x8-Steckbrief

Online-Schule aus Gratis-Lektionen: bis zu 5.000 € im Monat mit kostenlosen Videos und bezahlten Kursen

bis 5.000 € Umsatz im Monat nach einem Jahr Eab 500 € Startkapital3 bis 6 Monate bis zum ersten Euro11 bis 20 Std. pro Woche4,99 bis 34,99 € Mitgliedschaft im Monat (Beispiel)

Buchstaben hinter Zahlen zeigen die Herkunft: A amtlich · S Selbstauskunft · E meine Einschätzung. Alle Kennzeichen erklärt.

Lesezeit 12 MinutenVon Simon Hubert, Gründer von x8Stand

Sonntagvormittag, kurz nach zehn, an einem Küchentisch in einer Kleinstadt. Eine Frau klemmt ihr Handy über ein Häkelstück und zeigt, wie die Luftmasche sitzt. Das Video stellt sie gleich kostenlos auf YouTube.

Genau so beginnt eine Online-Schule aus Gratis-Lektionen: Du verschenkst gute Lektionen und verkaufst danach einen vertiefenden Kurs oder eine Mitgliedschaft. Bei Easy German zahlen Lernende dafür 4,99 bis 34,99 Euro im Monat. S

Erstaunlich ist, wie wenig die Videos selbst bringen. Der Fotograf Benjamin Jaworskyj verdiente trotz Millionen Aufrufen rund 2.000 Euro brutto im Monat mit YouTube-Werbung. S Woher das eigentliche Geld kommt, liest du hier.

Kurz gesagt: Bei dem Geschäftsmodell Online-Schule aus kostenlosen Gratis-Lektionen sind kostenlose Lektionen auf YouTube oder im Newsletter der Weg in deine E-Mail-Liste. Verdient wird mit dem, was danach kommt: ein bezahlter Kurs, eine Mitgliedschaft oder eine gemeinsame Reise.

Was ist eine Online-Schule aus Gratis-Lektionen und wie funktioniert das Geschäftsmodell?

Eine Online-Schule aus Gratis-Lektionen ist ein kleines Bildungsangebot, das ein Thema zuerst kostenlos auf YouTube oder im Newsletter erklärt und dann vertiefende Kurse, Mitgliedschaften oder Reisen verkauft. Bezahlt wird sie von Menschen, die nach den Gratis-Lektionen schneller oder begleitet weiterkommen wollen.

Die Gratis-Lektion beantwortet eine Frage vollständig, der Kurs die nächsten zwanzig in der richtigen Reihenfolge. Wer dir ein halbes Jahr kostenlos zugesehen hat, kauft mit weniger Risiko. Deshalb sammelst du von Anfang an E-Mail-Adressen, etwa mit einer Checkliste als Geschenk.

Lohnende Nischen findest du dort, wo Menschen ein Hobby ernsthaft betreiben. E Wohnmobil-Einsteiger fürchten Rangieren und Gasprüfung und kaufen einen Kurs vor der ersten Reise. Hobbyimker brauchen einen Jahreskalender für die Varroa-Behandlung. Modellbahner wollen ihre Anlage auf Digitalsteuerung umrüsten. Auswanderer nach Mallorca üben Spanisch für Behördengänge. Imker und Modellbahner sind Hypernischen: wenige Menschen, aber ein Problem, das jedes Jahr wiederkommt.

Ablauf: Menschen mit einem Hobby oder Lernziel finden kostenlose Lektionen. Die Gründerin liefert Gratis-Lektionen, eine E-Mail-Liste und einen vertiefenden Kurs. Ergebnisse: Kursverkauf, Mitgliedschaft im Monat und gemeinsame Reise oder Live-Termin. So arbeitet die Online-Schule 🎒 Mensch mit Hobby oder Lernziel Deine Schule Gratis-Lektionen E-Mail-Liste Vertiefung (dein Teil) Kurs gekauft Mitgliedschaft im Monat Reise oder Live-Treffen Die Videos schaffen Vertrauen, verdient wird mit der Vertiefung.
Die Gratis-Lektion ist die erste echte Unterrichtsstunde.

Welchen Umsatz kannst du mit einer Online-Schule aus Gratis-Lektionen realistisch erreichen?

Pro Mensch verdienst du entweder einmal am Kurs, im Markt etwa 127 Euro für einen Gitarrenkurs S, oder jeden Monat an einer Mitgliedschaft von 4,99 bis 34,99 Euro. S Der wichtigste Hebel ist die Zahl der E-Mail-Adressen.

Als realistisches Ziel nach dem ersten Jahr rechne ich mit 1.000 bis 5.000 Euro Umsatz im Monat, wenn du allein jede Woche eine Lektion veröffentlichst. E Mehr bringen meist erst weitere Kurse, Live-Gruppen oder Reisen. E

Preisskala: Easy German Supporter Membership ab 4,99 Euro im Monat, Learner Membership ab 11,99 Euro im Monat, Conversation Membership mit täglichen Gesprächsrunden ab 34,99 Euro im Monat (easygerman.org, gelesen am 29.10.2026), Online-Gitarrenkurs Masterplan 127 Euro einmalig (Digistore24-Verkaufsseite, gelesen am 29.10.2026). Was Lernende im Markt zahlen 0 € 38 € 75 € 112 € 150 € Supporter4,99 € im Monat Learner11,99 € im Monat Conversation34,99 € im Monat Gitarrenkurs127 € einmalig Mitgliedschaft und Kurs ergänzen sich Quellen: easygerman.org, Digistore24
Links die kleinen Monatsbeiträge, rechts der Einmalkauf.

Wie groß ein einzelner Kurs werden kann, zeigt der Reise-YouTuber Damon Dominique: Mehr als 5.000 Menschen kauften seinen Französischkurs zu 199 US-Dollar (eBiz Facts, 08.05.2023). S Das ist ein Ausreißer, kein Durchschnitt.

Eigene Berechnung von Simon Hubert: 20 Kursverkäufe zu 149 Euro ergeben 2.980 Euro, 80 Mitglieder zu 12 Euro ergeben 960 Euro, dazu 200 Euro YouTube-Werbung. Umsatz 4.140 Euro. Gebühren von Verkaufsplattform und Mitgliederdienst rund 380 Euro, Werkzeuge und Hosting rund 160 Euro. Es bleiben etwa 3.600 Euro vor Steuern und eigenem Lohn. Rechenweg pro Monat nach einem Jahr 4.140 € Umsatz minus 380 € Plattformgebühren minus 160 € Werkzeuge, Hosting ≈ 3.600 € bleiben vor Steuern, Lohn Eigene Berechnung (Simon Hubert): 20 Kurse zu 149 €, 80 Mitglieder zu 12 €
Die Gebühren folgen den Sätzen von Digistore24 und Steady.

Das heißt für dich: Die Videos bauen das Vertrauen auf, das Geld verdienst du mit Kurs und Mitgliedschaft.

Welche Fähigkeiten solltest du initial lernen, um erfolgreich eine Online-Schule aus Gratis-Lektionen führen zu können?

Am wichtigsten ist, dass du vor der Kamera verständlich erklärst und das ein Jahr lang jede Woche durchhältst. Technik und Schnitt sind heute schnell gelernt.

Balken = so wichtig ist die Fähigkeit für den Erfolgbraucht Erfahrungschnell lernbar
Verständlich erklären vor der Kamera95 %
Ruhig, Schritt für Schritt, mit Beispielen (KI hilft beim Skript, sprechen musst du selbst). Lernzeit: Monate
Didaktik und Kursaufbau80 %
Lernziele, Reihenfolge, Übungen (KI schlägt Gliederungen vor). Lernzeit: Monate
Verkaufen über E-Mail70 %
Gratis-Material, Willkommensmails, Kursangebot (KI schreibt Entwürfe, du prüfst). Lernzeit: wenige Wochen
Videoschnitt und Ton50 %
Guter Ton zählt mehr als die Kamera (KI schneidet Pausen, macht Untertitel). Lernzeit: Wochen
Programmieren (das macht die KI)10 %
Kursplattformen sind fertig, kleine Anpassungen schreibt die KI. Lernzeit: keine

Meine Einschätzung E: 100 % hieße, ohne diese Fähigkeit geht es nicht.

Welche Eckdaten hat eine Online-Schule aus Gratis-Lektionen?

Datenbox
Klasse und ModelltypK2 Digitales Produkt · Kurse, Coaching und Community
ThemenfeldReisen, Freizeit und Hobbys
Startkapital500 bis 5.000 Euro E
Zeit bis zum ersten Euro3 bis 6 Monate E
Wochenstunden11 bis 20 neben dem Beruf E
Zulassungshürdefrei; mit Lernerfolgskontrolle gegebenenfalls ZFU-Zulassung, siehe Abschnitt Recht
Reichweite nötig4 von 5: eigenes Publikum ist Voraussetzung
Passiv-Grad3 von 5: Kurse verkaufen sich weiter, Lektionen nicht
Umsatzklasse1.000 bis 5.000 Euro im Monat nach einem Jahr, allein E
Wettbewerbhoch
KI-Hebel3 von 5
Sinn-Faktor4 von 5
Passt zu den GründertypenCharismatischer Creator
Wirtschaftszweig (WZ 2025)85.59.9 Erbringung von allen anderen Unterrichtsdienstleistungen a. n. g.; für den Kanal selbst 59.11.1 Herstellung von Vlogs. E WZ 2025 ist die amtliche Klassifikation der Wirtschaftszweige (Destatis), nach der dein Gewerbe eingeordnet wird.

Datenlücke: Eine verlässliche Zahl, wie viele Gratis-Abonnenten im DACH-Raum später einen Kurs kaufen, habe ich nicht gefunden.

Was kostet der Start und wie viel Zeit brauchst du?

Der Start kostet meist 500 bis 5.000 Euro E, vor allem für Mikrofon, Licht, Verkaufsplattform und Website. Bis zum ersten Verkauf vergehen meist drei bis sechs Monate.

BausteinWas es kostet
VerkaufsplattformDigistore24 behält 7,9 Prozent vom Bruttopreis plus 1 Euro je Verkauf (Gebührenrechner, gelesen am 29.10.2026) S
Kursplattform mit MitgliederbereichKajabi Kickstarter 89 US-Dollar im Monat, jährlich 71 US-Dollar im Monat (SchoolMaker, 2026) S
MitgliedschaftenSteady 10 Prozent der Einnahmen plus Zahlungsgebühr, bei Lastschrift 1 Prozent plus 0,20 Euro (quasa.io, 12.10.2026) S
Website mit WordPressALL-INKL Premium regulär 9,95 Euro im Monat (all-inkl.com, gelesen am 29.10.2026) S

Wie startest du eine Online-Schule aus Gratis-Lektionen Schritt für Schritt?

Du startest mit einem Thema, über das du ein Jahr lang wöchentlich reden kannst, und einer Liste der zwanzig häufigsten Anfängerfragen. Jede Frage wird eine Gratis-Lektion.

  1. Nische festlegen. Ein Hobby mit ernsthaften Anfängern, die immer wieder an denselben Stellen hängen.
  2. Zehn Lektionen vorproduzieren. So hältst du den Wochenrhythmus auch in vollen Wochen durch.
  3. Gratis-Material anbieten. Eine Checkliste oder ein Übungsblatt gegen die E-Mail-Adresse.
  4. Rechtliches vorbereiten. Die vier Punkte aus dem Abschnitt Recht: Finanzamt, Impressum, Widerrufsbelehrung und die Prüfung auf Fernunterricht.
  5. Kurs vorverkaufen. Biete ihn deiner Liste an, bevor du alle Videos drehst.
  6. Mitgliedschaft ergänzen. Ein kleiner Monatsbeitrag für Austausch und Fragerunden macht den Umsatz planbarer.
  7. Reise oder Treffen testen. Erst als Kooperation mit einem Reiseveranstalter, nicht als eigenes Paket.

Wie findest du die ersten Kunden für deine Online-Schule?

Am schnellsten über eine Gratis-Lektion, die genau die Frage löst, bei der Anfänger aufgeben: „Warum rutscht meine Masche immer auf?“ Wer damit Erfolg hat, will mehr (Pain Fokus).

Laut Eurostat haben 2025 34,8 Prozent der Internetnutzer in der EU einen Online-Kurs belegt oder Online-Lernmaterial genutzt, nach 33,4 Prozent im Jahr 2024. Am höchsten lag der Anteil in den Niederlanden mit 60,2 Prozent, am niedrigsten in Rumänien mit 11,8 Prozent. 34,8 % der Internetnutzer in der EU lernten 2025 online. 2024 waren es 33,4 %. Niederlande 60,2 %, Rumänien 11,8 %. Eurostat, 19.03.2026
Jeder dritte Mensch im Netz lernt schon online.

Gute Kanäle sind YouTube und Shorts für die Reichweite, ein Newsletter für den Verkauf und Foren oder Vereine deines Hobbys. Werbegeld von YouTube gibt es erst ab 1.000 Abonnenten (Googlewatchblog, 13.06.2023). S

Welche Tools und KI-Werkzeuge helfen bei einer Online-Schule aus Gratis-Lektionen?

Unverzichtbar sind ein gutes Mikrofon, ein Kanal für die Gratis-Lektionen und eine Plattform für Kurs und Zahlung. Ziel ist es, die Technik einmal einzurichten und danach nur noch zu unterrichten.

Gratis-LektionenYouTube für Videos, dazu Shorts als kurze Vorschau
Verkauf und KursDigistore24 oder Kajabi; alternativ WordPress mit MCP, gehostet bei ALL-INKL
MitgliedschaftSteady oder Patreon für Monatsbeiträge und Community
KI-AssistentClaude oder ChatGPT für Skripte, Übungsfragen, Untertitel und E-Mails

Welche Risiken hat eine Online-Schule aus Gratis-Lektionen?

Das größte Risiko: Du produzierst ein Jahr lang Lektionen, bevor jemand kauft. Dagegen hilft, ab dem ersten Video E-Mail-Adressen zu sammeln und den Kurs vorzuverkaufen.

Werbegeld bleibt klein

Benjamin Jaworskyj kam mit Millionen Aufrufen auf rund 2.000 Euro brutto im Monat aus YouTube-Werbung (OMR, 14.02.2022). S
Gegenmittel: Eigene Produkte statt Werbung als Hauptumsatz.

Kanal wächst nicht mehr

Der Foto-YouTuber Stephan Wiesner nannte seinen Markt „gesättigt“, das Wachstum habe sich verlangsamt (OMR, 14.02.2022). S
Gegenmittel: Newsletter als eigener Kanal.

Kurs ohne Zulassung

Nach einem BGH-Urteil musste ein Anbieter ohne ZFU-Zulassung 23.800 Euro plus Zinsen zurückzahlen (ETL Rechtsanwälte, 27.08.2025). S
Gegenmittel: Vor dem Start klären, ob es Fernunterricht ist.

Angebot findet keine Käufer

Jaworskyj stellte sein Coaching-Programm „mangels ausreichender Nachfrage“ ein (OMR, 14.02.2022). S
Gegenmittel: Erst vorverkaufen, dann produzieren.
Ergebnisstreuung5 von 5: wenige Kanäle verdienen sehr viel, die meisten wenig
Regulatorik2 von 5
Inhaberabhängigkeit5 von 5, dein Gesicht und deine Stimme sind die Marke
Wiederkehrender Umsatz25 bis 50 Prozent über Mitgliedschaften E
KI-Expositionminus 1, KI-Erklärvideos machen Wissen billiger
Kanalabhängigkeit3 von 4

Fortbestand: Von Gründungen mit Startkapital bis zu 5.000 Euro sind nach fünf Jahren 54 Prozent aktiv (KfW-Gründungsmonitor 2025). S 2025 gab es 69 Unternehmensinsolvenzen je 10.000 Unternehmen (Destatis, 13.03.2026). A

Praxisbeispiel: Wie Deborah Niemann mit Gratis-Wissen über Ziegen sechsstellig verdient

In der Side Hustle Show erzählt Deborah Niemann, wie aus ihrem Hof-Blog in Illinois ein Bildungsgeschäft rund um die Ziegenhaltung wurde. Blog, YouTube-Kanal und Podcast sind kostenlos; verdient wird vor allem mit der Mitgliedschaft Goats 365 und Online-Kursen. Das Geschäft bringt nach eigener Angabe über 100.000 Dollar im Jahr. S

So kam sie auf die Geschäftsidee
Niemann zog 2002 aufs Land, um Lebensmittel selbst zu erzeugen, und machte viele Anfängerfehler. Damit andere sie nicht wiederholen, gab sie Kurse auf ihrem Hof. Käufern ihrer Ziegen bot sie einen Gratiskurs an; weil mehr Menschen den Kurs als die Ziegen wollten, wurden daraus bezahlte Kurse.
So fing es an
Von 2006 bis 2016 bloggte sie über ihre Tierhaltung. Darüber wurde ein Verlag auf sie aufmerksam; es folgten Bücher wie Raising Goats Naturally mit zusammen rund 25.000 verkauften Exemplaren, die ihr aber kaum etwas einbrachten. S Um 2015 erkannte sie, dass sich ihr Wissen als Online-Kurs besser verwerten lässt. Ihr erster Kurs startete Anfang 2017 an eine Liste mit 2.000 Kontakten, rund 10 Prozent kauften. S
So gewinnt sie Kunden
Über 700 Blogartikel beantworten Fragen, nach denen Ziegenhalter tatsächlich suchen, dazu kommen über 800 Videos und rund 180 Podcastfolgen unter dem Namen For the Love of Goats. Kostenlose Hilfen wie eine Vergleichstabelle für Mineralfutter oder ein Spickzettel zur Fütterung füllen die E-Mail-Liste. Jeden Montag geht ein Newsletter hinaus, der im Wechsel auf einen Artikel, ein Video und eine Podcastfolge verweist.
Ihre Preise
Goats 365 kostet 19 bis 29 Dollar im Monat. S Die höhere Stufe enthält drei Fragerunden im Monat von je eineinhalb bis zwei Stunden, rund zwei Drittel der Mitglieder wählen sie. S Für Oktober 2026 plante sie ihre erste Reise zu Ziegenhöfen und Käsereien in Portugal, für 5.500 Dollar pro Person bei bis zu zwölf Teilnehmenden. S
So schnell ist sie gewachsen
Die Mitgliedschaft startete 2019 mit einer Obergrenze von 20 Plätzen, die genau gefüllt wurden; heute sind es 150 Mitglieder. S Rund 70 Prozent der Einnahmen kommen aus Kursen und Mitgliedschaft, etwa 25 Prozent aus Werbung auf der Website. S Die Kurse verkaufen sich über die Jahre schlechter, die Mitgliedschaft wächst; seit etwa zwei Jahren liegen beide auf derselben Plattform, was die Beteiligung deutlich erhöht hat.
Ihre größte Hürde
Seit Google KI-Zusammenfassungen zeigt, fielen die Besuche auf ihrer Website von etwa 110.000 auf 40.000 im Monat und erholten sich auf rund 60.000 S; die Werbeeinnahmen sanken entsprechend. Außerdem merkte sie um 2019, dass sie rund 15 Stunden pro Woche auf Facebook verbrachte, und stellte eine Assistentin ein.
Diese Werkzeuge nutzt sie
Mighty Networks für Community und Kurse, Kit für die E-Mail-Liste, RescueTime zur Zeiterfassung, Raptive für Werbung und Videos auf der Website, Canva für Grafiken und neuerdings Substack. Mighty Networks und Kit nennt sie unverzichtbar.
Ihr Rat
So früh wie möglich eine E-Mail-Liste aufbauen; sie selbst begann erst 2016. Die Liste sei das Einzige, was einem niemand wegnehmen kann.
Was du daraus mitnimmst
Für eine Online-Schule in Deutschland heißt das: Kostenlose Inhalte zu einem Fachthema, das du selbst lebst, füllen über Jahre die E-Mail-Liste, und eine Mitgliedschaft mit persönlichen Fragerunden trägt oft weiter als Einzelkurse, gerade wenn Google weniger Besucher schickt. E Die Zahlen sind Selbstauskünfte und nicht unabhängig geprüft.

Quellen: Side Hustle Nation, The Side Hustle Show, Folge 757: She Built a 6-Figure Business Talking About Goats, Gespräch von Nick Loper mit Deborah Niemann vom 27.08.2026, gelesen am 30.10.2026. sidehustlenation.com; eBiz Facts: Deborah Niemann, The Thrifty Homesteader, Ausgabe vom 12.10.2026, gelesen am 30.10.2026. ebizfacts.com

Welche Beispiele für eine Online-Schule aus Gratis-Lektionen gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz?

Das stärkste Beispiel ist Easy German: 2005 als Schulprojekt in Münster entstanden und seit 2014 in Berlin. Heute hat es fast 5 Millionen Abonnenten und ein Team von über zehn Menschen (easygerman.org, gelesen am 29.10.2026). S

  • Benjamin Jaworskyj verdiente als Fotograf früh mit Videokursen, Büchern und Workshops und erzielt mit Fotoprodukten und eigener Modemarke einen siebenstelligen Jahresumsatz (OMR, 14.02.2022). S
  • Sebastian Glöckner aus Bonn verkauft seit 2014 rund 100 Kurse auf Udemy; fast 250.000 Menschen kauften eines seiner Produkte, der Umsatz ist sechsstellig (OMR, 16.11.2023). S
  • Damon Dominique aus den USA verkaufte seinen Französischkurs zu 199 US-Dollar mehr als 5.000-mal (eBiz Facts, 08.05.2023). S

Was musst du rechtlich bei einer Online-Schule aus Gratis-Lektionen beachten?

Vier Dinge setzt du vor dem ersten Verkauf auf. Das Wichtigste: Prüfe, ob dein Kurs als Fernunterricht gilt, denn dann brauchst du eine Zulassung.

  • Beim Finanzamt anmelden, Unterricht kann freiberuflich sein, Produkte und Werbung meist nicht.
  • Impressum auf Website und YouTube-Kanal.
  • Widerrufsbelehrung und Zustimmung im Bestellablauf deines Kurses.
  • Fernunterricht prüfen, sobald du Hausaufgaben korrigierst oder Fragen zum Stoff beantwortest.
Die Details mit Paragrafen und Fristen

Freier Beruf oder Gewerbe: Unterrichtende Tätigkeit zählt zu den freien Berufen (§ 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG) A; Mitgliedschaften, Werbung und Produkte meldest du meist als Gewerbe an (§ 14 GewO). A Selbstständige Lehrende können rentenversicherungspflichtig sein, wenn sie keine Angestellten haben (Deutsche Rentenversicherung, 17.05.2026) A; ob das für dich gilt, musst du gegebenenfalls mit deinem Steuerberater abklären.

Fernunterrichtsschutzgesetz: Der BGH entschied am 12.06.2025 (Az. III ZR 109/24), dass Online-Programme mit Lernerfolgskontrolle eine Zulassung der ZFU brauchen (§ 12 Abs. 1 FernUSG); ohne sie ist der Vertrag nichtig (§ 7 Abs. 1 FernUSG). A Ob ein reiner Videokurs ohne Kontrolle darunter fällt, musst du gegebenenfalls zum Start abklären.

Widerruf bei digitalen Inhalten: Das Widerrufsrecht erlischt vorzeitig nur, wenn der Käufer ausdrücklich zustimmt, den Verlust bestätigt und eine Bestätigung erhält (§ 356 Abs. 6 BGB; e-recht24, 28.05.2026). A Jede Website und jeder geschäftliche Kanal braucht ein Impressum nach § 5 DDG. A

Reisen mit der Community: Wer selbst Pauschalreisen anbietet, wird Reiseveranstalter nach § 651a BGB und muss Kundengelder gegen Insolvenz absichern (§ 651r BGB; IHK Ostbrandenburg, gelesen am 29.10.2026). A In Österreich und der Schweiz gelten eigene Regeln; den Stand musst du gegebenenfalls zum Start abklären.

Keine Rechtsberatung: Lass Verträge und Pflichten einmal fachlich prüfen.

Für wen passt eine Online-Schule aus Gratis-Lektionen und für wen nicht?

Es passt zu Menschen, die gern erklären und ein Thema über Jahre lieben. Stark ist der charismatische Creator, der Lektionen dreht und Kurse verkauft; gut passen auch der detailverliebte Fachexperte und der empathische Guide.

Lass es, wenn

  • du nicht mindestens ein Jahr lang jede Woche eine Lektion veröffentlichen willst,
  • du schnell Geld brauchst, denn die ersten Monate bringen meist nur Abonnenten,
  • du nicht vor der Kamera stehen oder dein Gesicht zeigen möchtest.

Welche Fragen stellen Menschen am häufigsten zur Online-Schule aus Gratis-Lektionen?

Ab wann verdiene ich mit YouTube Geld?

Für das Partnerprogramm brauchst du in Deutschland 1.000 Abonnenten und 4.000 Stunden Wiedergabezeit in zwölf Monaten (Googlewatchblog, 13.06.2023) S; den aktuellen Stand musst du gegebenenfalls zum Start abklären.

Brauche ich für meinen Onlinekurs eine ZFU-Zulassung?

Wenn du Wissen vermittelst und den Lernerfolg kontrollierst, etwa durch Fragen oder Hausaufgaben, wahrscheinlich ja (BGH, 12.06.2025, III ZR 109/24). A Den Einzelfall musst du gegebenenfalls abklären.

Darf ich Reisen für meine Zuschauer anbieten?

Ja, aber als eigener Anbieter von Pauschalreisen giltst du als Reiseveranstalter mit Pflicht zur Insolvenzabsicherung (§ 651r BGB). A Einfacher ist die Kooperation mit einem bestehenden Veranstalter.

Welche Geschäftsideen ähneln der Online-Schule aus Gratis-Lektionen?

Simon Hubert, Gründer von x8
Über den Autor

Simon Hubert

Gründer von x8, Agenturgründer seit 2011

Simon Hubert hat 2011 seine erste Digitalagentur gegründet und betreut seitdem Websites, Sichtbarkeit und Abläufe für kleine und mittlere Betriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er hält einen Master in Business Informatics der Universität Mannheim und ist seit über 20 Jahren in Digitalisierung und IT unterwegs, mehrere Jahre davon in Großkonzernen. Mit x8 prüft er Geschäftsideen so, wie er es für sich selbst tun würde: mit belastbaren Zahlen, nachvollziehbaren Quellen und einer Rechnung, die du Schritt für Schritt selbst nachprüfen kannst.

Woher stammen die Zahlen auf dieser Seite?

Jede Zahl trägt ein Kennzeichen. Fährst du mit der Maus darüber, steht die Herkunft im Klartext. Was ich selbst gerechnet oder eingeschätzt habe, ist immer mit E markiert und im Text begründet.

A amtlich: Destatis, KfW-Register, Gesetzestexte, Gerichtsentscheidungen T Transaktionsdaten: Verkaufsplattformen wie Flippa, Empire Flippers oder Acquire.com, Zahlungsanbieter wie Stripe oder Steady S Selbstauskunft oder Befragung: Angaben von Anbietern, Interviews, Presse über Finanzierungen, KfW- und DIHK-Befragungen M Schätzung Dritter: Modellrechnungen und Prognosen von Instituten, etwa das IfM Bonn zur Nachfolge D Messung Dritter: Werkzeuge wie Ahrefs, Similarweb oder Profound E eigene Berechnung oder Einschätzung von Simon Hubert, Rechenweg und Annahmen stehen im Text
Quellen und Prüfstand: alle Angaben geprüft am 30. Oktober 2026
  1. Easy German: Our Story, gelesen am 29.10.2026. easygerman.org
  2. Easy German: Membership, Preise, gelesen am 29.10.2026. easygerman.org
  3. OMR: Von Verlag bis Mode-Marken, die kuriosen Geschäftsmodelle der Foto-Youtuber, 14.02.2022, aktualisiert 15.02.2022. omr.com
  4. OMR: Online-Coaching, das ist der deutsche Star der E-Learning-Plattform Udemy, 16.11.2023. omr.com
  5. eBiz Facts (Niall Doherty): The Surprising Way A Gay Travel Vlogger Earned $995K, 08.05.2023. goodreads.com
  6. Eurostat: Online learning increasingly popular in the EU, 19.03.2026. ec.europa.eu
  7. Googlewatchblog: YouTube, Grenzwerte für das Partnerprogramm werden gesenkt, 13.06.2023. googlewatchblog.de
  8. Digistore24: Gebührenrechner, gelesen am 29.10.2026. digistore24.com
  9. Digistore24: Gitarre Lernen Online, Masterplan Angebot, gelesen am 29.10.2026. digistore24.com
  10. SchoolMaker: Kajabi Pricing in 2026, Plan Comparison and Transaction Fees, 2026. schoolmaker.com
  11. quasa.io: Steady oder Patreon, gleiche 10 Prozent, andere Zusatzkosten, 12.10.2026. quasa.io
  12. ALL-INKL.COM: Webhosting-Tarife, gelesen am 29.10.2026. all-inkl.com
  13. ETL Rechtsanwälte: Online-Coaching ohne ZFU-Zulassung, 23.07.2025, aktualisiert 27.08.2025. etl-rechtsanwaelte.de
  14. cash.online: BGH-Urteil, wann Kunden Geld für Online-Coachings zurückverlangen können, 31.07.2025. cash-online.de
  15. e-recht24: Widerrufsrecht für digitale Inhalte, Stand 28.05.2026. e-recht24.de
  16. IHK Ostbrandenburg: Gesetz zur Reiseinsolvenzsicherung, gelesen am 29.10.2026. ihk.de
  17. Deutsche Rentenversicherung: Versicherungspflicht selbstständiger Lehrkräfte, 17.05.2026. deutsche-rentenversicherung.de
  18. Bundesministerium der Justiz: § 18 EStG, gelesen am 29.10.2026. gesetze-im-internet.de
  19. IHK Köln: Impressum, Pflichtangaben auf Websites, gelesen am 29.10.2026. ihk.de
  20. Destatis: Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2025. destatis.de
  21. Side Hustle Nation, The Side Hustle Show, Folge 757: She Built a 6-Figure Business Talking About Goats, Gespräch von Nick Loper mit Deborah Niemann vom 27.08.2026, gelesen am 30.10.2026. sidehustlenation.com
  22. eBiz Facts: Deborah Niemann, The Thrifty Homesteader, Ausgabe vom 12.10.2026, gelesen am 30.10.2026. ebizfacts.com

Änderungsprotokoll: 30. Oktober 2026 Erstfassung; 1. November 2026: Absatz im Paragrafen zum Widerrufsrecht (§ 356 BGB) korrigiert.