x8-Steckbrief

Leads für Dienstleister sammeln und verkaufen: bis zu 5.000 € im Monat mit Anfragen aus einer Nische

bis 5.000 € Umsatz im Monat nach einem Jahr Eab 500 € Startkapital3 bis 6 Monate bis zum ersten Euro11 bis 20 Std. pro Woche40 bis 120 € Preis je Anfrage im Markt

Buchstaben hinter Zahlen zeigen die Herkunft: A amtlich · S Selbstauskunft · E meine Einschätzung. Alle Kennzeichen erklärt.

Lesezeit 11 MinutenVon Simon Hubert, Gründer von x8Stand

Donnerstagabend, kurz nach neun, in einem Reihenhaus am Stadtrand. Die alte Gasheizung hat heute zum zweiten Mal gestreikt, ein Mann tippt auf dem Sofa „Wärmepumpe Angebot“ in die Suche und füllt das erste Formular aus.

Wer dieses Formular betreibt, verdient an jeder solchen Anfrage. Bei diesem Geschäftsmodell sammelst du Anfragen von Menschen mit konkretem Bedarf und verkaufst sie für etwa 40 bis 120 Euro je Stück an passende Betriebe. S

Aroundhome allein meldet rund 1,3 Millionen Anfragen im Jahr. S Kaufst du die Besucher über Google-Anzeigen ein, kostet dich eine Anfrage aber schnell 50 Euro. E Wo die Gewinnspanne trotzdem entsteht, liest du hier.

Kurz gesagt: Bei dem Geschäftsmodell „Leads für Dienstleister sammeln und verkaufen“ baust du für eine enge Nische eine Website, die Menschen mit konkretem Auftrag über Google findet. Jede Anfrage verkaufst du mit Einwilligung an einen bis drei Betriebe. Das Geld liegt in günstigen Besuchern und sauberen Einwilligungen.

Was ist ein Geschäft mit Leads für Dienstleister und wie funktioniert das Geschäftsmodell?

Leads für Dienstleister sind Kundenanfragen, also Kontaktdaten plus Auftragswunsch, die du über eigene Websites sammelst und gegen eine Gebühr an Handwerker oder andere Anbieter weitergibst. Bezahlt wird je Anfrage, per Monatspauschale oder als Anteil am Auftrag.

Lead ist das englische Wort für eine Spur, also einen möglichen Kunden. Du stehst zwischen Menschen, die schnell einen Betrieb brauchen, und Betrieben ohne Zeit für Marketing. Texte und Bilder für deine Seiten kaufst du bei Freelancern ein oder erzeugst sie mit Adobe Firefly und Co.

Bei Solar und Wärmepumpe konkurrierst du mit großen Portalen. Meine Nischen-Ideen E: Angebote zur Wartung alter Aufzüge für kleine Hausverwaltungen; Anfragen für Klavierstimmer nach Landkreis; Entrümpelungen nach einem Todesfall über einen Ratgeber für Angehörige; Zisternen und Brunnenbau für Gartenbesitzer. Solche Hypernischen, also sehr kleine Spezialmärkte, haben wenig Konkurrenz und Betriebe, die gern feste Monatspreise zahlen.

Ablauf: Ein Mensch mit konkretem Bedarf sucht bei Google. Deine Nischenseite liefert Ratgeber, Formular mit Einwilligung und eine Prüfung der Anfrage. Ergebnisse: Anfrage an bis zu drei Betriebe, Rechnung je Lead, bei Rückfragen ein kurzes Telefonat. So entsteht ein Lead 🔎 Mensch mit konkretem Auftrag Deine Nischenseite Ratgeber für Google Formular mit Einwilligung Prüfung (dein Teil) An bis zu 3 Betriebe Rechnung je Anfrage Rückruf bei Unklarheit Die Seite sammelt, deine Prüfung macht daraus einen verkaufbaren Lead.
Du verkaufst geprüfte Aufträge mit Einwilligung.

Welchen Umsatz kannst du mit Leads für Dienstleister realistisch erreichen?

Pro Anfrage zahlen Betriebe im Markt meist 40 bis 120 Euro. S Verkaufst du sie an zwei Betriebe, verdienst du zweimal.

Als realistisches Ziel nach dem ersten Jahr rechne ich mit 2.000 bis 5.000 Euro Umsatz im Monat, wenn du allein arbeitest. E Mehr ist meist erst mit zwei oder drei Nischenseiten und festen Monatskontingenten drin. E So sehen die Preise im Markt aus:

Preisskala je Anfrage: MyHammer bis 39 Euro pro Kontakt (clean-invoice.com, März 2026), Leospardo ab 55 Euro für einen geteilten Lead (leospardo.de, gelesen am 29.10.2026), ein Berliner Malermeister zahlte bei Check24 80 Euro je Anfrage (clean-invoice.com, März 2026), Leospardo exklusiv im Beispiel 95 Euro, Check24 Profis bis 120 Euro je Anfrage (clean-invoice.com, März 2026). Preise je Anfrage im Markt 0 € 34 € 68 € 101 € 135 € MyHammer1 bis 39 € je Kontakt Leospardoab 55 € · geteilt Maler bei Check2480 € · Praxisfall Exklusiv95 € · Leospardo Check24 Profisbis 120 € Dein Platz: Nischen-Lead, an zwei Betriebe Quellen: clean-invoice.com, leospardo.de
Links der Massenkontakt, rechts der exklusive Auftrag. In der Nische liegst du in der Mitte.

Der Haken liegt beim Einkauf der Besucher. ostend.digital nennt für lokales Handwerk 1,50 bis 4,50 Euro je Klick und rechnet mit 1.500 Euro Budget für 30 Anfragen (ostend.digital, 26.08.2026). S Das sind 50 Euro je Anfrage. E Besucher über Suchmaschinen kosten dich dagegen vor allem Zeit.

Eigene Berechnung von Simon Hubert: 60 Anfragen im Monat, jede an zwei Betriebe zu je 40 Euro, ergibt 4.800 Euro Umsatz. 20 Anfragen kommen über Google-Anzeigen zu rund 50 Euro, also 1.000 Euro. Werkzeuge, Hosting und Daten rund 200 Euro. Es bleiben etwa 3.600 Euro vor Steuern und eigenem Lohn. Rechenweg pro Monat bei 60 Anfragen 4.800 € Umsatz minus 1.000 € Anzeigen minus 200 € Werkzeuge, Hosting ≈ 3.600 € bleiben vor Steuern, Lohn Eigene Berechnung (Simon Hubert), 60 Anfragen, je 2 Käufer zu 40 €
40 von 60 Anfragen kommen über Google ohne Klickkosten.

Das heißt für dich: Die Marge entsteht in der Suchmaschine, nicht im Anzeigenkonto.

Welche Fähigkeiten solltest du initial lernen, um erfolgreich Leads für Dienstleister verkaufen zu können?

Am wichtigsten ist, Besucher über Google zu gewinnen, ohne für jeden Klick zu zahlen. Gleich danach kommt der Verkauf an Betriebe, die anfangs skeptisch sind.

Balken = so wichtig ist die Fähigkeit für den Erfolgbraucht Erfahrungschnell lernbar
Suchmaschinenoptimierung und Ratgebertexte95 %
Kundenfragen finden und beantworten (KI schreibt Entwürfe, du prüfst Fakten). Lernzeit: Monate
Vertrieb an Betriebsinhaber80 %
Erste Abnehmer überzeugen (KI bereitet Gespräche vor, du telefonierst). Lernzeit: Monate
Einwilligung und Datenschutz75 %
Formular und Weitergabe sauber regeln (KI entwirft Texte, ein Anwalt prüft). Lernzeit: wenige Wochen
Landingpages mit WordPress und MCP60 %
Seiten mit Formular bauen (KI legt über MCP Seiten in WordPress an). Lernzeit: Wochen
Anzeigen steuern40 %
Kleine Tests mit Google-Anzeigen (KI schreibt Anzeigentexte). Lernzeit: wenige Wochen

Meine Einschätzung E: 100 % hieße, ohne diese Fähigkeit geht es nicht.

Welche Eckdaten hat ein Geschäft mit Leads für Dienstleister?

Datenbox
Klasse und ModelltypK3 Reichweite · GEO und SEO-Content
ThemenfeldHandwerk, Gewerbe und Mittelstand
Startkapital500 bis 5.000 Euro E
Zeit bis zum ersten Euro3 bis 6 Monate E
Wochenstunden11 bis 20 in der Aufbauphase E
Zulassungshürdefrei; Gewerbeanzeige, bei Finanz- und Versicherungsanfragen Erlaubnis prüfen, siehe Abschnitt Recht
Reichweite nötig3 von 5: Besucher über Google nötig
Passiv-Grad3 von 5: Seiten laufen, Prüfung und Vertrieb bleiben
Umsatzklasse1.000 bis 5.000 Euro im Monat nach einem Jahr, allein E
Wettbewerbhoch
KI-Hebel4 von 5
Sinn-Faktor3 von 5
Passt zu den GründertypenPragmatischer Macher
Wirtschaftszweig (WZ 2025)82.99.9 Erbringung von allen anderen wirtschaftlichen Dienstleistungen für Unternehmen und Privatpersonen a. n. g.; bei Schwerpunkt Werbung 73.11 Tätigkeiten von Werbeagenturen. E WZ 2025 ist die amtliche Klassifikation der Wirtschaftszweige (Destatis), nach der dein Gewerbe eingeordnet wird.

Datenlücke: Eine amtliche Zahl, wie viele Handwerksaufträge über Online-Anfragen entstehen, habe ich nicht gefunden; Preise je Anfrage nennen große Portale meist erst im Verkaufsgespräch.

Was kostet der Start und wie viel Zeit brauchst du?

Der Start kostet meist 500 bis 5.000 Euro. E Rechne mit 11 bis 20 Wochenstunden und drei bis sechs Monaten bis zum ersten Verkauf.

BausteinWas es kostet
Gewerbeanzeige15 bis 65 Euro je nach Gemeinde (selbststaendigkeit.de, 16.10.2026) S
WordPress-HostingALL-INKL Premium regulär 9,95 Euro im Monat (all-inkl.com, gelesen am 29.10.2026) S
Keyword-DatenDataForSEO nach Verbrauch ab 50 US-Dollar Guthaben, nutzbar über MCP (dataforseo.com, gelesen am 29.10.2026) S
Anzeigentest1,50 bis 4,50 Euro je Klick im lokalen Handwerk (ostend.digital, 26.08.2026) S

Wie startest du ein Geschäft mit Leads für Dienstleister Schritt für Schritt?

Du startest mit den Käufern, nicht mit der Website. Erst wenn drei Betriebe einen festen Preis zugesagt haben, baust du die erste Seite.

  1. Nische festlegen. Eine Leistung mit hohem Auftragswert und wenigen Anbietern, etwa Brunnenbau.
  2. Abnehmer vorab gewinnen. Frag zehn Betriebe, was ihnen eine geprüfte Anfrage wert ist.
  3. Seite und Formular bauen. Ein Ratgeber pro Kundenfrage, darunter ein Formular mit Einwilligung.
  4. Rechtliches vorbereiten. Die vier Punkte aus dem Abschnitt Recht: Gewerbe anzeigen, Einwilligung mit Namen der Käufer, Nachweise aufbewahren, Betreiber offen nennen.
  5. Besucher gewinnen. Ratgebertexte für Google schreiben, parallel ein kleines Anzeigenbudget testen.
  6. Anfragen prüfen und zustellen. Rückruf bei unklaren Anfragen, faire Regel für Rückgaben.
  7. Feste Kontingente verkaufen. Zufriedene Betriebe buchen zehn Anfragen im Monat zum Festpreis.

Wie findest du die ersten Kunden für deine Leads?

Am schnellsten über den direkten Anruf: „Ich habe diese Woche zwei Anfragen für Zisternen in Ihrem Landkreis, möchten Sie eine?“ Betriebe kaufen das Ende eines Ärgers, nämlich Portalgebühren für Anfragen ohne Auftrag (Pain Fokus).

Laut Zentralverband des Deutschen Handwerks gab es Ende 2025 in Deutschland 1.038.126 Handwerksbetriebe, davon 641.462 zulassungspflichtige. Der Umsatz des Handwerks lag geschätzt bei 783 Milliarden Euro. Veröffentlicht im Juni 2026. 1,04 Mio. Handwerksbetriebe gab es Ende 2025 in Deutschland. 641.462 davon zulassungspflichtig. Umsatz: 783 Mrd. € (geschätzt). ZDH, Kennzahlen des Handwerks, Juni 2026
Über eine Million mögliche Käufer, du brauchst zehn.

Die Zahl stammt vom Zentralverband des Deutschen Handwerks. S Gute Wege zu Betrieben sind Innungen, Kreishandwerkerschaften und Fachmessen.

Welche Tools und KI-Werkzeuge helfen beim Verkauf von Leads für Dienstleister?

Unverzichtbar sind eine schnelle Website, ein Formular, das jede Einwilligung protokolliert, und Suchdaten. Ziel ist es, dass jede Anfrage ohne Handarbeit beim richtigen Betrieb ankommt.

WebsiteWordPress mit MCP, einer Schnittstelle, über die eine KI wie Claude direkt Seiten anlegt; gehostet bei ALL-INKL
FormularFormular mit Bestätigungsmail und Protokoll von Zeit, Text der Einwilligung und Quelle
SuchdatenGoogle Search Console und DataForSEO über MCP für Suchbegriffe je Region
KI-AssistentClaude oder ChatGPT für Ratgeberentwürfe, Anzeigentexte und Angebote an Betriebe

Welche Risiken hat ein Geschäft mit Leads für Dienstleister?

Das größte Risiko ist rechtlich: Ruft ein Käufer ohne gültige Einwilligung an, drohen Bußgelder bis 300.000 Euro. A Dagegen hilft ein Formular, das jeden Käufer nennt und protokolliert.

Fehlende Einwilligung

Für fehlende Nachweise bei Telefonwerbung drohen bis 50.000 Euro, für Anrufe ohne Einwilligung bis 300.000 Euro (Bundesnetzagentur, gelesen am 29.10.2026). A
Gegenmittel: Einwilligung mit Namen der Käufer, Nachweise fünf Jahre aufbewahren.

Teure Klicks

Lokales Handwerk kostet 1,50 bis 4,50 Euro je Klick (ostend.digital, 26.08.2026). S
Gegenmittel: Mindestens zwei Drittel der Besucher über Suchmaschinen holen.

Schein-Vergleichsportale

Enpal betrieb ein angeblich unabhängiges Vergleichsportal, die eigene Rolle stand nur im Impressum (GIGA, 24.03.2023). S
Gegenmittel: Betreiber und Bezahlung offen auf jeder Seite nennen.

Große Portale

Aroundhome vermittelt mit 250 Menschen rund 500.000 Aufträge im Jahr (Unternehmensporträt, Juni 2025). S
Gegenmittel: Hypernischen wählen, die großen Portalen zu klein sind.
Ergebnisstreuung4 von 5: wie weit Erfolg und Misserfolg auseinanderliegen
Regulatorik3 von 5
Inhaberabhängigkeit2 von 5, Seiten verkaufen auch ohne dich
Wiederkehrender Umsatz25 bis 50 Prozent über feste Kontingente E
KI-Expositionminus 1, KI-Suche beantwortet Fragen ohne Klick
Kanalabhängigkeit4 von 4

Fortbestand: Von Gründungen mit Startkapital bis zu 5.000 Euro sind nach fünf Jahren 54 Prozent aktiv (KfW-Gründungsmonitor 2025). S 2025 gab es 69 Unternehmensinsolvenzen je 10.000 Unternehmen (Destatis, 13.03.2026). A

Praxisbeispiel: Wie Miao Rios Websites für bis zu 1.500 Dollar im Monat an Betriebe vermietet

Ein ähnlicher Fall: Miao Rios verkauft nicht jede Anfrage einzeln, sondern vermietet ganze Websites, die Anfragen bringen, für eine feste Monatsgebühr an einen Betrieb.

In der Side Hustle Show, Folge 597, erzählt Miao Rios aus Neuseeland, wie sie lokale Websites für Handwerksleistungen baut, bei Google nach oben bringt und die Anfragen daraus an Betriebe weitergibt. Hauptberuflich führt sie allein die SEO-Agentur Blackbird SEO. Nach eigener Angabe hat sie über 45 solcher Websites, die Anfragen bringen; ein Betrieb zahlt pro Website meist 1.000 bis 1.500 Dollar im Monat. S

So fing es an
Drei Monate nach dem Start rief das neuseeländische Bildungsministerium an und lud sie ein, für den Abriss einer Schule ein Angebot abzugeben. Die Anfrage kam über eine ihrer Websites zu Abrissarbeiten, einen Abrissbetrieb hatte sie aber nicht. Sie vermittelte einen örtlichen Betrieb und bekam dafür 5.000 Dollar Vermittlungsgebühr. S
So wählt sie Nischen
Sie setzt auf Leistungen mit hohem Auftragswert wie Betonarbeiten, Dächer und Gartenbau, und dort auf Spezialgebiete mit wenig Konkurrenz: In Wellington war Gartenbau umkämpft, Betoneinfahrten dagegen nicht. Bevorzugt nimmt sie Städte mit rund 400.000 Einwohnern, Suchbegriffe mit geringer Schwierigkeit und zusammen etwa 150 Suchen im Monat. Dann prüft sie die Leistungsseiten der fünf bis zehn stärksten Wettbewerber und baut bessere.
So gewinnt sie Kunden
Die Websites tragen Stadt und Leistung im Domainnamen und sind wie ein neutrales Verzeichnis aufgebaut. Sichtbar werden sie über Facebook-Seiten, Einträge in Verzeichnissen wie Yelp und hilfreiche Kommentare mit Links in passenden Blogs. Als Abnehmer sucht sie wachsende, hungrige Betriebe, nicht etablierte und nicht verzweifelte. Neue Betriebe bekommen zuerst kostenlose Anfragen zur Probe, damit beide Seiten sehen, ob Qualität und Reaktionszeit passen.
Ihre größte Hürde
Anfragen zu erzeugen war schwerer, als Betriebe zu finden. Und die Auswahl der Betriebe ist heikel, weil unzuverlässige Handwerker den Ruf der Website beschädigen. Verkauf, Kommunikation und Personalauswahl musste sie erst lernen.
Diese Werkzeuge nutzt sie
Semrush für die Recherche der Suchbegriffe und Wettbewerber, WordPress für die Websites, die eine virtuelle Assistentin baut, Twilio für weitergeleitete Telefonnummern und Stripe für die monatlichen Zahlungen der Betriebe.
Ihr Rat
Einfach anfangen. Beim Linkaufbau die Linktexte abwechseln, etwa Marke, Adresse und Einsatzgebiet. Und keine Betriebe nehmen, die jeden Auftrag annehmen und zu viel versprechen.
Was du daraus mitnimmst
Für Lead-Websites in Deutschland heißt das: Statt jede Anfrage einzeln zu verkaufen, kann eine Website auch als Ganzes gegen eine feste Monatsgebühr an einen Betrieb gehen; das macht den Umsatz planbar, hängt aber an einem Betrieb, der Anfragen schnell und verlässlich bearbeitet. E Die Zahlen sind Selbstauskünfte und nicht unabhängig geprüft.

Quellen: Side Hustle Nation: Website Rentals: The Simple Local Websites That Earn $1000/mo, The Side Hustle Show, Folge 597, Gespräch von Nick Loper mit Miao Rios, 15.02.2024, gelesen am 30.10.2026. sidehustlenation.com; eBiz Facts: Ranking & Renting Simple Websites For $1000/Month, über Miao Rios, aktualisiert am 09.03.2025, gelesen am 30.10.2026. ebizfacts.com

Welche Beispiele für den Verkauf von Leads an Dienstleister gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz?

Das stärkste Beispiel ist Aroundhome, 2008 als Käuferportal von Mario Kohle und Robin Behlau gegründet. 2019 übernahm NuCom die Mehrheit für 140 Millionen Euro (tech.eu, 14.01.2019). S Heute meldet das Portal rund 1,3 Millionen Anfragen im Jahr (Unternehmensporträt, Juni 2025). S

  • daibau aus Österreich verbindet Bauherren mit über 14.000 registrierten Betrieben (profil.at, 15.06.2026, bezahlter Beitrag). S
  • Leospardo aus Deutschland verkauft Anfragen für Solar und Wärmepumpe ab 55 Euro an höchstens drei Betriebe (leospardo.de, gelesen am 29.10.2026). S
  • Ian Hecht aus den USA verkauft Anfragen für Container-Vermietung für rund 100 US-Dollar und machte im zweiten Jahr 2,1 Millionen US-Dollar Umsatz (Niall Doherty, 18.03.2024). S

Was musst du rechtlich beim Verkauf von Leads an Dienstleister beachten?

Vier Dinge setzt du einmal sauber auf. Das Wichtigste: Ohne nachweisbare Einwilligung zur Weitergabe ist ein Lead nichts wert.

  • Gewerbe anzeigen beim Gewerbeamt, bevor du die erste Anfrage verkaufst.
  • Einwilligung mit Namen der Käufer im Formular, nicht nur „Partner“.
  • Nachweise aufbewahren, also Zeit, Text und Bestätigung jeder Einwilligung.
  • Betreiber offen nennen, damit niemand eine neutrale Beratung erwartet.
Die Details mit Paragrafen und Fristen

Gewerbe: Wer Anfragen gewerbsmäßig verkauft, zeigt das beim Gewerbeamt an (§ 14 Abs. 1 GewO). A In Österreich regelt § 151 GewO 1994 die Nutzung von Daten für Marketingzwecke Dritter (jusline.at, gelesen am 29.10.2026) A; welche Gewerbeberechtigung du dort brauchst, musst du gegebenenfalls mit der Wirtschaftskammer abklären.

Einwilligung und Weitergabe: Erhebung und Weitergabe brauchen eine Rechtsgrundlage, meist die Einwilligung nach Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO; nach Art. 7 DSGVO musst du sie nachweisen können (IT-Recht Kanzlei, 12.06.2025). A

Werbeanrufe und E-Mails: Anrufe bei Verbrauchern brauchen eine vorherige ausdrückliche Einwilligung (§ 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG). A Die Einwilligung ist zu dokumentieren und fünf Jahre aufzubewahren (§ 7a UWG; Bundesnetzagentur, gelesen am 29.10.2026). A

Finanz- und Versicherungsanfragen: Ein Tippgeber, der nur Kontakte herstellt, braucht keine Erlaubnis nach § 34d GewO; nennt er ein konkretes Versicherungsprodukt, beginnt die Vermittlung (IHK Magdeburg, gelesen am 29.10.2026). A Den genauen Rahmen musst du gegebenenfalls vor dem Start abklären.

Keine Rechtsberatung: Lass Verträge und Pflichten einmal fachlich prüfen.

Für wen passt der Verkauf von Leads an Dienstleister und für wen nicht?

Es passt zum pragmatischen Macher, der gern testet, rechnet und Betriebe anruft, und zum Community-Katalysator, der in einer Branche viele Menschen kennt. Auch neben einem Job klappt das, denn Seiten arbeiten nachts weiter.

Lass es, wenn

  • du nicht gern mit Betriebsinhabern über Preise sprichst,
  • du Datenschutz und Einwilligungen für lästigen Papierkram hältst,
  • du schnelles Geld willst, denn gute Plätze bei Google brauchen oft sechs Monate.

Welche Fragen stellen Menschen am häufigsten zum Verkauf von Leads an Dienstleister?

Ist es erlaubt, Leads zu verkaufen?

Ja, wenn die Menschen der Weitergabe wirksam zugestimmt haben und du das nachweisen kannst (Art. 6 und 7 DSGVO). A

Was kostet ein Lead im Handwerk?

Im Markt meist 40 bis 120 Euro, bei Check24 Profis 50 bis 120 Euro (clean-invoice.com, März 2026). S

An wie viele Betriebe geht eine Anfrage?

Das legst du selbst fest. Leospardo gibt geteilte Anfragen an höchstens drei Betriebe, Exklusivität kostet etwa 50 bis 80 Prozent Aufschlag (leospardo.de, gelesen am 29.10.2026). S

Diese Geschäftsidee auf meine Situation anpassen →So machst du aus diesem Steckbrief in vier Schritten deine eigene Variante.

Welche Geschäftsideen ähneln dem Verkauf von Leads an Dienstleister?

Simon Hubert, Gründer von x8
Über den Autor

Simon Hubert

Gründer von x8, Agenturgründer seit 2011

Simon Hubert hat 2011 seine erste Digitalagentur gegründet und betreut seitdem Websites, Sichtbarkeit und Abläufe für kleine und mittlere Betriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er hält einen Master in Business Informatics der Universität Mannheim und ist seit über 20 Jahren in Digitalisierung und IT unterwegs, mehrere Jahre davon in Großkonzernen. Mit x8 prüft er Geschäftsideen so, wie er es für sich selbst tun würde: mit belastbaren Zahlen, nachvollziehbaren Quellen und einer Rechnung, die du Schritt für Schritt selbst nachprüfen kannst.

Woher stammen die Zahlen auf dieser Seite?

Jede Zahl trägt ein Kennzeichen. Fährst du mit der Maus darüber, steht die Herkunft im Klartext. Was ich selbst gerechnet oder eingeschätzt habe, ist immer mit E markiert und im Text begründet.

A amtlich: Destatis, KfW-Register, Gesetzestexte, Gerichtsentscheidungen T Transaktionsdaten: Verkaufsplattformen wie Flippa, Empire Flippers oder Acquire.com, Zahlungsanbieter wie Stripe oder Steady S Selbstauskunft oder Befragung: Angaben von Anbietern, Interviews, Presse über Finanzierungen, KfW- und DIHK-Befragungen M Schätzung Dritter: Modellrechnungen und Prognosen von Instituten, etwa das IfM Bonn zur Nachfolge D Messung Dritter: Werkzeuge wie Ahrefs, Similarweb oder Profound E eigene Berechnung oder Einschätzung von Simon Hubert, Rechenweg und Annahmen stehen im Text
Quellen und Prüfstand: alle Angaben geprüft am 30. Oktober 2026
  1. clean-invoice.com: Handwerker-Portale Vergleich 2026, veröffentlicht 05.02.2025, aktualisiert März 2026. clean-invoice.com
  2. Leospardo: Wärmepumpe-Leads kaufen, gelesen am 29.10.2026. leospardo.de
  3. ostend.digital: Google Ads Kosten, 28.02.2026, aktualisiert 26.08.2026. ostend.digital
  4. Aroundhome: Unternehmensporträt, Juni 2025. about.aroundhome.de
  5. tech.eu: NuCom acquires a majority stake in Aroundhome for 140 million euros, 14.01.2019. tech.eu
  6. profil.at: Warum verlassen sich immer mehr Menschen bei der Handwerkersuche auf daibau? Bezahlter Beitrag, 15.06.2026. profil.at
  7. Niall Doherty (Goodreads-Blog): His Dumpster Website Makes 2.1 Million Dollars a Year, 18.03.2024. goodreads.com
  8. ZDH: Wirtschaftlicher Stellenwert des Handwerks 2025, Juni 2026. zdh.de
  9. IT-Recht Kanzlei: Leads rechtssicher kaufen, DSGVO und UWG, 12.06.2025. it-recht-kanzlei.de
  10. Bundesnetzagentur: Nachweis von Telefon-Werbeeinwilligungen, gelesen am 29.10.2026. bundesnetzagentur.de
  11. Bundesministerium der Justiz: Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, § 7, gelesen am 29.10.2026. gesetze-im-internet.de
  12. IHK Magdeburg: Tippgeber, gelesen am 29.10.2026. ihk.de
  13. jusline.at: § 151 GewO 1994, Adressverlage und Direktmarketingunternehmen, gelesen am 29.10.2026. jusline.at
  14. GIGA: Solaranlagen, Enpal mit Fake-Vergleichsportal aufgeflogen, 24.03.2023. giga.de
  15. ALL-INKL.COM: Webhosting-Tarife, gelesen am 29.10.2026. all-inkl.com
  16. DataForSEO: Pricing, gelesen am 29.10.2026. dataforseo.com
  17. selbststaendigkeit.de: Gewerbe anmelden, Kosten im Überblick, 26.08.2026, aktualisiert 16.10.2026. selbststaendigkeit.de
  18. Destatis: Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2025. destatis.de
  19. Side Hustle Nation: Website Rentals: The Simple Local Websites That Earn $1000/mo, The Side Hustle Show, Folge 597, Gespräch von Nick Loper mit Miao Rios, 15.02.2024, gelesen am 30.10.2026. sidehustlenation.com
  20. eBiz Facts: Ranking & Renting Simple Websites For $1000/Month, über Miao Rios, aktualisiert am 09.03.2025, gelesen am 30.10.2026. ebizfacts.com

Änderungsprotokoll: 30. Oktober 2026 Erstfassung.