Brief für Büros in einem Gewerbegebiet, gesponsert von Restaurants. Oder ein Newsletter zu Bauvorhaben und Ratsbeschlüssen in einer Kleinstadt, der Verwaltungsvorlagen in Alltagssprache übersetzt. Solche Hypernischen, also sehr kleine Lesergruppen, ziehen genau die Werbekunden an, die sonst niemand erreicht.

Ablauf: Eine Stadt hat viele Neuigkeiten, aber wenig lokale Berichterstattung. Der Newsletter liefert Auswahl der Woche, einen Terminkalender und eigene Recherche. Ergebnisse: Werbeplätze für lokale Betriebe, Mitgliedschaften der Leser, Hinweise und Tipps aus der Stadt. So arbeitet der Stadt-Newsletter 🏙️ Stadt mit vielen Neuigkeiten Dein Newsletter Auswahl der Woche Terminkalender Eigener Blick (dein Teil) Werbeplätze lokal Mitgliedschaften Tipps aus der Stadt Termine sammelt die KI, Nähe zur Stadt bringst du mit.
Du verkaufst den Betrieben keine Reichweite, sondern Nachbarn.

Welchen Umsatz kannst du mit einem lokalen Stadt-Newsletter realistisch erreichen?

Pro Werbeplatz zahlen lokale Betriebe einen Festpreis je Ausgabe oder Woche; RUMS verlangt 250 Euro je Ausgabe an rund 7.000 Empfänger. S Der wichtigste Hebel sind Stammkunden, die jede Woche buchen.

Als realistisches Ziel nach dem ersten Jahr rechne ich mit 1.500 bis 5.000 Euro Umsatz im Monat, wenn du allein schreibst. E Mehr ist meist erst mit eigenen Veranstaltungen oder einem zweiten Stadtteil möglich. E So sieht eine echte Preisliste aus:

Preisskala je Woche laut RUMS-Mediadaten 2026: 18-Wochen-Paket 7.200 Euro, rechnerisch 400 Euro je Woche; 12-Wochen-Paket 5.100 Euro, rechnerisch 425 Euro je Woche; eine Woche Standardanzeige 500 Euro für zwei Ausgaben; Premiumanzeige 4.950 Euro im Monat, rechnerisch rund 1.140 Euro je Woche. Anzeigenpreise je Woche bei RUMS 0 € 325 € 650 € 975 € 1.300 € 18 Wochen≈ 400 € je Woche 12 Wochen≈ 425 € je Woche 1 Woche500 € · 2 Ausgaben Premium≈ 1.140 € je Woche Dein Start: kleinere Liste, kleinerer Preis Quelle: RUMS, Mediadaten 2026
Wer länger bucht, zahlt weniger je Woche. Das bindet Stammkunden.

RUMS verlangt 500 Euro für zwei Ausgaben an rund 7.000 Empfänger (rums.ms, Mediadaten 2026). S Das sind etwa 36 Euro je 1.000 Empfänger und Ausgabe. E Mit 3.000 Lesern kämst du zum selben Satz auf rund 108 Euro je Ausgabe. E

Eigene Berechnung von Simon Hubert: zwölf Werbeplätze im Monat zu je 150 Euro ergeben 1.800 Euro, 100 Unterstützer zu 5 Euro ergeben 500 Euro. Umsatz 2.300 Euro. Werkzeuge und Gebühren rund 100 Euro, Fotos und freie Mitarbeit rund 200 Euro. Es bleiben etwa 2.000 Euro vor Steuern und eigenem Lohn. Rechenweg pro Monat bei 3.000 Lesern 2.300 € Umsatz minus 100 € Werkzeuge, Gebühren minus 200 € Fotos, Freelancer ≈ 2.000 € bleiben vor Steuern, Lohn Eigene Berechnung (Simon Hubert), 12 Werbeplätze zu 150 €, 100 Unterstützer zu 5 €
Drei Werbeplätze pro Woche reichen für diese Rechnung.

Das heißt für dich: Drei treue lokale Werbekunden pro Woche tragen den Newsletter.

Welche Fähigkeiten solltest du initial lernen, um erfolgreich einen lokalen Stadt-Newsletter führen zu können?

Am wichtigsten ist, deine Stadt zu kennen und gern unter Menschen zu sein. Gleich danach kommt der Verkauf an lokale Betriebe, denn ohne Werbekunden bleibt es ein Ehrenamt.

Balken = so wichtig ist die Fähigkeit für den Erfolgbraucht Erfahrungschnell lernbar
Lokales Netzwerk90 %
Wissen, wer in der Stadt was plant (KI sortiert Termine, du kennst die Menschen). Lernzeit: Jahre oder Vorerfahrung
Kurz und lebendig schreiben85 %
Viel Stadt in wenigen Zeilen (KI kürzt Entwürfe). Lernzeit: Monate
Werbeplätze verkaufen75 %
Betriebe besuchen, Pakete anbieten (KI schreibt Angebote). Lernzeit: Monate
Newsletter-Technik35 %
Versand, Anmeldung, Statistik (KI hilft bei Einrichtung). Lernzeit: wenige Tage
Fotografieren mit dem Handy30 %
Gute Bilder vor Ort (KI verbessert Licht und Ausschnitt). Lernzeit: wenige Wochen

Meine Einschätzung E: 100 % hieße, ohne diese Fähigkeit geht es nicht.

Welche Eckdaten hat ein lokaler Stadt-Newsletter mit Sponsoring?

Datenbox
Klasse und ModelltypK3 Reichweite · Audience-Assets
ThemenfeldReisen, Freizeit und Hobbys
Startkapitalbis 500 Euro E
Zeit bis zum ersten Euro3 bis 6 Monate E
Wochenstunden11 bis 20 E
Zulassungshürdefrei; Impressum mit Verantwortlichem, siehe Abschnitt Recht
Reichweite nötig3 von 5: eine Stadt reicht
Passiv-Grad1 von 5: jede Woche neu
Umsatzklasse1.000 bis 5.000 Euro im Monat nach einem Jahr, allein E
Wettbewerbniedrig
KI-Hebel3 von 5
Sinn-Faktor5 von 5
Passt zu den GründertypenWortgewandter Autor
Wirtschaftszweig (WZ 2025)60.39.9 Sonstige Verbreitung von Medieninhalten a. n. g.; bei Verlagscharakter 58.13 Verlegen von Zeitschriften. E WZ 2025 ist die amtliche Klassifikation der Wirtschaftszweige (Destatis), nach der dein Gewerbe eingeordnet wird.

Datenlücke: Eine Zählung unabhängiger Lokal-Newsletter im deutschsprachigen Raum habe ich nicht gefunden. Öffentliche Anzeigenpreise nennt von den untersuchten Angeboten nur RUMS; Tsüri.ch und Hauptstadt geben Preise auf Anfrage.

Was kostet der Start und wie viel Zeit brauchst du?

Der Start kostet meist unter 500 Euro. E Rechne mit 11 bis 20 Wochenstunden und drei bis sechs Monaten bis zum ersten Werbekunden.

BausteinWas es kostet
Newsletter-Werkzeugbeehiiv kostenlos bis 2.500 Abonnenten, danach ab 49 US-Dollar im Monat bei Jahreszahlung (beehiiv.com, gelesen am 29.10.2026) S
MitgliedschaftenSteady nimmt 10 Prozent der Einnahmen plus Zahlungsgebühren (steady.page, gelesen am 29.10.2026) S
Website mit ArchivALL-INKL Privat+ regulär 7,95 Euro im Monat (all-inkl.com, gelesen am 29.10.2026) S
Gewerbeanzeige, falls nötig15 bis 65 Euro je nach Gemeinde (selbststaendigkeit.de, 16.10.2026) S

Wie startest du einen lokalen Stadt-Newsletter Schritt für Schritt?

Du startest mit deiner eigenen Stadt und einem festen Wochentag. Zuerst baust du die Leserliste, dann verkaufst du Werbung.

  1. Gebiet und Ton festlegen. Ganze Stadt oder ein Stadtteil, eher Nachrichten oder eher Tipps.
  2. Erste 500 Leser holen. Flyer in Cafés, Posts in lokalen Gruppen, Freunde um Weitergabe bitten.
  3. Rechtliches vorbereiten. Die vier Punkte aus dem Abschnitt Recht: Impressum mit Verantwortlichem, Einwilligung für den Versand, Werbung kennzeichnen, steuerliche Einordnung klären.
  4. Rhythmus halten. Gleicher Tag, gleiche Uhrzeit, jede Woche.
  5. Mediadaten erstellen. Leserzahl, Öffnungsrate und Preise auf einer Seite.
  6. Erste Werbekunden besuchen. Neueröffnungen, Kultur und Handwerk zuerst, mit Probewoche.

Wie findest du die ersten Leser und Werbekunden für deinen Stadt-Newsletter?

Am schnellsten über Betriebe, die gerade neu eröffnen: „Diese Woche lesen 1.200 Menschen aus Ihrem Viertel meinen Brief, und Sie sind die neue Adresse.“ Neue Läden kaufen Bekanntheit in der Nachbarschaft, die sie sonst nur langsam aufbauen (Pain Fokus).

Laut Eurostat haben 2025 in der Europäischen Union 82 Prozent der Menschen in den letzten drei Monaten E-Mails gesendet oder empfangen, genauso viele wie Sofortnachrichten. 94 Prozent nutzten das Internet. 82 % der Menschen in der EU nutzten 2025 E-Mail. Gleich viele wie Messenger. 94 % nutzten das Internet. Eurostat, Erhebung 2025
Das Postfach erreicht fast alle, auch ohne Social Media.

Die Zahl stammt aus der europäischen Haushaltserhebung. A Gute Kanäle sind lokale Facebook-Gruppen, Auslagen in Cafés und Bäckereien und Kooperationen mit Vereinen.

Welche Tools und KI-Werkzeuge helfen bei einem lokalen Stadt-Newsletter?

Unverzichtbar sind ein Versandwerkzeug, ein Terminkalender und eine KI, die Pressemitteilungen vorsortiert. Ziel ist es, eine Ausgabe in drei Stunden zu schreiben. E

Versandbeehiiv oder Ghost für Newsletter und Anmeldung
UnterstützungSteady für Mitgliedschaften der Leser
WebsiteWordPress mit MCP, über das eine KI wie Claude Termine und Archiv anlegt; gehostet bei ALL-INKL
KI-AssistentClaude oder ChatGPT zum Sortieren von Terminen und Kürzen von Pressemitteilungen

Welche Risiken hat ein lokaler Stadt-Newsletter mit Sponsoring?

Das größte Risiko ist, dass lokale Betriebe in schwachen Zeiten als Erstes bei Werbung sparen. Dagegen helfen viele kleine Werbekunden und ein zweites Standbein über Mitgliedschaften.

Werbekunden in der Krise

Im Gastgewerbe gab es 2025 je 10.000 Unternehmen 108 Insolvenzen, insgesamt 69 (Destatis, 13.03.2026). A
Gegenmittel: Werbekunden aus vielen Branchen mischen.

Wenige zahlen freiwillig

Tsüri.ch hat über 3.000 Mitglieder bei 33.500 Lesern des Züri Briefings (tsri.ch, gelesen am 29.10.2026) S, also rund 9 Prozent. E
Gegenmittel: Mitgliedschaft mit kleinen Vorteilen wie Events verbinden.

Alles hängt an dir

RUMS arbeitet heute mit etwa 20 Menschen in Redaktion, Vertrieb und Technik (rums.ms, gelesen am 29.10.2026). S
Gegenmittel: Feste Rubriken, Gastbeiträge, Vertretung planen.

Nähe zu Werbekunden

Werbung muss klar als solche erkennbar sein (§ 6 DDG; IHK Köln, gelesen am 29.10.2026). A
Gegenmittel: Werbung sichtbar vom redaktionellen Teil trennen.
Ergebnisstreuung3 von 5: wie weit Erfolg und Misserfolg auseinanderliegen
Regulatorik2 von 5
Inhaberabhängigkeit5 von 5, dein Gesicht ist die Marke
Wiederkehrender Umsatz50 bis 75 Prozent über Stammkunden und Mitglieder E
KI-Expositionplus 1, KI spart Zeit beim Sortieren
Kanalabhängigkeit1 von 4

Fortbestand: Von Gründungen mit Startkapital bis zu 5.000 Euro sind nach fünf Jahren 54 Prozent aktiv (KfW-Gründungsmonitor 2025). S 2025 gab es 69 Unternehmensinsolvenzen je 10.000 Unternehmen (Destatis, 13.03.2026). A

Praxisbeispiel: Wie Ryan Sneddon mit dem Naptown Scoop 200.000 Dollar im Jahr umsetzt

Im Newsletter Creator Spotlight erzählt Ryan Sneddon, wie er für Annapolis in Maryland einen lokalen Newsletter aufgebaut hat. Der Naptown Scoop bringt leichte Nachrichten, Veranstaltungen und Konzerttermine aus der Stadt, hat über 18.000 Abonnenten und setzte 2023 rund 200.000 Dollar um, fast alles aus Werbung. S

So kam er auf die Geschäftsidee
Sneddon ist studierter Ingenieur ohne Medienerfahrung. Ein Kollege empfahl ihm die lokalen Newsletter von 6AM City, und kurz vor der Pandemie kündigte er seinen Job, ohne festen Plan. Sein erster Newsletter, The Daily Thread, lief etwa zehn Monate, hatte zu viele Themen und kam auf rund 800 Abonnenten und 300 Dollar Umsatz. S
So fing es an
Im August 2020 zog er zu seinen Eltern bei Annapolis, wo es noch keinen lokalen Newsletter gab. Er richtete die Website ein und schaltete Facebook-Anzeigen, noch bevor die erste Ausgabe erschien; die schrieb er eine Woche später. Nach einem Monat hatte der Scoop mehr Abonnenten als der alte Newsletter, den er für 800 Dollar an einen Leser verkaufte. S
So gewinnt er Kunden
Leser kamen fast zwei Jahre lang über Facebook-Anzeigen, bis die Kosten pro Abonnent bei rund 15.000 Lesern zu hoch wurden; danach wuchs die Liste über Mundpropaganda weiter. Ein Empfehlungsprogramm belohnt drei geworbene Leser mit einem Geburtstagsgruß im Newsletter. Seine typische Leserin kennt er aus Umfragen genau: über 50, wohlhabend, mit eigenem Haus, isst mindestens einmal pro Woche auswärts. Mit diesem Wissen verkauft er Werbung zu besseren Preisen, früher allein, heute mit zwei Verkäufern; Verträge unter sechs Monaten nimmt er nicht an.
Seine Preise
Feste Preise nennt er nicht. Im März 2024 stellte er Anzeigen für 15.362 Dollar in Rechnung, verteilt auf 21 Ausgaben. S Die Werbeplätze reichen von reinen Textanzeigen bis zum Logo eines Immobilienmaklers ganz oben in der Ausgabe.
Seine größte Hürde
Der fehlende Fokus beim ersten Newsletter, steigende Anzeigenkosten und lange Nächte: Manchmal arbeitete er bis 2 Uhr, um die Ausgabe um 6 Uhr zu verschicken. Werbekunden muss er einzeln bei lokalen Betrieben gewinnen.
So schnell ist er gewachsen
Nach dreieinhalb Jahren hatte der Scoop über 18.000 Abonnenten, fast die Hälfte der rund 40.000 Einwohner der Stadt. 2023, im dritten vollen Jahr, lag der Umsatz bei etwa 200.000 Dollar. S Heute arbeiten ein Assistent in Vollzeit und sieben Teilzeitkräfte mit, darunter zwei für Texte und zwei für den Anzeigenverkauf.
Sein Rat
Einen festen Versandrhythmus wählen und halten, denn viele hören nach drei Ausgaben auf. Die Leser genau kennen, mit Konzertterminen beginnen, auf den Umsatz pro Abonnent statt auf die reine Zahl achten und den Job nicht zu früh kündigen.
Was du daraus mitnimmst
Für einen Stadt-Newsletter in Deutschland heißt das: Verlässliche Termine und Veranstaltungslisten bringen die Leser, und wer seine Leserschaft genau beschreiben kann, verkauft lokalen Betrieben Werbeplätze mit langer Laufzeit. E Die Zahlen sind Selbstauskünfte und nicht unabhängig geprüft.

Quelle: Creator Spotlight: Ryan Sneddon, Naptown Scoop, von Francis Zierer, 12.04.2024, gelesen am 30.10.2026. creatorspotlight.com

Welche Beispiele für einen lokalen Stadt-Newsletter gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz?

Das stärkste Beispiel ist RUMS aus Münster: Der erste Brief ging im März 2020 raus, heute zählt RUMS rund 2.600 zahlende Abonnenten und etwa 4.700 Empfänger eines kostenlosen Kurzbriefs (rums.ms, gelesen am 29.10.2026). S Das Abo kostet 14,99 Euro im Monat.

  • Tsüri.ch aus Zürich verschickt das tägliche Züri Briefing an 33.500 Abonnenten mit rund 55 Prozent Öffnungsrate (tsri.ch, gelesen am 29.10.2026). S
  • Hauptstadt aus Bern ist eine Online-Zeitung mit Newsletter und bietet Privat- und Firmen-Abos an (hauptstadt.be, gelesen am 29.10.2026). S
  • The Mallorcan ist eine unabhängige Medienmarke mit wöchentlichem Newsletter zu Hotels, Restaurants und Erlebnissen auf Mallorca (themallorcan.com, gelesen am 29.10.2026). S

Was musst du rechtlich bei einem lokalen Stadt-Newsletter beachten?

Vier Dinge setzt du einmal sauber auf. Das Wichtigste: Werbung und Redaktion bleiben sichtbar getrennt, auch wenn du die Betriebe persönlich kennst.

  • Impressum mit Verantwortlichem für redaktionelle Inhalte.
  • Einwilligung für den Versand, mit Bestätigungsmail.
  • Werbung kennzeichnen, jeder bezahlte Platz.
  • Steuerliche Einordnung klären, freier Beruf oder Gewerbe.
Die Details mit Paragrafen und Fristen

Impressum: Nötig ist eine Anbieterkennzeichnung nach § 5 DDG; journalistisch-redaktionelle Angebote nennen zusätzlich Name und Anschrift des Verantwortlichen nach § 18 Abs. 2 MStV (IHK Köln, gelesen am 29.10.2026). A

Versand: Werbung per E-Mail braucht eine vorherige ausdrückliche Einwilligung (§ 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG). A

Werbung: Wer den kommerziellen Zweck nicht kenntlich macht, handelt unlauter (§ 5a Abs. 4 UWG) A; Werbung muss klar erkennbar sein (§ 6 DDG). A

Freier Beruf oder Gewerbe: Journalisten zählen zu den freien Berufen (§ 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG). A Ob dein Newsletter mit Anzeigenverkauf als Gewerbe gilt und welcher Umsatzsteuersatz gilt, musst du gegebenenfalls mit deinem Steuerberater abklären. In Österreich und der Schweiz gelten eigene Medien- und Impressumsregeln.

Keine Rechtsberatung: Lass Verträge und Pflichten einmal fachlich prüfen.

Für wen passt ein lokaler Stadt-Newsletter und für wen nicht?

Es passt zum wortgewandten Autor, der seine Stadt liebt, zum Community-Katalysator, der Menschen zusammenbringt, und zum pragmatischen Macher, der Betriebe besucht und Werbung verkauft. Ideal ist es für Menschen, die fest in einer Stadt verwurzelt sind.

Lass es, wenn

  • du deine Stadt nicht wirklich kennst,
  • du ungern bei Betrieben anklopfst,
  • du eine Woche Pause machen willst, wann immer dir danach ist.

Welche Fragen stellen Menschen am häufigsten zum lokalen Stadt-Newsletter?

Was kostet eine Anzeige in einem Lokal-Newsletter?

Bei RUMS in Münster 500 Euro für eine Woche mit zwei Ausgaben an rund 7.000 Empfänger, mit Rabatt bei längerer Buchung (rums.ms, Mediadaten 2026). S

Wie viele Leser braucht ein Stadt-Newsletter?

Für die ersten Werbekunden oft schon 1.000 bis 3.000 Leser aus einem Ort E; das Züri Briefing zeigt mit 33.500 Abonnenten, was in einer Großstadt möglich ist (tsri.ch, gelesen am 29.10.2026). S

Kann man mit einem Lokal-Newsletter Abos verkaufen?

Ja, RUMS hat rund 2.600 zahlende Abonnenten zu 14,99 Euro im Monat (rums.ms, gelesen am 29.10.2026). S

Welche Geschäftsideen ähneln dem lokalen Stadt-Newsletter mit Sponsoring?

Simon Hubert, Gründer von x8
Über den Autor

Simon Hubert

Gründer von x8, Agenturgründer seit 2011

Simon Hubert hat 2011 seine erste Digitalagentur gegründet und betreut seitdem Websites, Sichtbarkeit und Abläufe für kleine und mittlere Betriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er hält einen Master in Business Informatics der Universität Mannheim und ist seit über 20 Jahren in Digitalisierung und IT unterwegs, mehrere Jahre davon in Großkonzernen. Mit x8 prüft er Geschäftsideen so, wie er es für sich selbst tun würde: mit belastbaren Zahlen, nachvollziehbaren Quellen und einer Rechnung, die du Schritt für Schritt selbst nachprüfen kannst.

Woher stammen die Zahlen auf dieser Seite?

Jede Zahl trägt ein Kennzeichen. Fährst du mit der Maus darüber, steht die Herkunft im Klartext. Was ich selbst gerechnet oder eingeschätzt habe, ist immer mit E markiert und im Text begründet.

A amtlich: Destatis, KfW-Register, Gesetzestexte, Gerichtsentscheidungen T Transaktionsdaten: Verkaufsplattformen wie Flippa, Empire Flippers oder Acquire.com, Zahlungsanbieter wie Stripe oder Steady S Selbstauskunft oder Befragung: Angaben von Anbietern, Interviews, Presse über Finanzierungen, KfW- und DIHK-Befragungen M Schätzung Dritter: Modellrechnungen und Prognosen von Instituten, etwa das IfM Bonn zur Nachfolge D Messung Dritter: Werkzeuge wie Ahrefs, Similarweb oder Profound E eigene Berechnung oder Einschätzung von Simon Hubert, Rechenweg und Annahmen stehen im Text
Quellen und Prüfstand: alle Angaben geprüft am 30. Oktober 2026
  1. RUMS: Mediadaten 2026, gelesen am 29.10.2026. rums.ms
  2. RUMS: Startseite und Abo-Preise, gelesen am 29.10.2026. rums.ms
  3. RUMS: Über uns, gelesen am 29.10.2026. rums.ms
  4. Tsüri.ch: Startseite, gelesen am 29.10.2026. tsri.ch
  5. Tsüri.ch: Werben auf Tsüri.ch, gelesen am 29.10.2026. tsri.ch
  6. Hauptstadt: Neuer Berner Journalismus, gelesen am 29.10.2026. hauptstadt.be
  7. The Mallorcan, gelesen am 29.10.2026. themallorcan.com
  8. Eurostat: Digital economy and society statistics, households and individuals, Erhebung 2025, gelesen am 29.10.2026. ec.europa.eu
  9. Destatis: Pressemitteilung Nr. 085, Unternehmensinsolvenzen 2025, 13.03.2026. destatis.de
  10. beehiiv: Pricing, gelesen am 29.10.2026. beehiiv.com
  11. Steady: Preise, gelesen am 29.10.2026. steady.page
  12. ALL-INKL.COM: Webhosting-Tarife, gelesen am 29.10.2026. all-inkl.com
  13. selbststaendigkeit.de: Gewerbe anmelden, Kosten im Überblick, 26.08.2026, aktualisiert 16.10.2026. selbststaendigkeit.de
  14. IHK Köln: Impressum, Pflichtangaben auf Websites, gelesen am 29.10.2026. ihk.de
  15. Bundesministerium der Justiz: Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, § 7, gelesen am 29.10.2026. gesetze-im-internet.de
  16. Bundesministerium der Justiz: Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, § 5a, gelesen am 29.10.2026. gesetze-im-internet.de
  17. Bundesministerium der Justiz: Einkommensteuergesetz, § 18, gelesen am 29.10.2026. gesetze-im-internet.de
  18. Destatis: Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2025. destatis.de
  19. Creator Spotlight: Ryan Sneddon, Naptown Scoop, von Francis Zierer, 12.04.2024, gelesen am 30.10.2026. creatorspotlight.com

Änderungsprotokoll: 30. Oktober 2026 Erstfassung.