x8-Steckbrief

Agentur für bezahlte Werbeanzeigen: bis zu 20.000 € im Monat mit Kampagnenbetreuung gegen Monatspauschale

bis 20.000 € Umsatz im Monat nach einem Jahr Eab 500 € Startkapital1 bis 3 Monate bis zum ersten Euro11 bis 20 Std. pro Wocheab 1.500 € Werbebudget je Kunde

Buchstaben hinter Zahlen zeigen die Herkunft: A amtlich · S Selbstauskunft · E meine Einschätzung. Alle Kennzeichen erklärt.

Lesezeit 12 MinutenVon Simon Hubert, Gründer von x8Stand

Dienstagabend in einem Küchenstudio am Stadtrand: Die Inhaberin sitzt nach Ladenschluss vor einer Google-Rechnung über 1.400 Euro. Wie viele Kundinnen davon kamen, weiß sie nicht.

Genau diese Lücke füllt das Geschäftsmodell: Du planst und verbesserst Anzeigen auf Google, Meta oder LinkedIn für Betriebe und bekommst dafür eine Monatspauschale. Kleine Konten werden meist mit 800 bis 1.500 Euro im Monat betreut, das Werbebudget kommt dazu.

Spannend wird es beim Widerspruch: Ein Massenanbieter betreut Kampagnen schon ab 89 Euro im Monat, trotzdem zahlen Betriebe Spezialisten das Zehnfache. Warum, ab welchem Budget sich eine Agentur lohnt und was eine 2011 gegründete Berliner Agentur vormacht, liest du hier.

Kurz gesagt: Bei dem Geschäftsmodell Agentur für bezahlte Werbeanzeigen übernimmst du für Betriebe die bezahlte Werbung auf Google, Meta (Facebook und Instagram) oder LinkedIn: Ziel festlegen, Anzeigen bauen, Budget steuern, Ergebnisse messen. Verdienen kannst du über eine Monatspauschale oder einen Anteil am Werbebudget, am meisten mit einer klaren Spezialisierung.

Was ist eine Agentur für bezahlte Werbeanzeigen und wie funktioniert das Geschäftsmodell?

Eine Agentur für bezahlte Werbeanzeigen plant und betreut Anzeigen, für die ein Betrieb pro Klick oder pro Einblendung an Google, Meta oder LinkedIn zahlt. Bezahlt wird sie von Betrieben, die Anfragen oder Verkäufe wollen, aber keine Zeit oder kein Wissen haben, ein Werbekonto selbst zu führen.

Das Geld für die Klicks fließt direkt vom Kunden an die Plattform. Dein Beitrag ist das, was die Plattform nicht liefert: das passende Angebot für die richtige Zielgruppe, getestete Anzeigen und eine saubere Messung, welche Anfrage woher kam. Werbebudget und dein Honorar bleiben dabei immer getrennt.

Ablauf: Das Werbebudget des Kunden fließt in eine Kampagne auf Google, Meta oder LinkedIn. Du lieferst Zielgruppe und Angebot, Anzeigen mit laufenden Tests sowie Tracking und Auswertung. Heraus kommen Anfragen oder Käufe, ein Monatsbericht und Kontakte, die an den Vertrieb des Kunden übergeben werden. So arbeitet die Agentur 💶 🎯 Werbebudget des Kunden Kampagne Zielgruppe und Angebot Anzeigen und Tests Messung (dein Teil) Anfrage oder Kauf Monatsbericht an Kunden übergeben Klicks liefert die Plattform, Wirkung du.
Du verkaufst keine Klicks, sondern messbare Anfragen.

Welchen Umsatz kannst du mit einer Agentur für bezahlte Werbeanzeigen realistisch erreichen?

Pro Kunde bleibt dir die Monatspauschale abzüglich Werkzeugen und Zukauf: bei kleinen Konten im Markt meist 800 bis 1.500 Euro im Monat. Der wichtigste Hebel ist ein Mindestbudget, damit deine Arbeit messbar wirkt.

Als realistisches Ziel nach dem ersten Jahr rechne ich mit 5.000 bis 10.000 Euro Umsatz im Monat, also sechs bis zehn Konten. E Bis 20.000 Euro geht es meist erst mit Mitarbeitern. So liegen die Pauschalen im Markt:

Preisskala pro Monat ohne Werbebudget: Sellwerk ab 89 Euro plus 15 Prozent vom Werbebudget (sellwerk.de, gelesen am 21.10.2026), Ostend Digital 800 bis 1.500 Euro für kleine Konten (ostend.digital, 14.03.2026), Dr. Web nennt 1.500 bis 3.000 Euro als häufigste Spanne im DACH-Raum (drweb.de, 31.08.2026), Leadeffect ab 2.500 Euro (drweb.de, 31.08.2026), Ostend Digital 3.000 bis 6.000 Euro für große Konten. Betreuung pro Monat im Markt 0 € 825 € 1.650 € 2.475 € 3.300 € Sellwerkab 89 € + 15 % Budget Ostend kleinab 800 € · KMU DACH üblich1.500 bis 3.000 € Leadeffectab 2.500 € Ostend großab 3.000 € · viele Kanäle Dein Platz: 800 bis 1.500 € je Konto Quellen: sellwerk.de, ostend.digital, drweb.de
Links die Massenpakete, rechts die Spezialisten. Dein Platz ist in der Mitte.

Wie anders ein Massenpaket rechnet, zeigt Sellwerk: Im Paket „SEA Business“ zahlt ein Betrieb 189 Euro Grundgebühr plus 15 Prozent vom Werbebudget, bei zwölf Monaten Laufzeit (sellwerk.de, gelesen am 21.10.2026). S Bei 1.000 Euro Budget sind das 339 Euro im Monat. E Ogline Digital aus Florida meldet dagegen rund 100.000 US-Dollar Monatsumsatz mit gut 20 Kunden (Starter Story, 07.04.2022) S, grob 5.000 US-Dollar je Kunde. E

Eigene Berechnung von Simon Hubert: 8 Betriebe zahlen je 950 Euro Pauschale, zusammen 7.600 Euro Umsatz im Monat. Zukauf von Grafik, Video und Texten bei Freelancern: rund 1.000 Euro. Werkzeuge für Recherche, Gestaltung und Berichte: rund 300 Euro. Es bleiben etwa 6.300 Euro vor Steuern und vor deiner eigenen Arbeitszeit. Die Werbebudgets der Kunden laufen getrennt direkt an die Plattformen. Rechenweg pro Monat bei 8 Kunden 7.600 € Umsatz, 8 × 950 € minus 1.000 € Freelancer, Zukauf minus 300 € Werkzeuge ≈ 6.300 € bleiben vor Steuern, Arbeitszeit Eigene Berechnung (Simon Hubert), Werbebudgets laufen getrennt
Einrichtungsgebühren kommen in diesem Beispiel noch obendrauf.

Das heißt für dich: Die Klicks gehören der Plattform, die Auswertung gehört dir.

Welche Fähigkeiten solltest du initial lernen, um erfolgreich eine Agentur für bezahlte Werbeanzeigen führen zu können?

Am wichtigsten ist, ein Werbekonto wirklich zu verstehen: Gebote, Zielgruppen, Messung. Fast genauso wichtig ist Zahlenverständnis, denn du musst einem Betriebsinhaber zeigen, was ein Euro Werbung ihm zurückbringt.

Balken = so wichtig ist die Fähigkeit für den Erfolgbraucht Erfahrungschnell lernbar
Kampagnen auf Google und Meta100 %
Gebote, Zielgruppen, Formate (KI schlägt Einstellungen vor, du entscheidest). Lernzeit: Monate
Tracking und Zahlenanalyse90 %
Welche Anzeige bringt welche Anfrage? (KI wertet Tabellen aus, du stellst die Fragen) Lernzeit: Monate
Vertrieb und Kundengespräch75 %
Erstgespräch, Angebot, Bericht erklären (KI schreibt Entwürfe, du führst das Gespräch). Lernzeit: Wochen
Anzeigentexte und Bildvarianten60 %
Varianten für Tests (erste Entwürfe liefert die KI). Lernzeit: wenige Wochen
Datenschutz und Plattformregeln50 %
Einwilligung, Auftragsverarbeitung, Gebühren (Vorlagen entwirft die KI). Lernzeit: wenige Tage

Meine Einschätzung E: 100 % hieße, ohne diese Fähigkeit geht es nicht.

Welche Eckdaten hat eine Agentur für bezahlte Werbeanzeigen?

Datenbox
Klasse und ModelltypK1 Dienstleistung · Produktisierte Dienstleistung, Agentur und KI-Automatisierung
ThemenfeldMarketing, Vertrieb und Sichtbarkeit
Startkapital500 bis 5.000 Euro E
Zeit bis zum ersten Euro1 bis 3 Monate E
Wochenstunden11 bis 20 in der Aufbauphase E
Zulassungshürdefrei; Gewerbe anmelden, siehe Abschnitt Recht
Reichweite nötig3 von 5: online, Vertrauen zählt
Passiv-Grad2 von 5: wöchentliche Pflege nötig
Umsatzklasse5.000 bis 20.000 Euro im Monat nach einem Jahr E
Wettbewerbhoch
KI-Hebel4 von 5
Sinn-Faktor2 von 5
Passt zu den GründertypenDetailverliebter Fachexperte
Wirtschaftszweig (WZ 2025)73.11 Tätigkeiten von Werbeagenturen. E WZ 2025 ist die amtliche Klassifikation der Wirtschaftszweige (Destatis), nach der dein Gewerbe eingeordnet wird.

Datenlücke: Einen amtlichen Wert dazu, wie viele Betriebe in Deutschland für Online-Werbung zahlen, habe ich nicht gefunden; Eurostat nennt in den gelesenen Texten nur den EU-Wert. Umsätze kleiner Agenturen sind nicht öffentlich.

Was kostet der Start und wie viel Zeit brauchst du?

Der Start kostet meist 500 bis 5.000 Euro, vor allem für Werkzeuge, eine eigene Testkampagne und die ersten Vertriebsmonate. Am besten rechnet man mit 11 bis 20 Wochenstunden und ein bis drei Monaten bis zum ersten Kunden.

BausteinWas es kostet
Gewerbeanmeldungmeist 10 bis 65 Euro, je nach Gemeinde (gewerbeanmeldung.de, 08.06.2026) S
Recherche-Werkzeug Semrush, kleinster Tarif139 US-Dollar im Monat oder 117,33 US-Dollar bei Jahreszahlung (semrush.com, gelesen am 21.10.2026) S
Gestaltung mit Canva Pro12 Euro im Monat oder 110 Euro im Jahr (GIGA, 01.04.2026) S
Eigene Testkampagne als Referenzmindestens 500 Euro im Monat, darunter kommen selten genug Daten zusammen (ostend.digital, 26.08.2026) M

Wie startest du eine Agentur für bezahlte Werbeanzeigen Schritt für Schritt?

Du startest mit einer Plattform und einer Kundengruppe, etwa Google-Suchanzeigen für Handwerksbetriebe. Der erste Schritt ist eine eigene kleine Kampagne, an der du zeigen kannst, dass du Anfragen messbar machst.

  1. Plattform wählen. Google für Menschen, die schon suchen, Meta für Menschen, die du erst wecken musst.
  2. Zielgruppe festlegen. Eine Branche mit genug Werbebudget, am besten eine, die du kennst.
  3. Referenz aufbauen. Eine eigene Testkampagne oder ein Pilotkunde zum Vorzugspreis.
  4. Rechtliches vorbereiten. Die vier Punkte aus dem Abschnitt Recht: Gewerbe, Einwilligung fürs Tracking, Vertrag zur Auftragsverarbeitung, offene Gebühren mit eigenem Werbekonto je Kunde.
  5. Paket schnüren. Pauschale, Einrichtung, Mindestbudget, Laufzeit und Monatsbericht.
  6. Erste Kunden ansprechen. Mit einer kurzen Prüfung ihres Werbekontos statt mit einer Präsentation.
  7. Empfehlungen nutzen. Zufriedene Betriebe einer Branche geben dich weiter.

Wie findest du die ersten Kunden für deine Agentur für bezahlte Werbeanzeigen?

Am schnellsten über Betriebe, die schon Geld für Werbung ausgeben und nicht wissen, was es bringt. Ihr Schmerz (Stichwort: Pain Fokus) ist die Rechnung ohne Ergebnis, und den zeigst du ihnen mit einer kostenlosen Kontoprüfung.

Laut Eurostat, Statistics Explained mit Datenstand April 2025, bezahlten im Jahr 2024 rund 32,6 Prozent der Unternehmen in der EU mit mindestens zehn Beschäftigten für Werbung im Internet. Die häufigste Form war kontextbezogene Werbung, etwa passend zum Suchbegriff, mit 76,8 Prozent der werbenden Unternehmen. 32,6 % der Unternehmen in der EU zahlten 2024 für Werbung im Internet. Erfasst: ab zehn Beschäftigten. Häufigste Form: zum Suchbegriff passend. Eurostat, Statistics Explained, Datenstand April 2025
Zwei von drei Unternehmen werben noch gar nicht bezahlt im Netz.

Die Zahl aus der Grafik stammt aus der europäischen Erhebung zur Technik-Nutzung in Unternehmen (Eurostat, Datenstand April 2025). A Der Markt wächst trotzdem: Der Online-Vermarkterkreis im Verband BVDW erwartet für 2026 knapp 9 Milliarden Euro Umsatz mit Display- und Videowerbung in Deutschland (onlinemarketing.de, 23.09.2026). M Gute Kanäle sind Branchentreffen, Webdesigner und eigene Suchanzeigen.

Welche Tools und KI-Werkzeuge helfen bei einer Agentur für bezahlte Werbeanzeigen?

Unverzichtbar sind die Werbekonten der Plattformen und ein Werkzeug, das Ergebnisse verständlich aufbereitet. Ziel ist es, jeden Monat schnell zeigen zu können, was das Budget gebracht hat.

WerbekontenGoogle Ads, Meta-Werbeanzeigenmanager und LinkedIn Kampagnenmanager
MessungConversion-Tracking, also das Zählen von Anfragen, nur mit Einwilligung
Recherche und GestaltungSuchbegriffe über Semrush, Anzeigenbilder über Canva
KI-AssistentClaude oder ChatGPT für Textvarianten und Berichtsentwürfe

Welche Risiken hat eine Agentur für bezahlte Werbeanzeigen?

Das größte Risiko: Kunden mit zu kleinem Werbebudget, bei denen deine Arbeit nichts Messbares bewirken kann. Dagegen hilft ein Mindestbudget im Angebot.

Zu kleine Budgets

Eine Agentur lohnt sich laut Ostend Digital erst ab etwa 1.500 Euro Werbebudget im Monat (ostend.digital, 14.03.2026). S
Gegenmittel: Mindestbudget schriftlich festlegen.

Preisdruck von unten

Massenpakete gibt es ab 89 Euro im Monat plus Budgetanteil (sellwerk.de, gelesen am 21.10.2026). S
Gegenmittel: Branchenwissen statt Standardpaket.

Plattformregeln

Google verlangt offene Gebühren und ein eigenes Werbekonto je Kunde (Richtlinie für Drittanbieter, gelesen am 21.10.2026). S
Gegenmittel: Konten immer im Namen des Kunden anlegen.

Weniger Messdaten

Tracking-Pixel brauchen vorher eine Einwilligung (§ 25 TDDDG) A, Ablehnungen fehlen in der Messung.
Gegenmittel: Abgleich mit echten Anfragen.
Ergebnisstreuung4 von 5: wie weit Erfolg und Misserfolg auseinanderliegen; hier vom Nebenverdienst bis zur großen Agentur
Regulatorik3 von 5
Inhaberabhängigkeit4 von 5, Kundenbeziehung und Kontowissen hängen an dir
Wiederkehrender Umsatzüber 80 Prozent über Monatspauschalen
KI-Expositionminus 1, Plattformen automatisieren selbst
Kanalabhängigkeit4 von 4

Fortbestand: Von Gründungen mit Startkapital bis zu 5.000 Euro sind nach fünf Jahren 54 Prozent aktiv (KfW-Gründungsmonitor 2025). S 2025 gab es 69 Unternehmensinsolvenzen je 10.000 Unternehmen (Destatis, 13.03.2026). A

Praxisbeispiel: Wie Brian Meert mit Facebook-Werbung 50.000 Dollar im Monat umsetzt

Im Interview mit Starter Story erzählt Brian Meert, wie er Anfang 2014 in Los Angeles die Agentur AdvertiseMint gegründet hat, die sich zunächst nur um Werbung auf Facebook kümmerte. Starter Story nennt rund 50.000 Dollar Umsatz im Monat. S Nach seiner Darstellung betreut die Agentur Werbebudgets von zusammen rund 100 Millionen Dollar. S

So kam er auf die Geschäftsidee
Meert hatte rund 15 Jahre Erfahrung im Onlinemarketing, zuletzt in der Marketingabteilung eines Finanzunternehmens. Schon im Studium hatte er für ein eigenes kleines Startup Google-Anzeigen geschaltet. Als Facebook seine Werbeplattform öffnete, beeindruckten ihn die Möglichkeiten, Zielgruppen genau einzugrenzen, und es gab kaum Spezialisten dafür. Kurz darauf kündigte er seine Stelle.
So fing es an
Er gründete allein und ohne fremdes Geld. Der erste Kunde war sein früherer Arbeitgeber. In den ersten ein bis zwei Jahren arbeitete er täglich 10 bis 14 Stunden, saß in einem Coworking-Space, verkaufte sein Auto, um einen Mitarbeiter bezahlen zu können, und stellte zunächst nur in Teilzeit ein.
So gewinnt er Kunden
Die nächsten rund 20 Kunden fand er über automatische Benachrichtigungen mit IFTTT zu passenden Jobanzeigen auf Craigslist, Upwork und Indeed, meist kleinere Betriebe. Den größten Schub brachte Content-Marketing: erst ein angestellter Autor, später ein Redaktionsteam, dessen Blogbeiträge viele Besucher und erste Verkaufsgespräche brachten. Kunden hält er nach eigener Aussage mit Ergebnissen und mit zusätzlichen Leistungen, die ihnen weiterhelfen.
Seine größte Hürde
Am Anfang das Verhältnis von Einnahmen und Ausgaben: Um mehr Kunden betreuen zu können, brauchte er Mitarbeiter, die er erst mit diesen Kunden bezahlen konnte. Eine frühere Firma von ihm war nach seiner Einschätzung genau an Geldfluss und Umsatz gescheitert.
Diese Werkzeuge nutzt er
Google Workspace, den Facebook Business Manager und Verwaltungskonten von Google Ads für die Kundenkonten, ManyChat für Messenger-Bots, Zapier, um etwa Lead-Anzeigen mit CRM und E-Mail zu verbinden, dazu Zoom, Slack und Grasshopper als Telefonanlage für unter 50 Dollar im Monat.
So ist er gewachsen
Aus der reinen Facebook-Agentur wurde nach und nach ein Anbieter auch für Google Ads, Amazon Ads und TikTok; unter dem Namen VideoMint produziert die Firma außerdem Videos für bezahlte Social-Media-Werbung. Zu den Kunden zählt er Coca-Cola, Newegg und Viacom. Bei der Teamgröße schwanken die Angaben auf der Seite zwischen 10 und 25 Menschen. S
Sein Rat
Dranbleiben und andere Wege ausprobieren, wenn einer verbaut ist. Genug Geld oder Helfer einplanen, sich Pausen gönnen und den Kunden mit seinen Problemen in den Mittelpunkt stellen, auf lange Sicht statt auf den schnellen Erfolg.
Was du daraus mitnimmst
Für eine Werbeagentur in Deutschland heißt das: Mit einer einzigen Plattform als Spezialgebiet und Fachbeiträgen, die die Fragen der Zielgruppe beantworten, lassen sich die ersten Kunden ohne großes Budget gewinnen; weitere Plattformen kommen erst dazu, wenn das Kerngeschäft trägt. E Die Zahlen sind Selbstauskünfte und nicht unabhängig geprüft.

Quelle: Starter Story: Interview mit Brian Meert (AdvertiseMint), veröffentlicht am 29.11.2020, gelesen am 30.10.2026. starterstory.com

Welche Beispiele für eine Agentur für bezahlte Werbeanzeigen gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz?

Das stärkste Beispiel ist Smarketer aus Berlin: 2011 gegründet, als reine Google-Ads-Agentur von zwei auf über 120 Mitarbeiter gewachsen (Basic Thinking, 30.05.2020, aktualisiert 17.02.2025). S Ein Verzeichnis nennt heute rund 250 Spezialisten (business-on.de, gelesen am 21.10.2026). S

  • Advertace aus Hamburg wurde mitten in der Pandemie gegründet und zählte 2022 bereits 35 Mitarbeitende (Horizont, 08.06.2022). S
  • Semsea aus Zürich hatte rund 15 Mitarbeitende und wurde 2023 von der Agenturgruppe Farner übernommen (Horizont, 06.04.2023). S Auch ein Verkauf ist also ein Weg.
  • Madrivo aus Las Vegas wird nur für qualifizierte Anfragen oder Verkäufe bezahlt und meldet 3,7 Millionen US-Dollar Monatsumsatz (Starter Story, 22.11.2021). S

Was musst du rechtlich bei einer Agentur für bezahlte Werbeanzeigen beachten?

Eine Zulassung brauchst du nicht, aber vier Dinge werden einmal sauber aufgesetzt. Das Wichtigste: Ohne Einwilligung der Besucher darf kein Tracking starten.

  • Gewerbe anmelden, in Österreich als freies Gewerbe Werbeagentur.
  • Einwilligung fürs Tracking auf jeder Kunden-Website, bevor ein Pixel lädt.
  • Vertrag zur Auftragsverarbeitung mit jedem Kunden, dessen Kundendaten du nutzt.
  • Gebühren offenlegen und für jeden Kunden ein eigenes Werbekonto anlegen.
Die Details mit Paragrafen und Fristen

Gewerbe: Wer ein Gewerbe beginnt, muss es anzeigen (§ 14 GewO). A In Österreich ist die Werbeagentur ein freies Gewerbe ohne Befähigungsnachweis (WKO, 20.03.2026) A; in der Schweiz muss ein Einzelunternehmen ab 100.000 Franken Jahresumsatz ins Handelsregister (HRegV, KMU-Portal des Bundes). A

Tracking: Informationen auf dem Gerät von Nutzern speichern oder auslesen ist nur mit vorheriger Einwilligung erlaubt, außer es ist unbedingt nötig (§ 25 Abs. 1 und 2 TDDDG). A Werbe- und Retargeting-Technik zählt laut IHK grundsätzlich zur einwilligungspflichtigen Technik (IHK Regensburg, 08.07.2026). A

Datenschutz: Lädst du etwa Kundenlisten für Zielgruppen hoch, verarbeitest du Daten im Auftrag deiner Kunden (Art. 28 DSGVO). A

Werbekennzeichnung: Kommerzielle Kommunikation muss als solche erkennbar sein (§ 6 DDG), verschleierte Werbung ist unlauter (§ 5a Abs. 4 UWG). A

Künstlersozialabgabe: Vergibst du Aufträge an freie Designer oder Texter, zahlst du 2026 auf deren Honorare 4,9 Prozent Künstlersozialabgabe (§ 24 KSVG; Deutsche Rentenversicherung, 25.07.2025). A

Keine Rechtsberatung: Lass Verträge und Pflichten einmal fachlich prüfen.

Für wen passt eine Agentur für bezahlte Werbeanzeigen und für wen nicht?

Es passt zu Menschen, die gern in Zahlen graben und Kampagnen verbessern, bis sie sich rechnen, also vor allem zum detailverliebten Fachexperten. Auch der pragmatische Macher kommt zurecht, wenn er Tests diszipliniert durchzieht.

Lass es, wenn

  • du Tabellen und Kennzahlen langweilig findest,
  • du Kunden nicht offen sagen kannst, dass ihr Budget zu klein ist,
  • du dich nicht laufend in neue Plattformfunktionen einarbeiten willst.

Welche Fragen stellen Menschen am häufigsten zur Agentur für bezahlte Werbeanzeigen?

Was kostet eine Google-Ads-Agentur im Monat?

Für kleine und mittlere Betriebe meist 800 bis 3.000 Euro im Monat ohne Werbebudget (ostend.digital, 14.03.2026; drweb.de, 31.08.2026). S

Pauschale oder Prozent vom Werbebudget?

Prozentmodelle mit 10 bis 20 Prozent sind vor allem bei großen Konten üblich (drweb.de, 31.08.2026). M Für den Anfang empfehle ich eine Pauschale.

Muss eine Agentur ihre Gebühren gegenüber Google offenlegen?

Ja. Kunden müssen schriftlich erfahren, ob eine Verwaltungsgebühr anfällt (Google Ads, Richtlinie für Drittanbieter, gelesen am 21.10.2026). S

Ab welchem Budget lohnt sich eine Agentur?

Meist ab etwa 1.500 bis 2.000 Euro Werbebudget im Monat (ostend.digital, 26.08.2026). M

Welche Geschäftsideen ähneln der Agentur für bezahlte Werbeanzeigen?

Simon Hubert, Gründer von x8
Über den Autor

Simon Hubert

Gründer von x8, Agenturgründer seit 2011

Simon Hubert hat 2011 seine erste Digitalagentur gegründet und betreut seitdem Websites, Sichtbarkeit und Abläufe für kleine und mittlere Betriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er hält einen Master in Business Informatics der Universität Mannheim und ist seit über 20 Jahren in Digitalisierung und IT unterwegs, mehrere Jahre davon in Großkonzernen. Mit x8 prüft er Geschäftsideen so, wie er es für sich selbst tun würde: mit belastbaren Zahlen, nachvollziehbaren Quellen und einer Rechnung, die du Schritt für Schritt selbst nachprüfen kannst.

Woher stammen die Zahlen auf dieser Seite?

Jede Zahl trägt ein Kennzeichen. Fährst du mit der Maus darüber, steht die Herkunft im Klartext. Was ich selbst gerechnet oder eingeschätzt habe, ist immer mit E markiert und im Text begründet.

A amtlich: Destatis, KfW-Register, Gesetzestexte, Gerichtsentscheidungen T Transaktionsdaten: Verkaufsplattformen wie Flippa, Empire Flippers oder Acquire.com, Zahlungsanbieter wie Stripe oder Steady S Selbstauskunft oder Befragung: Angaben von Anbietern, Interviews, Presse über Finanzierungen, KfW- und DIHK-Befragungen M Schätzung Dritter: Modellrechnungen und Prognosen von Instituten, etwa das IfM Bonn zur Nachfolge D Messung Dritter: Werkzeuge wie Ahrefs, Similarweb oder Profound E eigene Berechnung oder Einschätzung von Simon Hubert, Rechenweg und Annahmen stehen im Text
Quellen und Prüfstand: alle Angaben geprüft am 21. Oktober 2026
  1. Ostend Digital: Google Ads Agentur beauftragen, 14.03.2026, gelesen am 21.10.2026. ostend.digital
  2. Ostend Digital: Google Ads Kosten, 28.02.2026, aktualisiert 26.08.2026, gelesen am 21.10.2026. ostend.digital
  3. Dr. Web: SEA Agentur Vergleich 2026, 31.08.2026, aktualisiert 05.10.2026, gelesen am 21.10.2026. drweb.de
  4. Sellwerk: SEA-Pakete für Google Ads, gelesen am 21.10.2026. sellwerk.de
  5. freelancermap: Freelancer für Google Adwords, Durchschnittlicher Stundensatz, gelesen am 21.10.2026. freelancermap.de
  6. Eurostat: Internet advertising of businesses, statistics on usage of ads, Datenstand April 2025, gelesen am 21.10.2026. ec.europa.eu
  7. onlinemarketing.de: OVK-Prognose, Digitalwerbung wächst 2026 auf 9 Milliarden, 23.09.2026, gelesen am 21.10.2026. onlinemarketing.de
  8. Basic Thinking: Smarketer, zertifizierte Google-Ads-Agentur in Deutschland, 30.05.2020, aktualisiert 17.02.2025, gelesen am 21.10.2026. basicthinking.de
  9. business-on.de: Anbieterprofil Smarketer, gelesen am 21.10.2026. business-on.de
  10. Horizont: Die Gen-Z-Agentur Advertace will Kreation und Performance enger zusammenbringen, 08.06.2022, gelesen am 21.10.2026. horizont.net
  11. Horizont Schweiz: Übernahme, Team Farner nimmt Semsea an Bord, 06.04.2023, gelesen am 21.10.2026. horizont.net
  12. Starter Story: Madrivo, We built a 44M per year customer acquisition agency, 22.11.2021, gelesen am 21.10.2026. starterstory.com
  13. Starter Story: Ogline Digital, After multiple failures I now run a 1.2M per year digital agency, 07.04.2022, gelesen am 21.10.2026. starterstory.com
  14. Google Ads Hilfe: Richtlinie für Drittanbieter, gelesen am 21.10.2026. support.google.com
  15. Semrush: Preise, gelesen am 21.10.2026. semrush.com
  16. GIGA: Canva, so viel kosten die Abos 2026, 01.04.2026, gelesen am 21.10.2026. giga.de
  17. gewerbeanmeldung.de: Gewerbe anmelden, welche Kosten fallen an?, 08.06.2026, gelesen am 21.10.2026. gewerbeanmeldung.de
  18. Gesetzestext: § 25 TDDDG, gelesen am 21.10.2026. gesetze-im-internet.de
  19. IHK Regensburg: Anforderungen an Websites nach der DSGVO, Stand 08.07.2026, gelesen am 21.10.2026. ihk.de
  20. WKO: Als selbständige Online Content Creatorin erfolgreich sein (freies Gewerbe Werbeagentur), 20.03.2026, gelesen am 21.10.2026. wko.at
  21. KMU-Portal des Bundes (Schweiz): Handelsregister, Rechte und Pflichten für KMU, gelesen am 21.10.2026. kmu.admin.ch
  22. Deutsche Rentenversicherung: Künstlersozialabgabe sinkt ab 2026, 25.07.2025, gelesen am 21.10.2026. deutsche-rentenversicherung.de
  23. Gesetzestexte: § 14 GewO, § 6 DDG, § 5a UWG, § 24 KSVG, Art. 28 DSGVO. gesetze-im-internet.de
  24. Destatis: Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2025. destatis.de
  25. Starter Story: Interview mit Brian Meert (AdvertiseMint), veröffentlicht am 29.11.2020, gelesen am 30.10.2026. starterstory.com

Änderungsprotokoll: 21. Oktober 2026 Erstfassung.