x8-Steckbrief

Marktplatz für Unternehmens- und Maschinenverkäufe: bis zu 5.000 € im Monat mit Provisionen auf teure Güter

bis 5.000 € Provisionen und Gebühren im Monat nach einem Jahr Eab 5.000 € Startkapital3 bis 6 Monate bis zum ersten Euro21 bis 40 Std. pro Woche2 % Erfolgsprovision bei DUB.de

Buchstaben hinter Zahlen zeigen die Herkunft: A amtlich · S Selbstauskunft · E meine Einschätzung. Alle Kennzeichen erklärt.

Lesezeit 11 MinutenVon Simon Hubert, Gründer von x8Stand

Samstagvormittag auf einem Bauhof bei Paderborn. Ein Bauunternehmer, kurz vor der Rente, fotografiert seinen Radlader mit dem Handy für eine Kleinanzeige und ahnt, dass niemand weiß, was die Maschine wirklich wert ist.

Bei diesem Geschäftsmodell betreibst du einen Online-Marktplatz für teure Dinge wie gebrauchte Maschinen oder ganze Firmen und machst sie mit Prüfberichten und Preisdaten vergleichbar. Du verdienst an Provisionen und Gebühren; bei der Unternehmerbörse DUB.de sind es 2 Prozent Erfolgsprovision. S

Der Markt wirkt altmodisch und genau darin liegt die Chance: Drei Gründer in den USA verkauften fast eine Million Dollar an Baumaschinen, bevor sie überhaupt eine Firma gegründet hatten. S Wie das funktioniert und warum es schwer ist, liest du hier.

Kurz gesagt: Bei dem Geschäftsmodell Marktplatz für Unternehmens- und Maschinenverkäufe bringst du Verkäufer und Käufer teurer Güter wie Baumaschinen, Produktionsanlagen oder kleiner Firmen auf einer Website zusammen. Du verdienst an Provisionen, Inseratsgebühren und Zusatzdiensten wie Prüfberichten, Transport oder Finanzierungsvermittlung.

Was ist ein Marktplatz für Unternehmens- und Maschinenverkäufe und wie funktioniert das Geschäftsmodell?

Ein Marktplatz für Unternehmens- und Maschinenverkäufe ist eine Plattform, auf der Besitzer teure gebrauchte Güter oder ganze Betriebe anbieten und Käufer sie mit verlässlichen Angaben vergleichen. Du verdienst, wenn ein Verkauf zustande kommt, und an Diensten rund um den Verkauf.

Bei teuren Gütern fehlt beiden Seiten vor allem Vertrauen. Ein Käufer zahlt 40.000 Euro nicht auf ein Handyfoto hin. Dein Marktplatz bietet deshalb, was Kleinanzeigen fehlt: Prüfbericht, viele Fotos, Preisvergleiche und Hilfe bei Vertrag, Zahlung und Transport. Die Website baust du mit KI-Hilfe selbst, etwa als WordPress mit MCP.

Ein Marktplatz für alles scheitert meist an fehlender Menge. Nischen sind nach meiner Einschätzung E etwa gebrauchte Melkroboter für Milchviehbetriebe mit Prüfprotokoll und Laufstunden, oder Bäckereiöfen und Kühlzellen aus Betriebsaufgaben für Bäcker, die erweitern. Ebenso passen kleine Online-Shops unter 100.000 Euro Jahresumsatz, die für große Börsen zu klein sind, oder Fahrschulen, deren Inhaber in Rente gehen; der Käufer braucht dort eine eigene Erlaubnis. Melkroboter und Bäckereiöfen sind Hypernischen mit wenigen, aber sehr teuren Verkäufen.

Ablauf: Ein Verkäufer bietet eine gebrauchte Maschine oder einen Betrieb an. Der Gründer sorgt für Prüfbericht, Preisdaten und Vermittlung. Ergebnisse: ein geprüftes Inserat, ein Verkauf mit Provision und eine persönliche Begleitung bis zur Übergabe. So arbeitet dein Marktplatz 🚜 Verkäufer mit Maschine oder Firma Dein Teil Prüfbericht und Fotos Preisdaten Käufer finden Geprüftes Inserat Verkauf mit Provision Begleitung bis Übergabe Du verkaufst Vertrauen bei teuren Käufen.
Je teurer das Gut, desto mehr zahlt man für Prüfung und Begleitung.

Welchen Umsatz kannst du mit einem Marktplatz für Unternehmens- und Maschinenverkäufe realistisch erreichen?

Bei teuren Gütern bringt schon ein einzelner Verkauf viel: Bei 30.000 Euro Kaufpreis und 4 Prozent Provision sind es 1.200 Euro. E Die Provisionen der Börsen reichen von 1 bis 15 Prozent.

Als realistisches Ziel nach dem ersten Jahr rechne ich mit 1.000 bis 5.000 Euro im Monat, wenn du allein eine Nische betreibst. E Was Börsen verlangen, zeigt die Skala:

Preisskala Gebühren je Verkauf: FlippaPay ab 1 Prozent, Escrow.com über Flippa ab 1,2 Prozent, DUB.de 2 Prozent Erfolgsprovision, Empire Flippers 8 Prozent für den Anteil zwischen 700.000 und 5 Millionen US-Dollar, Empire Flippers 15 Prozent bei Verkäufen von 66.666 bis 700.000 US-Dollar. Gelesen am 01.11.2026. Gebühr je Verkauf in Prozent 0 % 4 % 8 % 12 % 16 % FlippaPayab 1 % Escrowab 1,2 % DUB.de2 % Erfolg Empire groß8 % ab 700.000 $ Empire Flippers15 % bis 700.000 $ Mit Begleitung steigt die Provision Quellen: Anbieterseiten, 01.11.2026
Reine Inserate sind billig, Makler mit Prüfung und Verhandlung verlangen deutlich mehr.

Ein Beleg aus den USA: Boom & Bucket nimmt bei jedem Maschinenverkauf einen Prozentsatz und übernimmt dafür Prüfung, Kaufvertrag, Transport und Finanzierung (Hampton, 23.05.2023). S Die Höhe der Provision nennt das Unternehmen nicht.

Eigene Berechnung von Simon Hubert: zwei Maschinenverkäufe zu je 30.000 Euro mit 4 Prozent Provision bringen 2.400 Euro, dazu 20 Händler-Inserate zu je 50 Euro, zusammen 3.400 Euro. Anzeigen und Messen kosten rund 800 Euro, Technik, Versicherung und Fahrten rund 300 Euro. Es bleiben etwa 2.300 Euro vor Steuern. Rechenweg pro Monat nach einem Jahr 3.400 € Provision, Inserate minus 800 € Anzeigen, Messen minus 300 € Technik, Fahrten ≈ 2.300 € bleiben vor Steuern Eigene Berechnung (Simon Hubert), 2 Verkäufe à 30.000 € mit 4 % plus 20 Inserate à 50 €
Ein Monat ohne Verkauf bringt nur die Inseratsgebühren; plane Rücklagen ein.

Das heißt für dich: Ein Nischen-Marktplatz lebt von wenigen großen Verkäufen und braucht deshalb Geduld und Rücklagen.

Welche Fähigkeiten solltest du initial lernen, um einen Marktplatz für Unternehmens- und Maschinenverkäufe zu betreiben?

Am wichtigsten sind Kontakte in die Branche und Gespür für den Wert eines Guts. Die Technik ist heute der kleinste Teil.

Balken = so wichtig ist die Fähigkeit für den Erfolgbraucht Erfahrungschnell lernbar
Branchenkontakte aufbauen95 %
Verkäufer persönlich gewinnen, auf Höfen und Messen (KI plant Besuchsrouten). Lernzeit: Monate
Werte einschätzen85 %
Preis, Zustand und Nachfrage beurteilen (KI vergleicht Inserate). Lernzeit: Monate
Verhandeln und Vermitteln80 %
Beide Seiten bis zum Vertrag begleiten (KI entwirft Angebote und Protokolle). Lernzeit: Wochen
Abwicklung organisieren70 %
Transport, Treuhandzahlung und Papiere koordinieren (KI erstellt Checklisten). Lernzeit: Wochen
Website und Inserate (das macht die KI)40 %
Inseratstexte und Seiten pflegt die KI, du prüfst. Lernzeit: wenige Wochen

Meine Einschätzung E: 100 % hieße, ohne diese Fähigkeit geht es nicht.

Welche Eckdaten hat ein Marktplatz für Unternehmens- und Maschinenverkäufe?

Datenbox
Klasse und ModelltypK2 Digitales Produkt · Software, Tools und KI-Agenten
ThemenfeldThemenübergreifend
Startkapital5.000 bis 50.000 Euro E
Zeit bis zum ersten Euro3 bis 6 Monate E
Wochenstunden21 bis 40 E
Zulassungshürdefrei; Gewerbeanzeige, siehe Abschnitt Recht
Reichweite nötig3 von 5: überregional, aber nur mit Kontakten
Passiv-Grad2 von 5: jeder Verkauf braucht Begleitung
Umsatzklasse1.000 bis 5.000 Euro im Monat nach einem Jahr, allein E
Wettbewerbhoch
KI-Hebel3 von 5
Sinn-Faktor4 von 5
Passt zu den GründertypenCommunity-Katalysator
Wirtschaftszweig (WZ 2025)46 Großhandel, darin die Handelsvermittlung. E WZ 2025 ist die amtliche Klassifikation der Wirtschaftszweige (Destatis), nach der dein Gewerbe eingeordnet wird.

Datenlücke: Umsätze kleiner Nischen-Marktplätze für Maschinen aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz habe ich nicht gefunden; auch die Provisionen der großen Maschinenbörsen waren nicht öffentlich lesbar.

Was kostet der Start und wie viel Zeit brauchst du?

Der Start kostet meist 5.000 bis 50.000 Euro E, vor allem für Messen, Werbung und Rücklagen. Rechne mit 21 bis 40 Wochenstunden, weil Verkäufer persönlich gewonnen werden.

BausteinWas es kostet
WebsiteALL-INKL Premium 9,95 Euro im Monat, darauf WordPress mit MCP (all-inkl.com, gelesen am 29.10.2026) S
TreuhandzahlungEscrow.com ab 1,2 Prozent je Verkauf, laut Flippa-Preisseite (flippa.com, gelesen am 01.11.2026) S
Inserate auf großen BörsenFlippa 29 bis 699 US-Dollar je Inserat (flippa.com, gelesen am 01.11.2026) S
Messen, Fahrten, Rücklage5.000 bis 40.000 Euro im ersten Jahr E

Wie startest du mit einem Marktplatz für Unternehmens- und Maschinenverkäufe Schritt für Schritt?

Du startest als Vermittler mit Telefon und Tabelle, nicht mit einer fertigen Plattform. Die Website folgt, wenn die ersten Verkäufe laufen.

  1. Nische festlegen. Eine Maschinenart oder Betriebsart wählen, deren Käufer du erreichen kannst.
  2. Mit 50 Verkäufern sprechen. Fragen, was beim letzten Verkauf schiefging und was sie zahlen würden.
  3. Rechtliches vorbereiten. Die vier Punkte aus dem Abschnitt Recht: Gewerbe, Impressum und Plattformpflichten, Form beim Firmenkauf, Zahlungswege.
  4. Erste Verkäufe vermitteln. Per Telefon und E-Mail, noch ohne eigene Plattform.
  5. Prüfstandard festlegen. Eine Checkliste für Zustand, Fotos und Unterlagen je Gut.
  6. Plattform bauen. Inserate, Suche und Anfrageformular, mehr braucht es anfangs nicht.

Wie findest du die ersten Kunden für deinen Marktplatz für Unternehmens- und Maschinenverkäufe?

Am schnellsten auf der Verkäuferseite: Besuche Betriebe, deren Inhaber aufhören wollen und nicht wissen, was ihre Maschinen oder ihre Firma wert sind (Pain-Fokus). Käufer kommen über Anzeigen und große Börsen, auf denen du deine Angebote zusätzlich einstellst.

Laut DIHK-Report Unternehmensnachfolge 2025 berieten die IHKs 2024 fast 10.000 abgabewillige Unternehmen; dem standen 4.016 Interessenten gegenüber. Rund 5.620 Betrieben stand kein Nachfolgeinteressent gegenüber. 5.620 Betriebe hatten 2024 bei den IHKs keinen Interessenten für die Nachfolge. Fast 10.000 Inhaber ließen sich beraten. Nur 4.016 Interessenten meldeten sich. DIHK-Report Unternehmensnachfolge 2025, 21.07.2025
Viele Inhaber suchen Käufer; Maschinen und Firmen kommen oft gemeinsam auf den Markt.

Boom & Bucket gewann Verkäufer durch Besuche vor Ort und Käufer über Google- und Facebook-Anzeigen sowie Inserate auf großen Maschinenbörsen; auf einer Baumesse trafen die Gründer an sechs Tagen Tausende Kunden. S In Deutschland kommen Innungen, Maschinenringe, IHK-Nachfolgeberater und Steuerbüros als Partner dazu.

Welche Tools und KI-Werkzeuge helfen bei einem Marktplatz für Unternehmens- und Maschinenverkäufe?

Unverzichtbar ist ein sauberes System für Anfragen und Verkäufe; sonst geht bei wenigen, großen Geschäften jeder Kontakt verloren. Ziel ist es, jede Maschine einmal gut zu erfassen und überall zu zeigen.

Website mit InseratenWordPress mit MCP, damit eine KI wie Claude Inserate anlegt
Aufgaben und AbläufeAsana oder ein ähnliches Werkzeug für jeden Verkaufsschritt
AutomatisierungZapier verbindet Anfragen, Kundenliste und Rechnungen
KI für PreisvergleicheClaude wertet vergleichbare Inserate aus und schreibt Prüfberichte vor

Welche Risiken hat ein Marktplatz für Unternehmens- und Maschinenverkäufe?

Das größte Risiko: Du findest zu wenige Angebote, und ohne Angebote kommen keine Käufer. E Dagegen hilft, zuerst Verkäufer persönlich zu gewinnen und ihre Angebote auch auf großen Börsen zu zeigen.

Große Konkurrenz

Allein Mascus zeigt rund 498.900 Inserate in sechs Maschinengruppen (mascus.de, gelesen am 01.11.2026). S
Gegenmittel: Eine Nische, die dort untergeht.

Transport wird teuer

Bei Boom & Bucket kostete die erste Bagger-Lieferung etwa das Dreifache des geplanten Betrags. S
Gegenmittel: Transport vorab anfragen und weitergeben.

Zustand schwankt

Prüfungen durch freie Mechaniker fielen bei Boom & Bucket sehr unterschiedlich aus. S
Gegenmittel: Feste Checkliste und Fotos je Gut.

Formfehler beim Firmenkauf

Die Abtretung von GmbH-Anteilen braucht einen notariellen Vertrag (§ 15 Abs. 3 GmbHG). A
Gegenmittel: Notar und Berater früh einbinden.
Ergebnisstreuung5 von 5: wie weit Erfolg und Misserfolg auseinanderliegen
Regulatorik3 von 5
Inhaberabhängigkeit4 von 5, Kontakte und Vertrauen hängen an dir
Wiederkehrender Umsatz0 bis 30 Prozent über Inseratsgebühren E
KI-Expositionplus 1, KI hilft bei Preisen und Texten, Vertrauen bleibt menschlich E
Kanalabhängigkeit3 von 4

Fortbestand: Von Gründungen mit Startkapital von 5.000 bis 50.000 Euro sind nach fünf Jahren 68 Prozent aktiv (KfW-Gründungsmonitor 2025). S 2025 gab es 69 Unternehmensinsolvenzen je 10.000 Unternehmen (Destatis, 13.03.2026). A

Praxisbeispiel: Wie Adam Lawrence gebrauchte Baumaschinen online verkaufte, bevor es eine Firma gab

Im Interview mit dem Gründernetzwerk Hampton erzählt Adam Lawrence, früher Manager bei Fintech-Firmen, wie er mit Aaron Kline und Samir Shah den Marktplatz Boom & Bucket für gebrauchte Baumaschinen aufbaute. Rund ein Jahr nach dem Start verkaufte das Team nach eigener Angabe Maschinen für Millionen im Monat und zweistellige Millionen im Jahr. S

So kam er auf die Geschäftsidee
Nach drei Jahren beim Start-up Bolt war Lawrence überzeugt, dass Handel zwischen Firmen als Nächstes online geht. Seine Mitgründer hatten schon eine Firma an Caterpillar verkauft. Den Markt für gebrauchte Baumaschinen beschreibt er als zersplittert und undurchsichtig.
So fing es an
Das Team führte Hunderte Stunden Kundengespräche, meist per Kaltakquise, besuchte einen Kurs für Maschinenmakler und schrieb über 100 Seiten Erkenntnisse auf. Dann überzeugten sie erste Besitzer, ihre Maschinen über sie zu verkaufen, und suchten Käufer. Erst nach fast einer Million Dollar Umsatz gründeten sie die Firma. S
So gewinnt er Kunden
Verkäufer gewinnt das Team durch Besuche vor Ort, ohne Druck, mit Marktdaten als Entscheidungshilfe. Käufer kommen über Google- und Facebook-Anzeigen und Inserate auf großen Maschinenbörsen. Auf der Baumesse ConExpo trafen sie an sechs Tagen Tausende Kunden.
Das ging schief
Der erste große Bagger war höher als gedacht und brauchte zusätzliche Genehmigungen. An der Grenze war der Lkw zu schwer, die erste Lieferung kostete etwa das Dreifache des Plans.
Diese Werkzeuge nutzt er
Asana für jede Aufgabe, Zapier als Verbindung zwischen Kundenverwaltung und Warenwirtschaft. Für die Inserate setzt das Team auf Hunderte Fotos und Videos, Prüfberichte und Ölanalysen.
So schnell ist er gewachsen
Nach Geldgebern und kleinem Team ging die Website etwa sechs Monate später online. Rund vier Jahre nach dem Start verkauften die Gründer an Ritchie Bros., wo Lawrence heute für das Wachstum des Marktplatzes zuständig ist. S
Sein Rat
Vor jedem Treffen schriftliche Vorschläge verteilen, damit alle vorher kommentieren. Offene Chancen sieht er in einem einheitlichen Prüfstandard für Maschinen, sofortiger Finanzierung und automatisiertem Schwertransport.
Was du daraus mitnimmst
Für dich in Deutschland heißt das: Starte als Vermittler mit Telefon und Tabelle und baue die Plattform erst, wenn Verkäufe laufen. E Die Zahlen sind Selbstauskünfte; Boom & Bucket hatte Investoren und ein Team, das ist kein Ein-Personen-Fall.

Zur Quellenlage: Die Zahlen sind uneinheitlich: Das Interview nennt nur Millionen im Monat an verkauften Maschinen, eBiz Facts nennt 118 Millionen US-Dollar in der Überschrift und 188,6 Millionen US-Dollar für 2024 im Text, gestützt auf die Datenbank Latka. Datum und Preis des Verkaufs an Ritchie Bros. sind nicht öffentlich.

Quellen: Hampton: This Former Fintech Exec Now Sells Millions In Used Tractors On The Internet, 23.05.2023, gelesen am 01.11.2026. joinhampton.com; eBiz Facts: Adam Lawrence, Boom & Bucket, aktualisiert 06.03.2025, gelesen am 01.11.2026. ebizfacts.com; Ritchie Bros.: Adam Lawrence joins industry leaders panel at CONEXPO 2026, 06.03.2026, gelesen am 01.11.2026. blog.ritchiebros.com

Welche Beispiele für Marktplätze für Unternehmens- und Maschinenverkäufe gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz?

Das stärkste Beispiel ist DUB.de, die Deutsche Unternehmerbörse: Sie zeigt nach eigener Angabe über 5.000 geprüfte Unternehmen, gewinnt über 2.000 neue Nutzer im Monat, verlangt keine Inseratsgebühren und 2 Prozent Erfolgsprovision (dub.de, gelesen am 01.11.2026). S

  • nexxt-change ist die kostenlose Nachfolgebörse von Bund und KfW mit 431 Regionalpartnern und hat seit 2006 rund 22.300 Vermittlungen angestoßen (nexxt-change.org, gelesen am 01.11.2026). S
  • Mascus ist eine Börse für gebrauchte Maschinen und Lkw mit 43 Länderseiten, darunter Deutschland und Österreich, und verlinkt auf die Ritchie-Bros.-Gruppe (mascus.de, gelesen am 01.11.2026). S
  • Boom & Bucket aus den USA verkauft gebrauchte Baumaschinen mit Prüfberichten und wurde an Ritchie Bros. verkauft; ausführlich im Praxisbeispiel oben.

Was musst du rechtlich bei einem Marktplatz für Unternehmens- und Maschinenverkäufe beachten?

Vier Dinge klärst du vor dem ersten Verkauf. Das Wichtigste: Fremdes Geld leitest du nicht selbst weiter, sondern über einen Zahlungs- oder Treuhanddienst.

  • Gewerbe anzeigen beim Gewerbeamt.
  • Impressum und Plattformpflichten auf der Website erfüllen.
  • Form beim Firmenkauf beachten, bei GmbH-Anteilen mit Notar.
  • Zahlungen über einen zugelassenen Dienst abwickeln.
Die Details mit Paragrafen und Fristen

Gewerbe: Wer Verkäufe vermittelt und Inserate verkauft, zeigt den Beginn beim Gewerbeamt an (§ 14 Abs. 1 GewO). A

Impressum und Plattform: Anbieter digitaler Dienste nennen Name, Anschrift, E-Mail und Registerdaten (§ 5 DDG). A Ob für dich zusätzliche Pflichten für Online-Plattformen aus dem Digital Services Act gelten, etwa zur Prüfung gewerblicher Anbieter, musst du gegebenenfalls zum Start abklären.

Firmenkauf: Die Abtretung von GmbH-Geschäftsanteilen braucht einen in notarieller Form geschlossenen Vertrag (§ 15 Abs. 3 GmbHG). A

Zahlungen: Wer Kaufpreise für andere annimmt und weiterleitet, kann eine Erlaubnis nach dem Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz brauchen; ob das für dich gilt, musst du gegebenenfalls mit einem Anwalt abklären. In Österreich und der Schweiz gelten eigene Regeln.

Keine Rechtsberatung: Lass Verträge und Pflichten einmal fachlich prüfen.

Für wen passt ein Marktplatz für Unternehmens- und Maschinenverkäufe und für wen nicht?

Es passt zum Community-Katalysator, der Menschen einer Branche zusammenbringt, und zum detailverliebten Fachexperten, der Zustand und Wert von Maschinen beurteilt. Gut ist es für Menschen, die aus einer Branche kommen und dort viele Inhaber kennen.

Lass es, wenn

  • du lieber am Schreibtisch arbeitest als auf Bauhöfen und Messen,
  • du einen gleichmäßigen Monatsumsatz brauchst,
  • du die Abwicklung großer Geldbeträge scheust.

Welche Fragen stellen Menschen am häufigsten zu einem Marktplatz für Unternehmens- und Maschinenverkäufe?

Was kostet es, eine Firma auf einer Börse anzubieten?

Bei nexxt-change ist das Inserat kostenlos, DUB.de verlangt keine Inseratsgebühr, aber 2 Prozent Erfolgsprovision (gelesen am 01.11.2026). S

Wie viel Provision nehmen Unternehmensbörsen?

Zwischen 1 Prozent für reine Zahlungsabwicklung und 15 Prozent bei Empire Flippers für Verkäufe bis 700.000 US-Dollar (gelesen am 01.11.2026). S

Braucht man für die Vermittlung eine Erlaubnis?

Für Maschinen und Firmenanteile reicht meist die Gewerbeanzeige (§ 14 GewO) A; anders ist es bei Immobilien oder wenn du fremde Gelder weiterleitest.

Welche Geschäftsideen ähneln einem Marktplatz für Unternehmens- und Maschinenverkäufe?

Simon Hubert, Gründer von x8
Über den Autor

Simon Hubert

Gründer von x8, Agenturgründer seit 2011

Simon Hubert hat 2011 seine erste Digitalagentur gegründet und betreut seitdem Websites, Sichtbarkeit und Abläufe für kleine und mittlere Betriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er hält einen Master in Business Informatics der Universität Mannheim und ist seit über 20 Jahren in Digitalisierung und IT unterwegs, mehrere Jahre davon in Großkonzernen. Mit x8 prüft er Geschäftsideen so, wie er es für sich selbst tun würde: mit belastbaren Zahlen, nachvollziehbaren Quellen und einer Rechnung, die du Schritt für Schritt selbst nachprüfen kannst.

Woher stammen die Zahlen auf dieser Seite?

Jede Zahl trägt ein Kennzeichen. Fährst du mit der Maus darüber, steht die Herkunft im Klartext. Was ich selbst gerechnet oder eingeschätzt habe, ist immer mit E markiert und im Text begründet.

A amtlich: Destatis, KfW-Register, Gesetzestexte, Gerichtsentscheidungen T Transaktionsdaten: Verkaufsplattformen wie Flippa, Empire Flippers oder Acquire.com, Zahlungsanbieter wie Stripe oder Steady S Selbstauskunft oder Befragung: Angaben von Anbietern, Interviews, Presse über Finanzierungen, KfW- und DIHK-Befragungen M Schätzung Dritter: Modellrechnungen und Prognosen von Instituten, etwa das IfM Bonn zur Nachfolge D Messung Dritter: Werkzeuge wie Ahrefs, Similarweb oder Profound E eigene Berechnung oder Einschätzung von Simon Hubert, Rechenweg und Annahmen stehen im Text
Quellen und Prüfstand: alle Angaben geprüft am 1. November 2026
  1. Hampton: This Former Fintech Exec Now Sells Millions In Used Tractors On The Internet, 23.05.2023, gelesen am 01.11.2026. joinhampton.com
  2. eBiz Facts: Adam Lawrence, Boom & Bucket, aktualisiert 06.03.2025, gelesen am 01.11.2026. ebizfacts.com
  3. Ritchie Bros.: Adam Lawrence joins industry leaders panel at CONEXPO 2026, 06.03.2026, gelesen am 01.11.2026. blog.ritchiebros.com
  4. DUB.de: Deutsche Unternehmerbörse, Startseite, gelesen am 01.11.2026. dub.de
  5. nexxt-change: Unternehmensbörse, gelesen am 01.11.2026. nexxt-change.org
  6. Mascus: Gebrauchtmaschinen, gelesen am 01.11.2026. mascus.de
  7. Flippa: Pricing, gelesen am 01.11.2026. flippa.com
  8. Empire Flippers: Sell your business, Provisionen, gelesen am 01.11.2026. empireflippers.com
  9. DIHK: Unternehmensnachfolge-Report 2025, 21.07.2025, gelesen am 01.11.2026. dihk.de
  10. ALL-INKL: Tarife, gelesen am 29.10.2026. all-inkl.com
  11. Gesetze im Internet: § 15 GmbHG, gelesen am 01.11.2026. gesetze-im-internet.de
  12. Gesetze im Internet: § 5 DDG, gelesen am 01.11.2026. gesetze-im-internet.de
  13. Gesetze im Internet: § 14 GewO, Gesetzestext. gesetze-im-internet.de

Änderungsprotokoll: 1. November 2026 Erstfassung.