x8-Steckbrief

Markendeals für Creator vermitteln: bis zu 5.000 € im Monat mit Provision auf Kooperationen

bis 5.000 € Umsatz im Monat nach einem Jahr Eab 500 € Startkapital1 bis 3 Monate bis zum ersten Euro11 bis 20 Std. pro Woche10 bis 30 % Provision je Deal

Buchstaben hinter Zahlen zeigen die Herkunft: A amtlich · S Selbstauskunft · E meine Einschätzung. Alle Kennzeichen erklärt.

Lesezeit 10 MinutenVon Simon Hubert, Gründer von x8Stand

Mittwochnachmittag in einer Leipziger Altbauwohnung: Eine Creatorin mit 20.000 Followern öffnet die nächste Mail einer Marke. Wieder wird ein kostenloses Produkt angeboten, wieder kein Honorar, und für eine Gegenmail fehlt ihr die Zeit.

Dieses Geschäftsmodell setzt genau dort an: Du findest für kleine und mittlere Creator passende Marken, verhandelst die Kooperation und behältst einen Anteil am Honorar. Agenturen nehmen dafür meist 10 bis 30 Prozent. S

Die Spannung: Nur 20 Prozent der von EU-Behörden geprüften Influencer kennzeichneten Werbung durchgehend. A Wer Deals sauber verhandelt und rechtlich absichert, hat also einen echten Vorteil. Wie die Provision zustande kommt und wo die Fallen liegen, liest du hier.

Kurz gesagt: Bei dem Geschäftsmodell „Markendeals für Creator vermitteln“ suchst du für Menschen, die auf Instagram, TikTok oder YouTube Inhalte veröffentlichen, bezahlte Kooperationen mit Marken und verhandelst Honorar und Bedingungen. Verdienen kannst du über eine Provision von meist 10 bis 30 Prozent auf jedes abgeschlossene Honorar, später auch über feste Monatspauschalen.

Was bedeutet es, Markendeals für Creator zu vermitteln, und wie funktioniert das Geschäftsmodell?

Markendeals für Creator zu vermitteln heißt, als Mittelsperson zwischen Creatorn und Marken passende Kooperationen anzubahnen, Honorare zu verhandeln und die Abwicklung zu begleiten. Bezahlt wirst du meist mit einem Anteil am Honorar des Creators.

Viele Creator konzentrieren sich auf ihre Inhalte und nicht auf Mails, Verträge und Rechnungen. Dein Beitrag ist die Geschäftsseite: eine Mappe mit Zahlen zur Reichweite, eine Liste passender Marken, Verhandlung, Vertrag mit Kennzeichnungsregeln und Zahlungskontrolle.

Lohnende Nischen sind meine Einschätzung E: Creatorinnen, die Strickanleitungen zeigen und Wollmarken suchen; Agrar-Creator, die Landtechnik im Einsatz filmen und Kooperationen mit Herstellern brauchen; Modellbahn-Kanäle auf YouTube, die Herstellern Neuheiten vorstellen; Handwerker auf TikTok, die Werkzeugmarken im Alltag testen. Je kleiner die Szene, desto weniger Wettbewerb hast du bei den Marken.

Ablauf: Eine Anfrage einer Marke oder deine eigene Ansprache kommt bei der Vermittlung an. Du lieferst Mappe, Verhandlung und Vertrag. Ergebnisse: ein bezahlter Deal, Provision für dich und Inhalte für die Marke. So läuft ein Markendeal 📩 🤝 Anfrage oder eigene Ansprache Vermittlung Mappe und Markenliste Honorar verhandeln Vertrag (dein Teil) Bezahlter Deal Provision für dich Inhalte für die Marke Der Creator macht die Inhalte, du das Geschäft drumherum.
Du verkaufst nicht Reichweite, sondern einen sauberen, gut verhandelten Deal.

Welchen Umsatz kannst du mit der Vermittlung von Markendeals realistisch erreichen?

Du verdienst einen Anteil an jedem Honorar, das du verhandelst. Agenturen nehmen laut einem deutschen Ratgeber meist 10 bis 30 Prozent, private Manager teils mehr. S

Als realistisches Ziel nach dem ersten Jahr rechne ich mit 1.000 bis 5.000 Euro Umsatz im Monat. E Mehr ist möglich, wenn du zusätzlich Monatspauschalen für Strategie oder Inhalte verkaufst.

Provisionen: Agenturen ab 10 Prozent (OMR Reviews, aktualisiert 29.08.2026), Manager 15 bis 20 Prozent (Make Influence, gelesen am 01.11.2026), dänische Agentur Friday 20 bis 30 Prozent (Mai 2025, über Make Influence), private Manager bis 50 Prozent (OMR Reviews). Provisionen im Vergleich 0 % 14 % 28 % 41 % 55 % Agenturab 10 % Manager15 bis 20 % Friday (DK)20 bis 30 % Privatmanagerbis 50 % Dein Platz: faire 20 Prozent Quellen: omr.com, makeinfluence.com
Die Provision wird vom Honorar des Creators abgezogen, nicht auf den Preis aufgeschlagen.

Bei der kanadischen Agentur Hermana betreut eine Managerin vier bis sechs Creatorinnen. S Nimmst du sechs Creator mit je zwei Deals im Monat zu 1.250 Euro an, verhandelst du 15.000 Euro Honorar. Bei 20 Prozent bleiben 3.000 Euro Provision. E

Eigene Berechnung von Simon Hubert: sechs Creator mit je zwei Deals zu 1.250 Euro ergeben 15.000 Euro Honorar, davon 20 Prozent Provision, also 3.000 Euro Umsatz. Werkzeuge zur Suche von Kontakten: rund 100 Euro. Versicherung und Buchhaltung: rund 150 Euro. Es bleiben etwa 2.750 Euro vor Steuern. Rechenweg pro Monat bei 6 Creatorn 3.000 € Provision minus 100 € Werkzeuge minus 150 € Versicherung, Buchhaltung ≈ 2.750 € bleiben vor Steuern Eigene Berechnung (Simon Hubert), 1.250 € je Deal angenommen
Die Honorarhöhe je Deal ist meine Annahme; sie schwankt stark nach Nische und Reichweite.

Das heißt für dich: Wenige gut betreute Creator mit regelmäßigen Deals tragen mehr als viele lose Kontakte.

Welche Fähigkeiten solltest du initial lernen, um erfolgreich Markendeals für Creator zu vermitteln?

Am wichtigsten ist, dass du verhandeln kannst, ohne die Beziehung zur Marke zu beschädigen. Fast genauso wichtig ist ein Gespür dafür, welche Marke wirklich zum Publikum passt.

Balken = so wichtig ist die Fähigkeit für den Erfolgbraucht Erfahrungschnell lernbar
Verhandeln und Vertrieb90 %
Honorare begründen, Nein sagen, nachfassen (KI entwirft Mails, verhandeln musst du). Lernzeit: Monate
Passung von Marke und Publikum80 %
Zielgruppen lesen, frühere Kooperationen prüfen (KI wertet Kommentare aus). Lernzeit: Monate
Verträge und Kennzeichnung70 %
Nutzungsrechte, Exklusivität, Werbehinweis (KI prüft Vertragsentwürfe auf Lücken). Lernzeit: wenige Wochen
Organisation und Fristen60 %
Termine, Freigaben, Rechnungen im Blick (KI baut die Tabelle). Lernzeit: wenige Tage
Mappen und Pitches (das macht die KI)30 %
Reichweitenmappe und Anschreiben; die Entwürfe schreibt die KI. Lernzeit: wenige Tage

Meine Einschätzung E: 100 % hieße, ohne diese Fähigkeit geht es nicht.

Welche Eckdaten hat die Vermittlung von Markendeals für Creator?

Datenbox
Klasse und ModelltypK1 Dienstleistung · Produktisierte Dienstleistung, Agentur und KI-Automatisierung
ThemenfeldMarketing, Vertrieb und Sichtbarkeit
Startkapitalbis 500 Euro E
Zeit bis zum ersten Euro1 bis 3 Monate, die Marke zahlt oft erst nach Veröffentlichung E
Wochenstunden11 bis 20 in der Aufbauphase E
Zulassungshürdefrei; Gewerbeanmeldung, siehe Abschnitt Recht
Reichweite nötig3 von 5: eigenes Netzwerk zu Marken nötig
Passiv-Grad2 von 5: jeder Deal braucht Verhandlung
Umsatzklasse1.000 bis 5.000 Euro im Monat nach einem Jahr E
Wettbewerbhoch
KI-Hebel3 von 5
Sinn-Faktor3 von 5
Passt zu den GründertypenCommunity-Katalysator
Wirtschaftszweig (WZ 2025)74.99.1 Künstler- und Modelagenturen; bei Kampagnenarbeit für Marken 73.11 Tätigkeiten von Werbeagenturen. E WZ 2025 ist die amtliche Klassifikation der Wirtschaftszweige (Destatis), nach der dein Gewerbe eingeordnet wird.

Datenlücke: Eine belastbare Zahl dazu, was Creator mit 5.000 bis 100.000 Followern in Deutschland je Kooperation verdienen, habe ich nicht gefunden. Umsätze kleiner Creator-Managements sind nicht veröffentlicht.

Was kostet der Start und wie viel Zeit brauchst du?

Der Start kostet meist unter 500 Euro E, vor allem für ein Werkzeug zur Suche von Kontakten und eine einfache Website. Am besten rechnet man mit ein bis drei Monaten, bis das erste Honorar samt Provision fließt.

BausteinWas es kostet
Kontaktsuche bei Marken mit Hunter, Tarif Freekostenlos, 50 Credits im Monat (hunter.io, gelesen am 01.11.2026) S
Hunter, Tarif Starter49 US-Dollar im Monat, 34 US-Dollar bei jährlicher Zahlung (hunter.io, gelesen am 01.11.2026) S
Hosting für eine eigene Website bei ALL-INKL, Tarif Privat4,95 Euro im Monat (all-inkl.com, gelesen am 29.10.2026) S

Wie startest du mit der Vermittlung von Markendeals Schritt für Schritt?

Du startest mit einer Nische und drei Creatorn, die du gut kennst. Der erste Schritt: Liste 20 Marken auf, die in dieser Nische schon mit Creatorn arbeiten oder Werbung schalten.

  1. Nische festlegen. Eine Szene, in der du dich auskennst und Marken Geld ausgeben.
  2. Creator gewinnen. Drei bis sechs Creator mit aktivem Publikum, erst auf reiner Provision.
  3. Mappen bauen. Je Creator eine Seite mit Publikum, Beispielen und Preisrahmen.
  4. Rechtliches vorbereiten. Die Punkte aus dem Abschnitt Recht: Gewerbeanmeldung, Managementvertrag, Kennzeichnung der Werbung und Prüfung der Künstlersozialabgabe.
  5. Marken ansprechen. Kurze Mail mit einer konkreten Idee statt einer allgemeinen Vorstellung.
  6. Abwicklung sichern. Freigaben, Fristen und Zahlung in einer Tabelle verfolgen.
  7. Pauschale einführen. Nach ersten Erfolgen einen festen Monatsbetrag für die Betreuung vereinbaren.

Wie findest du die ersten Creator und Marken für deine Vermittlung?

Am schnellsten über Creator, die Anfragen bekommen, aber unter Wert verkaufen oder Produkte statt Geld annehmen. Menschen kaufen keine Vermittlung, sondern faire Honorare und weniger Mailarbeit (Pain-Fokus, also der Schmerz des Kunden).

Laut EU-Kommission, Pressemitteilung vom 14.02.2024, veröffentlichten 97 Prozent von 576 geprüften Influencern kommerzielle Inhalte, aber nur 20 Prozent kennzeichneten sie durchgehend als Werbung. 20 % der geprüften Influencer kennzeichneten Werbung durchgehend. Geprüft: 576 Influencer in der EU. 97 % zeigten kommerzielle Inhalte. EU-Kommission, Pressemitteilung, 14.02.2024
Wer sauber kennzeichnet und verhandelt, wird für Marken zum verlässlichen Partner.

Der Reddit-Nutzer mintedfromgrit rät, Creator mit 1.000 bis 100.000 Followern direkt anzuschreiben und Marken zu suchen, die gerade Facebook-Anzeigen schalten. S In Deutschland kommen Branchentreffen, Messen der Nische und Empfehlungen zufriedener Creator dazu.

Welche Tools und KI-Werkzeuge helfen bei der Vermittlung von Markendeals?

Unverzichtbar ist eine saubere Liste aller Kontakte, Angebote und Fristen. Ziel ist es, dass kein Deal an einer vergessenen Freigabe oder Rechnung scheitert.

KontaktsucheHunter oder ähnliche Werkzeuge für Ansprechpartner bei Marken
ÜbersichtNotion oder Google Sheets für Deals, Fristen und Provisionen
GestaltungCanva für Mappen; Bilder bei Freelancern oder mit Adobe Firefly
KI-Assistentetwa Claude für Anschreiben, Vertragsfragen und Auswertungen

Welche Risiken hat die Vermittlung von Markendeals für Creator?

Das größte Risiko: Marke und Creator einigen sich nach dem ersten Kontakt direkt, und deine Provision fällt weg. Dagegen helfen ein schriftlicher Managementvertrag und ein echter Mehrwert über den ersten Deal hinaus.

Umgehung

Auf Reddit fragt ein Leser genau das: Was, wenn die Marke den Creator nach dem ersten Kontakt direkt anspricht? S
Gegenmittel: Exklusiver Managementvertrag mit Laufzeit.

Kennzeichnung

Nur 20 Prozent der geprüften Influencer kennzeichneten Werbung durchgehend (EU-Kommission, 14.02.2024). A
Gegenmittel: Kennzeichnungsregeln fest in jeden Vertrag schreiben.

Mindestgröße

Laut OMR lohnt sich Management für Agenturen oft erst ab etwa 60.000 Instagram-Followern (OMR Reviews, 2026). S
Gegenmittel: Hypernischen, in denen kleine Reichweite viel wert ist.

Große Agenturen

We Are Era aus Berlin betreut Talente mit rund 250 Menschen im Team (Favikon, 2025). D
Gegenmittel: Persönliche Betreuung kleiner Creator, die dort nicht ankommen.
Ergebnisstreuung4 von 5: wie weit Erfolg und Misserfolg auseinanderliegen; hier von wenigen hundert Euro bis zu sehr großen Einzeldeals
Regulatorik2 von 5
Inhaberabhängigkeit5 von 5, Creator und Marken vertrauen dir persönlich
Wiederkehrender Umsatzmeist unter 40 Prozent, außer bei Monatspauschalen E
KI-Exposition0, KI hilft bei Mails, ersetzt aber kein Vertrauen
Kanalabhängigkeit3 von 4

Fortbestand: Von Gründungen mit Startkapital bis zu 5.000 Euro sind nach fünf Jahren 54 Prozent aktiv (KfW-Gründungsmonitor 2025). S 2025 gab es 69 Unternehmensinsolvenzen je 10.000 Unternehmen (Destatis, 13.03.2026). A

Praxisbeispiel: Wie Kayley Reed aus eigener Creator-Erfahrung eine Agentur mit 30 Creatorinnen aufbaute

Im Alumni-Magazin der University of New Brunswick erzählt Kayley Reed aus Olds in Kanada, wie aus ihrer Arbeit als TikTok-Creatorin die Agentur Hermana wurde. Heute vertritt das Team aus 15 Frauen 30 Creatorinnen. S Umsatz und Provision nennt der Artikel nicht.

So kam sie auf die Geschäftsidee
Ab 2019 veröffentlichte Reed selbst auf TikTok und arbeitete mit Marken wie der Meditations-App Calm. Dabei sah sie, wie ungleich Creator bezahlt und vertreten werden, vor allem junge Frauen.
So fing es an
Zuerst beriet und managte sie einzelne Influencerinnen. 2021 gründete sie daraus Hermana, spanisch für Schwester; die erste Mitarbeiterin war ihre eigene Schwester.
So arbeitet die Agentur
Hermana übernimmt exklusiv Markendeals, PR, Events und Werbeideen, dazu Strategie sowie Projekte wie Bücher, Podcasts und Merchandise. Jede Managerin betreut vier bis sechs Creatorinnen aus Nischen wie Mode, Selbstentwicklung oder gemütlichem Gaming. S
So schnell ist sie gewachsen
Von zwei auf 15 Mitarbeiterinnen in wenigen Jahren. Zu den Marken zählen L’Oréal, Netflix, Microsoft und Fairmont; das Team schließt nach eigener Angabe bis zu fünf Markendeals am Tag ab. S
Ihre größte Hürde
Jede Wachstumsstufe verlangte einen anderen Führungsstil und eine andere Kultur. Hermana war ihre erste Firma dieser Größe.
Was du daraus mitnimmst
Wer selbst erlebt hat, wo Creator benachteiligt werden, gewinnt deren Vertrauen leichter. E Der Betreuungsschlüssel von vier bis sechs Creatorn je Person ist ein guter Richtwert für deine Planung. Die Zahlen sind Selbstauskünfte.

Zur Quellenlage: Die Quellenlage ist dünn: Das Porträt erschien in einem Alumni-Magazin und nennt weder Umsatz noch Provisionshöhe. Teamgröße, Creatorzahl und Deals pro Tag sind Angaben der Gründerin.

Quelle: University of New Brunswick: Kayley Reed, Hermana Agency, Alumni News, Sommer 2025, gelesen am 01.11.2026. unb.ca

Welche Beispiele für die Vermittlung von Markendeals gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz?

Das stärkste Beispiel ist lookfamed, gegründet 2016 in Göttingen, mit Büro in Berlin. Die Agentur verbindet Künstlermanagement mit Kampagnen für Marken und hat laut einer Übersicht rund 80 Menschen im Team (Favikon, 2025). D

  • Glowstaff aus Köln, gegründet 2017, vermittelt mit zwei bis zehn Menschen Influencer, Models und Hosts für Events (Favikon, 2025). D
  • Hermana von Kayley Reed aus Kanada betreut 30 Creatorinnen, mehr im Praxisbeispiel oben.
  • Abu Lahya begann mit einer Kampagne für 200 US-Dollar und nennt heute bis zu 75.000 US-Dollar je Deal (eBiz Facts, 16.06.2025). S

Was musst du rechtlich bei der Vermittlung von Markendeals beachten?

Vier Dinge werden einmal sauber aufgesetzt und laufen dann bei jedem Deal mit. Das Wichtigste: Werbung wird klar gekennzeichnet, und deine Provision steht im Vertrag.

  • Gewerbe anmelden, bevor die erste Provision fließt.
  • Managementvertrag mit jedem Creator: Provision, Laufzeit, Exklusivität, Kündigung.
  • Werbung kennzeichnen: Jeder bezahlte Beitrag trägt einen klaren Hinweis.
  • Künstlersozialabgabe prüfen, bevor Marken oder du selbst Honorare zahlen.
Die Details mit Paragrafen und Fristen

Gewerbe: Vermittlung gegen Provision ist in der Regel ein Gewerbe und wird beim Gewerbeamt angezeigt (§ 14 GewO). A

Kennzeichnung: Ein nicht kenntlich gemachter kommerzieller Zweck ist unlauter (§ 5a Abs. 4 UWG) A; Werbung in Telemedien muss als solche erkennbar sein (§ 22 MStV). A

Künstlersozialabgabe: Unternehmen, die regelmäßig selbstständige Künstler und Publizisten beauftragen, können abgabepflichtig sein (§ 24 KSVG). A Ob das für deine Deals gilt, musst du gegebenenfalls mit deinem Steuerberater abklären.

Kleinunternehmer: Ohne Umsatzsteuer darfst du abrechnen, solange der Vorjahresumsatz 25.000 Euro und der laufende 100.000 Euro nicht übersteigt (§ 19 UStG). A

Keine Rechtsberatung: Lass Verträge und Pflichten einmal fachlich prüfen.

Für wen passt die Vermittlung von Markendeals und für wen nicht?

Es passt zu Menschen, die gern Kontakte knüpfen und andere groß machen, etwa zum Community-Katalysator, der Menschen zusammenbringt, oder zum pragmatischen Macher, der Deals Woche für Woche abschließt.

Lass es, wenn

  • du ungern Nein hörst und Absagen persönlich nimmst,
  • dich unregelmäßige Einnahmen nervös machen,
  • du lieber selbst vor der Kamera stehen willst.

Welche Fragen stellen Menschen am häufigsten zur Vermittlung von Markendeals für Creator?

Wie viel Provision nimmt ein Influencer-Manager?

Agenturen meist 10 bis 30 Prozent, private Manager teils bis 50 Prozent. S Die Provision wird in der Regel vom Honorar des Creators abgezogen. S

Ab wie vielen Followern lohnt sich ein Management?

Laut OMR oft ab etwa 60.000 Instagram-Followern, bei starkem Engagement schon ab rund 20.000. S

Muss jede Kooperation als Werbung gekennzeichnet werden?

Ja, wenn der Creator eine Gegenleistung bekommt, etwa Geld oder Produkte (§ 5a Abs. 4 UWG). A

Welche Geschäftsideen ähneln der Vermittlung von Markendeals für Creator?

Simon Hubert, Gründer von x8
Über den Autor

Simon Hubert

Gründer von x8, Agenturgründer seit 2011

Simon Hubert hat 2011 seine erste Digitalagentur gegründet und betreut seitdem Websites, Sichtbarkeit und Abläufe für kleine und mittlere Betriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er hält einen Master in Business Informatics der Universität Mannheim und ist seit über 20 Jahren in Digitalisierung und IT unterwegs, mehrere Jahre davon in Großkonzernen. Mit x8 prüft er Geschäftsideen so, wie er es für sich selbst tun würde: mit belastbaren Zahlen, nachvollziehbaren Quellen und einer Rechnung, die du Schritt für Schritt selbst nachprüfen kannst.

Woher stammen die Zahlen auf dieser Seite?

Jede Zahl trägt ein Kennzeichen. Fährst du mit der Maus darüber, steht die Herkunft im Klartext. Was ich selbst gerechnet oder eingeschätzt habe, ist immer mit E markiert und im Text begründet.

A amtlich: Destatis, KfW-Register, Gesetzestexte, Gerichtsentscheidungen T Transaktionsdaten: Verkaufsplattformen wie Flippa, Empire Flippers oder Acquire.com, Zahlungsanbieter wie Stripe oder Steady S Selbstauskunft oder Befragung: Angaben von Anbietern, Interviews, Presse über Finanzierungen, KfW- und DIHK-Befragungen M Schätzung Dritter: Modellrechnungen und Prognosen von Instituten, etwa das IfM Bonn zur Nachfolge D Messung Dritter: Werkzeuge wie Ahrefs, Similarweb oder Profound E eigene Berechnung oder Einschätzung von Simon Hubert, Rechenweg und Annahmen stehen im Text
Quellen und Prüfstand: alle Angaben geprüft am 1. November 2026
  1. University of New Brunswick: Kayley Reed, Hermana Agency, Alumni News, Sommer 2025, gelesen am 01.11.2026. unb.ca
  2. OMR Reviews: Influencer-Management, Telja Reinersmann, 08.09.2022, aktualisiert 29.08.2026, gelesen am 01.11.2026. omr.com
  3. Make Influence: How Talent Managers and Agents Take a Cut of an Influencer’s Brand Deals, gelesen am 01.11.2026. makeinfluence.com
  4. EU-Kommission: Screening of social media posts by influencers, Pressemitteilung IP/24/708, 14.02.2024, gelesen am 01.11.2026. ec.europa.eu
  5. Favikon: Top Influencer Marketing Agencies in Germany 2025, gelesen am 01.11.2026. favikon.com
  6. eBiz Facts: Abu Lahya, Influencer-Marketing-Agentur, aktualisiert 16.06.2025, gelesen am 01.11.2026. ebizfacts.com
  7. Reddit, r/passive_income: Beitrag von mintedfromgrit zum „Brand Deal Closer“, 07.08.2025, mit Antworten des Autors gelesen am 01.11.2026. reddit.com
  8. Hunter: Pricing, gelesen am 01.11.2026. hunter.io
  9. ALL-INKL: Tarife, gelesen am 29.10.2026. all-inkl.com
  10. Destatis: Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2025, gelesen am 22.10.2026. destatis.de
  11. Gesetzestexte: § 14 GewO, § 5a UWG, § 22 MStV, § 24 KSVG, § 19 UStG. gesetze-im-internet.de

Änderungsprotokoll: 1. November 2026 Erstfassung.