x8-Steckbrief

Jährliche Studie als Datenreport verkaufen: bis zu 5.000 € im Monat mit Branchendaten, Reports und Sponsoren

bis 5.000 € Umsatz im Monat nach einem Jahr Eab 500 € Startkapital6 bis 12 Monate bis zum ersten Euro11 bis 20 Std. pro Woche2.000 € Preis einer Lünendonk-Studie (ab)

Buchstaben hinter Zahlen zeigen die Herkunft: A amtlich · S Selbstauskunft · E meine Einschätzung. Alle Kennzeichen erklärt.

Lesezeit 11 MinutenVon Simon Hubert, Gründer von x8Stand

Donnerstagmorgen in einer Steuerkanzlei in Ulm: Die Partnerin soll für die Jahresplanung entscheiden, ob sie die Honorare erhöht, und findet nirgends Zahlen, was vergleichbare Kanzleien verlangen.

Hier setzt dieses Geschäftsmodell an: Du befragst jedes Jahr eine Branche, wertest die Antworten aus und verkaufst den Report oder lässt ihn von Sponsoren bezahlen. Eine Lünendonk-Studie zur Facility-Branche kostet ab 2.000 Euro. S

Spannend ist der Widerspruch: Eine der bekanntesten Coaching-Studien im deutschsprachigen Raum ist kostenlos und braucht nicht einmal eine E-Mail-Adresse. S Warum Gratis und Bezahlt sich nicht ausschließen und wie du rechnest, liest du hier.

Kurz gesagt: Bei dem Geschäftsmodell „jährliche Studie als Datenreport verkaufen“ erhebst du einmal im Jahr Zahlen zu einer Branche, etwa Preise, Gehälter oder Trends, und wertest sie fachkundig aus. Verdienen kannst du mit dem Verkauf des vollständigen Reports, mit Sponsoren, die die Studie mitfinanzieren, und mit Vorträgen oder Beratung auf Basis der Daten.

Was ist eine jährliche Studie als Datenreport und wie funktioniert das Geschäftsmodell?

Eine jährliche Studie als Datenreport ist eine Befragung oder Datensammlung, die jedes Jahr nach derselben Methode wiederholt und als Bericht veröffentlicht wird. Der Wert entsteht durch Vergleichbarkeit über die Jahre; ein Benchmark, also ein Vergleichswert, zeigt Firmen, wo sie im Markt stehen.

Meist gibt es zwei Stufen: Eine kurze Fassung mit den wichtigsten Ergebnissen ist frei und bringt Aufmerksamkeit, der vollständige Report mit Tabellen kostet Geld. Wer teilnimmt, bekommt die Ergebnisse oft günstiger. Sponsoren zahlen für ihr Logo und dafür, dass ihre Zielgruppe den Report liest.

Gute Themen sind Fragen, die Entscheider jedes Jahr wieder stellen. E Denkbar sind Honorare und Stundensätze von Steuerkanzleien für die Preisplanung; Gehälter von Tierarzthelferinnen für Praxisinhaber, die Personal suchen; Preise von Hochzeitsfotografen nach Region für Fotografen und Vermittlungsportale. Hypernischen wären Wartungspreise für Aufzüge, die Hausverwaltungen vergleichen wollen, oder Auslastung und Tagespreise von Hufschmieden. E

Ablauf: Eine offene Frage einer Branche, etwa nach Preisen oder Gehältern, kommt bei deiner Studie an. Du lieferst Fragebogen, Teilnehmer und Auswertung. Ergebnis ist eine kostenlose Kurzfassung, ein bezahlter Vollreport und Vorträge oder Beratung für Sponsoren und Kunden. So entsteht ein Jahresreport 📊 ❓ Offene Frage der Branche Deine Studie Fragebogen Teilnehmer gewinnen Auswertung Kurzfassung gratis Vollreport bezahlt Vortrag, Beratung Jedes Jahr dieselbe Methode, damit Vergleiche möglich sind.
Die Gratisfassung bringt Reichweite, der Vollreport das Geld.

Welchen Umsatz kannst du mit einer jährlichen Studie als Datenreport realistisch erreichen?

Ein vollständiger Report kostet im Markt meist 150 bis 2.000 Euro. S Ein Sponsor zahlt nach meiner Einschätzung bei einer kleinen Nischenstudie 5.000 bis 15.000 Euro. E Der wichtigste Hebel ist eine Frage, auf die eine Branche jedes Jahr wartet.

Als Ziel nach dem ersten vollen Studienjahr rechne ich mit 1.000 bis 5.000 Euro Umsatz im Monat, im Jahresschnitt gerechnet. E Das Geld kommt in Wellen rund um die Veröffentlichung. So liegen die Preise im Markt:

Preisskala pro Report: Die RAUEN Coaching-Marktanalyse 2025/2026 ist kostenlos. Das IFH Köln verlangt für seine Jahresrückblickstudie 2023 B2B 199 Euro und für das ECC Payment Update 2023 350 Euro. Lünendonk verkauft den Konjunkturindex Facility Service ab 2.000 Euro zuzüglich Umsatzsteuer. Alle gelesen am 01.11.2026. Preise für einen Studienreport 0 € 550 € 1.100 € 1.650 € 2.200 € RAUEN Coachingkostenlos IFH Jahresrückblick199 € · B2B 2023 ECC Payment Update350 € · 2023 Lünendonk Indexab 2.000 € netto Dein Ziel: Vollreport für Entscheider Quellen: RAUEN, IFH Köln, Lünendonk
Je näher die Daten an einer Kaufentscheidung liegen, desto höher der Preis.

Die Teilnahme ist der Engpass: An der Honorarstudie 2025 des Beraterverbands BDU nahmen 132 Unternehmensberatungen teil (BDU, Musterseiten 2025). S Wer 40 Reports zu 490 Euro verkauft und zwei Sponsoren zu je 10.000 Euro gewinnt, kommt auf 39.600 Euro im Jahr, rund 3.300 Euro im Monat. E

Eigene Berechnung von Simon Hubert: 40 Reports zu 490 Euro und zwei Sponsoren zu je 10.000 Euro ergeben 39.600 Euro im Jahr, rund 3.300 Euro im Monat. Umfragewerkzeug und Dankeschön für Teilnehmer: rund 200 Euro im Monat. Grafik, Lektorat und Vertrieb: rund 350 Euro im Monat. Es bleiben etwa 2.750 Euro vor Steuern. Rechenweg pro Monat im Jahresschnitt 3.300 € Umsatz minus 200 € Umfrage, Teilnehmer minus 350 € Grafik, Vertrieb ≈ 2.750 € bleiben vor Steuern Eigene Berechnung (Simon Hubert), 40 Reports und 2 Sponsoren im Jahr
Im ersten Jahr fehlen oft die Sponsoren, ab dem zweiten zählt der Ruf.

Das heißt für dich: Eine Studie verkauft sich einmal, eine Studienreihe verkauft sich jedes Jahr besser.

Welche Fähigkeiten solltest du initial lernen, um erfolgreich eine jährliche Studie als Datenreport anbieten zu können?

Am wichtigsten ist Fachwissen über die Branche, damit du die richtigen Fragen stellst. Fragebogenbau und Auswertung lernst du dazu.

Balken = so wichtig ist die Fähigkeit für den Erfolgbraucht Erfahrungschnell lernbar
Branchenkenntnis100 %
Welche Zahl fehlt den Entscheidern (KI recherchiert, die Fragen stellst du). Lernzeit: Jahre
Teilnehmer gewinnen90 %
Verbände, Newsletter, Partner (KI schreibt Einladungen). Lernzeit: Monate
Fragebogen und Methode80 %
Neutrale Fragen, saubere Stichprobe (KI prüft Formulierungen). Lernzeit: wenige Wochen
Sponsoren verkaufen70 %
Pakete mit Logo, Vortrag, Daten (KI entwirft Angebote). Lernzeit: wenige Wochen
Auswertung und Grafiken (das macht die KI)50 %
Tabellen, Diagramme, Kurzfassung (KI rechnet, du prüfst jede Zahl). Lernzeit: wenige Tage

Meine Einschätzung E: 100 % hieße, ohne diese Fähigkeit geht es nicht.

Welche Eckdaten hat eine jährliche Studie als Datenreport?

Datenbox
Klasse und ModelltypK2 Digitales Produkt · Digitale Produkte und Vorlagen
ThemenfeldMarketing, Vertrieb und Sichtbarkeit
Startkapital500 bis 5.000 Euro E
Zeit bis zum ersten Euro6 bis 12 Monate, ein Studienzyklus E
Wochenstunden11 bis 20, mit Spitzen vor der Veröffentlichung E
Zulassungshürdefrei (Gewerbe anmelden), siehe Abschnitt Recht
Reichweite nötig4 von 5: ohne Zugang zur Branche keine Teilnehmer
Passiv-Grad2 von 5: jedes Jahr neue Erhebung
Umsatzklasse1.000 bis 5.000 Euro im Monat nach einem Jahr E
Wettbewerbniedrig
KI-Hebel4 von 5
Sinn-Faktor3 von 5
Passt zu den GründertypenDetailverliebter Fachexperte
Wirtschaftszweig (WZ 2025)73.20 Markt- und Meinungsforschung. E WZ 2025 ist die amtliche Klassifikation der Wirtschaftszweige (Destatis), nach der dein Gewerbe eingeordnet wird.

Datenlücke: Was Sponsoren für kleine Nischenstudien zahlen, habe ich nicht gefunden; die Spanne ist meine Einschätzung. Verkaufszahlen einzelner Studienreports nennt kein Anbieter.

Was kostet der Start und wie viel Zeit brauchst du?

Der Start kostet meist 500 bis 5.000 Euro, vor allem für Umfragewerkzeug, Gestaltung und ein Dankeschön an Teilnehmer. Am besten rechnet man mit 11 bis 20 Wochenstunden und sechs bis zwölf Monaten bis zum ersten Report.

BausteinWas es kostet
Gewerbeanmeldung in Deutschland10 bis 65 Euro, je nach Gewerbeamt (gewerbeanmeldung.de, Stand 08.06.2026) S
Umfragewerkzeug LimeSurvey CloudExpert 387 Euro im Jahr für 10.000 Antworten, Business 711 Euro für 50.000 (limesurvey.org, gelesen am 01.11.2026) S
Website für Report und BestellungHosting bei ALL-INKL ab 4,95 Euro im Monat (all-inkl.com, gelesen am 29.10.2026) S
Dankeschön für Teilnehmeretwa ein Freiexemplar des Reports oder eine Verlosung; Kosten nach eigener Wahl E

Wie startest du eine jährliche Studie als Datenreport Schritt für Schritt?

Du startest mit einer Frage, die dir Menschen aus der Branche selbst gestellt haben. Der erste Schritt: zehn Entscheidern deinen Fragebogenentwurf zeigen.

  1. Frage festlegen. Eine Zahl, die eine Branche jedes Jahr braucht, etwa Honorare oder Gehälter.
  2. Partner suchen. Verband, Fachmedium oder Newsletter, der zur Teilnahme einlädt.
  3. Fragebogen bauen. Kurz, neutral, mit denselben Kernfragen für alle kommenden Jahre.
  4. Rechtliches vorbereiten. Die vier Punkte aus dem Abschnitt Recht: Datenschutz, keine Werbe-E-Mails ohne Einwilligung, Sponsoren kennzeichnen, Gewerbe.
  5. Erheben und auswerten. Sechs bis acht Wochen Laufzeit, dann Zahlen bereinigen und prüfen.
  6. Zweistufig veröffentlichen. Kurzfassung frei für Presse und Netzwerke, Vollreport zum Kauf.
  7. Sponsoren fürs nächste Jahr. Mit dem fertigen Report und den Abrufzahlen bei passenden Anbietern vorsprechen.

Wie findest du die ersten Kunden für deine Studie?

Am schnellsten über die Teilnehmer selbst: Wer mitmacht, will die Ergebnisse sehen. Der Schmerz deiner Käufer ist eine Entscheidung ohne Vergleichszahlen, etwa über Preise oder Gehälter.

Laut ADM, dem Verband der Markt- und Sozialforschungsinstitute, liefen 2024 bei seinen Mitgliedern 63 Prozent der Interviews online im Browser und weitere 11 Prozent über Apps. Insgesamt waren es 23,6 Millionen Interviews. 63 % der Interviews laufen online im Browser. Weitere 11 % per App (2024). 23,6 Mio. Interviews bei ADM-Instituten. ADM, Marktforschung in Zahlen, gelesen am 01.11.2026
Eine Online-Umfrage ist heute der Normalfall, auch für Profis.

Die Mitgliedsinstitute des ADM setzten 2025 rund 1,4 Milliarden Euro um (ADM, gelesen am 01.11.2026). S Für eine Nischenstudie zählen andere Kanäle: Branchenverbände, Fachnewsletter, LinkedIn-Gruppen und Messen. Die Kurzfassung mit drei überraschenden Zahlen eignet sich gut für Fachpresse und Beiträge. E

Welche Tools und KI-Werkzeuge helfen bei einer jährlichen Studie als Datenreport?

Unverzichtbar ist ein Umfragewerkzeug mit Servern in der EU. Ziel ist es, Auswertung und Grafiken mit KI zu beschleunigen und die Zeit in Teilnehmer und Deutung zu stecken.

UmfrageLimeSurvey oder ähnliche Werkzeuge mit Datenhaltung in der EU
AuswertungTabellenkalkulation oder Python für Kreuztabellen
KI-AssistentClaude oder ähnliche Modelle für Auswertung, Texte und Kurzfassung
Verkaufeine Website mit WordPress mit MCP und Bezahlfunktion

Welche Risiken hat eine jährliche Studie als Datenreport?

Das größte Risiko: Zu wenige Teilnehmer, und der Report ist nicht aussagekräftig. Dagegen hilft ein Partner, der seine Liste zur Verfügung stellt.

Zu wenig Antworten

Selbst ein großer Verband wie der BDU kam bei seiner Honorarstudie auf 132 teilnehmende Beratungen (BDU, 2025). S
Gegenmittel: Partner mit eigener Liste und Ergebnisse als Dankeschön.

Verzerrte Stichprobe

Der Macher der State-of-JS-Umfrage schreibt selbst, dass seine Teilnehmer eher männlich, weiß und aus den USA sind (dev.to, 24.02.2022). S
Gegenmittel: Grenzen der Daten offen im Report nennen.

Gratis-Konkurrenz

Die RAUEN Coaching-Marktanalyse steht kostenlos zum Download (rauen.de, gelesen am 01.11.2026). S
Gegenmittel: Tiefe Tabellen und Vergleiche nur im Vollreport.

Abhängigkeit vom Sponsor

Wer Sponsoren hat, gerät in Verdacht, Ergebnisse zu schönen; verdeckte Werbung ist nach § 5a UWG unlauter. A
Gegenmittel: Methode offenlegen, Sponsoren klar nennen.
Ergebnisstreuung3 von 5: wie weit Erfolg und Misserfolg auseinanderliegen
Regulatorik3 von 5
Inhaberabhängigkeit4 von 5, dein Ruf als Fachmensch trägt die Studie
Wiederkehrender Umsatz40 bis 70 Prozent über Stammkäufer und Sponsoren (meine Einschätzung)
KI-Expositionplus 1: Auswertung wird schneller, eigene Daten bleiben knapp
Kanalabhängigkeit2 von 4

Fortbestand: Von Gründungen mit Startkapital bis zu 5.000 Euro sind nach fünf Jahren 54 Prozent aktiv (KfW-Gründungsmonitor 2025). S 2025 gab es 69 Unternehmensinsolvenzen je 10.000 Unternehmen (Destatis, 13.03.2026). A

Praxisbeispiel: Wie Sacha Greif eine jährliche Entwicklerumfrage aufgebaut hat

Ein ähnlicher Fall: Die Umfrage ist kostenlos und finanziert sich über Sponsoren und Fanartikel statt über den Verkauf des Reports.

Auf seiner Website und auf dev.to beschreibt Sacha Greif, Gründer von Devographics und heute in Kyoto zu Hause, wie er die Umfrage State of JavaScript betreibt. Die Ausgabe 2025 sammelte 13.002 Antworten und nennt sechs Sponsoren, darunter Google und JetBrains. S Umsatzzahlen nennt er nicht.

So kam er auf die Geschäftsidee
Er startete State of JavaScript, um mehr Daten über aktuelle Trends unter JavaScript-Entwicklern zu bekommen. Vorher hatte er mit einem E-Book von 2012 den Weg als Gründer eingeschlagen, das nach seinen Worten überraschend gut lief.
So fing es an
Die Fragen entstehen offen: 2021 wurde der Entwurf in einer Feedback-Phase auf GitHub diskutiert. Die Teilnehmer kommen vor allem über die Liste früherer Teilnehmer und soziale Netzwerke; 2021 antworteten 16.085 Menschen. S
So verdient er Geld
Frontend Masters bezahlt Empfehlungslinks unter jeder Seite, einzelne Diagramme lassen sich sponsern, dazu kommen T-Shirt-Verkäufe. Ein Zuschuss von Google bezahlte eine Prüfung auf Barrierefreiheit. 2022 schrieb er, die Umfragen brächten etwas Geld ein, hingen aber vor allem an freiwilliger Arbeit. S
Seine größte Hürde
Die Teilnehmer sind nach seinen Worten eher männlich, weiß und aus den USA. Er sucht deshalb gezielt Gruppen, die unterrepräsentiert sind. Ein Leser kündigte in den Kommentaren an, wegen der einseitigen Teilnehmer nicht mehr mitzumachen.
Diese Werkzeuge nutzt er
Fragebögen als YAML-Dateien auf GitHub, ein eigenes Formular in Next.js, eine MongoDB-Datenbank, eine GraphQL-Schnittstelle und eine statische Ergebnisseite. Fast 2.000 Begriffe hat er von Hand angelegt, um freie Antworten zuzuordnen.
So ist es gewachsen
Aus einer Umfrage wurden mehrere, unter anderem zu CSS und HTML, in über 20 Sprachen. Die Zahl der Antworten schwankt: 16.085 im Jahr 2021, 13.002 im Jahr 2025. S
Was du daraus mitnimmst
Für eine Studie in Deutschland heißt das: Eine treue Teilnehmerliste ist das eigentliche Kapital, und Sponsoren zahlen für Reichweite in einer klaren Zielgruppe. E Wer vom Report leben will, braucht zusätzlich einen bezahlten Vollreport oder Beratung. E Die Angaben sind Selbstauskünfte.

Zur Quellenlage: Die Quellenlage ist dünn: Greif nennt die Geldquellen, aber keine Beträge; das Startjahr der Umfrage steht in den gelesenen Quellen nicht.

Quellen: State of JavaScript 2025: About, gelesen am 01.11.2026. 2025.stateofjs.com; State of JavaScript 2021: About, gelesen am 01.11.2026. 2021.stateofjs.com; Sacha Greif auf dev.to: State of JS and CSS Surveys, How to Help, 24.02.2022, gelesen am 01.11.2026. dev.to; Sacha Greif auf dev.to: How the Devographics Surveys Are Run, 2023 Edition, 28.07.2023, gelesen am 01.11.2026. dev.to; Sacha Greif: Persönliche Website, gelesen am 01.11.2026. sachagreif.com

Welche Beispiele für eine jährliche Studie als Datenreport gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz?

Das stärkste Beispiel ist Lünendonk: Das Haus analysiert seit mehr als 40 Jahren Märkte für Dienstleistungen zwischen Firmen und verkauft Studien, Ranglisten und Siegel (luenendonk.de, gelesen am 01.11.2026). S

Näher an deinem Start sind diese Fälle:

  • RAUEN Coaching-Marktanalyse aus Osnabrück wertete in der sechsten Ausgabe 916 Fragebögen von Coaches aus und ist frei verfügbar; der Herausgeber bildet selbst Coaches aus (rauen.de, gelesen am 01.11.2026). S
  • IFH Köln verkauft Jahresrückblickstudien zum Onlinehandel für 149 bis 199 Euro (ifhkoeln.de, gelesen am 01.11.2026). S
  • State of JavaScript von Sacha Greif, siehe Praxisbeispiel.

Was musst du rechtlich bei einer jährlichen Studie als Datenreport beachten?

Eine Zulassung brauchst du nicht, du meldest ein Gewerbe an. Wichtig sind Datenschutz bei der Befragung, Einladungen ohne Spam und eine klare Kennzeichnung von Sponsoren.

  • Datenschutz einhalten: informieren, Einwilligung einholen, Ergebnisse nur anonym zeigen.
  • Einladungen per E-Mail nur mit Einwilligung oder über Partner, die ihre eigene Liste anschreiben.
  • Sponsoren offen nennen, keine versteckte Werbung im Report.
  • Gewerbe anmelden und deine Datenbank vor Kopien schützen.
Die Details mit Paragrafen und Fristen

Datenschutz: Für personenbezogene Antworten brauchst du eine Rechtsgrundlage, meist eine Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO), und musst bei der Erhebung informieren (Art. 13 DSGVO). A Anonyme Daten fallen nicht unter die DSGVO (Erwägungsgrund 26).

Werbung: E-Mail-Werbung ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung ist unzumutbare Belästigung (§ 7 Abs. 2 UWG). A Ob eine reine Einladung zur Studie schon Werbung ist, musst du gegebenenfalls abklären.

Sponsoren: Wer den kommerziellen Zweck eines Inhalts nicht kenntlich macht, handelt unlauter (§ 5a UWG). A

Datenbankschutz und Gewerbe: Eine Datenbank mit wesentlicher Investition ist nach § 87b UrhG gegen Übernahme geschützt; das Gewerbe zeigst du nach § 14 GewO an. A

Österreich und Schweiz: In Österreich gilt ebenfalls die DSGVO; in der Schweiz gilt das revidierte Datenschutzgesetz. Die Details musst du gegebenenfalls zum Start abklären.

Keine Rechtsberatung: Lass Verträge und Pflichten einmal fachlich prüfen.

Für wen passt eine jährliche Studie als Datenreport und für wen nicht?

Sie passt zum detailverliebten Fachexperten, der eine Branche von innen kennt und Zahlen gern genau prüft, und zum wortgewandten Autor, der aus Tabellen eine Geschichte macht. Gut passt sie zu Beratern, die sich einen Namen als Datenquelle aufbauen wollen.

Lass es, wenn

  • du keinen Zugang zu Menschen aus der Branche hast,
  • du ab dem ersten Monat Einnahmen brauchst,
  • dich ein Jahr Vorarbeit für einen Report abschreckt.

Welche Fragen stellen Menschen am häufigsten zur jährlichen Studie als Datenreport?

Wie viele Teilnehmer braucht eine Branchenstudie?

Eine feste Zahl gibt es nicht; die Honorarstudie des BDU stützt sich auf 132 Beratungen, die RAUEN Coaching-Marktanalyse auf 916 Fragebögen (BDU 2025; rauen.de). S

Darf ich Umfrageergebnisse verkaufen?

Ja, wenn die Daten anonym sind und die Teilnehmer wissen, wofür sie antworten; anonyme Daten fallen nicht unter die DSGVO (Erwägungsgrund 26). A

Was kostet eine Online-Umfrage?

LimeSurvey Cloud kostet im Tarif Expert 387 Euro im Jahr für bis zu 10.000 Antworten (limesurvey.org, gelesen am 01.11.2026). S

Welche Geschäftsideen ähneln der jährlichen Studie als Datenreport?

Simon Hubert, Gründer von x8
Über den Autor

Simon Hubert

Gründer von x8, Agenturgründer seit 2011

Simon Hubert hat 2011 seine erste Digitalagentur gegründet und betreut seitdem Websites, Sichtbarkeit und Abläufe für kleine und mittlere Betriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er hält einen Master in Business Informatics der Universität Mannheim und ist seit über 20 Jahren in Digitalisierung und IT unterwegs, mehrere Jahre davon in Großkonzernen. Mit x8 prüft er Geschäftsideen so, wie er es für sich selbst tun würde: mit belastbaren Zahlen, nachvollziehbaren Quellen und einer Rechnung, die du Schritt für Schritt selbst nachprüfen kannst.

Woher stammen die Zahlen auf dieser Seite?

Jede Zahl trägt ein Kennzeichen. Fährst du mit der Maus darüber, steht die Herkunft im Klartext. Was ich selbst gerechnet oder eingeschätzt habe, ist immer mit E markiert und im Text begründet.

A amtlich: Destatis, KfW-Register, Gesetzestexte, Gerichtsentscheidungen T Transaktionsdaten: Verkaufsplattformen wie Flippa, Empire Flippers oder Acquire.com, Zahlungsanbieter wie Stripe oder Steady S Selbstauskunft oder Befragung: Angaben von Anbietern, Interviews, Presse über Finanzierungen, KfW- und DIHK-Befragungen M Schätzung Dritter: Modellrechnungen und Prognosen von Instituten, etwa das IfM Bonn zur Nachfolge D Messung Dritter: Werkzeuge wie Ahrefs, Similarweb oder Profound E eigene Berechnung oder Einschätzung von Simon Hubert, Rechenweg und Annahmen stehen im Text
Quellen und Prüfstand: alle Angaben geprüft am 1. November 2026
  1. Lünendonk: Startseite mit Studien und Preisen, gelesen am 01.11.2026. luenendonk.de
  2. IFH Köln: Shop, Studienübersicht, gelesen am 01.11.2026. ifhkoeln.de
  3. RAUEN: Coaching-Marktanalyse 2025/2026, gelesen am 01.11.2026. rauen.de
  4. BDU: Honorare im Consulting 2025, Musterseiten, gelesen am 01.11.2026. bdu.de
  5. ADM: Marktforschung in Zahlen, gelesen am 01.11.2026. adm-ev.de
  6. LimeSurvey: Preise, gelesen am 01.11.2026. limesurvey.org
  7. State of JavaScript 2025: About, gelesen am 01.11.2026. 2025.stateofjs.com
  8. State of JavaScript 2021: About, gelesen am 01.11.2026. 2021.stateofjs.com
  9. Sacha Greif auf dev.to: State of JS and CSS Surveys, How to Help, 24.02.2022. dev.to
  10. Sacha Greif auf dev.to: How the Devographics Surveys Are Run, 2023 Edition, 28.07.2023. dev.to
  11. Sacha Greif: Persönliche Website, gelesen am 01.11.2026. sachagreif.com
  12. gewerbeanmeldung.de: Gewerbe anmelden, welche Kosten fallen an?, Stand 08.06.2026, gelesen am 01.11.2026. gewerbeanmeldung.de
  13. Destatis: Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2025. destatis.de
  14. KfW Research: KfW-Gründungsmonitor 2025, Juni 2025. kfw.de
  15. Destatis: Pressemitteilung Nr. 085, 13.03.2026. destatis.de

Änderungsprotokoll: 1. November 2026 Erstfassung.