x8-Steckbrief

Kleidung auf Kommission bei Pop-up-Events: bis zu 5.000 € im Monat mit Provision auf fremde Kleidung

bis 5.000 € Umsatz im Monat nach einem Jahr, im Jahresschnitt Eab 2.000 € Startkapital3 bis 6 Monate bis zum ersten Euro11 bis 20 Std. pro Woche40 % Provision beim US-Vorbild Statemint

Buchstaben hinter Zahlen zeigen die Herkunft: A amtlich · S Selbstauskunft · E meine Einschätzung. Alle Kennzeichen erklärt.

Lesezeit 11 MinutenVon Simon Hubert, Gründer von x8Stand

Donnerstag, sieben Uhr morgens in einer gemieteten Halle am Stadtrand: Zwei Helferinnen schieben Kleiderstangen nach Größen sortiert in Reihen, an jedem Bügel hängt ein Etikett mit Strichcode, draußen warten schon die ersten Käuferinnen.

Das Geschäftsmodell funktioniert so: Menschen geben dir ihre gut erhaltene Kleidung, du verkaufst sie an wenigen Tagen im Jahr auf einem Pop-up-Event und behältst einen Teil des Erlöses. Beim US-Vorbild Statemint bekommen die Einlieferer 60 Prozent. S

Überraschend ist die Knappheit: Statemint öffnet nur an rund zehn Tagen im Jahr und setzt nach Angaben von eBiz Facts etwa 10.000 US-Dollar je Event um. S Warum gerade die kurze Öffnungszeit verkauft und was in Deutschland anders ist, liest du hier.

Kurz gesagt: Bei dem Geschäftsmodell Kleidung auf Kommission bei Pop-up-Events nimmst du gebrauchte Kleidung von Privatpersonen an und verkaufst sie in deinem Namen auf zeitlich begrenzten Verkaufsevents. Du behältst eine Provision, meist ein Drittel bis 40 Prozent des Verkaufspreises, den Rest zahlst du an die Einlieferer aus.

Was ist Kleidung auf Kommission bei Pop-up-Events und wie funktioniert das Geschäftsmodell?

Kleidung auf Kommission bei Pop-up-Events ist ein Verkauf gebrauchter Kleidung, bei dem du die Ware anderer Menschen in deinem Namen verkaufst, aber auf deren Rechnung. Verkauft wird an wenigen Tagen in einer gemieteten Halle oder einem leeren Ladenlokal.

Du kaufst keine Ware ein und trägst kein Lagerrisiko. Deine Arbeit steckt in Organisation: Einlieferer gewinnen, Annahmeregeln festlegen, Etiketten ausgeben, Halle und Helfer organisieren, abrechnen und auszahlen. Was nicht verkauft wird, holen die Einlieferer ab oder es wird gespendet.

Statt eines breiten Basars lohnen sich oft klare Nischen. E Etwa ein Pop-up nur für Trachten vor der Wiesn-Saison, ein Verkauf für Reitbekleidung in einer Reithalle oder ein Umstandsmode-Basar mit Hebammenpraxen. Trachten und Reitbekleidung sind Hypernischen mit teurer Ware und treuen Käuferinnen.

Ablauf: Einlieferer melden sich an und bringen ihre Kleidung. Der Veranstalter liefert Annahmeregeln, Etiketten, Halle mit Helfern und Kasse mit Abrechnung. Am Ende stehen eine Auszahlung an die Einlieferer, eine Spende nicht verkaufter Ware oder eine Rückgabe an die Einlieferer durch einen Menschen. So läuft ein Pop-up-Event 👗 🏷️ Einlieferer bringen ihre Kleidung Dein Pop-up Annahme, Etiketten Halle, Helfer Kasse, Abrechnung Auszahlung an Einlieferer Spende der Restware Rückgabe mit Gespräch Die Ware bringen andere, die Dringlichkeit schaffst du.
Du verkaufst keine Kleider, sondern ein Wochenende voller Schnäppchen.

Welchen Umsatz kannst du mit Kleidung auf Kommission bei Pop-up-Events realistisch erreichen?

Pro Event verdienst du die Provision auf alle verkauften Teile plus die Anmeldegebühren der Einlieferer. Der wichtigste Hebel ist die Zahl der Einlieferer, denn mehr Ware zieht mehr Käufer an.

Als realistisches Ziel nach dem ersten Jahr rechne ich mit 1.000 bis 5.000 Euro Umsatz im Monat, im Jahresschnitt. E Gemeint ist deine Provision plus Gebühren, nicht der Verkaufserlös, bei zwei bis vier Events im Jahr. So sehen Provisionen im Markt aus:

Preisskala der Provisionen in Prozent: Die Basar-Software basarlino nimmt 1 Euro je Verkäufer plus 1 Prozent vom Umsatz (gelesen am 01.11.2026). Die Kolpingsfamilie Unterföhring gibt 15 Prozent des Erlöses an Missionsprojekte (in-muenchen.de, gelesen am 01.11.2026). Statemint behält 40 Prozent, Einlieferer bekommen 60 Prozent (statemint.com, gelesen am 01.11.2026). Mädchenflohmarkt nahm 2015 beim Concierge-Service mit eBay 40 Prozent (Händlerbund, 04.06.2015). Provision für den Veranstalter 0 % 12 % 25 % 38 % 50 % basarlino1 % + 1 € Software Kolping15 % für Spenden Statemint40 % Provision Mädchenflohmarkt40 % (2015) Hier liegt dein Platz: 30 bis 40 Prozent Quellen: basarlino, in-muenchen.de, statemint.com, Händlerbund
Ehrenamtliche Basare nehmen wenig, gewerbliche Anbieter mit Service eher 40 Prozent.

Wie groß ein solches Event werden kann, zeigt Statemint: 2022 bot Sarah McAffry in Knoxville über 30.000 Artikel an, laut dem Sender WVLT so viele wie nie zuvor. S Ihr Weg steht im Praxisbeispiel.

Eigene Berechnung von Simon Hubert: 150 Einlieferer mit je 60 Teilen, davon 35 Prozent verkauft zu im Schnitt 9 Euro, ergeben rund 25.500 Euro Verkaufserlös. Deine Provision von 40 Prozent sind rund 10.200 Euro, dazu 150 Anmeldegebühren zu 15 Euro: 12.450 Euro. Hallenmiete rund 2.500 Euro, Helfer, Werbung, Etiketten und Kasse rund 2.500 Euro. Es bleiben etwa 7.450 Euro vor Steuern und Arbeitszeit. Rechenweg für ein Event 12.450 € Provision und Gebühren minus 2.500 € Hallenmiete minus 2.500 € Helfer, Werbung, Kasse ≈ 7.450 € bleiben vor Steuern, Arbeitszeit Eigene Berechnung (Simon Hubert), Annahme 35 % Verkaufsquote und 9 € Durchschnittspreis
Bei zwei Events im Jahr sind das im Schnitt gut 1.200 Euro im Monat, bei vier rund 2.500 Euro.

Das heißt für dich: Die Ware kostet dich nichts, verdient wird an Organisation und vollen Hallen.

Welche Fähigkeiten solltest du initial lernen, um erfolgreich Kleidung auf Kommission bei Pop-up-Events verkaufen zu können?

Am wichtigsten ist Organisationstalent: Tausende Teile müssen an einem Tag angenommen, sortiert und abgerechnet werden. Kasse und Software lernst du in wenigen Wochen.

Balken = so wichtig ist die Fähigkeit für den Erfolgbraucht Erfahrungschnell lernbar
Organisation und Logistik100 %
Annahme, Aufbau, Helfer und Abbau planen (KI erstellt Schichtpläne und Checklisten). Lernzeit: ein bis zwei Events
Gemeinschaft aufbauen80 %
Einlieferer und Käuferinnen binden, Helfer motivieren (KI schreibt Einladungen und Erinnerungen). Lernzeit: Monate
Ware einschätzen70 %
Zustand, Marken und Preise erkennen (KI schlägt Preise nach Marke vor). Lernzeit: wenige Wochen
Abrechnung und Steuern60 %
Kommission sauber abrechnen und auszahlen (Software rechnet, prüfen musst du). Lernzeit: wenige Wochen
Werbung und Texte (das macht die KI)40 %
Posts, Plakate und Newsletter (die Texte schreibt die KI, Fotos machst du). Lernzeit: keine

Meine Einschätzung E: 100 % hieße, ohne diese Fähigkeit geht es nicht.

Welche Eckdaten hat Kleidung auf Kommission bei Pop-up-Events?

Datenbox
Klasse und ModelltypK4 Handel · Physische Produkte und E-Commerce
ThemenfeldMode, Beauty und Lifestyle
Startkapital500 bis 5.000 Euro E
Zeit bis zum ersten Euro3 bis 6 Monate E
Wochenstunden11 bis 20, vor Events deutlich mehr E
ZulassungshürdeAnzeigepflicht (Gewerbe), siehe Abschnitt Recht
Reichweite nötig1 von 5: eine Stadt und Umland je Event
Passiv-Grad1 von 5: jedes Event braucht dich vor Ort
Umsatzklasse1.000 bis 5.000 Euro im Monat nach einem Jahr, im Jahresschnitt E
Wettbewerbmittel
KI-Hebel2 von 5
Sinn-Faktor4 von 5
Passt zu den GründertypenPragmatischer Macher
Wirtschaftszweig (WZ 2025)47.79.9 Einzelhandel mit sonstigen Gebrauchtwaren a. n. g.. E WZ 2025 ist die amtliche Klassifikation der Wirtschaftszweige (Destatis), nach der dein Gewerbe eingeordnet wird.

Datenlücke: Eine amtliche Zahl zu Kommissionsverkäufen gebrauchter Kleidung in Deutschland, Österreich und der Schweiz habe ich nicht gefunden. Gewerbliche Pop-ups für Erwachsenenkleidung auf Kommission sind im Sprachraum selten; verbreitet sind ehrenamtliche Kinderbasare.

Was kostet der Start und wie viel Zeit brauchst du?

Der Start kostet meist 2.000 bis 5.000 Euro E, vor allem für Halle, Kleiderstangen, Etikettendrucker und Werbung. Am besten rechnet man mit drei bis sechs Monaten bis zum ersten Event, weil Einlieferer früh gewonnen werden müssen.

BausteinWas es kostet
Basar-Software mit Etiketten und Kasse, basarlino1 Euro je Verkäufer plus 1 Prozent vom Umsatz, netto (basarlino.de, gelesen am 01.11.2026) S
Etikettendrucker, etwa Brother QL-810Wrund 130 Euro brutto (guestoo, gelesen am 01.11.2026) S
Halle oder leeres Ladenlokal für vier Tage1.000 bis 3.000 Euro E
Kleiderstangen, Bügel, Kabinen, Werbung500 bis 1.500 Euro E

Wie startest du mit Kleidung auf Kommission bei Pop-up-Events Schritt für Schritt?

Du startest mit einem einzigen Event in deiner Stadt und einer klaren Zielgruppe. Der erste Schritt ist eine Liste mit 50 Menschen, die sofort Kleidung einliefern würden.

  1. Nische festlegen. Damenmode, Trachten oder Wintersport, mit klaren Annahmeregeln.
  2. Einlieferer sammeln. Über Freundeskreise, Elterngruppen und eine Warteliste auf deiner Seite.
  3. Halle sichern. Gemeindesaal, Eventhalle oder Leerstand im Zentrum, gut erreichbar mit Parkplätzen.
  4. Rechtliches vorbereiten. Die vier Punkte aus dem Abschnitt Recht: Gewerbe anmelden, Kommissionsvertrag mit Einlieferern, Umsatzsteuer klären, Öffnungszeiten prüfen.
  5. Software und Etiketten einrichten. Strichcode-Etiketten machen Kasse und Abrechnung schnell.
  6. Helfer gewinnen. Viele Basare geben Helfern frühen Einlass als Belohnung.
  7. Event bewerben. Lokale Gruppen, Plakate und eine Seite mit WordPress mit MCP.

Wie findest du die ersten Kunden für dein Kommissions-Pop-up?

Am schnellsten über Menschen mit vollem Kleiderschrank, die keine Lust auf einzelne Inserate haben. Ihr Ärgernis ist das Fotografieren, Verhandeln und Verschicken jedes einzelnen Teils (Pain Fokus, also das Problem, für das Kunden zahlen).

Laut Basar-Software basarlino wurden mit dem Werkzeug bisher 9.167 Basare durchgeführt und 18,8 Millionen Artikel verkauft, Stand der Website am 01.11.2026. 18,8 Mio. Artikel über eine Basar- Software verkauft. 9.167 Basare damit. Meist Kinderkleidung. basarlino.de, gelesen am 01.11.2026
Kommissionsbasare sind im Sprachraum verbreitet, gewerbliche Pop-ups für Erwachsene selten.

Wie stark die Nachfrage sein kann, zeigt die Kolpingsfamilie Unterföhring: Die Kundenlisten für ihren Basar sind laut in-muenchen.de oft nach zwei bis drei Tagen vergriffen. S Gute Kanäle sind lokale Gruppen, Kitas und Sportvereine.

Welche Tools und KI-Werkzeuge helfen bei Kleidung auf Kommission bei Pop-up-Events?

Unverzichtbar ist eine Basar-Software mit Strichcode-Etiketten, die jeden Verkauf dem richtigen Einlieferer zuordnet. Ziel ist es, dass die Abrechnung am Ende des Events in Minuten steht.

Basar-Softwareetwa basarlino oder easyBasar für Annahme, Kasse und Abrechnung
Etikettendruckerfür Strichcodes, die Einlieferer zu Hause ausdrucken oder du vor Ort
Kartenzahlungein mobiles Kartenterminal an jeder Kasse
GemeinschaftNewsletter und lokale Gruppen für Einlieferer und Käuferinnen

Welche Risiken hat Kleidung auf Kommission bei Pop-up-Events?

Das größte Risiko ist ein leeres Event: Kommen zu wenig Einlieferer, bleiben auch die Käufer weg. Dagegen helfen eine Warteliste und ein festes Datum im Jahr.

Henne-Ei-Problem

Statemint verlangt mindestens 15 Teile je Einlieferer (statemint.com, gelesen am 01.11.2026). S
Gegenmittel: Mindestmenge, Warteliste und früh feste Termine.

Fixkosten der Halle

Die Hallenmiete fällt auch bei schlechtem Wetter an, im Rechenweg rund 2.500 Euro. E
Gegenmittel: Gemeindesäle, Vereinsheime oder Umsatzbeteiligung.

Restware

Statemint spendet nicht abgeholte Ware (statemint.com, gelesen am 01.11.2026). S
Gegenmittel: Feste Abholzeit und Spendenpartner vorab.

Konkurrenz durch Apps

Mädchenflohmarkt bot schon 2015 einen Verkaufsservice mit eBay an (Händlerbund, 04.06.2015). S
Gegenmittel: Erlebnis vor Ort, Anprobe und Halbpreistag.
Ergebnisstreuung3 von 5: wie weit Erfolg und Misserfolg auseinanderliegen; hier vom Gemeindebasar bis zur Kette mit 50 Standorten
Regulatorik2 von 5
Inhaberabhängigkeit4 von 5, Events, Gemeinschaft und Helfer hängen an dir
Wiederkehrender Umsatz25 bis 50 Prozent, wenn Einlieferer jede Saison wiederkommen E
KI-Expositionnull, das Event bleibt Handarbeit
Kanalabhängigkeit2 von 4

Fortbestand: Von Gründungen mit Startkapital bis zu 5.000 Euro sind nach fünf Jahren 54 Prozent aktiv (KfW-Gründungsmonitor 2025). S 2025 gab es 69 Unternehmensinsolvenzen je 10.000 Unternehmen (Destatis, 13.03.2026). A

Praxisbeispiel: Wie Sarah McAffry aus einem Hallenverkauf eine Kette mit Franchise machte

Sarah McAffry hat 2014 in Knoxville im US-Bundesstaat Tennessee den Kommissionsverkauf Statemint gestartet, wie die Studentenzeitung UT Daily Beacon damals berichtete. Heute verkauft Statemint an rund zehn Tagen im Jahr Kleidung anderer Menschen und vergibt Lizenzen an Franchisenehmer. Laut eBiz Facts kommt ein Event auf etwa 10.000 US-Dollar. S

So fing es an
Der erste Verkauf fand im Frühjahr 2014 statt, der zweite im September 2014 in einem Bankettsaal in Knoxville. Er galt als erster gehobener Kommissionsverkauf für Erwachsene in der Stadt. Angeboten wurden Marken wie J. Crew und Lilly Pulitzer, aber auch Ware von Target, meist für 8 bis 15 US-Dollar und 50 bis 60 Prozent unter Neupreis. S
So gewinnt sie Kunden
Statemint öffnet nur an wenigen Tagen im Jahr, laut eBiz Facts verteilt auf zwei Events mit zusammen rund zehn Tagen. Die Knappheit erzeugt Dringlichkeit nach dem Motto „wer zu spät kommt, hat Pech“. Am letzten Tag gibt es einen Halbpreistag.
So läuft es heute
Einlieferer zahlen 20 US-Dollar Anmeldegebühr, bringen 15 bis 200 Teile und bekommen 60 Prozent des Verkaufspreises. S Für Designerware gibt es eine eigene Abteilung von 50 bis 500 US-Dollar je Teil. Was nicht verkauft wird, holen die Einlieferer ab oder Statemint spendet es.
So schnell ist sie gewachsen
Aus einem Bankettsaal 2014 wurde 2022 ein Verkauf mit über 30.000 Artikeln. S eBiz Facts nannte 2024 23 Standorte, die Website zeigt heute 50 Orte in den USA, die meisten im Südosten.
Ihre Sicht auf den Markt
Im Herbst 2022 sagte McAffry dem Sender WVLT, sie erwarte viele Käufer, weil Menschen nach Schnäppchen suchten. Preise seien fast überall gestiegen, günstige Kleidung sei eine echte Ersparnis.
Was du daraus mitnimmst
Für Deutschland heißt das: Ein fester Termin im Frühjahr und Herbst, klare Annahmeregeln und ein Halbpreistag am Ende können auch hier wirken; ob ein Sonntag als Verkaufstag erlaubt ist, regeln die Ladenöffnungsgesetze der Länder. E Die Zahlen sind Selbstauskünfte und nicht unabhängig geprüft.

Zur Quellenlage: Die Quellenlage ist dünn: Das ausführliche Interview bei Side Hustle Nation konnte ich nicht lesen. Die Zahlen sind uneinheitlich: eBiz Facts nennt 23 Standorte, die Website von Statemint listet 50.

Quellen: UT Daily Beacon: Consignment sale benefits wallets, wardrobes, 16.09.2014, gelesen am 01.11.2026. utdailybeacon.com; WVLT: StateMint consignment pop-up returns with largest sale ever, 28.09.2022, gelesen am 01.11.2026. wvlt.tv; Statemint: Sell, gelesen am 01.11.2026. statemint.com; eBiz Facts: Sarah McAffry, Statemint Consignment, aktualisiert 09.03.2025, gelesen am 01.11.2026. ebizfacts.com

Welche Beispiele für Kleidung auf Kommission bei Pop-up-Events gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz?

Das stärkste Beispiel aus dem Sprachraum ist der Basar der Kolpingsfamilie Unterföhring bei München: zweimal im Jahr Erwachsenen- und Teeniekleidung, über 70 Ehrenamtliche, 15 Prozent des Erlöses gehen an Projekte (in-muenchen.de, gelesen am 01.11.2026). S

  • Mädchenflohmarkt betrieb 2015 mit eBay eine Pop-up-Boutique in Berlin-Mitte, nahm Kleidung an und behielt 40 Prozent Provision (Händlerbund, 04.06.2015). S
  • Carla der Caritas öffnete 2023 einen Second-Hand-Pop-up-Store auf der Wiener Mariahilfer Straße, Kleidung zu 35 Euro je Kilo; das ist Spendenware, keine Kommission (fashion.at, 28.04.2023). S
  • Statemint aus Knoxville in den USA ist das internationale Vorbild; die Geschichte steht im Praxisbeispiel. S

Was musst du rechtlich bei Kleidung auf Kommission bei Pop-up-Events beachten?

Vier Dinge setzt du vor dem ersten Event auf. Das Wichtigste ist ein klarer Kommissionsvertrag, denn du verkaufst fremdes Eigentum.

  • Gewerbe anmelden, bevor das erste Event läuft.
  • Kommissionsvertrag mit jedem Einlieferer: Provision, Auszahlung, Restware, Haftung.
  • Umsatzsteuer klären, denn bei Kommission zählt der ganze Verkaufspreis.
  • Öffnungszeiten prüfen: Für Sonntage gelten die Ladenöffnungsgesetze der Länder.
Die Details mit Paragrafen und Fristen

Gewerbe: Wer ein stehendes Gewerbe beginnt, muss das gleichzeitig bei der Behörde anzeigen (§ 14 Abs. 1 GewO). A

Kommission: Kommissionär ist, wer gewerbsmäßig Waren für Rechnung eines anderen in eigenem Namen kauft oder verkauft (§ 383 Abs. 1 HGB). A

Umsatzsteuer: Beim Kommissionsgeschäft liegt zwischen Einlieferer und Kommissionär eine Lieferung vor (§ 3 Abs. 3 UStG). A Ob die Differenzbesteuerung für Gebrauchtwaren (§ 25a UStG) greift und wie das die Kleinunternehmergrenze berührt, musst du gegebenenfalls mit deinem Steuerberater abklären.

Kasse und Öffnungszeiten: Elektronische Kassen brauchen in Deutschland meist eine zertifizierte Sicherheitseinrichtung (§ 146a AO). A Die Sonntagsregeln stehen in den Ladenöffnungsgesetzen der Länder; den Stand für deinen Ort musst du gegebenenfalls zum Start abklären. Österreich und die Schweiz habe ich nicht einzeln geprüft.

Keine Rechtsberatung: Lass Verträge und Pflichten einmal fachlich prüfen.

Für wen passt Kleidung auf Kommission bei Pop-up-Events und für wen nicht?

Es passt zum Pragmatischen Macher, der gern organisiert und anpackt, und zum Community-Katalysator, der Menschen zusammenbringt. Gut geeignet ist es für Menschen mit großem Netzwerk, die zweimal im Jahr einige Wochen intensiv arbeiten können.

Lass es, wenn

  • du keine großen Mengen fremder Kleidung sortieren, tragen und zurückgeben willst,
  • dich Abrechnungen mit vielen kleinen Beträgen und Steuerfragen abschrecken,
  • du ein gleichmäßiges Einkommen jeden Monat brauchst.

Welche Fragen stellen Menschen am häufigsten zu Kleidung auf Kommission bei Pop-up-Events?

Wie viel Provision ist bei Kleidung auf Kommission üblich?

Statemint behält 40 Prozent (statemint.com, gelesen am 01.11.2026) S, Mädchenflohmarkt nahm 2015 ebenfalls 40 Prozent. S Ehrenamtliche Basare nehmen oft deutlich weniger, etwa 15 Prozent für Spenden. S

Was passiert mit Kleidung, die nicht verkauft wird?

Meist holen die Einlieferer sie ab oder sie wird gespendet, so regelt es etwa Statemint (gelesen am 01.11.2026). S Das gehört in den Kommissionsvertrag.

Brauche ich für einen Kommissionsbasar ein Gewerbe?

Ja, wenn du ihn mit Gewinnabsicht betreibst; die Anzeige erfolgt vor Beginn (§ 14 GewO). A Ehrenamtliche Vereinsbasare sind ein Sonderfall.

Welche Geschäftsideen ähneln Kleidung auf Kommission bei Pop-up-Events?

Simon Hubert, Gründer von x8
Über den Autor

Simon Hubert

Gründer von x8, Agenturgründer seit 2011

Simon Hubert hat 2011 seine erste Digitalagentur gegründet und betreut seitdem Websites, Sichtbarkeit und Abläufe für kleine und mittlere Betriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er hält einen Master in Business Informatics der Universität Mannheim und ist seit über 20 Jahren in Digitalisierung und IT unterwegs, mehrere Jahre davon in Großkonzernen. Mit x8 prüft er Geschäftsideen so, wie er es für sich selbst tun würde: mit belastbaren Zahlen, nachvollziehbaren Quellen und einer Rechnung, die du Schritt für Schritt selbst nachprüfen kannst.

Woher stammen die Zahlen auf dieser Seite?

Jede Zahl trägt ein Kennzeichen. Fährst du mit der Maus darüber, steht die Herkunft im Klartext. Was ich selbst gerechnet oder eingeschätzt habe, ist immer mit E markiert und im Text begründet.

A amtlich: Destatis, KfW-Register, Gesetzestexte, Gerichtsentscheidungen T Transaktionsdaten: Verkaufsplattformen wie Flippa, Empire Flippers oder Acquire.com, Zahlungsanbieter wie Stripe oder Steady S Selbstauskunft oder Befragung: Angaben von Anbietern, Interviews, Presse über Finanzierungen, KfW- und DIHK-Befragungen M Schätzung Dritter: Modellrechnungen und Prognosen von Instituten, etwa das IfM Bonn zur Nachfolge D Messung Dritter: Werkzeuge wie Ahrefs, Similarweb oder Profound E eigene Berechnung oder Einschätzung von Simon Hubert, Rechenweg und Annahmen stehen im Text
Quellen und Prüfstand: alle Angaben geprüft am 1. November 2026
  1. eBiz Facts: Sarah McAffry, Statemint Consignment, 10K selling clothes, aktualisiert 09.03.2025, gelesen am 01.11.2026. ebizfacts.com
  2. Statemint: Startseite und Standorte, gelesen am 01.11.2026. statemint.com
  3. Statemint: Sell, Bedingungen für Einlieferer, gelesen am 01.11.2026. statemint.com
  4. UT Daily Beacon: Consignment sale benefits wallets, wardrobes, Victoria Brown, 16.09.2014, gelesen am 01.11.2026. utdailybeacon.com
  5. WVLT: StateMint consignment pop-up returns with largest sale ever, Brittany Tarwater, 28.09.2022, gelesen am 01.11.2026. wvlt.tv
  6. basarlino: Startseite mit Preisen und Zahlen, gelesen am 01.11.2026. basarlino.de
  7. in-muenchen.de: Second-hand-Basar für Erwachsenen- und Teenie-Bekleidung, Kolpingsfamilie Unterföhring, gelesen am 01.11.2026. in-muenchen.de
  8. Händlerbund: eBay und Mädchenflohmarkt, Pop-up-Store und Concierge-Service, 04.06.2015, gelesen am 01.11.2026. ohn.haendlerbund.de
  9. fashion.at: Second-hand clothing pop-up store Carla opened in Vienna, 28.04.2023, gelesen am 01.11.2026. fashion.at
  10. guestoo: Namensschilder drucken, Druckerempfehlung, gelesen am 01.11.2026. guestoo.cloud
  11. Gesetzestexte: § 14 GewO. gesetze-im-internet.de
  12. Gesetzestexte: § 383 HGB, gelesen am 01.11.2026. gesetze-im-internet.de
  13. Gesetzestexte: § 3 UStG, gelesen am 01.11.2026. gesetze-im-internet.de
  14. Gesetzestexte: § 25a UStG. gesetze-im-internet.de
  15. Gesetzestexte: § 146a AO. gesetze-im-internet.de

Änderungsprotokoll: 1. November 2026 Erstfassung.