x8-Steckbrief

US-Firmengründung für Nicht-Amerikaner: bis zu 5.000 € im Monat mit Gründungspaketen für Menschen ohne US-Wohnsitz

bis 5.000 € Umsatz im Monat nach einem Jahr Eab 500 € Startkapital1 bis 3 Monate bis zum ersten Euro11 bis 20 Std. pro Woche70,4 % der Delaware-Neugründungen sind LLCs

Buchstaben hinter Zahlen zeigen die Herkunft: A amtlich · S Selbstauskunft · E meine Einschätzung. Alle Kennzeichen erklärt.

Lesezeit 11 MinutenVon Simon Hubert, Gründer von x8Stand

Samstagvormittag in einer Wohnung in Istanbul: Ein Händler will über Amazon in die USA verkaufen. Das Formular fragt nach US-Firma, US-Steuernummer und US-Bankkonto.

Dieses Geschäftsmodell nimmt ihm den Papierkram ab: Du bündelst Gründung, Steuernummer, Adresse und Hilfe beim Bankkonto zu einem Paket und arbeitest mit Partnern in den USA zusammen. Ein Paket aus Gründung, Steuernummer und Adresse kostet beim Vorbild TheITIN 298 US-Dollar. S

Die Spannung: Mit rund 500 US-Dollar Startkapital kam ein Gründer auf etwa 80.000 US-Dollar Umsatz im Monat. S In Deutschland stoßen solche Pakete aber schnell an Grenzen der Steuer- und Rechtsberatung. Wo diese liegen, liest du hier.

Kurz gesagt: Bei dem Geschäftsmodell US-Firmengründung für Nicht-Amerikaner hilfst du Menschen ohne Wohnsitz in den USA, dort eine Firma zu gründen, meist eine LLC. Du bündelst Gründung, Steuernummer EIN, US-Adresse und Hilfe beim Bankkonto zu einem Festpreispaket und verdienst zusätzlich an jährlichen Gebühren für Adresse und Vertreter vor Ort; Steuer- und Rechtsberatung übernehmen zugelassene Partner.

Was ist eine US-Firmengründung für Nicht-Amerikaner und wie funktioniert das Geschäftsmodell?

Eine US-Firmengründung für Nicht-Amerikaner ist ein Dienst, der Menschen ohne US-Wohnsitz die Gründung einer amerikanischen Firma samt Steuernummer, Adresse und Zugang zu Banken und Zahlungsanbietern abnimmt. Die LLC ist dabei eine Firmenform mit beschränkter Haftung, ähnlich einer GmbH.

Die Gründung selbst erledigt ein Partner im jeweiligen Bundesstaat, ein sogenannter Registered Agent, also ein offizieller Vertreter vor Ort. Dein Beitrag ist die Führung durch den Ablauf: Unterlagen prüfen, Anträge vorbereiten, Fristen überwachen und in der Sprache des Kunden erklären, was passiert. Steuerfragen zu Deutschland gehören dagegen zu Steuerberatern.

Lohnende Nischen sind meine Einschätzung E: Händler aus der Türkei, die über Amazon in die USA verkaufen; Entwickler kleiner Spiele, die US-Verlage abrechnen; Autorinnen, die für US-Tantiemen eine Steuernummer brauchen. Für Steuernummern von Privatpersonen brauchst du einen beim US-Finanzamt zugelassenen Partner.

Ablauf: Ein Gründer ohne US-Wohnsitz kommt mit seinem Vorhaben. Du prüfst Unterlagen, steuerst Partner und Fristen und erklärst den Ablauf. Ergebnisse: eine gegründete LLC mit Steuernummer, eine US-Adresse und Hilfe beim Bankkonto, Steuerfragen gehen an einen Steuerberater. So läuft ein Gründungspaket 🌍 📋 Gründer ohne US-Wohnsitz Gründungspaket Unterlagen und Identität Partner und Fristen Erklären (dein Teil) LLC mit EIN Adresse, Bankantrag Steuerfragen zum Berater Formulare füllen viele aus, Vertrauen baut der Ablauf.
Du verkaufst keine Formulare, sondern einen begleiteten Weg in den US-Markt.

Welchen Umsatz kannst du mit einer US-Firmengründung für Nicht-Amerikaner realistisch erreichen?

Pro Kunde verdienst du an einem Gründungspaket und an jährlichen Gebühren. Pakete kosten im Markt etwa 300 bis 500 US-Dollar plus Staatsgebühren, mit Steuererklärungen bis rund 2.000 US-Dollar im Jahr. S

Als realistisches Ziel nach dem ersten Jahr rechne ich mit 1.000 bis 5.000 Euro Umsatz im Monat. E Ein Großteil davon fließt an Bundesstaaten und Partner weiter, entscheidend ist deshalb deine Marge je Paket.

Preise umgerechnet in Euro: doola Starter 297 US-Dollar im Jahr, rund 266 Euro; TheITIN LLC mit EIN und Adresse 298 US-Dollar, rund 267 Euro; Stripe Atlas 500 US-Dollar einmalig, rund 448 Euro; doola Tax and Compliance 1.999 US-Dollar im Jahr, rund 1.789 Euro (alle gelesen am 01.11.2026; Kurs 1,1172 US-Dollar je Euro, EZB 30.10.2026). Gründungspakete im Vergleich 0 € 500 € 1.000 € 1.500 € 2.000 € doola Starter≈ 266 € im Jahr TheITIN≈ 267 € Paket Stripe Atlas≈ 448 € einmalig doola mit Steuern≈ 1.789 € im Jahr Dein Platz: Paket mit Begleitung Quellen: doola.com, theitin.com, stripe.com, ecb.europa.eu
Links reine Gründung, rechts Gründung mit laufenden Steuererklärungen durch Partner.

Wie das im Großen aussieht, zeigt TheITIN: rund 80.000 US-Dollar Umsatz und etwa 35.000 US-Dollar Gewinn im Monat mit elf Menschen. S Allein rechne ich mit zwölf Paketen zu 350 Euro und 20 laufenden Adressen zu 25 Euro, zusammen 4.700 Euro im Monat. E

Eigene Berechnung von Simon Hubert: zwölf Gründungspakete zu je 350 Euro und 20 laufende Adressverträge zu je 25 Euro ergeben 4.700 Euro Umsatz. Staatsgebühren und Partner in den USA: rund 1.400 Euro. Werbung, Software und Versicherung: rund 300 Euro. Es bleiben etwa 3.000 Euro vor Steuern. Rechenweg pro Monat 4.700 € Umsatz minus 1.400 € Staat, Partner USA minus 300 € Werbung, Software ≈ 3.000 € bleiben vor Steuern Eigene Berechnung (Simon Hubert), Fremdkosten geschätzt
Ohne laufende Jahresgebühren beginnt jeder Monat wieder bei null.

Das heißt für dich: Das Gründungspaket bringt Kunden, die jährlichen Gebühren bringen Planbarkeit.

Welche Fähigkeiten solltest du initial lernen, um erfolgreich US-Firmengründungen für Nicht-Amerikaner anbieten zu können?

Am wichtigsten ist, dass du die Abläufe in den USA genau kennst. Fast genauso wichtig: wissen, wo deine Arbeit aufhört und die eines Steuerberaters beginnt.

Balken = so wichtig ist die Fähigkeit für den Erfolgbraucht Erfahrungschnell lernbar
US-Abläufe und Formulare90 %
Bundesstaaten, EIN, Registered Agent, Fristen (KI erklärt Formulare, prüfen musst du). Lernzeit: Monate
Grenzen der Beratung85 %
Was ist Steuer- oder Rechtsberatung, was nicht (KI fasst Gesetze zusammen, ersetzt aber keinen Anwalt). Lernzeit: wenige Wochen
Identitätsprüfung und Sorgfalt80 %
Kunden prüfen, Unterlagen aufbewahren (KI sortiert Dokumente). Lernzeit: wenige Wochen
Vertrieb über Partner70 %
Creator, Gruppen, Empfehlungen mit Umsatzbeteiligung (KI schreibt Anfragen). Lernzeit: Monate
Mehrsprachige Erklärungen (das macht die KI)30 %
Anleitungen in der Sprache des Kunden übersetzt die KI. Lernzeit: keine

Meine Einschätzung E: 100 % hieße, ohne diese Fähigkeit geht es nicht.

Welche Eckdaten hat eine US-Firmengründung für Nicht-Amerikaner?

Datenbox
Klasse und ModelltypK1 Dienstleistung · Produktisierte Dienstleistung, Agentur und KI-Automatisierung
ThemenfeldGeld, Finanzen und Versicherung
Startkapital500 bis 5.000 Euro E
Zeit bis zum ersten Euro1 bis 3 Monate, Partner und Abläufe brauchen Vorlauf E
Wochenstunden11 bis 20 in der Aufbauphase E
ZulassungshürdeAnzeigepflicht; Gewerbe, Pflichten nach Geldwäschegesetz, keine Steuer- oder Rechtsberatung ohne Befugnis, siehe Abschnitt Recht
Reichweite nötig4 von 5: Kunden weltweit, Vertrieb über Partner
Passiv-Grad3 von 5: Jahresgebühren laufen, Gründungen nicht
Umsatzklasse1.000 bis 5.000 Euro im Monat nach einem Jahr E
Wettbewerbhoch
KI-Hebel3 von 5
Sinn-Faktor3 von 5
Passt zu den GründertypenDetailverliebter Fachexperte
Wirtschaftszweig (WZ 2025)82.99.9 Erbringung von allen anderen wirtschaftlichen Dienstleistungen für Unternehmen und Privatpersonen a. n. g.. E WZ 2025 ist die amtliche Klassifikation der Wirtschaftszweige (Destatis), nach der dein Gewerbe eingeordnet wird.

Datenlücke: Einen deutschsprachigen Anbieter, der US-Gründungen für Nicht-Amerikaner mit veröffentlichten Preisen und Kundenzahlen anbietet, habe ich nicht gefunden. Wie viele Menschen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz jährlich eine US-LLC gründen, ist nicht veröffentlicht.

Was kostet der Start und wie viel Zeit brauchst du?

Der Start kostet meist 500 bis 5.000 Euro E, vor allem für eine eigene Testgründung, eine Website und eine erste Rechtsprüfung deines Angebots. Am besten rechnet man mit ein bis drei Monaten, bis Partner und Ablauf stehen.

BausteinWas es kostet
Eigene Testgründung über Stripe Atlas, um den Ablauf zu kennen500 US-Dollar einmalig inklusive Staatsgebühren, danach 100 US-Dollar im Jahr (stripe.com, gelesen am 01.11.2026) S
Gründungspartner im Hintergrund, etwa doola Starter297 US-Dollar im Jahr plus Staatsgebühren (doola.com, gelesen am 01.11.2026) S
Hosting für die eigene Website bei ALL-INKL, Tarif Privat4,95 Euro im Monat (all-inkl.com, gelesen am 29.10.2026) S

Wie startest du mit US-Firmengründungen für Nicht-Amerikaner Schritt für Schritt?

Du startest mit einer Zielgruppe und einer eigenen Testgründung. Der erste Schritt: Gründe selbst eine LLC und schreibe jeden Schritt mit Dauer und Kosten auf.

  1. Zielgruppe festlegen. Eine Sprache und ein Herkunftsland, deren Gründer du gut verstehst.
  2. Ablauf selbst testen. Eine eigene Gründung zeigt, wo Kunden später hängen bleiben.
  3. Partner auswählen. Registered Agent, zugelassener Partner für Steuernummern und ein Steuerberater für Rückfragen.
  4. Rechtliches vorbereiten. Die Punkte aus dem Abschnitt Recht: Gewerbeanmeldung, Pflichten nach Geldwäschegesetz, Grenzen der Steuer- und Rechtsberatung und klare Leistungsbeschreibung.
  5. Paket festlegen. Festpreis für die Gründung, Jahresgebühr für Adresse und Vertreter.
  6. Partner im Vertrieb gewinnen. Creator und Gruppen, deren Publikum genau diese Frage hat, gegen Umsatzbeteiligung.

Wie findest du die ersten Kunden für deine US-Firmengründungen?

Am schnellsten über Menschen, die gerade an einem Formular von Amazon, Stripe oder einer US-Bank gescheitert sind. Sie kaufen keine Gründung, sondern den Zugang zum US-Markt (Pain-Fokus, also der Schmerz des Kunden).

Laut Delaware Division of Corporations wurden 2025 in Delaware 334.461 neue Gesellschaften gegründet, rund 15 Prozent mehr als 2024; 70,4 Prozent davon waren LLCs. 334.461 neue Gesellschaften 2025 allein in Delaware. Rund 15 % mehr als 2024. 70,4 % davon sind LLCs. Delaware Division of Corporations, 2025
Gründen ist in den USA Alltag, schwer ist nur der Weg von außen.

TheITIN gewinnt 40 bis 50 Prozent der Besucher über Creator auf YouTube mit Umsatzbeteiligung, rund 20 Prozent der Kunden über Google-Anzeigen. S Für dich passen Gruppen und Creator einer Sprache.

Welche Tools und KI-Werkzeuge helfen bei US-Firmengründungen für Nicht-Amerikaner?

Unverzichtbar ist ein Kundenportal, in dem Unterlagen, Status und Fristen für jeden Kunden sichtbar sind. Ziel ist es, dass niemand fragen muss, wo seine Gründung gerade steht.

Kundenportalein Portal für Aufträge und Dokumente, TheITIN nutzt SPP
ZahlungenStripe für Kunden, Wise für Zahlungen an Partner
WebsiteWordPress mit MCP mit Shop für feste Pakete
KI-Assistentetwa Claude für Anleitungen in mehreren Sprachen

Welche Risiken hat eine US-Firmengründung für Nicht-Amerikaner?

Das größte Risiko: Du rutschst unbemerkt in Steuer- oder Rechtsberatung, die in Deutschland eine Befugnis braucht. Dagegen helfen eine klare Leistungsbeschreibung und feste Partner mit Zulassung.

Steuerfolgen für Kunden

Laut Stripe ist die US-Einstufung einer LLC für deutsche Behörden nicht bindend; sie kann hier als Körperschaft gelten (Stand 30.09.2025). S
Gegenmittel: Deutsche Kunden immer an einen Steuerberater verweisen.

Bankkonto abgelehnt

Auch TheITIN betont, dass allein die Bank über die Kontoeröffnung entscheidet (gelesen am 01.11.2026). S
Gegenmittel: Kein Konto versprechen, nur die Antragshilfe.

Preisdruck

Mehrere US-Anbieter werben mit Gründungen ab 0 Euro plus Staatsgebühren (Websiteplanet, 2026). M
Gegenmittel: Sprache, Begleitung und Jahresservice verkaufen.

Geldwäsche

Wer für Dritte Gesellschaften gründet oder eine Geschäftsadresse stellt, ist Verpflichteter nach § 2 Abs. 1 Nr. 13 GwG. A
Gegenmittel: Identität prüfen, dokumentieren, Verdachtsfälle ablehnen.
Ergebnisstreuung4 von 5: wie weit Erfolg und Misserfolg auseinanderliegen; hier von wenigen Paketen bis zu fünfstelligen Monatsumsätzen
Regulatorik4 von 5
Inhaberabhängigkeit3 von 5, Abläufe lassen sich gut an ein Team übergeben
Wiederkehrender Umsatzmeist 20 bis 40 Prozent über Jahresgebühren E
KI-Exposition0, KI erklärt Formulare, die Partner vor Ort bleiben nötig
Kanalabhängigkeit3 von 4

Fortbestand: Von Gründungen mit Startkapital bis zu 5.000 Euro sind nach fünf Jahren 54 Prozent aktiv (KfW-Gründungsmonitor 2025). S 2025 gab es 69 Unternehmensinsolvenzen je 10.000 Unternehmen (Destatis, 13.03.2026). A

Praxisbeispiel: Wie Ugur Yuruk mit TheITIN aus eigenem Ärger ein Gründungsgeschäft machte

Bei Starter Story erzählt Ugur Yuruk aus der Türkei, wie er mit seinem Freund Ekrem die Firma TheITIN aufbaute. Heute setzt sie nach seiner Angabe rund 80.000 US-Dollar im Monat um, bei etwa 35.000 US-Dollar Gewinn, mit elf Menschen weltweit. S

So kam er auf die Geschäftsidee
Yuruk lernte Chinesisch, arbeitete in China und verkaufte ab 2017 von dort aus über Amazon in die USA. Mit türkischem oder chinesischem Bankkonto bekam er kein US-Konto und gründete deshalb eine US-Firma. Die Gründungsdienste damals bedienten fast nur Amerikaner und lehnten ausländische Karten ab.
So fing es an
Für Website und Grundausstattung gab er rund 500 US-Dollar aus S, niemand bekam ein Gehalt. Mitgründer Ekrem organisierte und fand einen Partner, der beim US-Finanzamt zugelassen ist und bis heute mitarbeitet. Erste Kunden kamen über YouTuber und Facebook-Gruppen, die Yuruk schon kannte.
So gewinnt er Kunden
40 bis 50 Prozent der Besucher kommen über Partner mit Umsatzbeteiligung, vor allem über 20 YouTuber, die laufend Interessenten schicken. Rund 20 Prozent der Kunden bringen Google-Anzeigen, 10 bis 15 Prozent Empfehlungen. S
Seine größte Hürde
Mit dem ersten Partner für Gründungen trennte er sich nach etwa zwei Jahren, weil der Kunden schlecht behandelte. Passende Spezialisten für Google-Anzeigen fand er kaum, deshalb sei TheITIN nie richtig skaliert.
Diese Werkzeuge nutzt er
SPP als Kundenportal, Whereby für Videotermine, Wise und Veem für Zahlungen an Partner, WordPress mit WooCommerce als Website und Stripe für Kartenzahlungen.
So schnell ist er gewachsen
In den drei Jahren vor dem Interview um etwa 200 Prozent pro Jahr, mit über 3.000 Kunden aus mehr als 150 Ländern. S Meist sind es Menschen, die zum ersten Mal gründen.
Sein Rat
Ausdauernd arbeiten, wissen, wofür man es tut, dankbar bleiben und nicht alles zu ernst nehmen.
Was du daraus mitnimmst
Für Deutschland heißt das: Vertrieb über Creator und Gruppen einer Sprache kann tragen, aber Steuerfragen gehören an zugelassene Berater. E Die Zahlen sind Selbstauskünfte und nicht unabhängig geprüft.

Zur Quellenlage: Die Kundenzahlen sind uneinheitlich: Das Interview nennt über 3.000 Kunden, die Website von TheITIN über 7.000 seit 2017. Umsatz und Gewinn stammen nur aus dem Interview.

Quellen: Starter Story: TheITIN, Interview mit Ugur Yuruk, 16.07.2024, gelesen am 01.11.2026. starterstory.com; eBiz Facts: Ugur Yuruk, TheITIN, 06.03.2025, gelesen am 01.11.2026. ebizfacts.com

Welche Beispiele für US-Firmengründungen für Nicht-Amerikaner gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz?

Ein deutschsprachiges Gründungsportal mit veröffentlichten Zahlen habe ich nicht gefunden. Das nächste Beispiel aus dem DACH-Umfeld ist die Deutsch-Amerikanische Handelskammer in New York: Sie hilft seit 1947 deutschen Firmen beim Markteintritt und gründet Niederlassungen und Töchter (gaccny.com, gelesen am 01.11.2026). S

  • TheITIN von Ugur Yuruk aus der Türkei kam auf rund 80.000 US-Dollar Umsatz im Monat, mehr im Praxisbeispiel oben.
  • Stripe Atlas gründet ausschließlich in Delaware und nennt über 170.000 Gründer, die den Dienst genutzt haben (stripe.com, gelesen am 01.11.2026). S

Was musst du rechtlich bei US-Firmengründungen für Nicht-Amerikaner beachten?

Vier Dinge werden einmal sauber aufgesetzt und laufen dann bei jedem Kunden mit. Das Wichtigste: Du bietest Organisation und Begleitung an, keine Steuer- oder Rechtsberatung.

  • Gewerbe anmelden, bevor das erste Paket verkauft ist.
  • Geldwäschegesetz einhalten: Kunden identifizieren, Unterlagen aufbewahren, Risiken bewerten.
  • Keine Steuerberatung: Fragen zur Besteuerung gehen an Steuerberater.
  • Keine Rechtsberatung im US-Recht ohne Registrierung; Formulare und Organisation sind dein Teil.
Die Details mit Paragrafen und Fristen

Gewerbe: Gründungsdienste sind in der Regel ein Gewerbe und werden beim Gewerbeamt angezeigt (§ 14 GewO). A

Geldwäsche: Dienstleister, die für Dritte Gesellschaften gründen oder einen Sitz bereitstellen, sind nach § 2 Abs. 1 Nr. 13 GwG verpflichtet. A Welche Behörde in deinem Land zuständig ist, musst du gegebenenfalls zum Start abklären.

Steuerberatung: Hilfe in Steuersachen dürfen nur befugte Personen leisten (§§ 2 und 5 StBerG). A Ob einzelne Leistungen zu US-Steuerformularen darunter fallen, musst du gegebenenfalls mit einem Steuerberater abklären.

Rechtsberatung: Rechtsdienstleistungen in ausländischem Recht erfordern eine Registrierung beim Bundesamt für Justiz (§ 10 Abs. 1 Nr. 3 RDG). A

Keine Rechtsberatung: Lass Verträge und Pflichten einmal fachlich prüfen.

Für wen passt eine US-Firmengründung für Nicht-Amerikaner und für wen nicht?

Es passt zu Menschen, die Abläufe genau nehmen, etwa zum detailverliebten Fachexperten mit Steuer- oder Rechtswissen oder zum pragmatischen Macher, der Pakete in Serie abwickelt.

Lass es, wenn

  • dich Formulare, Fristen und Identitätsprüfungen langweilen,
  • du Kunden lieber alles versprichst, als Grenzen zu nennen,
  • du keine festen Partner in den USA finden willst.

Welche Fragen stellen Menschen am häufigsten zur US-Firmengründung für Nicht-Amerikaner?

Kann ich als Deutscher eine US-LLC gründen?

Ja, ein US-Wohnsitz ist dafür nicht nötig. Ob in Deutschland eine Betriebsstätte entsteht und wie die LLC besteuert wird, rät selbst Stripe mit einer Steuerberatung zu klären. S

Was kostet die Gründung einer US-LLC?

Bei Stripe Atlas 500 US-Dollar einmalig inklusive Staatsgebühren, bei TheITIN 298 US-Dollar plus Staatsgebühren, danach meist eine Jahresgebühr für den Vertreter vor Ort. S

Warum gründen so viele in Delaware?

Delaware ist der bekannteste Gründungsstaat; dort sitzen mehr als zwei Drittel der Fortune-500-Unternehmen. A

Welche Geschäftsideen ähneln der US-Firmengründung für Nicht-Amerikaner?

Simon Hubert, Gründer von x8
Über den Autor

Simon Hubert

Gründer von x8, Agenturgründer seit 2011

Simon Hubert hat 2011 seine erste Digitalagentur gegründet und betreut seitdem Websites, Sichtbarkeit und Abläufe für kleine und mittlere Betriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er hält einen Master in Business Informatics der Universität Mannheim und ist seit über 20 Jahren in Digitalisierung und IT unterwegs, mehrere Jahre davon in Großkonzernen. Mit x8 prüft er Geschäftsideen so, wie er es für sich selbst tun würde: mit belastbaren Zahlen, nachvollziehbaren Quellen und einer Rechnung, die du Schritt für Schritt selbst nachprüfen kannst.

Woher stammen die Zahlen auf dieser Seite?

Jede Zahl trägt ein Kennzeichen. Fährst du mit der Maus darüber, steht die Herkunft im Klartext. Was ich selbst gerechnet oder eingeschätzt habe, ist immer mit E markiert und im Text begründet.

A amtlich: Destatis, KfW-Register, Gesetzestexte, Gerichtsentscheidungen T Transaktionsdaten: Verkaufsplattformen wie Flippa, Empire Flippers oder Acquire.com, Zahlungsanbieter wie Stripe oder Steady S Selbstauskunft oder Befragung: Angaben von Anbietern, Interviews, Presse über Finanzierungen, KfW- und DIHK-Befragungen M Schätzung Dritter: Modellrechnungen und Prognosen von Instituten, etwa das IfM Bonn zur Nachfolge D Messung Dritter: Werkzeuge wie Ahrefs, Similarweb oder Profound E eigene Berechnung oder Einschätzung von Simon Hubert, Rechenweg und Annahmen stehen im Text
Quellen und Prüfstand: alle Angaben geprüft am 1. November 2026
  1. Starter Story: TheITIN, Interview mit Ugur Yuruk, 16.07.2024, gelesen am 01.11.2026. starterstory.com
  2. eBiz Facts: Ugur Yuruk, TheITIN, aktualisiert 06.03.2025, gelesen am 01.11.2026. ebizfacts.com
  3. TheITIN: Startseite und Preise, gelesen am 01.11.2026. theitin.com
  4. Stripe: Atlas, gelesen am 01.11.2026. stripe.com
  5. Stripe: LLC von Deutschland aus gründen, aktualisiert 30.09.2025, gelesen am 01.11.2026. stripe.com
  6. doola: Pricing, gelesen am 01.11.2026. doola.com
  7. Websiteplanet: LLC-Services im Vergleich, gelesen am 01.11.2026. websiteplanet.com
  8. German American Chambers of Commerce New York: U.S. Market Entry, gelesen am 01.11.2026. gaccny.com
  9. Delaware Division of Corporations: Statistiken und Annual Report 2025, gelesen am 01.11.2026. corp.delaware.gov
  10. Europäische Zentralbank: Referenzkurs US-Dollar, 30.10.2026, gelesen am 01.11.2026. ecb.europa.eu
  11. Geldwäschegesetz: § 2 GwG, gelesen am 01.11.2026. gesetze-im-internet.de
  12. Rechtsdienstleistungsgesetz: § 10 RDG, gelesen am 01.11.2026. gesetze-im-internet.de
  13. ALL-INKL: Tarife, gelesen am 29.10.2026. all-inkl.com
  14. Destatis: Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2025, gelesen am 22.10.2026. destatis.de
  15. Gesetzestexte: § 14 GewO, §§ 2 und 5 StBerG. gesetze-im-internet.de

Änderungsprotokoll: 1. November 2026 Erstfassung.