x8-Steckbrief

Tool-Verzeichnis mit bezahlten Platzierungen: bis zu 5.000 € im Monat mit hervorgehobenen Einträgen und Werbeplätzen

bis 5.000 € Umsatz im Monat nach einem Jahr Eab 200 € Startkapital3 bis 6 Monate bis zum ersten Euro6 bis 10 Std. pro Woche147 bis 597 $ Werbeplatz im Monat bei OpenAlternative

Buchstaben hinter Zahlen zeigen die Herkunft: A amtlich · S Selbstauskunft · E meine Einschätzung. Alle Kennzeichen erklärt.

Lesezeit 12 MinutenVon Simon Hubert, Gründer von x8Stand

Dienstagmorgen in einem Coworking-Space: Eine Entwicklerin hat ihr Rechnungstool fertig und sucht Wege, damit es jemand findet. Sie tippt „Alternative zu“ und den Namen eines großen Anbieters in die Suche und landet auf einem Verzeichnis.

Dieses Geschäftsmodell verkauft ihr dort einen besseren Platz: Du sammelst Tools zu einem Thema und verkaufst Anbietern hervorgehobene Einträge und Werbeflächen. Das Verzeichnis OpenAlternative verlangt dafür 147 bis 597 US-Dollar im Monat. S

Der Widerspruch: Der Gründer von OpenAlternative arbeitet nach eigener Angabe nur zwei bis drei Stunden in der Woche daran S, während fast jede Woche Kopien entstehen und wieder verschwinden. Woran das liegt, liest du hier.

Kurz gesagt: Bei dem Geschäftsmodell Tool-Verzeichnis mit bezahlten Platzierungen sammelst du Software, Vorlagen oder Angebote zu einem klaren Thema auf einer eigenen Website, die über Google und Communitys Besucher bekommt. Anbieter bezahlen dich dafür, schneller aufgenommen, hervorgehoben oder per Werbeplatz gezeigt zu werden.

Was ist ein Tool-Verzeichnis mit bezahlten Platzierungen und wie funktioniert das Geschäftsmodell?

Ein Tool-Verzeichnis mit bezahlten Platzierungen ist eine kuratierte Website, die Werkzeuge zu einem Thema auflistet und Besucher über die Suche gewinnt. Geld zahlen die Anbieter, die mehr Sichtbarkeit wollen, nicht die Besucher.

Kuratiert heißt: Du entscheidest, was hineinkommt, und schreibst zu jedem Eintrag kurz, wofür das Tool taugt. Der normale Eintrag ist meist kostenlos. Verkauft werden eine schnellere Prüfung, ein Featured-Eintrag, also ein hervorgehobener Platz oben in der Liste, und Werbeflächen. Dazu kommen oft Affiliate-Links, also Provisionen für vermittelte Käufe.

Ideen für eine Nische E: Software, mit der Zahnarztpraxen Termine und Recall organisieren; Werkzeuge, mit denen Imker Völker und Behandlungen dokumentieren; Tools für Hausverwaltungen, die Nebenkostenabrechnungen erstellen. Dazu Erweiterungen für ein bestimmtes Kassensystem in der Gastronomie oder Software für Vereine, die Beiträge per SEPA einziehen. Die ersten beiden sind Hypernischen mit kleiner Zielgruppe, deren Anbieter kaum andere Werbewege haben.

Ablauf: Besucher suchen eine Lösung und landen über Google oder eine Community im Verzeichnis. Du sammelst, prüfst und beschreibst die Tools und hältst die Seite aktuell. Ergebnisse: Besucher klicken zu den Tools, Anbieter kaufen einen hervorgehobenen Eintrag oder einen Werbeplatz. So läuft ein Tool-Verzeichnis 🔎 Suche nach einem Werkzeug Dein Verzeichnis Tools sammeln, prüfen Texte, Kategorien Auswahl (dein Teil) Klick zum Anbieter Bezahlter Eintrag Werbeplatz im Monat Besucher zahlen nichts, Anbieter zahlen für Sichtbarkeit.
Du verkaufst keine Software, sondern Aufmerksamkeit von Menschen, die gerade suchen.

Welchen Umsatz kannst du mit einem Tool-Verzeichnis mit bezahlten Platzierungen realistisch erreichen?

Ein hervorgehobener Eintrag bringt im Markt etwa 10 bis 99 US-Dollar, ein Werbeplatz 147 bis 597 US-Dollar im Monat. S Der Umsatz hängt fast nur an der Zahl der Besucher mit Kaufabsicht.

Als realistisches Ziel nach dem ersten Jahr rechne ich mit 1.000 bis 5.000 Euro Umsatz im Monat. E Mehr geht meist nur mit mehreren Verzeichnissen.

Preisskala: Toolio Eintrag 9,99 US-Dollar (toolio.ai, gelesen am 01.11.2026), frühes Premium-Listing von OpenAlternative 99 US-Dollar im Monat (Interview 19.02.2025), OpenAlternative Werbeplatz Gold 297 US-Dollar und Platinum 597 US-Dollar im Monat (openalternative.co, gelesen am 01.11.2026), OMR Reviews Paket Essential 575 Euro im Monat (omr.com, gelesen am 01.11.2026). Preise für Platzierungen 0 $ 162 $ 325 $ 488 $ 650 $ Toolio9,99 $ Eintrag OpenAlternative99 $ früher Premium OA Gold297 $ im Monat OMR Essential575 € im Monat Dein Platz: Nische mit Kaufabsicht Quellen: toolio.ai, indieniche.substack.com, openalternative.co, omr.com
Links Einzeleinträge, rechts Monatspakete großer Plattformen mit viel Reichweite.

Wie die Rechnung im Kleinen aussieht, zeigt Toolio: Nach vier Monaten meldete der Gründer 31.000 Besucher und 940 US-Dollar wiederkehrenden Umsatz im Monat (eBiz Facts, 06.03.2025). S Das sind rund 3 US-Dollar je 100 Besucher. E

Eigene Berechnung von Simon Hubert: 12 hervorgehobene Einträge zu je 99 Euro und 6 Werbeplätze zu je 300 Euro ergeben rund 3.000 Euro Umsatz im Monat. Texte und Pflege durch Freelancer: rund 400 Euro. Hosting, Werkzeuge und Zahlungsgebühren: rund 150 Euro. Es bleiben etwa 2.450 Euro vor Steuern. Rechenweg pro Monat 3.000 € Umsatz minus 400 € Texte, Freelancer minus 150 € Technik, Gebühren ≈ 2.450 € bleiben vor Steuern Eigene Berechnung (Simon Hubert), 12 Einträge und 6 Werbeplätze
Die Kosten bleiben klein, die eigentliche Arbeit steckt in Reichweite und Pflege.

Das heißt für dich: Ohne Besucher mit Kaufabsicht verkaufst du nichts, mit ihnen sind schon wenige Anbieter genug.

Welche Fähigkeiten solltest du initial lernen, um erfolgreich ein Tool-Verzeichnis mit bezahlten Platzierungen aufbauen zu können?

Am wichtigsten ist, dass du verstehst, wonach Menschen suchen, und daraus Seiten baust, die bei Google oben stehen. Fast genauso wichtig ist der Draht zu den Anbietern.

Balken = so wichtig ist die Fähigkeit für den Erfolgbraucht Erfahrungschnell lernbar
Suchmaschinenoptimierung90 %
Suchbegriffe finden, Kategorie- und Vergleichsseiten bauen (KI schlägt Begriffe vor, die Struktur planst du). Lernzeit: Monate
Kuratieren und Bewerten80 %
Tools testen, Kriterien festlegen, Spreu vom Weizen trennen (KI fasst Funktionen zusammen). Lernzeit: wenige Wochen
Vertrieb an Anbieter70 %
Gründer anschreiben, Zahlen zeigen, Pakete verkaufen (KI entwirft Mails, das Gespräch führst du). Lernzeit: Monate
Technik des Verzeichnisses50 %
WordPress mit Verzeichnis-Plugin oder eine fertige Vorlage einrichten (KI schreibt Code und Importe). Lernzeit: wenige Wochen
Beschreibungen (das macht die KI)20 %
Kurztexte zu Hunderten Tools; den Entwurf schreibt die KI, prüfen musst du. Lernzeit: keine

Meine Einschätzung E: 100 % hieße, ohne diese Fähigkeit geht es nicht.

Welche Eckdaten hat ein Tool-Verzeichnis mit bezahlten Platzierungen?

Datenbox
Klasse und ModelltypK3 Reichweite · GEO und SEO-Content
ThemenfeldKI, Technik und Entwickler-Tools
Startkapitalbis 500 Euro E
Zeit bis zum ersten Euro3 bis 6 Monate, mit Community-Reichweite schneller E
Wochenstunden6 bis 10 in der Aufbauphase E
Zulassungshürdefrei; Gewerbeanmeldung, siehe Abschnitt Recht
Reichweite nötig4 von 5: ohne Besucher kein Verkauf
Passiv-Grad4 von 5: läuft weiter, braucht aber Pflege
Umsatzklasse1.000 bis 5.000 Euro im Monat nach einem Jahr E
Wettbewerbhoch
KI-Hebel4 von 5
Sinn-Faktor2 von 5
Passt zu den GründertypenVielbegabter Synthesizer, Community-Katalysator
Wirtschaftszweig (WZ 2025)63.92 Erbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen; bei Schwerpunkt Werbeplätze 73.12 Vermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und Werbeflächen. E WZ 2025 ist die amtliche Klassifikation der Wirtschaftszweige (Destatis), nach der dein Gewerbe eingeordnet wird.

Datenlücke: Wie viele Tool-Verzeichnisse es im deutschsprachigen Raum gibt und was sie umsetzen, habe ich nicht gefunden. Die Umsätze stammen aus Selbstauskünften internationaler Gründer; OMR Reviews nennt nur Preise, keine Umsätze.

Was kostet der Start und wie viel Zeit brauchst du?

Der Start kostet meist unter 500 Euro E, vor allem für Hosting, Domain und eine Verzeichnis-Vorlage. Am besten rechnet man mit drei bis sechs Monaten, bis der erste Anbieter zahlt.

BausteinWas es kostet
Hosting bei ALL-INKLTarif Privat 4,95 Euro im Monat, Privat+ 7,95 Euro (all-inkl.com, gelesen am 29.10.2026) S
Verzeichnis-Vorlage Dirstartereinmalig 120 US-Dollar (Basic) oder 160 US-Dollar (Pro), für beliebig viele Verzeichnisse (dirstarter.com, gelesen am 01.11.2026) S
Zahlungen über Stripe1,5 Prozent plus 0,25 Euro je Zahlung mit Karte aus dem EWR, 3,15 Prozent plus 0,25 Euro bei internationalen Karten (stripe.com, gelesen am 01.11.2026) S

Wie startest du ein Tool-Verzeichnis mit bezahlten Platzierungen Schritt für Schritt?

Du startest mit einer engen Liste, die ein echtes Suchproblem löst, und baust sie in Tagen statt Monaten. Der erste Schritt: zehn Suchbegriffe finden, bei denen Menschen ein Werkzeug suchen und nur schwache Listen finden.

  1. Nische festlegen. Eine Zielgruppe mit vielen Anbietern und wenig guten Übersichten, etwa Software für Hausverwaltungen.
  2. Erste Liste bauen. 50 bis 100 Tools mit kurzer, ehrlicher Beschreibung, Preis und Kategorie reichen für den Start.
  3. Seitenstruktur planen. Je Kategorie, Alternative und Vergleich eine eigene Seite, damit Google sie einzeln findet.
  4. Rechtliches vorbereiten. Die Punkte aus dem Abschnitt Recht: Gewerbeanmeldung, Impressum, Kennzeichnung bezahlter Einträge und Cookie-Einwilligung.
  5. Bekannt machen. Die Liste in passenden Foren und Communitys teilen, mit Mehrwert statt Werbesprache.
  6. Erstes Angebot verkaufen. Einen hervorgehobenen Eintrag zum festen Preis anbieten, sobald regelmäßig Klicks zu den Tools gehen, und die Zahlen offen zeigen.

Wie findest du die ersten Kunden für dein Tool-Verzeichnis mit bezahlten Platzierungen?

Am schnellsten über kleine Anbieter, die gerade gestartet sind und dringend Sichtbarkeit suchen. Sie kaufen keinen Eintrag, sondern die Hoffnung auf erste Kunden; belege sie mit Klickzahlen (Stichwort: Pain Fokus, also der Schmerz des Kunden).

Laut Destatis, Pressemitteilung Nr. 444 vom 25.11.2024, nutzten 2024 20 Prozent der Unternehmen in Deutschland mit mindestens zehn Beschäftigten künstliche Intelligenz, nach 12 Prozent im Jahr 2023. 20 % der Unternehmen in Deutschland nutzten 2024 künstliche Intelligenz. Gilt ab zehn Beschäftigten. 2023 waren es 12 %. Destatis, Pressemitteilung Nr. 444, 25.11.2024
Jede neue Werkzeugwelle bringt neue Anbieter, die gefunden werden wollen.

Laut Bitkom nutzen 2025 schon 36 Prozent der Unternehmen ab 20 Beschäftigten KI (Bitkom, 15.09.2025). S Anbieter neuer Tools findest du dort, wo sie starten: in Launch-Communitys, auf Reddit und in Newslettern.

Welche Tools und KI-Werkzeuge helfen beim Tool-Verzeichnis mit bezahlten Platzierungen?

Unverzichtbar ist eine Datenbank, aus der automatisch viele Einzelseiten entstehen, damit neue Einträge in Minuten statt Stunden online sind.

Verzeichnis-TechnikWordPress mit MCP und Verzeichnis-Plugin oder eine fertige Vorlage wie Dirstarter
Datenquelleeine Tabelle oder Datenbank, aus der Kategorie- und Vergleichsseiten entstehen
SuchbegriffeSemrush oder DataForSEO über MCP für Suchvolumen und Lücken
KI-Assistentetwa Claude für Beschreibungen, Kategorien und Mails an Anbieter

OpenAlternative holt Daten wie Sterne und Aktivität automatisch von GitHub, einer Plattform für Programmcode, und erzeugt daraus Hunderte Seiten (Indieniche, 19.02.2025). S

Welche Risiken hat ein Tool-Verzeichnis mit bezahlten Platzierungen?

Das größte Risiko: Google zeigt deine Seiten nicht mehr weit oben, und mit den Besuchern verschwinden die zahlenden Anbieter. Dagegen hilft ein zweiter Kanal wie ein Newsletter.

Abhängig von Google

OpenAlternative verlor im Juni 2025 rund 25 Prozent der Seitenaufrufe, der Umsatz stieg trotzdem (eBiz Facts, 24.07.2025). S
Gegenmittel: Newsletter und Community als zweiter Kanal.

Kopien und KI-Listen

Fast jede Woche entstehen Klone von OpenAlternative, die sich nicht halten (Indieniche, 19.02.2025). S
Gegenmittel: Eigenes Urteil statt reiner Datenlisten.

Trends verfliegen

John Rush verdiente mit einem Verzeichnis für Custom GPTs rund 10.000 US-Dollar mit Werbung und verkaufte es nach dem Hype (eBiz Facts, Oktober 2024). S
Gegenmittel: Dauerhafte Probleme statt Modethemen wählen.

Schleichwerbung

Bezahlte Einträge müssen als Werbung erkennbar sein (§ 6 DDG, § 5a Abs. 4 UWG). A
Gegenmittel: Jede bezahlte Platzierung sichtbar kennzeichnen.
Ergebnisstreuung4 von 5: wie weit Erfolg und Misserfolg auseinanderliegen; viele Verzeichnisse verdienen nichts, wenige vierstellig im Monat
Regulatorik2 von 5
Inhaberabhängigkeit2 von 5, Anbieter kaufen Reichweite, nicht dich
Wiederkehrender Umsatzmeist 50 bis 70 Prozent über Monatswerbung E
KI-Expositionminus 1, KI-Antworten ersetzen manche Suche nach Listen
Kanalabhängigkeit4 von 4

Fortbestand: Von Gründungen mit Startkapital bis zu 5.000 Euro sind nach fünf Jahren 54 Prozent aktiv (KfW-Gründungsmonitor 2025). S 2025 gab es 69 Unternehmensinsolvenzen je 10.000 Unternehmen (Destatis, 13.03.2026). A

Praxisbeispiel: Wie Piotr Kulpinski mit OpenAlternative ein Verzeichnis neben anderen Projekten wachsen ließ

Im Newsletter Indieniche erzählt Piotr Kulpinski, Softwareentwickler aus Krakau, wie er das Verzeichnis OpenAlternative für Open-Source-Alternativen zu bekannter Software aufgebaut hat. Im Februar 2025 lag der Umsatz bei rund 3.000 bis 3.500 US-Dollar im Monat S, im Juni 2025 bei 4.976 US-Dollar. S

So kam er auf die Geschäftsidee
Er sammelte Open-Source-Programme zunächst für sich selbst und wollte die Liste teilen. Außerdem wollte er mehr über Suchmaschinenoptimierung und Wachstum lernen.
So fing es an
Die erste Fassung baute er in 48 Stunden als einfache Liste ohne Suche und Filter, mit rund 70 Projekten aus Google, Reddit, GitHub und eigenem Wissen. Online ging sie im Februar 2023; bekannt wurde sie erst im März 2024.
So verdient er
Früh bot er einen Premium-Eintrag für 99 US-Dollar im Monat an und verkaufte den ersten schon am Starttag. Heute verdient er mit Werbung, schnelleren und hervorgehobenen Einträgen und Affiliate-Links; im Februar 2025 kamen 1.200 US-Dollar wiederkehrend aus hervorgehobenen Einträgen. S
So gewinnt er Besucher
Mit regelmäßigen Beiträgen auf Reddit und Hacker News, einem Forum für Entwickler, mit Mehrwert und ohne Spam. Die Seite hatte damals rund 70.000 Besucher und 275.000 Seitenaufrufe im Monat. S
Diese Werkzeuge nutzt er
Das Framework Astro, Airtable als Datenbank mit Formular für Einreichungen, Tailwind für die Gestaltung und einen zeitgesteuerten Cloudflare Worker, der Daten von GitHub holt und daraus automatisch Seiten erzeugt. Der Code ist offen; für Texte zu Suchbegriffen hat er einen freien Autor beauftragt.
Seine größte Hürde
Geld zu verdienen war schwer, und die Seite bekam am Anfang viel Kritik, auch auf Reddit und Hacker News. Besucher zu gewinnen nennt er zeitweise mühsam; Kopien seiner Seite entstehen fast jede Woche.
So schnell ist er gewachsen
Zwei Jahre nach dem Start arbeitete er nur zwei bis drei Stunden in der Woche daran. Im Juni 2025 meldete er 4.976 US-Dollar Umsatz, davon 3.499 US-Dollar wiederkehrend, bei 259.000 Seitenaufrufen. S Heute verkauft er Werbeplätze für 147 bis 597 US-Dollar im Monat. S
Sein Rat
Alles veröffentlichen, was man baut, einfach halten und früh starten, weil man nur so schnell lernt. Entscheidend sei Beständigkeit.
Was du daraus mitnimmst
Für ein Verzeichnis im deutschsprachigen Raum heißt das: Starte mit einer kleinen, ehrlichen Liste zu einem Suchproblem, verkaufe früh einen ersten Platz und baue die Seitenzahl über eine Datenquelle aus. E Die Zahlen sind Selbstauskünfte und nicht unabhängig geprüft.

Zur Quellenlage: Die Zahlen stammen aus einem Interview vom Februar 2025 und aus einem Monatsbericht des Gründers auf X, den eBiz Facts zitiert; den X-Beitrag selbst habe ich nicht gelesen. Die Besucherzahlen der Werbeseite (220.000 im Monat) sind neuer und höher als im Interview.

Quellen: Indieniche (Idris Olayanju): Want to Stop Paying for Software? This Founder Has You Covered, 19.02.2025, gelesen am 01.11.2026. indieniche.substack.com; eBiz Facts: Piotr Kulpinski, Open Alternative, $4,976 last month, aktualisiert 24.07.2025, gelesen am 01.11.2026. ebizfacts.com; OpenAlternative: Advertise, gelesen am 01.11.2026. openalternative.co

Welche Beispiele für ein Tool-Verzeichnis mit bezahlten Platzierungen gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz?

Das stärkste Beispiel ist OMR Reviews aus Hamburg: Die Plattform für Software-Bewertungen bietet ein kostenloses Basisprofil und verkauft Anbietern Pakete ab 575 Euro im Monat (omr.com, gelesen am 01.11.2026). S Monatlich suchen dort laut Betreiber über 300.000 Menschen nach Software. S

  • European Alternatives von Constantin Graf aus Wien listet europäische Alternativen zu Diensten aus den USA und finanziert sich über Sponsoren und gekennzeichnete Affiliate-Links (european-alternatives.eu, gelesen am 01.11.2026). S
  • OpenAlternative aus Krakau zeigt, wie ein Verzeichnis mit wenig Zeitaufwand wächst; mehr dazu im Praxisbeispiel oben.

Was musst du rechtlich beim Tool-Verzeichnis mit bezahlten Platzierungen beachten?

Vier Dinge setzt du einmal sauber auf. Das Wichtigste: Wer zahlt, wird als Werbung gekennzeichnet.

  • Gewerbe anmelden, bevor der erste Anbieter zahlt.
  • Bezahlte Einträge kennzeichnen, etwa mit „Anzeige“ oder „gesponsert“.
  • Impressum auf der Website, weil sie geschäftsmäßig ist.
  • Einwilligung für Cookies einholen, wenn Werbe- oder Statistikdienste mitlesen.
Die Details mit Paragrafen und Fristen

Gewerbe: Der Verkauf von Werbeplätzen ist ein Gewerbe und muss beim Gewerbeamt angezeigt werden (§ 14 GewO). A

Kennzeichnung: Kommerzielle Kommunikation muss klar erkennbar sein und den Auftraggeber erkennen lassen (§ 6 Abs. 1 DDG) A; wer den kommerziellen Zweck verschweigt, handelt unlauter (§ 5a Abs. 4 UWG). A

Impressum und Cookies: Geschäftsmäßige Websites brauchen ein Impressum (§ 5 DDG) A; für nicht nötige Cookies brauchst du eine Einwilligung (§ 25 TDDDG). A

Kleinunternehmer und Ausland: Ohne Umsatzsteuer darfst du abrechnen, solange der Vorjahresumsatz 25.000 Euro und der laufende 100.000 Euro nicht übersteigt (§ 19 UStG). A Wie du Werbeplätze an Anbieter im Ausland abrechnest, musst du gegebenenfalls mit deinem Steuerberater abklären.

Keine Rechtsberatung: Lass Verträge und Pflichten einmal fachlich prüfen.

Für wen passt ein Tool-Verzeichnis mit bezahlten Platzierungen und für wen nicht?

Es passt zu Menschen, die gern Ordnung in eine unübersichtliche Welt bringen, etwa zum vielbegabten Synthesizer, der Werkzeuge vergleicht, oder zum Community-Katalysator, der eine Szene kennt.

Lass es, wenn

  • du schnelles Geld im ersten Monat brauchst,
  • dich Suchmaschinenoptimierung und Datenpflege langweilen,
  • du Anbieter nicht direkt ansprechen und ihnen Pakete verkaufen willst.

Welche Fragen stellen Menschen am häufigsten zum Tool-Verzeichnis mit bezahlten Platzierungen?

Wie verdient ein Tool-Verzeichnis Geld?

Meist mit bezahlter Hervorhebung, Werbeplätzen im Monat und Affiliate-Provisionen; OpenAlternative nutzt alle drei (eBiz Facts, 24.07.2025). S

Wie viele Besucher brauche ich?

Toolio kam mit 31.000 Besuchern im Monat auf 940 US-Dollar Umsatz. S Unter etwa 10.000 Besuchern wird der Verkauf von Werbeplätzen meist schwierig. E

Muss ich bezahlte Einträge kennzeichnen?

Ja. Kommerzielle Kommunikation muss als solche erkennbar sein (§ 6 DDG). A

Welche Geschäftsideen ähneln dem Tool-Verzeichnis mit bezahlten Platzierungen?

Simon Hubert, Gründer von x8
Über den Autor

Simon Hubert

Gründer von x8, Agenturgründer seit 2011

Simon Hubert hat 2011 seine erste Digitalagentur gegründet und betreut seitdem Websites, Sichtbarkeit und Abläufe für kleine und mittlere Betriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er hält einen Master in Business Informatics der Universität Mannheim und ist seit über 20 Jahren in Digitalisierung und IT unterwegs, mehrere Jahre davon in Großkonzernen. Mit x8 prüft er Geschäftsideen so, wie er es für sich selbst tun würde: mit belastbaren Zahlen, nachvollziehbaren Quellen und einer Rechnung, die du Schritt für Schritt selbst nachprüfen kannst.

Woher stammen die Zahlen auf dieser Seite?

Jede Zahl trägt ein Kennzeichen. Fährst du mit der Maus darüber, steht die Herkunft im Klartext. Was ich selbst gerechnet oder eingeschätzt habe, ist immer mit E markiert und im Text begründet.

A amtlich: Destatis, KfW-Register, Gesetzestexte, Gerichtsentscheidungen T Transaktionsdaten: Verkaufsplattformen wie Flippa, Empire Flippers oder Acquire.com, Zahlungsanbieter wie Stripe oder Steady S Selbstauskunft oder Befragung: Angaben von Anbietern, Interviews, Presse über Finanzierungen, KfW- und DIHK-Befragungen M Schätzung Dritter: Modellrechnungen und Prognosen von Instituten, etwa das IfM Bonn zur Nachfolge D Messung Dritter: Werkzeuge wie Ahrefs, Similarweb oder Profound E eigene Berechnung oder Einschätzung von Simon Hubert, Rechenweg und Annahmen stehen im Text
Quellen und Prüfstand: alle Angaben geprüft am 1. November 2026
  1. Indieniche (Idris Olayanju): Want to Stop Paying for Software? This Founder Has You Covered, Interview mit Piotr Kulpinski, 19.02.2025, gelesen am 01.11.2026. indieniche.substack.com
  2. eBiz Facts (Niall Doherty): Piotr Kulpinski, Open Alternative, $4,976 last month, aktualisiert 24.07.2025, gelesen am 01.11.2026. ebizfacts.com
  3. OpenAlternative: Advertise, Preise und Reichweite, gelesen am 01.11.2026. openalternative.co
  4. Piotr Kulpinski: Persönliche Website, gelesen am 01.11.2026. kulpinski.dev
  5. eBiz Facts: Toolio, $940/month directory site built with AI, aktualisiert 06.03.2025, gelesen am 01.11.2026. ebizfacts.com
  6. Toolio: Showcase your tool with Toolio, gelesen am 01.11.2026. toolio.ai
  7. eBiz Facts: John Rush, All GPTs directory, quick $25K, Oktober 2024, gelesen am 01.11.2026. ebizfacts.com
  8. OMR Reviews: Preise für Software-Anbieter, gelesen am 01.11.2026. omr.com
  9. OMR Reviews: Software-Profil für Anbieter, gelesen am 01.11.2026. omr.com
  10. European Alternatives (Constantin Graf): About, gelesen am 01.11.2026. european-alternatives.eu
  11. Dirstarter: Preise, gelesen am 01.11.2026. dirstarter.com
  12. Stripe: Preise für Zahlungen in Deutschland, gelesen am 01.11.2026. stripe.com
  13. Destatis: Jedes fünfte Unternehmen nutzt künstliche Intelligenz, Pressemitteilung Nr. 444, 25.11.2024, gelesen am 01.11.2026. destatis.de
  14. Bitkom: Durchbruch bei Künstlicher Intelligenz, Presseinformation, 15.09.2025, gelesen am 01.11.2026. bitkom.org
  15. Gesetzestext: § 6 Digitale-Dienste-Gesetz, gelesen am 01.11.2026. gesetze-im-internet.de
  16. Gesetzestext: § 5a Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, gelesen am 01.11.2026. gesetze-im-internet.de
  17. ALL-INKL.COM: Tarife Privat, Privat+ und Premium, gelesen am 29.10.2026. all-inkl.com
  18. DataForSEO: Preise nach Verbrauch, ab 50 US-Dollar Guthaben, laut Nachtrag Simon Hubert vom 29.10.2026. dataforseo.com
  19. Gesetzestexte: § 14 GewO, § 5 DDG, § 25 TDDDG, § 19 UStG. gesetze-im-internet.de

Änderungsprotokoll: 1. November 2026 Erstfassung.