x8-Steckbrief

UGC-Videos für Marken ohne eigene Reichweite: bis zu 5.000 € im Monat mit Produktvideos vom Smartphone

bis 5.000 € Umsatz im Monat nach einem Jahr Eab 50 € Startkapital1 bis 3 Monate bis zum ersten Euro11 bis 20 Std. pro Woche81 € Ø Preis je 30-Sekunden-Video auf Influee (DE)

Buchstaben hinter Zahlen zeigen die Herkunft: A amtlich · S Selbstauskunft · E meine Einschätzung. Alle Kennzeichen erklärt.

Lesezeit 11 MinutenVon Simon Hubert, Gründer von x8Stand

Sonntagnachmittag in einer Küche in Leipzig: Eine Frau Anfang vierzig lehnt ihr Smartphone an die Kaffeedose, hält eine Gewürzmühle in die Kamera und sagt zum fünften Mal denselben Satz.

Genau das ist dieses Geschäftsmodell: Du drehst kurze Produktvideos, die wie eine ehrliche Empfehlung wirken, und die Marke veröffentlicht sie in ihrer eigenen Werbung. Auf dem Marktplatz Influee kostet ein 30-Sekunden-Video in Deutschland im Schnitt 81 Euro. T

Überraschend ist, was dabei keine Rolle spielt: deine Followerzahl. Ein US-Gründer startete ohne einen einzigen Follower und meldete nach fünf Monaten über 16.000 US-Dollar Umsatz in einem Monat. S Wie du realistisch rechnest, liest du hier.

Kurz gesagt: Bei dem Geschäftsmodell UGC-Videos für Marken ohne eigene Reichweite drehst du mit dem Smartphone kurze Werbe- und Produktvideos, die Marken in ihren eigenen Anzeigen und Kanälen veröffentlichen. Bezahlt wirst du pro Video, dazu kommen Zuschläge für Nutzungsrechte, zusätzliche Einstiege und Rohmaterial; eigene Follower brauchst du dafür nicht.

Was sind UGC-Videos für Marken ohne eigene Reichweite und wie funktioniert das Geschäftsmodell?

UGC-Videos für Marken ohne eigene Reichweite sind kurze Clips, die aussehen wie von normalen Kunden gedreht und die eine Marke auf ihren eigenen Kanälen oder als Anzeige ausspielt. UGC heißt User Generated Content, also Inhalte von Nutzern; du lieferst nur das Video, die Reichweite kauft die Marke selbst.

Eine Marke schickt dir ein Produkt und ein kurzes Briefing, du schreibst einen Einstieg, drehst 15 bis 60 Sekunden und lieferst das fertige Video. Marken nutzen solche Clips vor allem in bezahlten Kampagnen auf TikTok, Instagram und YouTube. Verkauft wird also kein Post an deine Follower, sondern ein Werbemittel.

Mehr Geld bringen Zuschläge: Nutzungsrechte für Anzeigen kosten laut Influee 30 bis 50 Prozent des Grundhonorars. S Lohnend sind Nischen, in denen kaum jemand dreht. E Etwa Clips für Hörgeräteakustiker, in denen Menschen über 60 ihren ersten Tag mit dem Gerät zeigen. Oder Anleitungen für Händler von Landtechnik-Ersatzteilen, gedreht direkt am Traktor, und Erklärclips für Rechnungssoftware aus Sicht einer Handwerkerfrau. Für Medizinprodukte und Nahrungsergänzung gelten strenge Werberegeln.

Ablauf: Eine Marke schickt Produkt und Briefing. Du lieferst Einstieg und Skript, Dreh mit dem Smartphone sowie Schnitt und Untertitel. Ergebnis ist eine Anzeige der Marke, ein Clip für ihren eigenen Kanal oder ein Folgeauftrag mit Varianten. So läuft ein UGC-Auftrag 📦 📝 Produkt und Briefing Dein Video Einstieg und Skript Dreh mit dem Handy Schnitt, Untertitel Anzeige der Marke Clip im Markenkanal Folgeauftrag, Varianten Die Reichweite kauft die Marke, du lieferst das Gesicht.
Du verkaufst ein Werbemittel, keinen Post an deine Follower.

Welchen Umsatz kannst du mit UGC-Videos für Marken realistisch erreichen?

Pro Video bekommst du auf Marktplätzen in Deutschland oft 20 bis 80 Euro, im Direktgeschäft realistisch 150 bis 300 Euro. E Der wichtigste Hebel sind feste Markenkunden.

Als Ziel nach dem ersten Jahr rechne ich mit 1.000 bis 5.000 Euro Umsatz im Monat E, wenn du in Teilzeit drehst und einige Stammkunden hast. Mehr ist mit Paketen und Nutzungsrechten möglich, dann aber in Vollzeit. Die Preise im Markt:

Preisskala pro Video: Günstigste gelistete Creatorin auf Influee in Deutschland 21 Euro, Durchschnitt für ein 30-Sekunden-Video auf Influee in Deutschland 81 Euro (gelesen am 01.11.2026). Laut SkillSprinters zahlen Marken Einsteigern 150 bis 300 Euro, erfahrenen Creatorn 500 bis 1.000 Euro (21.05.2026). Preise pro UGC-Video 0 € 150 € 300 € 450 € 600 € Influee günstigste21 € · Mönchengladbach Influee DurchschnittØ 81 € · 30 Sekunden Einsteiger direkt150 bis 300 € Erfahrene Creator500 bis 1.000 € Dein Ziel: Direktkunden über 150 € Quellen: Influee, SkillSprinters
Links der Marktplatz, rechts das Direktgeschäft mit Marken.

Der US-Gründer Dave Giovacchini verlangte rund 175 US-Dollar pro Video und brauchte 20 bis 60 Minuten je Clip. S Bei 16.000 US-Dollar im Februar 2023 sind das gut 90 Videos im Monat. E

Eigene Berechnung von Simon Hubert: 20 Videos zu je 200 Euro ergeben 4.000 Euro Umsatz. Akquise, Plattformgebühren und Werbeprofil: rund 400 Euro. Software, Licht, Mikrofon und Requisiten: rund 100 Euro. Es bleiben etwa 3.500 Euro vor Steuern und eigener Vorsorge. Rechenweg pro Monat bei 20 Videos 4.000 € Umsatz minus 400 € Akquise, Gebühren minus 100 € Technik, Requisiten ≈ 3.500 € bleiben vor Steuern, Vorsorge Eigene Berechnung (Simon Hubert), Annahme 200 € je Video im Direktgeschäft
Kranken- und Rentenversicherung stecken noch im Rest.

Das heißt für dich: Wer nur auf Marktplätzen dreht, verkauft Masse; wer feste Markenkunden hat, verkauft Ergebnisse.

Welche Fähigkeiten solltest du initial lernen, um erfolgreich UGC-Videos für Marken anbieten zu können?

Am wichtigsten ist, dass du locker und glaubwürdig vor der Kamera sprichst. Schnitt, Licht und Skripte lernst du in wenigen Wochen.

Balken = so wichtig ist die Fähigkeit für den Erfolgbraucht Erfahrungschnell lernbar
Natürlich vor der Kamera sprechen100 %
Glaubwürdig wirken, Energie zeigen (KI hilft nur beim Üben). Lernzeit: Monate
Einstiege und kurze Skripte80 %
Die ersten drei Sekunden entscheiden (KI schlägt Varianten vor). Lernzeit: wenige Wochen
Schnitt und Untertitel70 %
Versprecher schneiden, Ton glätten (KI erstellt Untertitel). Lernzeit: wenige Wochen
Angebote und Nutzungsrechte60 %
Zuschläge und Laufzeiten festlegen (KI entwirft Angebote). Lernzeit: wenige Tage
Licht und Ton50 %
Fensterlicht, Ringlicht, Ansteckmikrofon (KI entfernt Rauschen). Lernzeit: wenige Tage

Meine Einschätzung E: 100 % hieße, ohne diese Fähigkeit geht es nicht.

Welche Eckdaten haben UGC-Videos für Marken ohne eigene Reichweite?

Datenbox
Klasse und ModelltypK1 Dienstleistung · Produktisierte Dienstleistung, Agentur und KI-Automatisierung
ThemenfeldMarketing, Vertrieb und Sichtbarkeit
Startkapitalbis 500 Euro, ein aktuelles Smartphone vorausgesetzt E
Zeit bis zum ersten Euro1 bis 3 Monate E
Wochenstunden11 bis 20 nebenbei, 21 bis 40 in Vollzeit E
ZulassungshürdeAnzeigepflicht (Gewerbe), Abgrenzung zum freien Beruf im Einzelfall, siehe Abschnitt Recht
Reichweite nötig1 von 5: eigene Follower nicht nötig
Passiv-Grad1 von 5: jedes Video ist neue Arbeit
Umsatzklasse1.000 bis 5.000 Euro im Monat nach einem Jahr E
Wettbewerbhoch
KI-Hebel3 von 5
Sinn-Faktor2 von 5
Passt zu den GründertypenCharismatischer Creator
Wirtschaftszweig (WZ 2025)59.11.2 Herstellung von sonstigen Videofilmen, von Filmen und Fernsehprogrammen. E WZ 2025 ist die amtliche Klassifikation der Wirtschaftszweige (Destatis), nach der dein Gewerbe eingeordnet wird.

Datenlücke: Eine Statistik, wie viele Menschen in Deutschland UGC-Videos verkaufen und was sie verdienen, habe ich nicht gefunden, ebenso kein deutsches Presseporträt mit belegten Umsatzzahlen.

Was kostet der Start und wie viel Zeit brauchst du?

Der Start kostet meist unter 500 Euro, wenn du ein gutes Smartphone hast. Rechne mit zehn bis 20 Wochenstunden und ein bis drei Monaten bis zum ersten bezahlten Video.

BausteinWas es kostet
Gewerbeanmeldung in Deutschland10 bis 65 Euro, je nach Gewerbeamt (gewerbeanmeldung.de, 08.06.2026) S
Schnittprogramm DaVinci Resolvekostenlos, die Studio-Version 245 Euro einmalig (blackmagicdesign.com, gelesen am 01.11.2026) S
Ringlicht und Selfie-Stick20 und 14 US-Dollar bei Dave Giovacchini (Reddit, 16.03.2023) S
Profil auf dem Marktplatz Influeefür Creator kostenlos (influee.co, gelesen am 01.11.2026) S

Wie startest du mit UGC-Videos für Marken Schritt für Schritt?

Du startest mit drei bis fünf Beispielvideos zu Produkten, die du ohnehin zu Hause hast. Der erste Schritt: eine Nische wählen, in der du glaubwürdig bist.

  1. Nische festlegen. Etwa Heimwerken, Finanz-Apps, Haustiere oder Produkte für Menschen über 50.
  2. Beispielvideos drehen. Drei bis fünf Clips mit eigenen Produkten als Portfolio.
  3. Preisliste bauen. Grundpreis pro Video plus Zuschläge für Rechte und Varianten.
  4. Rechtliches vorbereiten. Die vier Punkte aus dem Abschnitt Recht: Gewerbe klären, Nutzungsrechte schriftlich, Werbung kennzeichnen, keine verbotenen Gesundheitsversprechen.
  5. Marktplätze nutzen. Profile auf Influee oder Fiverr bringen die ersten Aufträge und Bewertungen.
  6. Marken direkt ansprechen. Shops, die schon Anzeigen schalten, mit einem passenden Beispielvideo anfragen.
  7. Pakete verkaufen. Stammkunden ein Monatspaket mit festen Videos anbieten statt Einzelaufträgen.

Wie findest du die ersten Kunden für deine UGC-Videos?

Am schnellsten über Marktplätze wie Influee oder Fiverr, danach über Online-Shops mit laufenden Anzeigen. Ihr Schmerz: Anzeigen nutzen sich schnell ab, sie brauchen ständig neue Gesichter und Einstiege.

Laut ZAW-Jahrbuch 2026 stiegen die Netto-Werbeeinnahmen mit digitalen Videoformaten in Deutschland 2025 um 16,0 Prozent, während das lineare Fernsehen 9,2 Prozent verlor. Die Netto-Werbeeinnahmen aller Medien lagen bei 27,90 Milliarden Euro. 16,0 % Plus bei digitalen Videoformaten 2025. Lineares Fernsehen: minus 9,2 %. Werbemarkt gesamt: 27,90 Mrd. €. ZAW, Jahrbuch 2026, gelesen am 01.11.2026
Werbegeld wandert ins Video, und Video braucht Gesichter.

Gute Kanäle sind Influee und Fiverr für den Einstieg, LinkedIn für Marketingverantwortliche kleiner Marken und Anfragen an Shops, deren Anzeigen du in der Werbebibliothek von Meta siehst. Werbe-E-Mails brauchen auch gegenüber Firmen eine Einwilligung, deshalb ist das Kontaktformular der sicherere Weg. E

Welche Tools und KI-Werkzeuge helfen bei UGC-Videos für Marken?

Unverzichtbar sind Smartphone, Ansteckmikrofon und ein Schnittprogramm. Ziel ist es, Skripte und Untertitel mit KI schneller zu bauen.

Kameraein aktuelles Smartphone, dazu Ringlicht und Stativ
SchnittDaVinci Resolve oder CapCut für Schnitt und Untertitel
KI-AssistentClaude oder ähnliche Modelle für Einstiege und Skriptvarianten
MarktplatzInfluee oder Fiverr für erste Aufträge und Bewertungen

Influee nennt über 15.000 geprüfte Creator in Deutschland S, entsprechend groß ist die Konkurrenz um einfache Aufträge.

Welche Risiken haben UGC-Videos für Marken ohne eigene Reichweite?

Das größte Risiko: Preisdruck, weil auf Marktplätzen Tausende Creator dasselbe anbieten. Dagegen helfen eine klare Nische und feste Direktkunden.

Preisdruck auf Marktplätzen

Auf Influee bieten Creator in Deutschland Videos ab 21 Euro an (gelesen am 01.11.2026). T
Gegenmittel: Nische, eigene Preisliste und Direktkunden.

KI-Avatare als Konkurrenz

Werbevideos mit künstlich erzeugten Menschen werden günstiger; wie stark das die Preise drückt, ist offen. E
Gegenmittel: Echte Anwendung zeigen, die eine KI nicht nachstellen kann.

Rechte und Werberegeln

Ohne klare Absprache bestimmt der Vertragszweck, welche Nutzungsrechte die Marke bekommt (§ 31 Abs. 5 UrhG). A
Gegenmittel: Nutzungsdauer, Kanäle und Anzeigenrechte schriftlich festhalten.

Schwankende Aufträge

Vollzeit-Creator schwanken zwischen 8 und 22 Videos im Monat (SkillSprinters, 21.05.2026). S
Gegenmittel: Monatspakete und drei Monate Rücklage.
Ergebnisstreuung3 von 5: wie weit Erfolg und Misserfolg auseinanderliegen
Regulatorik2 von 5
Inhaberabhängigkeit5 von 5, Marken buchen dein Gesicht
Wiederkehrender Umsatz10 bis 40 Prozent über Monatspakete E
KI-Expositionminus 1: KI-Avatare drücken die Preise einfacher Clips
Kanalabhängigkeit3 von 4

Fortbestand: Von Gründungen mit Startkapital bis zu 5.000 Euro sind nach fünf Jahren 54 Prozent aktiv (KfW-Gründungsmonitor 2025). S 2025 gab es 69 Unternehmensinsolvenzen je 10.000 Unternehmen (Destatis, 13.03.2026). A

Praxisbeispiel: Wie Dave Giovacchini ohne Follower mit UGC-Anzeigen über 16.000 Dollar im Monat umsetzte

Auf Reddit schreibt Dave Giovacchini, 50 Jahre alt und nach eigener Angabe seit seinem 15. Lebensjahr Gründer, über seinen Nebenerwerb mit UGC-Werbevideos. Im Februar 2023 setzte er damit über 16.000 Dollar um, davon blieben ihm gut 12.000 Dollar, bei 0 Dollar Startkosten. S

So kam er auf die Geschäftsidee
Hauptberuflich führt er eine Firma für digitales Marketing und schaltet selbst Anzeigen auf TikTok, Reels und YouTube. Dafür brauchte er UGC-Clips, probierte es mit eingekauften Creatorn und merkte, dass ihm seine eigenen Videos besser gefielen. Als er sah, wie ausgebucht die bekanntesten Creator waren, probierte er es selbst.
So fing es an
Im Oktober 2022 startete er mit null Followern und seinem Samsung-S22-Smartphone als einziger Ausrüstung. Nach den ersten bezahlten Aufträgen kaufte er ein Ringlicht für 20 Dollar und einen Selfie-Stick für 14 Dollar, später zwei Lichtstative für zusammen rund 60 Dollar. Schneiden lernte er über YouTube.
So gewinnt er Kunden
Zuerst über Freelancer-Plattformen, laut eBiz Facts vor allem Fiverr; inzwischen kommen Werbetreibende direkt zu ihm. Auf TikTok erzählt er unter @hiddenmoneydave von seiner Arbeit und hatte dort schnell 12.000 Follower. S Für eigene Direktverträge mit Werbetreibenden besuchte er eine Fachmesse in Las Vegas.
Seine Preise
Rund 175 Dollar pro Anzeige, mehr bei längeren Videos. S Ein Clip kostet ihn 20 bis 60 Minuten für Dreh und Schnitt, und er erledigt nach eigener Angabe drei bis acht Aufträge am Tag.
Diese Werkzeuge nutzt er
Zum Schneiden Camtasia, weil er es schon besaß; als kostenlose Alternative empfiehlt er DaVinci Resolve. Er schneidet nur Pausen und Versprecher heraus und legt eine Audiokompression über den Ton.
Seine größte Hürde
Das Einkommen ist durch die Stunden am Tag begrenzt. Du musst vor die Kamera, und Anfragen für peinliche Produkte wie Schnarchhilfen kommen regelmäßig. Im Februar arbeitete er bis zu sechs Stunden täglich und musste sein Profil zeitweise abschalten, weil er zu viele Aufträge hatte.
Sein Rat
Keine Scheu vor der Kamera haben und Energie zeigen, schauspielerisches Talent sei nicht nötig. Und: Menschen über 30 sind gefragt, weil die meisten UGC-Creator jung sind, Marken für Finanzen, Versicherungen, Software oder Heimwerken aber ältere Gesichter suchen.
Was du daraus mitnimmst
Für Deutschland heißt das: Mit eigenem Marketingwissen und einer klaren Zielgruppe über 30 kannst du dich von der Masse auf Marktplätzen abheben. E Die Zahlen sind Selbstauskünfte und nicht unabhängig geprüft.

Zur Quellenlage: Die Zahlen stammen allein von Dave Giovacchini selbst, belegt nur mit einem Screenshot seiner offenen Aufträge. Ein Kommentator unter dem Beitrag weist darauf hin, dass er ein Mentoring für 297 Dollar verkauft; das kann seine Darstellung färben.

Quellen: Reddit r/Entrepreneur: What I learned from a fun side project that NET me over $12,000 in Feb., 16.03.2023, gelesen am 01.11.2026 über Apify. reddit.com; eBiz Facts: Dave Giovacchini, UGC Social Media Ads, aktualisiert 17.04.2023, gelesen am 01.11.2026. ebizfacts.com

Welche Beispiele für UGC-Videos für Marken gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz?

Das sichtbarste DACH-Beispiel ist die Creatorin Vanessa (@nessadhs), die im Format funk von ARD und ZDF erzählt, wie sie mit Videos für Marken ohne große Reichweite Geld verdient (ZDF, 05.01.2023). S Eine konkrete Monatssumme nennt die Begleitseite nicht.

Konkrete Preise zeigen Profile auf Influee (gelesen am 01.11.2026):

  • Ange-Sophie aus Hamburg bietet Videos für 64 Euro an, Linda aus Goch für 57 Euro. T
  • Markus aus Klagenfurt verlangt 59 Euro pro Video; der Schnitt in Österreich liegt bei 83 Euro. T
  • Dave Giovacchini aus den USA, siehe Praxisbeispiel. S

Was musst du rechtlich bei UGC-Videos für Marken beachten?

In Deutschland brauchst du für UGC-Videos keine Zulassung. Wichtig sind klare Absprachen zu Nutzungsrechten und die Werberegeln für sensible Produkte.

  • Gewerbe anmelden oder mit dem Finanzamt klären, ob deine Tätigkeit als freier Beruf gilt.
  • Nutzungsrechte schriftlich regeln: Kanäle, Dauer und ob die Marke Anzeigen schalten darf.
  • Werbung kennzeichnen, wenn ein Video unter deinem Namen oder auf deinem Kanal läuft.
  • Keine verbotenen Versprechen: Bei Nahrungsergänzung, Kosmetik und Medizinprodukten gelten strenge Werberegeln.
Die Details mit Paragrafen und Fristen

Gewerbe oder freier Beruf: Wer gewerblich tätig wird, muss das nach § 14 GewO beim Gewerbeamt anzeigen. A Ob deine Videos eher künstlerisch und damit freiberuflich sind, musst du gegebenenfalls mit deinem Steuerberater abklären.

Nutzungsrechte: Nutzungsrechte können einfach oder ausschließlich und zeitlich, räumlich oder inhaltlich begrenzt eingeräumt werden (§ 31 Abs. 1 bis 3 UrhG); fehlt eine Regelung, entscheidet der Vertragszweck (§ 31 Abs. 5 UrhG). A Wer andere Menschen im Video zeigt, braucht deren Einwilligung (§ 22 KunstUrhG). A

Werbekennzeichnung: Unlauter handelt, wer den kommerziellen Zweck einer geschäftlichen Handlung nicht kenntlich macht (§ 5a Abs. 4 UWG). A Läuft ein bezahltes Video über dein Profil, etwa bei Anzeigen unter deinem Namen, gehört ein Hinweis auf Werbung dazu.

Kleinunternehmerregelung: Umsatzsteuerfrei bleibst du, wenn dein Umsatz im Vorjahr 25.000 Euro nicht überschritten hat und im laufenden Jahr 100.000 Euro nicht überschreitet (§ 19 Abs. 1 UStG). A

Österreich und Schweiz: Gewerbe- und Steuerregeln weichen dort ab; den aktuellen Stand musst du gegebenenfalls zum Start bei der Wirtschaftskammer oder kantonalen Stelle abklären.

Keine Rechtsberatung: Lass Verträge und Pflichten einmal fachlich prüfen.

Für wen passen UGC-Videos für Marken und für wen nicht?

Sie passen zum charismatischen Creator, der gern vor der Kamera steht, und zum pragmatischen Macher, der schnell liefert. Gefragt sind auch Menschen über 30, etwa für Finanzen, Software oder Heimwerken.

Lass es, wenn

  • du nicht gern vor der Kamera sprichst oder dich ungern zeigst,
  • du ab dem ersten Monat ein festes Einkommen brauchst,
  • du Produkte empfehlen müsstest, hinter denen du nicht stehst.

Welche Fragen stellen Menschen am häufigsten zu UGC-Videos für Marken?

Brauche ich als UGC-Creator viele Follower?

Nein. Die Marke veröffentlicht das Video selbst und bezahlt dich für das Werbemittel, nicht für deine Reichweite. Dave Giovacchini startete nach eigener Angabe ohne einen einzigen Follower (Reddit, 16.03.2023). S

Was verdient man als UGC-Creator pro Video?

Auf Influee im Schnitt 81 Euro für 30 Sekunden in Deutschland (gelesen am 01.11.2026) T, im Direktgeschäft laut SkillSprinters 150 bis 300 Euro für Einsteiger. S

Muss ich als UGC-Creator ein Gewerbe anmelden?

Meist ja, sobald du regelmäßig bezahlte Aufträge annimmst (§ 14 GewO). A Ob deine Tätigkeit freiberuflich ist, musst du gegebenenfalls mit deinem Steuerberater abklären.

Welche Geschäftsideen ähneln den UGC-Videos für Marken ohne eigene Reichweite?

Simon Hubert, Gründer von x8
Über den Autor

Simon Hubert

Gründer von x8, Agenturgründer seit 2011

Simon Hubert hat 2011 seine erste Digitalagentur gegründet und betreut seitdem Websites, Sichtbarkeit und Abläufe für kleine und mittlere Betriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er hält einen Master in Business Informatics der Universität Mannheim und ist seit über 20 Jahren in Digitalisierung und IT unterwegs, mehrere Jahre davon in Großkonzernen. Mit x8 prüft er Geschäftsideen so, wie er es für sich selbst tun würde: mit belastbaren Zahlen, nachvollziehbaren Quellen und einer Rechnung, die du Schritt für Schritt selbst nachprüfen kannst.

Woher stammen die Zahlen auf dieser Seite?

Jede Zahl trägt ein Kennzeichen. Fährst du mit der Maus darüber, steht die Herkunft im Klartext. Was ich selbst gerechnet oder eingeschätzt habe, ist immer mit E markiert und im Text begründet.

A amtlich: Destatis, KfW-Register, Gesetzestexte, Gerichtsentscheidungen T Transaktionsdaten: Verkaufsplattformen wie Flippa, Empire Flippers oder Acquire.com, Zahlungsanbieter wie Stripe oder Steady S Selbstauskunft oder Befragung: Angaben von Anbietern, Interviews, Presse über Finanzierungen, KfW- und DIHK-Befragungen M Schätzung Dritter: Modellrechnungen und Prognosen von Instituten, etwa das IfM Bonn zur Nachfolge D Messung Dritter: Werkzeuge wie Ahrefs, Similarweb oder Profound E eigene Berechnung oder Einschätzung von Simon Hubert, Rechenweg und Annahmen stehen im Text
Quellen und Prüfstand: alle Angaben geprüft am 1. November 2026
  1. Influee: UGC Preise 2026, der ultimative Leitfaden mit echten Zahlen, 18.04.2025, gelesen am 01.11.2026. influee.co
  2. Influee: UGC-Creator aus Deutschland, gelesen am 01.11.2026. influee.co
  3. Influee: UGC-Creator aus Österreich, gelesen am 01.11.2026. influee.co
  4. Influee: Für Creators, gelesen am 01.11.2026. influee.co
  5. SkillSprinters: Was verdienen UGC Creator? Realistische Einnahmen in Deutschland, 21.05.2026, gelesen am 01.11.2026. skill-sprinters.de
  6. sevdesk: UGC Creator werden, aktualisiert 27.03.2026, gelesen am 01.11.2026. sevdesk.de
  7. ZAW: Werbemarkt nach Medien, Netto-Werbeeinnahmen 2025 (Jahrbuch 2026), gelesen am 01.11.2026. zaw.de
  8. ZDF/funk: 1.000+ pro Monat mit Insta und TikTok ohne Follower und Reichweite machen?, 05.01.2023, gelesen am 01.11.2026. zdf.de
  9. Blackmagic Design: DaVinci Resolve, Preise, gelesen am 01.11.2026. blackmagicdesign.com
  10. gewerbeanmeldung.de: Gewerbe anmelden, welche Kosten fallen an?, 08.06.2026, gelesen am 01.11.2026. gewerbeanmeldung.de
  11. Gesetzestext: § 5a Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, gelesen am 01.11.2026. gesetze-im-internet.de
  12. Gesetzestext: § 19 Umsatzsteuergesetz, gelesen am 01.11.2026. gesetze-im-internet.de
  13. Gesetzestext: § 31 Urheberrechtsgesetz, gelesen am 01.11.2026. gesetze-im-internet.de
  14. Gesetzestext: § 22 Kunsturhebergesetz, gelesen am 01.11.2026. gesetze-im-internet.de
  15. Gesetzestext: § 14 Gewerbeordnung. gesetze-im-internet.de
  16. Reddit r/Entrepreneur: What I learned from a fun side project that NET me over $12,000 in Feb. (Dave Giovacchini), 16.03.2023, gelesen am 01.11.2026 über Apify. reddit.com
  17. eBiz Facts: Dave Giovacchini, UGC Social Media Ads, aktualisiert 17.04.2023, gelesen am 01.11.2026. ebizfacts.com

Änderungsprotokoll: 1. November 2026 Erstfassung.