x8-Steckbrief

Kurzvideo-Schnitt-Agentur für Creator: bis zu 5.000 € im Monat mit Clips aus langen Videos im Monatspaket

bis 5.000 € Umsatz im Monat nach einem Jahr Eab 100 € Startkapital1 bis 3 Monate bis zum ersten Euro11 bis 20 Std. pro Woche1 bis 4 Std. Schnitt je Videominute

Buchstaben hinter Zahlen zeigen die Herkunft: A amtlich · S Selbstauskunft · E meine Einschätzung. Alle Kennzeichen erklärt.

Lesezeit 12 MinutenVon Simon Hubert, Gründer von x8Stand

Sonntagabend, kurz nach neun, in einem Altbauzimmer in Leipzig: Ein Podcaster lädt seine neue Folge hoch, 90 Minuten lang. Auf seinem Zettel steht wieder „zehn Clips für TikTok und Reels“, und er weiß, dass er es nicht schafft.

Diese Arbeit kaufst du ihm ab: Du schneidest aus langen Videos von Creatorn, also Menschen mit eigenem Publikum, fertige Kurzclips und rechnest monatlich ab. Deutsche Anbieter verlangen für einen Reel-Schnitt 79 bis 100 Euro. S

Der Widerspruch: Ein KI-Werkzeug, das Clips automatisch zuschneidet, kostet 29 US-Dollar im Monat S, und trotzdem meldet eine US-Agentur mit einem Gründer 30.000 US-Dollar Monatsumsatz. S Warum Creator für Menschen zahlen und was dir pro Kunde bleibt, liest du hier.

Kurz gesagt: Bei dem Geschäftsmodell Kurzvideo-Schnitt-Agentur für Creator schneidest du für Podcaster, Streamer, Coaches oder YouTuber Kurzvideos im Hochformat für TikTok, Instagram Reels und YouTube Shorts, meist im Monatspaket. Verdienen kannst du vor allem mit Gespür für die ersten Sekunden und verlässlichen Liefertagen.

Was ist eine Kurzvideo-Schnitt-Agentur für Creator und wie funktioniert das Geschäftsmodell?

Eine Kurzvideo-Schnitt-Agentur für Creator ist ein kleiner Dienstleister, der aus Podcasts, Streams und YouTube-Videos kurze Clips im Hochformat schneidet. Bezahlt wird sie von Creatorn, die genug Material, aber keine Zeit zum Schneiden haben.

Der Creator lädt sein Video in einen geteilten Ordner, du suchst die stärksten Momente, setzt den Hook, also den Aufhänger der ersten Sekunden, und lieferst fertige Clips. Die US-Agentur Vimerse rechnet je Minute fertigem Video mit 1 bis 4 Stunden Schnittarbeit (Starter Story, 27.06.2024). S Die KI schlägt Stellen vor, Auswahl und Stil lieferst du.

Ablauf: Ein langes Video, ein Podcast oder ein Stream kommt bei der Schnitt-Agentur an. Die Agentur wählt die stärksten Momente, setzt Hook und Untertitel und trifft den Stil des Creators. Ergebnisse sind Clips für TikTok sowie Reels und Shorts; vor dem Posten gibt der Creator jeden Clip frei. So entsteht ein Clip 🎙 🎬 Langes Video oder Stream Schnitt-Agentur Auswahl der Momente Hook und Untertitel Stil treffen (dein Teil) Clip für TikTok Reel und Short Freigabe durch Creator Den Rohschnitt kann die KI, den Geschmack lieferst du.
Du verkaufst keine Schnittstunden, sondern Reichweite ohne Mehrarbeit für den Creator.

Welchen Umsatz kannst du mit einer Kurzvideo-Schnitt-Agentur für Creator realistisch erreichen?

Pro Creator rechne ich mit 400 bis 800 Euro Umsatz im Monat für acht bis zwölf Clips E, abgeleitet aus Marktpreisen von etwa 50 bis 100 Euro je Clip. Der wichtigste Hebel ist das Monatspaket.

Als realistisches Ziel nach dem ersten Jahr rechne ich mit 1.000 bis 5.000 Euro Umsatz im Monat. E Die Preise je Clip in Deutschland:

Preisskala je Kurzclip: Live with Podcast aus Hamburg verkauft 3 Kurzvideos für 149 Euro, rechnerisch etwa 50 Euro je Clip (livewithpodcast.de, 03.06.2026). Video-Cut.de nimmt 79 Euro für das Creator-Paket für Reels, Shorts und TikTok (gelesen am 22.10.2026). ShortStudios verlangt ab 100 Euro je Kurzvideo (gelesen am 22.10.2026). Alle Preise netto. Preis je Kurzclip im Markt 0 € 30 € 60 € 90 € 120 € Live with Podcast≈ 50 € im 3er-Paket Video-Cut.de79 € · Creator-Paket ShortStudiosab 100 € je Video Dein Platz: Paket statt Einzelclip Quellen: livewithpodcast.de, video-cut.de, shortstudios.de; je Clip netto
Im Paket sinkt der Clippreis, dafür kommt das Geld jeden Monat.

Ein Praxisbeispiel ist die brasilianische Agentur Conect von Erick Ulrich und Gustavo. Sie meldet rund 12.000 US-Dollar Umsatz im Monat mit etwa 35 Kunden, davon ungefähr die Hälfte aktiv (ebizfacts.com, 06.03.2025). S Geteilt durch rund 17 aktive Kunden sind das etwa 700 US-Dollar je Kunde und Monat. E

Eigene Berechnung von Simon Hubert: 8 Creator zahlen je 600 Euro für 12 Clips, zusammen 4.800 Euro Umsatz im Monat. Freelance-Editoren für 96 Clips zu je einer Stunde und 20 Euro: 1.920 Euro. Software, Musiklizenzen und Speicher: rund 180 Euro. Es bleiben 2.700 Euro vor Steuern, Akquise und deiner eigenen Arbeitszeit. Rechenweg pro Monat bei 8 Creatorn 4.800 € Umsatz minus 1.920 € Editoren, 96 Clips minus 180 € Software, Musik 2.700 € bleiben vor Steuern, Akquise Eigene Berechnung (Simon Hubert), Annahme 1 Std. je Clip zu 20 €
Schneidest du selbst, bleibt mehr, aber dann bist du der Engpass.

Das heißt für dich: Ein Clip ist schnell geschnitten, verdient wird mit Verlässlichkeit Monat für Monat.

Welche Fähigkeiten solltest du initial lernen, um erfolgreich eine Kurzvideo-Schnitt-Agentur für Creator führen zu können?

Am wichtigsten ist das Gespür, welcher Moment in 30 Sekunden trägt. Schnittprogramme lernst du in Wochen, den Blick für gute Clips in Monaten.

Balken = so wichtig ist die Fähigkeit für den Erfolgbraucht Erfahrungschnell lernbar
Schnitt und Storytelling90 %
Momente finden, Spannung halten (KI schlägt Stellen vor, die Auswahl triffst du). Lernzeit: Monate
Plattformwissen TikTok, Reels, Shorts80 %
Formate, Längen, Trends (KI wertet Zahlen aus). Lernzeit: Wochen
Akquise bei Creatorn80 %
Probeclips zeigen, Pakete verkaufen (KI schreibt Nachrichtenentwürfe). Lernzeit: Monate
Team führen und Qualität prüfen60 %
Liefertage und Korrekturen (KI prüft Untertitel auf Fehler). Lernzeit: Wochen
Untertitel und Rohschnitt (das macht die KI)30 %
Transkript und Zuschnitt (übernimmt die KI, du korrigierst). Lernzeit: wenige Tage

Meine Einschätzung E: 100 % hieße, ohne diese Fähigkeit geht es nicht.

Welche Eckdaten hat eine Kurzvideo-Schnitt-Agentur für Creator?

Datenbox
Klasse und ModelltypK1 Dienstleistung · Produktisierte Dienstleistung, Agentur und KI-Automatisierung
ThemenfeldKreativität, Design und Medien
Startkapitalbis 500 Euro mit eigenem Rechner E
Zeit bis zum ersten Euro1 bis 3 Monate E
Wochenstunden11 bis 20 im Aufbau E
ZulassungshürdeAnzeigepflicht (Gewerbe), bei künstlerischem Schnitt freier Beruf, siehe Abschnitt Recht
Reichweite nötig4 von 5: Creator im ganzen Sprachraum
Passiv-Grad2 von 5: jeder Clip ist Handarbeit
Umsatzklasse1.000 bis 5.000 Euro im Monat nach einem Jahr E
Wettbewerbhoch
KI-Hebel4 von 5
Sinn-Faktor2 von 5
Passt zu den GründertypenPragmatischer Macher
Wirtschaftszweig (WZ 2025)59.12 Nachbearbeitung und sonstige Filmtechnik. E WZ 2025 ist die amtliche Klassifikation der Wirtschaftszweige (Destatis), nach der dein Gewerbe eingeordnet wird.

Datenlücke: Eine Erhebung, wie viele Creator in Deutschland ihren Schnitt auslagern, habe ich nicht gefunden. Monatspreise für Clip-Pakete nennen Anbieter im deutschsprachigen Raum kaum öffentlich.

Was kostet der Start und wie viel Zeit brauchst du?

Der Start kostet meist unter 500 Euro, wenn du schon einen starken Rechner hast; Software läuft als Monatsabo. Am besten rechnet man mit 11 bis 20 Wochenstunden und ein bis drei Monaten bis zum ersten zahlenden Creator.

BausteinWas es kostet
Schnittprogramm Adobe Premiere25,99 Euro im Monat im Jahresabo, inklusive Mehrwertsteuer (adobe.com, gelesen am 22.10.2026) S
KI-Clipping mit Opus Clip Pro29 US-Dollar im Monat, bei Jahreszahlung 14,50 US-Dollar (opus.pro, gelesen am 22.10.2026) S
Erfahrener Cutter als Aushilfe für SpitzenTagessatz 480 Euro netto (video-cut.de, gelesen am 22.10.2026) S

Wie startest du eine Kurzvideo-Schnitt-Agentur für Creator Schritt für Schritt?

Du startest mit einer Creator-Szene, deren Sprache und Humor du kennst. Der erste Schritt: aus drei öffentlichen Folgen je einen Probeclip schneiden und privat zeigen.

  1. Nische wählen. Podcaster, Coaches, Streamer oder Zauberer, am besten eine Szene, die du selbst schaust.
  2. Probeclips schneiden. Drei Clips als private Vorschau für den Rechteinhaber.
  3. Werkzeuge einrichten. Schnittprogramm, KI-Clipping, geteilter Ordner, Liefertage.
  4. Rechtliches vorbereiten. Die Punkte aus dem Abschnitt Recht: Gewerbe oder Finanzamt klären, Nutzungsrechte und Musiklizenzen im Vertrag, Vertrag zur Auftragsverarbeitung, Werbekennzeichnung im Clip erhalten.
  5. Paket schnüren. Etwa zwölf Clips im Monat mit festem Liefertag und zwei Korrekturschleifen.
  6. Erste Creator gewinnen. Direktnachrichten mit Probeclip und Empfehlungen.
  7. Editoren dazuholen. Freelancer nach Stunden bezahlen, aber erst, wenn die Aufträge da sind.

Wie findest du die ersten Kunden für deine Kurzvideo-Schnitt-Agentur?

Am schnellsten mit einem fertigen Probeclip aus dem Material des Creators, denn er sieht sofort, was ihm entgeht. Creator kaufen keinen Schnitt, sondern das Ende ungenutzter Folgen (Stichwort: Pain Fokus, also der Fokus auf das Ärgernis des Kunden).

Laut der Studie Video Trends 2025 der Landesmedienanstalten, durchgeführt von mindline media, schauen 59 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren mindestens mehrmals pro Woche Kurzvideos auf TikTok, Instagram Reels oder YouTube Shorts, das sind 41,6 Millionen Menschen. Bei den 14- bis 29-Jährigen sind es über 90 Prozent. Online-Befragung von 3.025 Personen im Juni 2025. 59 % der Menschen ab 14 schauen mehrmals pro Woche Kurzvideos. Das sind 41,6 Millionen Menschen. Bei 14 bis 29 Jahren: über 90 %. Die Medienanstalten, Video Trends 2025, Oktober 2025
Das Publikum ist da, den Creatorn fehlt die Zeit.

Grundlage ist eine repräsentative Befragung (dpa-AFX, 23.10.2025). S Conect kam über Direktnachrichten auf Instagram in drei Monaten auf 20 aktive Kunden (ebizfacts.com, 06.03.2025). S Lera von Clipwing teilt ungefragt Probeclips und gewinnt so 33 Prozent ihrer Zielkunden (eBiz Insider, 27.06.2025). S In Deutschland lohnen sich zusätzlich Podcast-Studios und Social-Media-Agenturen, für die du unter fremdem Namen schneidest.

Welche Tools und KI-Werkzeuge helfen bei einer Kurzvideo-Schnitt-Agentur?

Unverzichtbar sind ein Schnittprogramm und ein KI-Werkzeug, das lange Videos nach clipfähigen Stellen durchsucht. Ziel ist es, die Routine abzugeben und deine Zeit in den Feinschnitt zu stecken.

SchnittPremiere, DaVinci Resolve oder CapCut für den Feinschnitt
KI-ClippingOpus Clip schlägt Stellen vor und setzt Untertitel
TexteClaude oder ChatGPT für Titel, Hooks und Beschreibungen
SteuerungClickUp oder Trello mit Liefertagen, wie bei Vimerse

Welche Risiken hat eine Kurzvideo-Schnitt-Agentur für Creator?

Das größte Risiko: KI macht einfachen Clipschnitt so billig, dass Creator ihn selbst erledigen. Dagegen helfen Geschmack, Strategie und ein fester Stil.

KI wird billiger

Opus Clip Pro kostet 29 US-Dollar im Monat (opus.pro, gelesen am 22.10.2026). S
Gegenmittel: Auswahl, Hook und Stil verkaufen, nicht den Zuschnitt.

Schwankende Aufträge

Vimerse verzichtet auf ein starres Abo, weil die Arbeitslast der Creator schwankt (Starter Story, 27.06.2024). S
Gegenmittel: Kontingente mit Übertrag und mehrere Kunden.

Zu große Versprechen

Media Scaling garantierte Aufrufe und musste anfangs gratis nacharbeiten (Starter Story, 27.03.2025). S
Gegenmittel: Leistung versprechen, keine Reichweite.

Musik und Rechte

Musik ohne Lizenz kann Unterlassung und Schadensersatz kosten (§ 97 UrhG). A
Gegenmittel: nur lizenzierte Musik, Rechte im Vertrag.
Ergebnisstreuung4 von 5: von einigen hundert Euro bis sechsstellig im Monat
Regulatorik2 von 5
Inhaberabhängigkeit4 von 5, Stil und Kundenkontakt hängen an dir
Wiederkehrender Umsatz50 bis 75 Prozent über Monatspakete E
KI-Expositionminus 1, der Rohschnitt wandert zur KI
Kanalabhängigkeit3 von 4

Fortbestand: Von Gründungen mit Startkapital bis zu 5.000 Euro sind nach fünf Jahren 54 Prozent aktiv (KfW-Gründungsmonitor 2025). S 2025 gab es 69 Unternehmensinsolvenzen je 10.000 Unternehmen (Destatis, 13.03.2026). A

Praxisbeispiel: Wie Erick Ulrich per Instagram-Nachricht in drei Monaten 20 Kunden gewann

Im Interview mit dem Newsletter Indie Hustle erzählt Erick Ulrich, 18 Jahre alt und aus dem Süden Brasiliens, wie er mit seinem früheren Kollegen Gustavo die Agentur Conect gegründet hat. Conect schneidet Kurzvideos für Kunden. Nach drei Monaten hatte die Agentur 20 aktive Kunden und rund 16.000 Dollar Umsatz im Monat, danach lag der Monatsumsatz meist bei 10.000 bis 15.000 Dollar. S

So kamen sie auf die Geschäftsidee
Ulrich schnitt ab 2021 Videos für eine Agentur und wurde dort im August 2022 für das operative Geschäft verantwortlich. Den Chef beschreibt er als jemanden, der schlecht bezahlte und Kunden Aufrufe, Qualität und Lieferzeiten versprach, die nicht zu halten waren. Als Gustavo, dort Vertriebsleiter, ohne volle Bezahlung entlassen wurde, beschlossen beide, dasselbe Angebot selbst und besser zu machen.
So fing es an
Im Dezember 2022 richtete Ulrich Website und Social-Media-Profile ein, über eine Domain für rund 5 Dollar im Jahr, die seine Mutter bezahlte. Die ersten Editoren kamen aus der alten Agentur. Am 28. Dezember unterschrieben die ersten zwei Kunden, der Monat brachte etwa 500 Dollar. S Im Januar waren es rund 2.800 Dollar, bei kleiner Marge. S
So gewinnen sie Kunden
Vor allem mit Kaltakquise über Direktnachrichten auf Instagram, zuerst an unzufriedene Kunden der alten Agentur. Dazu kommen Empfehlungen und Google Ads: 120 Dollar Werbebudget brachten nach sieben Tagen einen Kunden mit einem Paket für 750 Dollar. S Besser wurden die Nachrichten, als Ulrich Bausteine aus den Verkaufstexten von Alex Hormozi übernahm: ein konkretes Ergebnis, Kundenstimmen, eine Garantie und eine Frist.
Das ging schief
Eigene Inhalte, bezahlte Werbung auf Facebook und Instagram, Facebook-Gruppen und Werbung auf Reddit brachten keine Kunden. Im September brach der Umsatz auf rund 3.000 Dollar ein S, ohne dass der Grund klar war; daraufhin holten sie sich einen Mentor.
Ihre Preise
Ein einzelnes Video kostet 30 Dollar, 30 Videos kosten 750 Dollar, Schnitt plus Veröffentlichung 1.500 Dollar. S Von 750 Dollar gehen rund 250 an den Editor und etwa 100 in Kundengewinnung und Betrieb, rund 400 Dollar bleiben als Gewinn. S
Diese Werkzeuge nutzen sie
Instagram für die Akquise, Google Ads und ChatGPT, mit dem sie anfangs rund 300 Beiträge für die neuen Profile erstellten. Den Schnitt übernehmen freie Editoren, dazu kommt ein Designer.
Sein Rat
Das Produkt ist der wichtigste Hebel. Rückblickend würde Ulrich von Anfang an mit eigenen Inhalten unter seinem Namen eine persönliche Marke aufbauen, Empfehlungen und Bestandskunden stärker nutzen und beim Monatsumsatz nicht übertreiben.
Was du daraus mitnimmst
Für eine Schnittagentur in Deutschland heißt das: Gezielte, gut formulierte Nachrichten an Creator, die bisher schlechte Erfahrungen gemacht haben, dazu feste Paketpreise und freie Editoren reichen für einen Start mit kleinem Budget; die Marge hängt vor allem daran, was die Editoren kosten. E Die Zahlen sind Selbstauskünfte und nicht unabhängig geprüft.

Quellen: Indie Hustle: A one-person video editing agency making $15,000 every month, Interview mit Erick Ulrich (Conect), ohne Datum (vermutlich 2023), gelesen am 30.10.2026. indiehustle.co; eBiz Facts: Erick Ulrich, Conect, Ausgabe 384 vom 24.05.2024, aktualisiert am 06.03.2025, gelesen am 30.10.2026. ebizfacts.com

Welche Beispiele für eine Kurzvideo-Schnitt-Agentur gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz?

Das stärkste Beispiel ist ShortStudios, eine Editing-Agentur, die deutschlandweit aus der Ferne arbeitet. Sie verlangt ab 100 Euro je Kurzvideo, liefert in 24 Stunden und betreut mehr als 10 Unternehmen und Agenturen (shortstudios.de, gelesen am 22.10.2026). S

Presseberichte über kleine Clip-Agenturen aus dem deutschsprachigen Raum habe ich nicht gefunden.

  • Video-Cut.de von Andreas Fritz aus Hattersheim bietet ein Creator-Paket für Reels, Shorts und TikTok zu 79 Euro (video-cut.de, gelesen am 22.10.2026). S
  • Live with Podcast aus Hamburg verkauft 3 Kurzclips als Zusatz zur Podcast-Produktion für 149 Euro (livewithpodcast.de, 03.06.2026). S
  • Vimerse aus den USA kommt mit einem Gründer und freien Editoren auf 30.000 US-Dollar Umsatz im Monat (Starter Story, 27.06.2024) S; der erste Kunde kam nach sechs Monaten.
  • Media Scaling zeigt die Skalierungsstufe: 350.000 bis 500.000 US-Dollar im Monat mit rund 100 Menschen (Starter Story, 27.03.2025) S, über ein Netz von Unterkonten, das ich für riskant halte. E

Was musst du rechtlich bei einer Kurzvideo-Schnitt-Agentur beachten?

Vier Dinge werden einmal sauber aufgesetzt. Das Wichtigste: Im Vertrag steht, wer welche Rechte am Clip bekommt und woher die Musik stammt.

  • Gewerbe oder freier Beruf vor der ersten Rechnung mit dem Finanzamt klären.
  • Nutzungsrechte und Musiklizenzen im Vertrag festhalten.
  • Vertrag zur Auftragsverarbeitung, weil du Aufnahmen von Menschen bearbeitest.
  • Werbekennzeichnung im Clip erhalten, nie wegschneiden.
Die Details mit Paragrafen und Fristen

Gewerbe: Ein Gewerbe muss bei der Gemeinde angezeigt werden (§ 14 GewO). A Eigenschöpferischer Schnitt kann als künstlerische Tätigkeit freiberuflich sein (§ 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG) A; reine Technik meist nicht. E Bis 25.000 Euro Vorjahresumsatz und 100.000 Euro im laufenden Jahr gilt die Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG). A

Urheberrecht: Welche Nutzungsrechte der Creator erhält, regelt der Vertrag (§ 31 UrhG); bei Verstößen drohen Unterlassung und Schadensersatz (§ 97 UrhG). A

Datenschutz: Du verarbeitest Bild und Stimme im Auftrag deiner Kunden (Art. 28 DSGVO). A

Werbung: Bezahlte Empfehlungen müssen als kommerziell erkennbar sein (§ 5a Abs. 4 UWG). A

Künstlersozialabgabe: Creator mit Einzelunternehmen zahlen 2026 auf Honorare an selbstständige Künstler 4,9 Prozent Künstlersozialabgabe (Künstlersozialversicherungsgesetz). A In Österreich und der Schweiz gibt es diese Abgabe nicht; dort fragst du Wirtschaftskammer oder Ausgleichskasse.

Keine Rechtsberatung: Lass Verträge und Pflichten einmal fachlich prüfen.

Für wen passt eine Kurzvideo-Schnitt-Agentur für Creator und für wen nicht?

Es passt am besten zum pragmatischen Macher, der jede Woche zuverlässig liefert, und auch zum charismatischen Creator oder vielbegabten Synthesizer. Starten lässt es sich gut neben Studium oder Job.

Lass es, wenn

  • du nicht gern stundenlang an Sekunden feilst,
  • du feste Liefertage als Last empfindest,
  • du keine Szene kennst, deren Humor du im Schnitt triffst.

Welche Fragen stellen Menschen am häufigsten zur Kurzvideo-Schnitt-Agentur für Creator?

Was kostet es, ein Reel schneiden zu lassen?

Bei Anbietern aus Deutschland etwa 39 bis über 100 Euro netto je Clip (video-cut.de, shortstudios.de, gelesen am 22.10.2026) S; im Paket oft weniger.

Wie lange dauert der Schnitt eines Kurzvideos?

Vimerse rechnet je Minute fertigem Video mit 1 bis 4 Stunden (Starter Story, 27.06.2024) S; mit KI-Vorauswahl kann es schneller gehen. E

Brauche ich für Videoschnitt ein Gewerbe?

Meist ja, denn reine Schnittarbeit steht nicht im Katalog des § 18 EStG. A Eigenschöpferische Gestaltung kann freiberuflich sein; im Zweifel fragst du das Finanzamt.

Macht KI eine Schnitt-Agentur überflüssig?

Den Rohschnitt übernimmt sie, Auswahl und Stil nicht. E

Welche Geschäftsideen ähneln der Kurzvideo-Schnitt-Agentur für Creator?

Simon Hubert, Gründer von x8
Über den Autor

Simon Hubert

Gründer von x8, Agenturgründer seit 2011

Simon Hubert hat 2011 seine erste Digitalagentur gegründet und betreut seitdem Websites, Sichtbarkeit und Abläufe für kleine und mittlere Betriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er hält einen Master in Business Informatics der Universität Mannheim und ist seit über 20 Jahren in Digitalisierung und IT unterwegs, mehrere Jahre davon in Großkonzernen. Mit x8 prüft er Geschäftsideen so, wie er es für sich selbst tun würde: mit belastbaren Zahlen, nachvollziehbaren Quellen und einer Rechnung, die du Schritt für Schritt selbst nachprüfen kannst.

Woher stammen die Zahlen auf dieser Seite?

Jede Zahl trägt ein Kennzeichen. Fährst du mit der Maus darüber, steht die Herkunft im Klartext. Was ich selbst gerechnet oder eingeschätzt habe, ist immer mit E markiert und im Text begründet.

A amtlich: Destatis, KfW-Register, Gesetzestexte, Gerichtsentscheidungen T Transaktionsdaten: Verkaufsplattformen wie Flippa, Empire Flippers oder Acquire.com, Zahlungsanbieter wie Stripe oder Steady S Selbstauskunft oder Befragung: Angaben von Anbietern, Interviews, Presse über Finanzierungen, KfW- und DIHK-Befragungen M Schätzung Dritter: Modellrechnungen und Prognosen von Instituten, etwa das IfM Bonn zur Nachfolge D Messung Dritter: Werkzeuge wie Ahrefs, Similarweb oder Profound E eigene Berechnung oder Einschätzung von Simon Hubert, Rechenweg und Annahmen stehen im Text
Quellen und Prüfstand: alle Angaben geprüft am 22. Oktober 2026
  1. Starter Story: Vimerse, Interview mit Hyunjae Lee, 27.06.2024, gelesen am 22.10.2026. starterstory.com
  2. Starter Story: Media Scaling, Interview mit Logan Forsyth, 27.03.2025, gelesen am 22.10.2026. starterstory.com
  3. ebizfacts.com: Erick Ulrich, Conect, Short-Form-Video-Agentur, aktualisiert 06.03.2025, gelesen am 22.10.2026. ebizfacts.com
  4. eBiz Insider: Ausgabe vom 27.06.2025 zu Clipwing (Lera), ohne Einzellink. ebizfacts.com
  5. Video-Cut.de (Andreas Fritz): Videoschnitt-Pakete, gelesen am 22.10.2026. video-cut.de
  6. ShortStudios: Reels schneiden lassen ab 100 Euro, gelesen am 22.10.2026. shortstudios.de
  7. Live with Podcast: Podcast-Produktion Kosten 2026, 03.06.2026, gelesen am 22.10.2026. livewithpodcast.de
  8. Opus Clip: Pricing, gelesen am 22.10.2026. opus.pro
  9. Adobe: Premiere Abo-Modelle, gelesen am 22.10.2026. adobe.com
  10. dpa-AFX über Deutsche Börse: Studie, mehr als 41 Millionen schauen regelmäßig Kurzvideos (Die Medienanstalten, Video Trends 2025), 23.10.2025. live.deutsche-boerse.com
  11. Sonntagsblatt (epd): Konsum von Kurzvideos steigt in allen Altersgruppen, 24.10.2025. sonntagsblatt.de
  12. Handwerksblatt: Künstlersozialabgabe sinkt 2026 auf 4,9 Prozent, 01.08.2025. handwerksblatt.de
  13. Gesetzestext: § 18 EStG, gelesen am 22.10.2026. gesetze-im-internet.de
  14. Gesetzestext: § 19 UStG, gelesen am 22.10.2026. gesetze-im-internet.de
  15. Gesetzestext: § 5a UWG, gelesen am 22.10.2026. gesetze-im-internet.de
  16. Gesetzestexte: § 31 und § 97 UrhG, § 14 GewO, Art. 28 DSGVO. gesetze-im-internet.de
  17. Destatis: Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2025. destatis.de
  18. Indie Hustle: A one-person video editing agency making $15,000 every month, Interview mit Erick Ulrich (Conect), ohne Datum (vermutlich 2023), gelesen am 30.10.2026. indiehustle.co

Änderungsprotokoll: 22. Oktober 2026 Erstfassung.